Beiträge von O. Meier

    GoogleMaps? Komm ich nicht klar mit. Müsst ihr machen.

    „Nein, müssen wir nicht.“

    Nutze ich nicht, versteh ich nicht, die Struktur. Ich sag dir dann einfach meine Meinung und du ergänzt das dann in deiner digitalen Auswertung, ja?"

    „Nein.“

    trotzdem. "Übernimm doch bitte du das für meine Noten in deiner Klasse. Die müssen bis morgen eingetragen sein und so langsam wie ich mit dem System bin, klappt das nicht rechtzeitig."

    „Oh, dann hast du ein Problem. Ich finge lieber schon mal an. Ich zeig’ dir gerne noch mal, wie es geht. Nehmen wir uns g’rad’ noch’n Kaffee?“

    Klar schreibe ich da einen Artikel für den Jahresbericht. War ja eine schöne Veranstaltung, Chef will den Bericht ja auch im Jahresbericht sehen. Ich leg dir das Blockblatt dann morgen ins Fach."

    „Was auch immer ein Blockblatt sein mag. Aber werf’s doch gleich in den Papierkorb. Den Umweg über mein Fach können wir uns sparen.“

    Mal abgesehen davon, dass ich so einen „Jahresbericht“ nicht als gut investierte Arbeitszeit erkennen kann.

    dann hast du entweder mehr Arbeit, oder aber du gehst zur Schulleitung und beschwerst dich...

    Dann mach halt das zweite. Es geht in den ganzen Beispielen darum, dass man deshalb mehr Arbeit hat, weil man sie übernimmt.

    Ja, es gibt Leute, die ihren Kram nicht ordentlich erledigen. Ja, die nerven und stören die Abläufe. Wer ihnen aber den Arsch hinterher trägt, ist selbst schuld. Das war schon immer so und hat wenig mit analog vs. digital zu tun. Manches kommt mir sogar arg übertrieben vor. Wollt ihr mir tatsächlich erzählen, dass ihr für andere deren Berichte abtippt?

    Keines der Beispiele dreht sich um digitalen Unterricht, der als Threadthema ursprünglich aufgerufen war.

    Und was würdest Du sagen, wenn die Kollegen extra fürs Klassenbuch Dienst-Notebooks bekommen haben, das WLAN auch zuverlässig steht und es eine Schulung gab?

    Dann verstehe ich trotzdem nicht, was das Rumgeeier soll.

    Ein Notebook mit in den Klassenraum zu schleppen hätte, um die Anwesenheit festzustellen, hätte ich übrigens auch keine Lust. Habt ihr keine Rechner in den Klassenräumen, die man hernehmen kann?

    am Besten immer einen harten Schnitt macht und dann dem Nutzer sagt: "Vogel friß oder stirb!"

    Ja, das meine ich auch. So muss man's den Leuten vermitteln. Das ist genau der Spruch, mit dem man sie mitnimmt.

    Umstellung heißt Umstellung. Das ist klar. Rumgeier bringt nichts. Dazu muss man dann auch den Mut haben, eine Entscheidung treffen. Aber die darf man dann auch in angemesser Form mitteilen.

    "Dann begehen sie als Klassenlehrer ein Dienstvergehen."

    Ja, stimmt. Ich nehme alles zurück. Man sollte so etwas doch disziplinarrechtlich durchsetzen. Wolltest du doch, hast du bekommen. Schön, oder?

    Ernst bei Seite. „Das Klassenbuch“, Singular. Das parallele Führen zweier Medien ist schon nicht vorgesehen, das macht überhaupt keinen Sinn.

    Außerdem steht im referenzierten Absatz, dass die Klassenlehrerin dafür Sorge trage, dass die Unterlagen ordnungsgemäß geführt werden, nicht, dass sie selbst alles einzutragen hat.

    Keine Ahnung, was da bei euch gelaufen ist, aber das ist völlig absurd. Man muss nicht ins digitale Klassenbuch eintragen, aber die Klassenlehrerin soll dafür sorgen, dass alles im digitalen Klassenbuch steht. So'n Quatsch.

    Falls das nciht nur ein Ammenmärchen ist, so hat ist das doch ein Beispiel dafür, wie man es besser nicht macht. Daraus zu schließen, dass die Nutzung digitaler Medien, Mehrarbeit für andere bedeute, finde ich etwas zu steil.

    Gibt es sonst noch Beispiele?

    "So, wir haben es jetzt probiert, es funktioniert, aber so lange es nicht verbindlich vorgeschrieben ist, machen wir mit dem Papierklassenbuch weiter."

    Dann ist ja wohl auch klar, welches die Fehlentscheidung war.


    digitale Untis-Klassenbuch

    Es handelt sich also auch hierbei nicht um ein Beispiel für digitalen Unterricht. Im diesem Verwaltungsbereich kann man nicht individuell entscheiden, wie man es macht. Man kann sich auch nicht entscheiden, kein Klassenbuch zu führen. Genau so wenig kann man entscheiden, statt des gebundenen Buches eine Lose-Blatt-Sammlung zu führen. Insofern spielt die Entscheidung der Einzelnen keine Rolle für den Arbeitsaufwand.


    Ich hab mir in dem Jahr echt gewünscht, daß die Schulleitung auf den Tisch haut, daß digitale Klassenbuch verbindlich vorschreibt und das dann auch notfalls mit disziplinarrechtlichen Mitteln durchdrückt.

