Beiträge von O. Meier

    Der Biorhythmus is eine individuelle Sache

    Selbstredend. Die Erkenntnis ist schon mal ein Fortschritt gegenüber der vollständigen Ignoranz von Biorhythmen.

    In diesem Thread wurde (mehrfach) erwähnt, dass es eine statistische Tendenz gibt zum Verschieben des Biorhythmus Jugendlicher nach „später“ gibt. Kann man jetzt ignorieren, weil man die Individualität nicht genügend berücksichtigt sieht.

    Es dreht sich im Kreis. Die Idee ist, ob sie nicht nachmittags besser drauf sind, wenn sie nicht schon unausgeschlafen anfangen. Berichte aus anderen Ländern wurden benannt.

    Die Frage, ob acht Stunden Unterricht am Tag sinnvoll sind, sollte man sicher vorher klären.

    Man hat übrigens nicht mehr oder weniger vom Tag, wenn man ihn anders aufteilt. Es bleiben vierundzwanzig Stunden.

    bis wir uns anders aufgestellt haben

    Warum haben wir das nicht schon? Der Ausstieg aus der Kernenergie wurde ja nicht gestern nachmittag beschlossen, das Ende der Kohleverstromung übrigens auch nicht. Tasächliche Alternativen wurden systematisch politisch verhindert. Jetzt stehen wir mit heruntergelassenen Hosen da und sagen laut „Oh“.

    Das ungelöste Problem bei der Kernenergie ist immer noch die fehlende Endlagermöglichkeit (letztendlich wissen wir noch nicht mal, ob wir jemals eine finden werden). Das Bisschen aus einem Weiterbetrieb macht dann auch schon nichts mehr.

    Und wenn während des Weiterbetriebs irgendetwas schief geht, zucken wir elegant mit den Schultern. Wie sonst auch.

    Du wirfst deine alte Ölheizung ja auch nicht sofort raus, wenn dein neues Heizsystem erst in 2 Jahren geliefert wird.

    Ich sagen aber laut, was für eine Idiotin ich doch war, nicht rechtzeitig bestellt zu haben.

    Kleine Anekdote. Auf der letzten Lehrerinnenkonferenz hat die Schulleiterin vorgeschlagen, den Beginn um 30 Minuten nach hinten zu schieben, da ohnehin viele die erste Stunde nicht machen könnten. Ein „Argument“ dagegen war, dass man dann nicht später losfahren könne, weil man dann sowieso im Stau stünde, alos länger zur Schule bräuchte.

    Ist es nicht schön, wie uns der motorisierte Individualverkehr nach vorne bringt?

    Viele Beiträge hier verfolgen das Muster „Ich würde gerne [früher | später] anfangen, weil ich lieber [früher | später] anfange. Der Biorhythmus, insbesondere der der Schülerinnen, kommt gar nicht vor.

    So, befürchte ich, gehen dann auch die Diskussionen in den Schulen aus.

    Noch eine Anmerkung. Eine Frühaufsteherein kann sich besser an einen späten Anfang anpassen, indem sie morgens vorbereitet etc., sie hat dann entsprechend ihrem Rhythmus früher Feierabend. Eine Spätaufsteherin kann sich aber an einen frühen Anfang nur dadurch anpassen, dass sie vor der optimalen Zeit aufsteht, also nicht genug erholamen Schlaf kriegt. Das ist ein ernsthaftes Problem.

    ist mir dein Biorhythmus auch nicht wichtig.

    Natürlich nicht. Du kennst mich gar nicht.

    Mein Biorhythmus ist sowieso nicht relevant. Es geht um die Frage der Beeinflussbarkeit des Biorhythmus. Das mag durch Verhaltensänderungen morgens besser an den Start kommt, geschenkt. Das ändert aber den Biorhythmus nicht.

    Wenn du gute Ideen hast, wie man junge Menschen dazu bringt, sich mehr tagsüber an frischer Luft zu bewegen, dann mach das. Zunächst mal verlangt die Schulpflicht, dass sie einen gehörigen Teil des Tages in geschlossenen Räumen bei Kunstlicht verbringen.

    Trotzdem sollten wir den Biorhythmus der jungen Menschen mehr berücksichtigen. Das aber, befürchte ich, wird immer noch nicht passieren. Insofern verfolge ich diese Diskussion auch nur halbherzig.

    Du hättest dir die Studie vielleicht durchlesen sollen.

    Keine Lust, finde auch den Link nicht. So wichtig ist das nicht.

    Allerdings weiß ich, das körperliche Aktivität an frischer Luft mit entsprechendem Tageslichteinfluss meinen Biorhythmus auch nicht geändert hat. Meinst du, mein Körper lässt sich von der Studie überreden?

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