Unsere SL achtet daher auf gute Verteilung der Arbeit
Das kann leider nicht jede Schulleiterin. Das hat aber nichts mit Digitalisierung zu tun.
Unsere SL achtet daher auf gute Verteilung der Arbeit
Das kann leider nicht jede Schulleiterin. Das hat aber nichts mit Digitalisierung zu tun.
Wo findest du denn die Telefonnummer, die du "analog" anrufen willst? Gibt's bei euch noch Telefonbücher?
Ja. Kann man auf dem Postamt holen oder online bestellen (kein Witz).
Vieles geht nicht mehr analog, das ist wohl richtig. Digital bietet nicht mehr Möglichkeiten, sondern andere. Manchmal sind es sogar weniger. Dafür sind hier Beispiele genannt worden. Keine Fahrkarten mehr am Schalter, Geld nur noch am Automaten. Und wir fänden noch mehr.
(Nota bene: die deutsche Bahn ist in alle Aspekten schlecht. Analog, digital, Angebot, Preise, Service, Kommunikation. Sie ist ein Beispiel für eine grandios dämliche Deregulierung, sonst aber für nichts.)
Rudern wir mal zurück. Ähm, nehmt einfach die Blätter hoch, die Strömung trägt uns. Das Beispiel, in dem es um mehr Arbeit für andere wegen nicht-digital gehen sollte, führte doch den Unwillen (oder die Unfähigkeit) Google Maps zu benutzen an. Dass man nur mit Google Maps einen Ausflug planen kann, halte ich für ein Gerücht. Insofern ist die Bitte, dass das jemand anders machen möchte, doch auch nur vorgeschoben. Wer Google Maps nicht kann, lässt es sich zeigen oder plant anders. Wenn derjenigen natürlich (wiederholt) das Gesäß hinterhergetragen wird, muss man sich nicht wundern, dass sie es weiter versucht.
Antimon: Sehe ich das richtig? Diejenigen, die wurschteln können, werden Klassenlehrpersonen und bekommen den Aufwand (pauschal) durch Anrechnung aufs Lehrdeputat vergütet? Die analogen Nicht-Wurschtlerinnnen bekommen keine Klassenführung und unterrichten demzufolge mehr?
Ich sehe immer weniger, dass die Nicht-Digitalisierten anderen Arbeit machen. Zumindest keine, für die sie nicht bezahlt werden, wie du ausführst.
Ich finde die Regelung bzgl. der Anrechung der Klassenführung ziemlich fair, so etwas fehlt bei uns. Aber wo ist jetzt das Problem?
Sie lassen z.B. das Mahnwesen bei unentschuldigten Fehlzeiten auf ganzer Linie schleifen mit dem Ergrbnis, daß sie nirgendwo mehr als Klassenlehrer eingesetzt werden. Und schon müssen sie fürs gleiche Geld weniger arbeiten, während die Kollegen, die beim Mahnwesen auf Zack sind, für ihre Mehrarbeit als „Dank“ dann gleich noch die Klassenlehrerschaft für zwei weitere Klassen aufs Auge gedrückt bekommen und damit dann noch mehr Überstunden schieben.
Schlechte Schulleiterinnen ziehen einen Laden ’runter. Ja, ist bekannt.
Wie du allerdings von mangelnder Anpassungsfähigkeit auf Arbeitsverweigerung kommst, wird wohl dein Geheimnis bleiben.
Du hast dich bewusst für den Beamtenstatus entschieden.
Zur Ergänzung: Der Beamtenstatus stellt sicher, dass dir nicht betriebsbedingt gekündigt wird, sondern deine Dienstherrin dich weiter alimentiert, obwohl sie dich nicht so recht brauchen kann.
Dass man dich im Rahmen dieser Vereinbarung irgendwo einsetzt, ist aber nicht menschenfeindlich. Die Behauptung ist völliger Käse. Es gibt Leute, die haben gar keinen Job oder welche, die echt eklig sind. Sogar die kommen klar. Deine Firma schickt dich in eine andere Filiale, um dich überhaupt für irgendetwas brauchen zu können. Das ist ganz normal, aber gewiss nicht menschenfeindlich. Lächerlich.
Es wird keine Schule geben, in die du gut passt. Deine Fächerkombi ist über. Warum sollte eine andere Schule danach suchen?
Deine Anpassungsfähigkeit scheint auch etwas beschränkt zu sein. Dann wirst du halt überall, wo du hinkommst, nicht passen. Ich weiß nicht, ob dich das wirklich weiter bringt. Ich versuchte ja, erwachsen zu werden, mich auf etwas einzulassen und zu schauen, was ich aus der Situation machen kann.
