Beiträge von O. Meier

    Man kann sich doch eine regelmäßige Abwesenheitsnotiz einrichten, wenn man keine Mails zu Unzeiten lesen möchte.

    Kann man sich auch sparen. Wer abends, nachts oder sonntags Antworten erwartet, wartet halt. Ich halte es für selbstverständlich, dass ich wochenends nicht auf Mails antworten muss. Das muss ich doch nicht noch extra bekannt geben.

    Generell kann mansich viel technisches Blabla sparen, wenn man den Dienstrechner am Wochenende einfach aus lässt. Wenn man vielleicht doch ein Arbeitsblatt tippen möchte, kann man den Mail-Client oder was auch immer einfach nicht starten.

    Aber dir ist schon klar, warum der Sonntag bei uns diese herausgehobene Stellung hat?

    Ja, weil man einfach einen freien Tag pro Woche braucht. Mehr geht auch. Ob das jetzt der Sonntag ist oder ein anderer Wochentag, ist wurscht. Wenn es gesetzlich einheitlich geregelt ist, hilft das Familien, gemeinsam frei zu machen.

    Wöchentliche freie Tage gibt es überalll auf der Welt. Dazu braucht man keine Religion. Wem es hilft, einen Tag die Füße hochzulegen, der kann sich ja gerne ein Gebot aufschreiben und vorstellen, dass Lord Voldemort oder irgendeine andere fiktive Figur das erlassen hat.

    Dort steht gar nichts zu solchen Dingen während einer Pandemie.

    Eben. Insbesondere steht da nichts dazu, dass die Sonntagsruhe im Falle einer Pandemie nicht gölte.

    Aber auch sonst sind die Corona-Maßnahmen kein guten Beispiel für Dringlichkeit. Die Anweisungen kamen fast immer zu spät, um rechtzeitig umgesetzt zu werden. Ob man die nun Sonntag Abend bekommt, wenn man eh nichts machen kann, oder Montag Vormittag, macht dann auch nichts mehr.

    In NRW ist es sogar geregelt, dass wir E-Mails nicht öfter anfragen müssen, als wir in ein physisches Postfach kuckten. Im Rahmen der Einführung von Logineo wurde das in einer Dienstvereinbarung geregelt:

    2.2 Nutzung der E-Mail-Komponentea.Mitteilungen können auf elektronischem Weg ohne Zeitverzögerung zugestellt werden. Es ist aber nicht zumutbar, dass Lehrkräfte ständig ihr Mail-Fach kontrollieren. Es besteht Einvernehmen darüber, dass die Einrichtung dienstlicher E-Mail-Adressen und der Versand von Mitteilungen an das Schulpersonaldurch die Schulleitung auf diesem Wege ohne Einfluss auf die Anwesenheitstage der Lehrkräfte im Rahmen der Unterrichtsverteilung sowie des weiteren Schulpersonals bleibt. Insbesondere ergibt sich aus der Einrichtung einer E-Mail-Adresse nicht eine weitergehende Pflicht zur Einsicht bei den dortigen Eingängen gegenüberden herkömmlichen Postfächern. Dies gilt namentlich auch für Teilzeitkräfte; eine Verpflichtung zur Sichtung von E-Mail-Eingängen auf der dienstlich eingerichteten Adresse an planmäßig unterrichtsfreien Tagen besteht nicht.
    Eine Nachricht per E-Mail gilt als zur Kenntnis genommen, wenn sich die Lehrkraft oder das weitere Schulpersonal nach Versand der E-Mail wieder an der Schule aufhält und somit verpflichtet ist -analog zur Nachricht in Papierform -Informationen aus dem Postfach oder E-Mail-Posteingang zur Kenntnis zu nehme

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass man aus der Nutzung eines anderen Mail-Systems eine andere Rechtsgrundlage ableiten kann.

    Also, ich schaue nach meinen Mails an den Tagen, an denen ich eh zum Unterricht in der Schule bin. Sonntag abend oder in der Nacht zum Montag aber bestimmt nicht.

    Also, lasst euch nichts erzählen.

    sind verpflichtet spätestens Sonntagabend noch mal in die Cloud zu gucken oder Mails zu lesen,

    Wenn ihr's mit euch machen lasst. Viel Spaß.

