Beiträge von O. Meier
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Erzähl mal, wie weit ist eigentlich dein Arbeitsweg.
Macht das Sinn? Was erhoffst du dir davon, wenn du weißt, dass ich je Richtung ’ne Dreiviertelstunde unterwegs bin?
Entweder wird mir entgegengehalten, dass das ja nur ein kleines Stück sei, oder mir wird ob der Länge besondere Härte vorgeworfen.
Was rätst du diesen Leuten? Zwei Stunden täglich aufs Rad?
Diese Leute kenne ich nicht, den rate ich mal gar nichts. Nähmen die meinen Rat überhaupt an.
Dem Vernehmen nach handelt es sich um Erwachsene. Die können doch ihre eigenen Entscheidungen treffen. Jede Entscheidung für eine Autofahrt ist eben auch eine Entscheidung für einen gewissen CO2-Ausstoß, einen gewissen Flächenverbrauch und ein gewisses Risiko, andere in einen Unfall zu verwickeln. Die Verantwortung wollen diese erwachsenen Menschen doch wohl selbst tragen, oder?
Wie fährst du mit dem Rad in Urlaub? Wahrscheinlich gar nicht,
Darauf kommst du in etwa wie?
Lass’ uns doch vorerst, beim Alltag bleiben. Selbst wenn der Urlaub zu kurz wäre für einen Fahrradurlaub, wie soll einen das davon abhalten, mit dem Rad zur Arbeit zu fahren?
Zeit übrigens auch einen Wert.
Eben. Ich möchte meine weder im Auto noch im Stau verbringen.
Ich möchte sie auch nicht auf dem Fahrrad im von Autos verursachten Stau verbringen.
Und nein, nicht jeder kann es sich leisten im Umkreis von 5 bis 10 km zur Arbeit zu leben.
Ich fasse mal zusammen: „Nee, Fahrrad, nee, geht nicht. Muss Auto.“
An dem Ende der Diskussion waren wir schon.
Wenn es tatsächlich so völlig unmöglich wäre, mit dem Rad etwas zu erledigen, was sollen dann Aktionen wie Stadtradeln bringen? Wenn’s nicht geht, geht’s nicht.
Ich finde das, was du schreibst, ziemlich abtörnend für einen Motivationsthread.
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Deswegen wird man ja faktisch gezwungen, immer noch ein privates Gerät vorzuhalten.
Nö. Ich muss ja nicht dienstlich surfen. Ich kann auch offline recherchieren.
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Das eine ist, das solche Daten erhoben werden. Das andere, dass diese ausgelesen werden. Da gibt es Regeln, wann und wie das passieren darf.
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Bei dir muss immer alles sofort und radikal passieren.
Nö.
Wenn ich sage ich fahre 90% Fahrrad, 10% motorisiertes Zweirad findest du das trollig.
Nö, die Bemerkung bezog sich auf einen anderen Aspekt.
Wie wäre es, sich darüber zu freuen, wenn im Rahmen der Aktion mehr Leute Rad fahren und vielleicht der ein oder andere dann auch häufiger dabei bleibt?
Persönlich interessiert mich nicht, wie und womit die Leute fahren. Gesamtgesellschaftlich bräuchten wir einen anderen Modalsplit. Dazu müsste sich grundlegend einiges ändern. Mit den Tropfen auf dem heißen Stein, kommen wir da nicht weit.
Anstatt sich Gedanken zu machen, wie man und vielleicht, oder auch nicht, und welche Voraussetzungen und dies und das und Ananas, kann man doch einfach mal losfahren. Man kommt schon irgendwo an. Und wenn nicht, kann man immer noch ein Taxi rufen.
Falls das nicht klar sein sollte, das ist mein Beitrag zur Motivation: ich zeige, dass es geht. Man kann ohne Auto leben. Man kommt mit einem kleinen roten Fahrrad von A nach B. Man muss sich gar nicht so viele Gedanken machen.
Die Überhöhung solcher Selbstverständlichkeiten als „Härte“ bringt doch auch nichts. Wenn ich sage, man solle machen, und dann ausgeführt wird, dass ich aufgrund meiner besonderen hündischen Härte nicht als Vorbild gelten kann, dient das dann zur Motivation?
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Ich möchte noch einen Aspekt ergänzen: womöglich fällt nicht leicht, dich nach gehörigen Praxiserfahrungen noch mal in die Ausbildungssituation zu begeben.
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Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass du die Bedeutung aus dem Kontext schließen konntest.
Möchtest du darauf hinaus, dass Straßen oder zumindest deren Fahrbahnen halt nunmal für Autos da sind? Diese Idee führt dann leider auch zu der, dass Radlerinnen sich von jenen zu verpissen haben. Und schon sind wir bei den Drängelei.
Apropos Kontext. Es scheint dann ja doch schwierig zu sein, bei der Sache zu bleiben, was schade ist:
damit du heute Nacht schlafen kannst.
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bist du mal wieder ziemlich genau.
Nunja. Jemand berichtet von Unfällen im Mischverkehr und dann muss man später lesen, dass sie sich auf Straßen befunden habe, auf denen sie nicht hätte radeln dürfen. Da muss man ja nicht besonders pingelig sein.
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Bei 15 Stunden pro Tag wären es knapp über 31 km.
Bei 31 km am Tag wird man in drei Wochen keine zehntausend schaffen.
Aber sonst, schon erstaunlich. Da gibt es zahlreiche Leute, die aus allen möglichen Gründen nicht mit dem Rad fahren. Und gibt es welche, die bis an die physischen Grenzen, wenn eine Verwaltungsorganisation einen willkürlichen Zeitraum auslobt.
Schade, dass es dazwischen so wenig gibt.
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10 000 km in drei Wochen auf dem Fahrrad schaffen in Europa vielleicht 20 Personen, eher weniger.
Ist immerhin ein Schnitt von knapp 20 km/h. Über 21 Tage.
War auch kurz davor, nachzurechnen. Für jemanden, der sonst nicht radelt, halte ich die tausend Kilometer pro Woche schon für engagiert.
Aber mit den zehntausend Kilometern stimmt etwas nicht. Gehe ich recht in der Annahme, dass man einfach etwas einträgt und nicht kontrolliert wird?
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läge er heute über 10 Euro. Das wird dann für viele unbezahlbar (und ÖPNV und Fahrrad interessanter).
Beeindruckend. Allerdings bin ich mir immer noch nciht sicher, dass da zu einem Umdenken bewegte.
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Wenn sie wirklich ihre Kosten bezahlen müssten, dann wären die Straßen frei
Nein. Die Menschen hierzulande sind überwiegend dermaßen autozentriert bis autokrank, dass man auch nicht über's Portemonaie gehen kann.
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