    Polter, polter. Geht's auch ohne kaputte Tische und Disziplinarrecht?

    Wie wäre es statt dessen damit, so etwas geplant und organisiert einzuführen. Dazu gehört dann zunächst eine funktionierende Software auzuwählen, dafür zu sorgen, dass die nötige Hardware/Infrastruktur (Netz) zur Verfügung steht und funktioniert. Und dann sollte man die Kolleginnen, die das benutzen sollen, auch entsprechend schulen. Wenn dann alles läuft, hat keine ein Problem.

    Bietet den Leuten einfach mal etwas an, das funktioniert.

    Insofern fällt das hier für mich in die Kategorie „nicht zu Ende gedachter Schei*“.

    Dass ein Verwaltungsverfahren mit disziplinarrechtlichen Mitteln durchgesetzt werden muss, habe ich noch nie erlebt. Die Idee deutet doch auf eine ganz komische Vorstellung von Zusammenarbeit hin.

    Am Ende durfte ich mich dann als Klassenlehrer jede Woche hinsetzen und sämtliche Unterrichtsinhalte und Fehlzeiten aus dem Papierbuch ins Untis hämmern.

    Und wenn du das nicht getan hättest?

    Vorsicht! Du unterstellst deinen krankgeschriebenen Kollegen gerade, sie würden blaumachen.

    Ja, so klingt das für mich auch. Zumindest werden in solchen Äußerungen (bestimmte Arten von) Krankheiten nicht hinreichend ernst genommen.

    Und wenn man mich fragen würde, was mich am meisten nervt, würde ich tatsächlich sagen, dass es Kollegen sind, die sich einfach über Wochen und Monate "rausziehen", weil sie das können und keine Konsequenzen befürchten müssen. Und das kannte ich so von meinem Berufsleben vorher einfach nicht. Ja, da war man auch mal krank. Aber nicht Wochen oder Monate. Und da kümmerte man sich (trotzdem). Und ob ich mich mit der Arbeitseinstellung etlicher Kollegen abfinden kann, bezweifle ich gerade. DAS ist mein Problem.

    Das ist in der Tat ein Problem. Und es kann zu einem großen Problem für dich werden.

    Deine Schulleiterin agiert sehr unprofessionell und verheizt Leute. Dich z. B. gerade. Das bleibt nicht ohne Folgen. Die Leute werden krank. Und so ein ein Burn-Out ist dann schon etwas anderes als ein Schnupfen. So etwas kann sehr langwierig werden. Es gibt sogar Fälle, in denen sich die Leute gar nicht mehr vollständig genesen. Das gönnt man niemandem.

    Ich hoffe zum einen, dass es dich nicht erwischt (noch hast du Chancen, gegenzusteuern). Und zum anderen, falls du doch dem Druck nicht gewachsen bist und erkrankst, dass du dann deine Einstellung auf „Krank ist krank.“ ändern kannst und nicht in „Stell dich nicht so an.“ verharrst.

    Die Verweigerung, sich digitale Kompetenzen draufzuschaffen, verursacht an allen Eckn und Enden Arbeit für die Kollegen.

    Ich frage jetzt noch mal nach, welche Ecken das wären. Welche Arbeit verursacht jemand anderen, durch die Entscheidung etwas nicht „digital“ machen zu wollen?

    Ich erlebe insbesondere folgende Momente, die Arbeit erzeugen:

    a. Dinge, die nicht zu Ende gedacht sind. Da hat jemand 'ne Idee für ein „Projekt“ und überblickt nicht, was da alles erledigt werden muss. Da kommt man nicht hin und die Schulleiterin verhaftet Unschuldige zur Mitarbeit. Da geht es dann meistens irgendwie um Außenwirkung. Also nichts, von dem unsere Schülerinnen etwas hätten.

    2. Zeuch, das nicht funktioniert. Das sind halt häufig die elektrischen Geräte. Analoges seltener. Da ist einfach nicht so viel dran, was kaputt gehen kann.

    kannst du mal schnell..." Nein, kann ich nicht, merk dir einfach wie's geht.

    Eben. Insofern verusachen diese nur jenen Arbeit, die sich welche machen lassen.

    Ich finde es völlig in Ordnung, dass Kolleginnen sich in der Arbeit unterstützen. Dazu kann auch ein Computer-Tipp gehören. Aber man muss nicht alle Fehler reparieren, die man elektrsch so machen kann.

    Auf der einen Seite fehlt Fortbildung, auf der anderen Seite werden (interne) Angebote auch nicht immer wahrgenommen. Womöglich sind Webquests spannender als Textverarbeitung. Das bedeutet aber nicht, dass man auf Kenntnisse in zweiter verzichten kann.

    Der Kollege, der nicht mit einem Tablet umgehen kann und deshalb nicht kapiert, dass es sowas wie einen leeren Akku geben kann. Du hast das Grundproblem nicht verstanden.

    Ich auch nicht.

    Welche Möglichkeiten hatte denn die Kollegin den Umgang mit dem Gerät zu lernen?

    Dass man erklären muss, dass de Akku geladen werden muss, hätte ich auch nicht gedacht. Aber es ist wohl so. Also erklärt man es.

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