Beiträge von O. Meier

    Na, und wer hat sich hier überhaupt als "Energiesparexpert*in" bezeichnet?

    Niemand, den Begriff habe ich eingeführt. Etwas ironisch.

    Sachen Energiesparen. Wie sieht es denn an deiner Schule und bei dir privat damit aus O. Meier?

    Wozu willst du das wissen? Was hilft es, wenn du erfährst, dass Energiesparen für unsere Schulträgerin kein Thema zu sein scheint?

    Und privat? Bei mir ist alles prima. Insbesondere verspüre ich kein Bedürfnis, mich für die Auswahl meines Verkehrsmittels zu rechtfertigen. Ich fahre mit dem Rad, weil’s Spaß macht. Die Energiebilanz nehme ich in Kauf. Aber ich spare Zeit, weil ich mit dem Weg zur Arbeit auch schon täglich etwas Bewegung bekomme. Auch auf die Gefahr hin, dass ich damit meine Gesundheit ruiniere. Meine Zeitbilanz ist mir wichtiger und ich werde nicht aufs Auto umsteigen.

    Ich erkläre es gerne nochmal ausführlicher: Eine ständig hohe Belastung durch Gewichte (Rucksack voller Bücher + Hefte) kann zu Rückenproblemen führen, die wiederum eine gesundheitliche Beeinträchtigung darstellen.

    Ich verstehe schon nicht, warum viele Kolleginnen ständig große Taschen, Koffer und Kisten durch die Gegend schieben. Ich habe nie so viel Kram

    mit.

    Aber egal, Gesundheit. Ich pflichte dir bei. Man sollten den Rücken keiner Belastung aussetzen. Immer schonen. Das beste für den Rücken ist sitzen und das geht im Auto am besten. Die Bewegungsschemata beim Autofahren sind auch optimal für das Herz-Kreislaufsystem. Nicht, dass man auf den einen gesundheitlichen Aspekt achtet und die anderen ignoriert.

    In einem Auto kann man die entsprechenden Gewichte einfach in den Kofferrraum, statt auf den Rücken packen.

    I’m fine with Ortlieb.

    Selbstschutz - nicht mehr und nicht weniger. Wenn sie dazu führen, dass du schlecht schläfst

    … hast du vielleicht ein Problem.

    Therapievorschlag: du druckst die Mail fünfzehnmal aus. Aus jeder Seite bastelst du täglich einen Flieger. Wenn alle Flieger geflogen sind, ist Montag nach den Ferien. Dann mailst du nachmittags(!) die Eltern an, worum es denn ginge. Ohne Erklärung, warum du dann erst antwortest. Dass Ferien waren, wissen sie selbst.

    Wenn sie antworten, machst du zwei Tage später einen Terminvorschlag für die Folgewoche.

    Schöne Ferien, erhol dir gut!

    An der technischen Ausstattung mangelt es bei uns jedenfalls nicht mehr.

    An anderen Schulen schon. Bei uns stehen eigentlich genug Computer ’rum. Sie sind aber ungeschickt auf die Räume verteilt, so dass die genau neben dem Lehrerinnenzimmer, wo man schnell mal kucken kann, ständig besetzt sind. Die Tische sind viel zu klein. Da kann man weder ein Buch noch eine Mappe daneben legen. Einen ausgewachsenen Ordner erst recht nicht. Den jonglieren die Kolleginnen auf dem Schoß. Für die Maus reicht’s auch kaum, schrabbelige Tastaturen und Mikro-Monitore.

    Diensthandys, um unterwegs erreichbar zu sein, habe ich noch nirgends gesehen. Das finde ich auch gut so.

    Ich nutze die Freiheit gerne aus, selbst bestimmen zu können, wo und wann ich meine dienstlichen Mails lese.

    Ich auch. Die technischen Voraussetzungen allerdings lassen die Menge der Optionen schrumpfen.

    Dafür nehme ich auch gerne in Kauf, mich mit meinem Dienstgerät auch mal von zu Hause aus in das ohnehin vorhandene WLAN einzuloggen oder - halte dich fest - mein ohnehin vorhandenes Privatgerät in Rücksprache mit meiner SL von unterwegs zu benutzen.

    Habe ich beides nicht. Insofern.

    Warum sollte ich meiner Schulleiterin zumuten, zu beurteilen, ob meine alte Möhre von Rechner datenschutztechnisch auf dem Stand ist (ist die eher nicht).

    Trotzdem bin ich privat per E-Mail zu erreichen. Freundinnen, Bekannte und Vereinskolleginnen machen davon Gebrauch.

    Nur aus Prinzip tue ich wenig.

    Entscheidend für mich ist, hilft es mir oder schadet es mir

    Klingt auch nach einem Prinzip.

    Mir hilft es nicht, wenn ich E-Mail öfter als einmal pro Tag abrufe. Das meiste sind eh irgendwelche allgemeinen Mitteilungen.

    Was nützt es mir, wenn ich Montag früh und nicht erst Montag Mittag weiß, dass die nächste Lehrerinnen-Konferenz Ende Juni ist?

    Wenn etwas tatsächlich einer Bearbeitung bedarf, brauche ich eh Zeit. Also nützt es mir nichts, wenn ich im Zug schnell noch nach Mails schaue oder so.

    Auch um das deutliche Signal zu senden, dass diese ab jetzt verboten und deren weitere Nutzung oder Bereithaltung ein Täuschungsversuch ist.

    Es ist nach meiner Auffassung sogar eine Täuschungshandlung. Und zwar eine umfängliche, da man über die verwendeten Hilfsmittel hinwegtäuscht.

    Meine Ansage lautet aber nur, dass das Mitführen (auch eines ausgeschalteten) Gerätes untersagt ist. Wie sich die Schülerinnen ihrer Geräte entledigen, ist mir hingegen wurscht. Sie können sie vorne irgendwo hinlegen, ich fordere sie nicht dazu auf. Sie können sie auch zu Hause lassen oder aus dem Fenster werfen.

    Keinesfalls sammle ich so etwas ein oder nehme es sonst wie an mich. Ich bin keine Handy-Verwahrstation.

    ninale: Womöglich ist das so. Womöglich bräuchten die Schülerinnen langfristige Ansprechpartnerinnen, Begleiterinnen. Wenn das so ist, muss man solche einführen. Da braucht es vielleicht pädagogisches Personal jenseits der Lehrerinnen. Wenn es das an der Schule nicht gibt, ist das kein Grund für eine einzelne Kollegin sich zusätzlich zu belasten.

    Klassenlehrerin ist zunächst mal eine Verwaltungstätigkeit. In zweiter Linie ist man Ansprechperson, die an die zuständigen Stellen verweist. Wenn dann noch Zeit(!) ist, kann man sich um Einzelfälle kümmern. Diese Zeit herbeizuschaffen, ist aber nicht Aufgabe der einzelnen Lehrkraft sondern der Dienstherrin, gegebenenfalls vertreten durch die Schulleiterin.

    qamqam

    Das mag alles sein. Aber ich hütete mich, noch Energie in die Analyse zu stecken.

    Man sagt mir oft genug, dass ich noch dies machen solle oder das oder jenes. Wenn mir dann mal jemand sagt, ich solle etwas nicht (mehr) machen, bin ich froh, nicke und mache etwas anderes.

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