Die Arbeit in Flüchtlingsklassen ist ein wenig wie Bergwandern. Anstrengend, aber macht auch Spaß. Man weiß nicht, ob man sein Ziel erreicht, aber dafür kommt man woanders hin. Mit etwas Glück gibt es dort eine lohnende Aussicht,
f) Vermittlung digitaler Kompetenzen
Auch wichtig. Und wie immer wenig konkret.
d) Naturwissenschaften müssen dreistündig unterrichtet werden
Und bei anderen Fächern reicht weniger?
Diese klausurlosen Kurse in NRW fand ich noch nie gut. Jetzt kommt das bundesweit. Klasse.
So - jetzt wieder ein schlauer Rat aus dem Forum:
Nein, schlaue Ratschläge haben wir hier nicht. Außerdem wollen wir deine Zeit nicht verschwenden.
GoogleMaps? Komm ich nicht klar mit. Müsst ihr machen.
„Nein, müssen wir nicht.“
Nutze ich nicht, versteh ich nicht, die Struktur. Ich sag dir dann einfach meine Meinung und du ergänzt das dann in deiner digitalen Auswertung, ja?"
„Nein.“
trotzdem. "Übernimm doch bitte du das für meine Noten in deiner Klasse. Die müssen bis morgen eingetragen sein und so langsam wie ich mit dem System bin, klappt das nicht rechtzeitig."
„Oh, dann hast du ein Problem. Ich finge lieber schon mal an. Ich zeig’ dir gerne noch mal, wie es geht. Nehmen wir uns g’rad’ noch’n Kaffee?“
Klar schreibe ich da einen Artikel für den Jahresbericht. War ja eine schöne Veranstaltung, Chef will den Bericht ja auch im Jahresbericht sehen. Ich leg dir das Blockblatt dann morgen ins Fach."
„Was auch immer ein Blockblatt sein mag. Aber werf’s doch gleich in den Papierkorb. Den Umweg über mein Fach können wir uns sparen.“
Mal abgesehen davon, dass ich so einen „Jahresbericht“ nicht als gut investierte Arbeitszeit erkennen kann.
Guck mal aus dem Fenster, es ist 2023.
Guck lieber in den Kalender. Das Fenster ist kein adäquates Medium hierfür.
dann hast du entweder mehr Arbeit, oder aber du gehst zur Schulleitung und beschwerst dich...
Dann mach halt das zweite. Es geht in den ganzen Beispielen darum, dass man deshalb mehr Arbeit hat, weil man sie übernimmt.
Ja, es gibt Leute, die ihren Kram nicht ordentlich erledigen. Ja, die nerven und stören die Abläufe. Wer ihnen aber den Arsch hinterher trägt, ist selbst schuld. Das war schon immer so und hat wenig mit analog vs. digital zu tun. Manches kommt mir sogar arg übertrieben vor. Wollt ihr mir tatsächlich erzählen, dass ihr für andere deren Berichte abtippt?
Keines der Beispiele dreht sich um digitalen Unterricht, der als Threadthema ursprünglich aufgerufen war.
Waren das jetzt die Beispiele, in denen analoges Arbeiten Mehraufwand für andere bedeutet?
Und was würdest Du sagen, wenn die Kollegen extra fürs Klassenbuch Dienst-Notebooks bekommen haben, das WLAN auch zuverlässig steht und es eine Schulung gab?
Dann verstehe ich trotzdem nicht, was das Rumgeeier soll.
Ein Notebook mit in den Klassenraum zu schleppen hätte, um die Anwesenheit festzustellen, hätte ich übrigens auch keine Lust. Habt ihr keine Rechner in den Klassenräumen, die man hernehmen kann?
am Besten immer einen harten Schnitt macht und dann dem Nutzer sagt: "Vogel friß oder stirb!"
Ja, das meine ich auch. So muss man's den Leuten vermitteln. Das ist genau der Spruch, mit dem man sie mitnimmt.
Umstellung heißt Umstellung. Das ist klar. Rumgeier bringt nichts. Dazu muss man dann auch den Mut haben, eine Entscheidung treffen. Aber die darf man dann auch in angemesser Form mitteilen.
"Dann begehen sie als Klassenlehrer ein Dienstvergehen."
Ja, stimmt. Ich nehme alles zurück. Man sollte so etwas doch disziplinarrechtlich durchsetzen. Wolltest du doch, hast du bekommen. Schön, oder?
Ernst bei Seite. „Das Klassenbuch“, Singular. Das parallele Führen zweier Medien ist schon nicht vorgesehen, das macht überhaupt keinen Sinn.
Außerdem steht im referenzierten Absatz, dass die Klassenlehrerin dafür Sorge trage, dass die Unterlagen ordnungsgemäß geführt werden, nicht, dass sie selbst alles einzutragen hat.
Keine Ahnung, was da bei euch gelaufen ist, aber das ist völlig absurd. Man muss nicht ins digitale Klassenbuch eintragen, aber die Klassenlehrerin soll dafür sorgen, dass alles im digitalen Klassenbuch steht. So'n Quatsch.
