Beiträge von O. Meier

    Anekdoten zu Whiteboards: Wir sollen sog. interaktive Beamer bekommen. Die projizieren auf Whiteboards, die sich damit elektrisch beschreiben lassen.

    Die Schulleiterin hat gegenüber der Schulträgerin darauf bestanden, dass Schulungen fürs Kollegium mit in die Ausschreibungen kommen. Die Schulungen sollten vor der Installation beginnen und dann während des Betriebs begleitend fortgeführt werden.

    Anbau sollte in den Herbstferien erfolgen. Da waren aber die Boards nicht lieferbar. Die Herstellerin kriegte wohl nicht alles, was sie brauchte.

    Gestern(!), also Sonntag, kam eine Mail ’rum, dass morgen mit der Installation begonnen würde. Ich lese nicht immer sonntags meine Dienstmails, ich wollte eigentlich etwas anderes nachschauen, als ich gestern meine Tasche packte. Raumänderungen werden dann spontan entschieden, je nachdem, wie lange die Handwerkerinnen in den einzelnen Räumen bräuchten.

    Schulungen gab es natürlich noch keine. D. h. ab heute hängen da Whiteboards mit „interaktiven“ Beamern und die Kolleginnen dürfen erstmal ’rumprobieren, wie und was und überhaupt.

    Dass da viel falsch läuft, ist doch klar.

    Der Punkt ist, dass vieles immer noch schief läuft. Nach Jahrzehnten, nach den Mängelb, die wir in der Pandemie feststellen mussten, trotz Digitalpakt. Es gibt immer noch keine Konzepte.

    Und wenn doch immer noch so viel schief läuft, warum sollte ich dann wertvolle Dienstzeit investieren, um irgendetwas auszuprobieren oder hinzufuddeln? Warum mache ich nicht einfach Unterricht, der funktioniert? Achso, das mache ich ja.

    Mir ging es nur um die Aussage, dass man ein Ipad + Beamer im Gegensatz zu Rechner + Beamer nicht nutzen kann.

    Mal abgesehen davon, dass ich nicht weiß, wie man Geräte addiert, hat niemand geschrieben, dass man ein iPad nicht mit einem Beamer nutzen kann. Allerdings nicht gleich gut. Die Rechner stehen nun mal in den Klassenräumen, ein iPad für ein schlechteres Präsentationserlebnis zusätzlich dort 'reinzutragen, ergibt wenig Sinn. Wenn mir jemand erklären wollte, wofür wir denn nun die iPads angeschafft haben, könnte sie also mit Präsentattion nicht kommen.

    Und was denkt sich dann der Schulträger dabei? Pflicht erledigt,

    Nein, eben nicht. Der Endgeräte-Erlass in NRW sieht vor, dass eine Infrastruktur zur Nutzung der Geräte nachzurüsten ist, falls noch nicht vorhanden. Da ist die Schulträgerin noch in der Pflicht.

    Man müsste jedoch noch mal auf die Formulierung schauen, inwiefern und ob sich damit Beamer begründen lassen.

    Ich glaube ich verstehe das nicht. Ihr sollt also die Schulserver benutzen, aber die könnt ihr gar nicht benutzen? Das geht doch gar nicht.

    Wenn ich interaktive Arbeitsaufträge auf Geogebra gebe, dann müssen die Lernenden halt auch die Möglichkeit zur Bearbeitung haben.

    Das geht dann in Klassen, in denen alle Schülerinnen über ein Gerät verfügen. Davon unterrichte ich in keiner (in Worten: 0). Insofern hat das mit meinem Unterricht nichts zu tun. Ob ich meine Vorbereitung umstellen werde, nur weil ich mal in einer iPad-Klasse unterrichte, glaube ich noch nicht. Vielleicht fliegen die Dinger ja auch wieder 'raus, weil ein anderer heißer Scheiß up to date ist. Oder schlichtweg die Akkus durch.

    Was das reine Schreiben angeht… für mich ist die Archivierungsmöglichkeit der entscheidende Pluspunkt vs. Tafel oder Dokumentenkamera. Weitere Vorteil: Wenn ich mal einen Fehler gemacht habe oder ich noch etwas zusätzlich anmerken möchte, kann ich das einfach einfügen - und die Lernenden können es einfach korrigieren

    Check.

    Ich habe tatsächlich mal Tafelbilder abfotographiert und eingestellt. Das mache ich allerdings nicht mehr. Ich möchte das die jungen Menschen mitschreiben bzw. -zeichnen. Gerade bei den komplizierten Sachen.

    Philio: ich war irgendwie noch beim iPad/Tablet.

    Material digital einstellen etc. mache ich doch auch. Allerdings seit jahrzehnten mit meinem privaten Computer. Die Diensteherrin hält mir das nötige Arbeitsmittel immer noch vor. Jetzt können es sich die, die ein Tablet haben, quasi auch digital ankucken. Ja, super.

    Aber sonst, ja, das stimmt, die Verfügbarkeit des Materials ist digital besser. Ums Kopieren kommt man halt trotzdem nicht 'rum, so lange nicht alle entsprechend ausgestattet sind.

    Er meinte, er bräuchte die Impfung nicht, da Gott ihn beschützen würde.

