"Nachname + du" [...] "Müller, an die Tafel!"
Da erkenne ich kein „du“. Da erkenne ich gar kein Pronomen. Da erkenne ich nur Respektlosigkeit. Gruselig.
"Nachname + du" [...] "Müller, an die Tafel!"
Da erkenne ich kein „du“. Da erkenne ich gar kein Pronomen. Da erkenne ich nur Respektlosigkeit. Gruselig.
Ich mache es so, wie es bislang für alle Beteiligten am praktikabelsten war bzw. ist und sehe keine Notwendigkeit, da künstlich ein Problem draus zu erzeugen oder das etablierte “Anredesystem” zu ändern
Eben. Das Hamburger Sie z. B. gehört nicht zu meinem Alltag oder meinem sonstigen Erfahrungsraum. Also werde ich damit auch nicht 'rumkünstlen.
Die Schüler sind erstmal schon durch das Sie befremdet, würde ich sie dann noch mit Nachnamen ansprechen, wäre das ein bisschen too much für den Anfang.
Ohje, oh nee. Da muss man vorsichtig sein. Vielleicht spricht man sie erst mal nur mit dem ersten Buchstaben des Nachnamens an. Zum Gewöhnen. Ganz vorsichtig.
Ich Sieze alle SuS mit Vornamen, ob sie wollen oder nicht. Und wenn sie fragen warum, dann sage ich „willkommen in der Erwachsenenwelt“
Inwiefern ist Anreden mit Vorname denn ein teil der Erwachsenenwelt? Das passt nicht zum Sie, für das es für erwachsenene Schülerinnen keine Alternative gibt. Ab 16 ist aber auch siezen für die jüngeren OK, so dass ich am BK nicht lange überlegen muss.
Was ist denn der Hintergrund deiner Frage? Möchtest du wissen, wie du an das Geld kommst, das du mehrerarbeitet hast? Da kann ich dir auch nicht bei helfen. Das weiß ich nicht. Aber ich möchte hier generell einen Tipp geben: Klärt so etwas vorher.
Wenn man als Vertretungskraft zusätzliche Stunden machen soll, fragt man als erstes, ob man das tun müsse, dann, was es dafür gibt, und dann, wie das Abrechnungsverfahren ist.
Strafanzeigen.
Dafür SL ins Boot holen, Formfehler vermeiden.
Welchen Formfehler sollte man denn beim Stellen eines Strafantrages machen können? Man geht zur Polizei, erzählt was war. Die formulieren das in ihr Kauderwelsch um. Man unterschreibt, geht nach Hause und wartet, ob etwas passiert. Da brauche ich gar kein Boot. Und wenn ich mit einem fahre, muss da nicht die Schulleiterin drin sitzen.
Wenn man sich dagegen auflehnt, spielen sie die älter-und-erfahrener-Karte.
Eben. Sie wollen nur spielen. Lass Sie spielen.
Du allerdings hast nur ein Leben. Bist du wirklich bereit, es den Ideen zu opfern, die dir diese Menschen in den Kopf gesetzt haben? Denk' mal realistisch darüber nach, was dir tatsächlich droht, wenn du einfach 'nen gute Job machst, der dich nicht zerstört. Welche Karte spielen die Arschgeigen dann? Ist das schlimmer, als kaputt zu gehen?
Ich mahne mich jetzt auch mal zur Vorsicht mit Ferndiagnosen. Ich werde auch einen Teufel tun, dir zu erklären, wie du dein Leben zu leben hast. Warum auch, wir kennen uns nicht. Wenn dieser Thread 'rum ist, landet dein Fall im Aktenkeller meiner Erinnerungen und staubt ein.
Aber trotzdem klingt das, was du von dir schreibst, nicht so, als wenn du das bis zur Pensionierung durchhältst. Eher so, als wenn du nach wenigen Jahren schon kaputt bist. Du hast doch noch etwas vor, Haus, Familie, Reisen. Willst du das auch opfern?
Wenn du schreibst, dass du deine Schülerinnen nicht im Stich lassen möchtest, ist das für mich eine völlig falsche Idee. Wenn du krank bist, bist du krank. Für die Beschulung deiner Truppe ist dann die Schulleiterin verantwortlich, die Dienstherrin oder irgendjemand sonst. Nur du nicht. Sie werden jemanden finden, die die jungen Menschen auf die Abschlussprüfung vorbereitet. Jede — absolut jede — ist ersetzbar. Das stellst du fest, wenn du mal nicht da bist. Der Laden läuft weiter, die Erde dreht sich weiter, die Bananen reifen und die Kaffeemaschine verschimmelt, wenn man die Plürre stehe lässt. Mit oder ohne dich.