    Ich schaue gerne freitag, bevor ich fahre noch mal in die Mails. Wenn ein Rechner frei ist. Dann ist Wochenende.

    denn sie könnten ja auch anweisen, dass wir Montag früh um 6UHr das spätestens lesen müssen

    Da ist das Schulgebäude noch nicht mal offen. Pfft.

    aber mails am Sonntag zu lesen

    Naja. In der Regel sind das ja keine Gedichte, die man zu Erbauung liest, sondern ziehen Arbeit nach sich. Wer die am Sonntag erledigen möchte, bitte. Wenn man das nicht vorhat, muss man auch nichts lesen.

    Auf das Antworten bzw. Erledigen am Sonntag sollte man allein deshlab verzichten, um denjenigen, die meinen so etwas „erwarten“ zu können, den Kopf gerade zu rücken. Das beste ist, man ist außerhalb der Schule gar nicht erreichbar. Wenn ich täglich in der Schule meine Mails abrufe, in das Postfach schaue etc. kann ich doch entscheiden, in welcher Reihenfolge und Dringlichkeit ich alles abarbeite. Wirklich dringlich ist eh nur wenig. Und vieles ist es nicht mal wert, dass man es gelesen hat.

    die 41 Stunden unter der Woche in der Schule zu verbringen und alles wegzuarbeiten.

    Du kannst am Arbeitsplatz arbeiten, wenn du am Arbeitsplatz einen Arbeitsplatz hast. So etwas gibt es in den meisten Schulen nicht.

    Was die sog. Minderleisterinnen abtrifft, so sind die mir schlicht egal. Wenn sie allerdings der Grund dafür sind, dass die Arbeitszeit der ordentlich (und meist zu viel arbeitenden) Kolleginnen nicht erfasst werden soll, wird's komisch.

    Die allermeisten von uns arbeiten zu viel, sehr viele, ohne zu murren oder zu meckern. Gesundheitsschutz spielt keine Rolle, aber am Ende wundert man sich über den Krankenstand bei Lehrerinnen. Ich weiß nicht, ob man sich in der Situation wirklich vorrangig Gedanken um Leute machen muss, die „langsam“ korrigieren.

    „Teile und herrsche“ der Dienstherrin funktioniert.

    aber auch mit jemandem nicht zusammenarbeiten zu wollen ist in meinen Augen legitim, wenn es – wie der Schüler es tut – nicht gegen die potenziellen Partner geht sondern aus eigener Einschränkung erfolgt.

    Inwiefern geht „Ich arbeite nicht mit Mädchen.“ nicht gegen Mädchen? Wäre es also auch legitim nicht mit Menschen einer bestimmte Hautfarbe zusammenarbeiten zu wollen?

    Ich finde es ja schön, dass man sich weitgehend einig ist, dass Religionen hinter anderen gesellschaftlichen Werten zurückzustehen hat. Ich hoffe, dass sich das nicht nur auf den bösen Islam bezieht, sondern auch auf die anderen ausgedachten Sachen. Die christlichen Kirchen genießen hierzulande bekanntermaßen Sonderrechte, die ihnen auch diskriminierende Regeln erlauben. Beispiele?

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    Was denn Sportunterricht anbetrifft, so sollte man Kontakthemnisse wahrnehmen und respektieren. Auf der anderen Seite, kann es aber auch ein Erziehungsziel sein, solche abzubauen. Zu vermitteln, dass bestimmte Berührungen OK sind. Manche sind einfach notwendig aus Sicherheitsgründen. Wenn man konsequent auf Distanz sein will, kann man bestimmte Sportarten nicht ausüben.

    Beim Jugendtraining im Verein haben wir äußerst selten das Problem. Da will ich jetzt nicht mit meinen Erfahrungen poltern, da kann ich genug beitragen. Ich denke aber, dass Sportlehrerinnen dahingehend ausgebildet sind.

    Was die Verweigerung der Gruppenarbeit angeht, so gehe ich davon aus, dass die Schülerin eine entsprechende Bewertung der Leistungsverweigerung aushalten wird, wenn sie ihre Religion ernst nimmt.

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