    Aha. Vielleicht schützt seine Göttin ihn auch vor Impfnebenwirkungen. Dann könnte er sich risikolos impfen lassen und so zu Schutz derjenigen beitragen, um die sich die Göttin nicht kümmern kann oder will.

    Wenn die Leute den Mist, den sie sabbeln, wenigstens zu Ende dächten ...

    Bei dem was du beschreibst, was auf der technischen Seite schon alles nicht läuft, da würde ich das Tablet auch einmotten und die Kreidetafel nehmen.

    Die Kreidetafel bevorzugteich auch immer noch, wenn alles kappte und liefe. Die Enttäuschung kommt daher, dass die hippen digitalen Werkzeuge eigentlich keinen Mehrnutzen haben, wenn man sie nur als Papier- oder Tafelersatz verwendet. man macht das gleiche wie vorher, nur etwas aufwändiger. Ist das schon alles?

    Es gibt lediglich den Minimalkonsenes, dass für die SuS alle Unterlagen digital abgelegt werden müssen.

    Ich lade schon ziemlich lange Material auf die Lernplattform hoch. Die Tablet-Schülerinnen laden sich aber häufig nicht die PDF-Versionen von Blättern, die ich austeile, sondern machen sich lieber ein Foto. geht wohl schneller.

    nsere Mathe-KuK schreiben daher immer noch sehr viel auf die Kreidetafel, die SuS übertragen das einfach auf dem Laptop ins OneNote-Kursnotizbuch.

    Mathematische Inhalte wollte ich nicht mittippen wollen. Die Handschrift-Affinität der Mathematikerinnen ist nicht völlig absurd. Es sind eher praktische Gründe. Und ich glaube, das Tastengeklapper nervte mich noch mehr als dieses Getapper mit dem Platikstift auf der Glasscheibe des Tablets.

    Die projizieren aber definitiv nur ihre eigene Aversion.

    Ja, sicher. Wobei ich in meinem Fall eher von einer maßlosen Enttäuschung sprechen würde. Man kann jetzt also den Notizblock emulieren und muss keinen Bücher mehr physikalisch mitschleppen. Irgendwie praktisch, aber so richtig innovativ doch irgendwie nicht. Den lernwirksamen Mehrnutzen erkenne ich immer noch nicht.

    Letztendlich soll es mir recht sein, wenn ein Nebeneinander von elektrisch und analog funktioniert.

    Nochmal zum Tablett mit Beamer als Tafelersatz. Was mir noch einfällt: Wenn ich an der Tafel schreibe, kann ich dort direkt auf etwas zeigen. Schreibe ich sitzend am Tablett, müsste ich erst aufstehen, zur Projektionsfläche gehen und kann dann auf etwas ziegen. Ja, ich weiß, kann man irgendwie auch elektrisch, 'nen roten Kringel mit den hypen Stift machen oder so. Ist aber noch etwas anderes. Ich möchte auf etwas zeigen.

    Beim Schreiben zu sitzen, passt mir auch nicht. Beim Lehrerinnenvortrag stehe ich gerne (sonst auch).

    Ich habe während des Distanzunterrichts einige Präsentationen erstellt. Auf denen wird dann auch mal etwas eingeblendet, also dass z. B. die nächste Zeile hinzukommt und man so die Lösung einer Gleichung schrittweise zegen kann. Die Präsentationen liegen als PDF-Dateien vor. Einige davon könnte ich auch im Präsenzuntericht einsetzen, zumal es auch Handouts dazu gibt.

    Zeige ich die nun am Computer mit irgendeinem PDF-Zeigee-Programm, ist alles gut. Beim iPad wird aber beim Wechsel der Folie, die eine zur Seite herausgefahren und die andere seitlich hereingefahren. Dss sieht dann eben nicht so aus, als wenn etwas hinzukomme. Sondern eben so, als wenn eine Folie 'rausfahre und die andere 'rein. Damit ist der Effekt der nächsten Zeile irgendwie nicht mehr da, die Präsentation verliert an Wert.

    Außerdem muss ich das iPad mit in die Klasse schleppen, während der Computer da schon steht.

    Ich werde also Präsentationen zeigen, so lange wir Computer in den Klassenräumen haben. Ein iPad werde ich dazu nicht verwenden. ich kann's drehen und wenden, wie ich will, es gibt keine sinnvollen Anwendungen für das Ding. Es bleiben 500 Euro für ein Gerät, das verstaubt.

    PS: Es soll bei uns sogar Kolleginnen geben, die ihre iPads noch nicht mal ausgepackt haben. Sie trauten sich wohl aber nicht keines zu nehmen, um nicht als trendfeindlich zu gelten.

    Laut Vorgabe des Landes dürfen in Niedersachsen auf den Leihgeräten keine personenbezogenen Daten verarbeitet werden. Wo ich Gutachten etc. schreiben soll, ist damit immer noch nicht geklärt ...

    Prust! Das ist ja verkehrte Welt. Durch zentrale Administration hat man erstmalig die Möglichkeit, die Datenschutzkonformität sicher zu stellen. Aber offensichtlich traut man sich selbst dabei nicht.

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