Ich habe mich von dem Gedanken gelöst, dass es Dinge gibt, die nur ich kann. Womöglich kann ich manches besser. Oder zumindest schneller. Oder muss mich weniger einarbeiten. Aber es findet sich eine, die es macht, wenn ich es nicht mache. Ich bin für viele Dinge „zuständig“, aber noch lange nicht „verantwortlich“. Die einen tragen das Porzellan, die anderen die Verantwortung. Ich bin eine prima Porzellanträgerin.
Du hast das Bedürfnis, dich um die jungen Menschen zu kümmern? Womöglich, weil ihr bisheriger Lebensweg nicht mit Gold gepflastert war? Glaubst du wirklich, das alles reparieren zu können, was bisher vergurkt wurde? Ich halte das für unwahrscheinlich. Aber, s. o., wenn du es kannst, kann es auch jemand anderes.
Es kann doch nicht sein, dass man als Lehrer eine Therapie machen muss, um die Situation an der Schule zu ertragen.
Nunja, wenn man sich beim Skifahren das Bein bricht, wird der Beinbruch (hoffentlich) behandelt. Ob man neue Skier braucht, etwas mehr Training oder sich zukünftig von schwarzen Pisten fernhält, wäre noch zu entscheiden.
Wir sollten nicht schnell mit Ferndiagnosen sein. Und so sind die Hinweise in Richtung Therapie wohl auch nicht gemeint. Darüber nachzudenken, ob man schon krank ist oder kurz davor steht, wenn man Beschreibungen veröffentlicht, die nicht gesund klingen, halte ich aber für einen guten Tipp. Da schließe ich mich an. Ob es dann 'ne Therapie wird und welche, können wir hier nicht wissen.
Wie hättet ihr reagiert, wenn bei solch einer Aktion der Täter NICHT benannt worden wäre?
Als Opfer ist man ja nicht gleichzeitig Ermittlungsbehörde. Einen Strafantrag kann man auch gegen „unbekannt“ stellen.
Dass man sich gegenüber einer Klasse, die sich der Omertá verschrieben hat, reserviert verhält, dürfte klar sein.
dass sie die Folgen ihres Handelns nicht wirklich bedenken (können)
Dann wird es Zeit, dass sie das mal üben.
Für die Schüler, die andere Lehrer brauchen
Wer? Was? Über welche „Schüler“ spekulierst du hier?
das Leben ist kein Ponyhof
An manchen Stellen schon. Dort, wo man Wahlmöglichkeiten hat, sollte man diese nutzen.
Es ist genau diese Opferbereitschaft, die im Ref gefordert wurde. Die die SL von mir fordert. Die die Förderlehrer, die mir im Nacken sitzen, von mir fordern.
Wenn du nicht gerade einer Sekte beigetreten bist, hat niemand derartiges von dir zu fordern.
Mir ist die Beziehungsarbeit das wichtigste,
Dann wärst du natürlich an einer Schule, in der das in den Mittelpunkt gerückt und honoriert wird, gut aufgehoben. Ansonsten meine ich, dass sich Kolleginnen mit unterschiedlichen Schwerpunkten in der Regel gut ergänzen.
Die anderen Vernünftigen und ich.
* PLONK *
Verstehe ich nicht. Du bist doch schon verbeamtet.
Aber wohl noch nicht auf Lebenszeit.
Also wenn ein Schüler diesen Alters so etwas bringt, habe ich keinerlei Bedürfnis mehr, den irgendwie besonders zu unterstützen.
Nee, bei mir kommt auch eher das Bedürfnis auf, die Staatsanwaltschaft einzuschalten.
Aber im Mai hat meine 10. Klasse Abschlussprüfungen und ich möchte sie nicht hängen lassen.
Wenn im Flugzeug der Druck absinkt und die Sauerstoffmasken 'runterfallen, sollte man zunächts die eigene aufsetzen, bevor man der Sitznachbarin hilft. Wenn du für die jungen Menschen da sein möchtest, kümmer' dich als erstes um dich selbst. Wenn du ausfällst, haben sie da auch nichts von.
Ansonsten finde ich deine Opferbereitschaft schwer zu ertragen.
Waren wir uns hierzuforum nicht irgendwann mal einig, dass jede Schulart ihr ganz individuelles Verhältnis zwischen Beziehungsarbeit und Wissensvermittlung hat und dass jedes Lehry ganz individuell entscheiden muss, wie hen am besten arbeiten kann?
Wer seid ihr, also welche Gruppe war sich darüber einig?
Den Ansatz von Hannelotti, durch ein wenig Beziehungsarbeit außerhalb der Bürozeiten eines deutschen Beamten viel Arbeit zu sparen, die am nächsten Werktag anfallen würde, finde ich jedenfalls nicht unclever.
Ich find's clever mir meine Freizeit und insbesondere Freiräume zu erhalten. Alles andere passt nicht zu meinem Gesundheitszustand.
Spass im Zusammenhang mit unserem Beruf kenn ich kaum
Schade.
war auch nie mein Ziel.
Meines auch nicht. Ich brauchte 'nen Job. Umso freue ich mich, dass es doch Spaß macht.
Werbung