Er hatte schließlich schon bei Beginn des Vorbereitungsdienstes
… ich eine Planstelle besetzt und bedarfsdeckenden Unterricht erteilt. Auf diese Stelle konntest du dich nicht bewerben und hast es demzufolge nicht getan. Insofern gab es nie eine Konkurrenzsituation zwischen dir und der Quereinsteigerin.
Dass es für dich keine Stelle gab, als du mit dem Referendariat fertig warst, ist sicherlich in der individuellen Wahrnehmung nicht angenehm, aber Übernahmegarantien für alle bedeuteten auch, dass man am Bedarf vorbei einstellt. Oder die Schulen suchen sich die Referendarinnen nach ihrem Bedarf aus, was bedeutet, dass nicht jede einen Referendariatsplatz bekäme. Für dich hatte deine Ausbildungsschule ja zum Beispiel keinen Bedarf. Welches Interesse hat sie denn daran, dich überhaupt auszubilden?
In einem Telefonat nach einem Bewerbungsgespräch teilte mir eine Schulleiterin mit, dass sie mich aufgrund der fachlichen Qualifikation gerne als Quereinsteigerin eingestellt hätte, es aber eine Bewerberin mit zweiten Staatsexamen gebe, die zu bevorzugen sei. Gerecht? Finde ich schon. Als Quereinsteigerin bin ich halt Lückenbüßerin. Und da muss es erstmal eine Lücke geben.
Insofern ist die „Empfehlung“ statt eines Lehramtsstudiums auf ein Quereinstiegsangebot zu hoffen, schon etwas schräg.
By the way. Je mangelverdächtiger ein Fach ist, um so besser sind die Chancen auf eine Planstelle. In weniger mängeligen Fächern hingegen wird nie und nimmer nicht eine Quereinstiegsstelle ausgeschrieben. Da kommt man ohne Lehramtsstudium sicher nicht unter. Mit Lehramtsstudium zumindest vielleicht.