Falls das nciht nur ein Ammenmärchen ist, so hat ist das doch ein Beispiel dafür, wie man es besser nicht macht. Daraus zu schließen, dass die Nutzung digitaler Medien, Mehrarbeit für andere bedeute, finde ich etwas zu steil.
Gibt es sonst noch Beispiele?
Bei uns gab es keinen Tag beides. Mitten im Schuljahr wurde es mit Beginn der neuen Woche geändert. Es gab zuvor eine kurze Fortbildung und einige Kollegen erklärten sich zusätzlich bereit, bei Fragen zu helfen. Außerdem gab es ein Lehrerchat (auch digital
) für Fragen.
Was? Das geht auch in sinnvoll?
"So, wir haben es jetzt probiert, es funktioniert, aber so lange es nicht verbindlich vorgeschrieben ist, machen wir mit dem Papierklassenbuch weiter."
Dann ist ja wohl auch klar, welches die Fehlentscheidung war.
digitale Untis-Klassenbuch
Es handelt sich also auch hierbei nicht um ein Beispiel für digitalen Unterricht. Im diesem Verwaltungsbereich kann man nicht individuell entscheiden, wie man es macht. Man kann sich auch nicht entscheiden, kein Klassenbuch zu führen. Genau so wenig kann man entscheiden, statt des gebundenen Buches eine Lose-Blatt-Sammlung zu führen. Insofern spielt die Entscheidung der Einzelnen keine Rolle für den Arbeitsaufwand.
Ich hab mir in dem Jahr echt gewünscht, daß die Schulleitung auf den Tisch haut, daß digitale Klassenbuch verbindlich vorschreibt und das dann auch notfalls mit disziplinarrechtlichen Mitteln durchdrückt.
Polter, polter. Geht's auch ohne kaputte Tische und Disziplinarrecht?
Wie wäre es statt dessen damit, so etwas geplant und organisiert einzuführen. Dazu gehört dann zunächst eine funktionierende Software auzuwählen, dafür zu sorgen, dass die nötige Hardware/Infrastruktur (Netz) zur Verfügung steht und funktioniert. Und dann sollte man die Kolleginnen, die das benutzen sollen, auch entsprechend schulen. Wenn dann alles läuft, hat keine ein Problem.
Bietet den Leuten einfach mal etwas an, das funktioniert.
Insofern fällt das hier für mich in die Kategorie „nicht zu Ende gedachter Schei*“.
Dass ein Verwaltungsverfahren mit disziplinarrechtlichen Mitteln durchgesetzt werden muss, habe ich noch nie erlebt. Die Idee deutet doch auf eine ganz komische Vorstellung von Zusammenarbeit hin.
Am Ende durfte ich mich dann als Klassenlehrer jede Woche hinsetzen und sämtliche Unterrichtsinhalte und Fehlzeiten aus dem Papierbuch ins Untis hämmern.
Und wenn du das nicht getan hättest?
"Corona" ist natürlich nicht vorbei, wird es nie sein. Aber die Pandemie ist vorbei.
Ja, so.
Das ist doch Wortklauerei,
Ja, richtig. Genauigkeit ist etwas für Lutscher. Die BILD-Zeitung und alle coolen Leute fahren mit Halbwahrheiten und andern Verkürzungen ganz gut.
Vorsicht! Du unterstellst deinen krankgeschriebenen Kollegen gerade, sie würden blaumachen.
Ja, so klingt das für mich auch. Zumindest werden in solchen Äußerungen (bestimmte Arten von) Krankheiten nicht hinreichend ernst genommen.
Und wenn man mich fragen würde, was mich am meisten nervt, würde ich tatsächlich sagen, dass es Kollegen sind, die sich einfach über Wochen und Monate "rausziehen", weil sie das können und keine Konsequenzen befürchten müssen. Und das kannte ich so von meinem Berufsleben vorher einfach nicht. Ja, da war man auch mal krank. Aber nicht Wochen oder Monate. Und da kümmerte man sich (trotzdem). Und ob ich mich mit der Arbeitseinstellung etlicher Kollegen abfinden kann, bezweifle ich gerade. DAS ist mein Problem.
Das ist in der Tat ein Problem. Und es kann zu einem großen Problem für dich werden.
Deine Schulleiterin agiert sehr unprofessionell und verheizt Leute. Dich z. B. gerade. Das bleibt nicht ohne Folgen. Die Leute werden krank. Und so ein ein Burn-Out ist dann schon etwas anderes als ein Schnupfen. So etwas kann sehr langwierig werden. Es gibt sogar Fälle, in denen sich die Leute gar nicht mehr vollständig genesen. Das gönnt man niemandem.
Ich hoffe zum einen, dass es dich nicht erwischt (noch hast du Chancen, gegenzusteuern). Und zum anderen, falls du doch dem Druck nicht gewachsen bist und erkrankst, dass du dann deine Einstellung auf „Krank ist krank.“ ändern kannst und nicht in „Stell dich nicht so an.“ verharrst.
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