Langfristig kann in einem solchen Umfeld doch nur die Flucht in Frage kommen.
Ja, dachte ich auch als erstes an Versetzung.
"So wenig geschriebene Tests? Wie willst du denn deine Note rechtfertigen?"
Oh, Mann, die haben ja ihr eigenes System nicht verstanden. Die Tests machen ja insgesamt nur 20% aus. Wieviel soll denn der einzelne Test an der Gesamtnote ausmachen? Und warum kann man mit den übrigen 80% eine Note nicht begründen („rechtfertigen“ dürfte der falsche Begriff sein, entlarvt aber)?
Diese Prozentgewurschtel macht sowieso keinen Sinn. Am Ende muss man doch eine Entscheidung treffen. Es gefallen sich halt immer wieder Leute darin, nciht für ihre Entscheidungen verantwortlich zu sein, sondern die Verantwortung an die Arithmetik abzutreten. Nach meiner Erfahrung ist der Bedürfnis umso größer, je geringer die Affinität zur Mathematk bei den Leuten ist.
Gegen Windmühlen zu spucken, macht wenig Spaß. Zwei kleine Tipps hätte ich:
1. Wenn dich mal „jemand“ fragt, ob du nicht dies oder das machen könntest: „Sonst gerne, aber ich muss noch so viele Tests korrigieren.“ Wer seine Kolleginnen mit sinnloser Arbeit eindeckt, muss damit leben, dass sinnvolle Sachen liegen bleiben.
2. Wenn du dafür sorgst, dass es keine Tests in den Klassenarbeitswochen gibt, tust den den gesetzesängstlichen Kolleginnen einen Gefallen. Mit einem solchen formalen Fehler machen sie nämlich ihre Noten angreifbar. Also, wenn ich da Flipper79 richtig verstanden habe. Ist da noch niemand von den Schülerinnen/Eltern drauf gekommen? Wäre da mal ein Hinweis nicht angesagt?
Ich habe früher mehr Tests geschrieben. Für eineige Schülerinnen waren die sinnvoll, weil sie Motivation und kurzfristiges Feedback über den Leistungsstand bieten können. Heutzutage habe ich da gar keine Zeit mehr für. Zu viel anderer Kram. Wenn ich jemand zu Tests verpflichten wollte, müsste ich eine Überlastungsanzeige schreiben.