Beiträge von O. Meier

    Die meisten Kollegen haben nicht wirklich Interesse and einer Mitarbeit im Schulvorstand.

    Man kann auch anders Einfluss nehmen. Aber man muss sich halt kümmern. Warum sollte ich nett zu Kolleginnen sein, die gegen meine Interessen entscheiden?

    Unabhängig davon: wenn der Schulvorstand etwas entscheidet, das er nicht umsetzen kann, dann hat er einen Fehler gemacht.

    Ganz sicher ist, dass der Versuch Klassenfahrten aus dem Schulprogramm zu nehmen, zu verkürzen etc. niemals durchkommen würde.

    Das weiß man, wenn man es versucht hat. Und man weiß, wer mit welchen „Argumenten“ ums Eck kommt.

    Irgendwann nach der Klassendiskussion auf dem Flur:

    „Kannst du bei Projekt xy ...?“

    „Kann ich, will ich nicht. Und das nichts damit zu tun, dass ich von der Klassenfahrt letztes Jahr noch völlig ausgepowert sind.”

    Lass' die Masos masochieren. Aber sie sollen es ohne die normalen Leute tun.

    Ich habe keine Lust, darüber auch noch zu diskutieren. Ich erkläre, dass derartige Bekleidung auf mich wirkt, als sei nan noch nicht angekommen, und dass ich das den übrigen Anwesenden gegenüber unhöflich finde.

    Das reicht für die meisten und sie nehmen die Kappe ab.

    Ich erwarte, dass die Klamotten ab und an eine Waschmaschine von innen sehen und nicht stinken. Wenn die da in der Badehose oder im Skioverall sitzen möchten …

    Die Frage ist doch, was ist mit denen, die einfach keine Lust haben. Ist das ok oder nicht?

    Ja, das ist voll OK. Man darf sich auch mal „nein“ sagen.

    Wenn man sagt, dass ist ok, dann kann man auf der anderen Seite nicht sagen, wir wollen aber das ihr auf Klassenfahrt geht.

    Doch, wollen, wünschen und befürworten darf man das. Man kann es nur nicht einfordern. Wenn für „das Land“ die Klassenfahrten tatsächlich wichtig wären, sorgte es für eine angemessene personelle Ausstattung und sonstigen Bedingungen, so dass gefahren würde.

    Letztendlich wird das nur Blabla sein, um die Elternvertreterinnen zu beruhigen.

    Achja, Teilzeit, Volzeit, dies, das, Ananas. Egal, ob Teil- oder Vollzeit. Eine solche Fahrt mit den absurden Dienstzeiten, der Unterbringung, der Versorgung ist für alle ein derartiger Eingriff in das Privatleben, dass man sich von vorne bis hinten nicht wundern muss, dass da Leute kein Bock drauf haben.

    Du musst echt mal lesen, was man schreibt.

    Ächt? Muss ich?

    Aber ich versuche es noch mal.

    Viel Erfolg.

    Das Land sagt, dass die Teilnahme für Lehrer und Schüler freiwillig ist.

    Das sagt es nicht nur, es hat das in eine rechtsverbindliche Vorschrift gegossen. Damit ist eigentlich alles klar und es gibt nichts mehr zu diskutieren. Man muss halt nur aufpassen, dass man diese Vorschrift auch respektiert. Das scheint mir nicht durchgängig der Fall zu sein, wenn Kolleginnen gedrängt werden, auf ihre Rechte zu verzichten.

    Das ist das Problem.

    Das Land sagt aber auch, dass Klassenfahrten wichtig sind und die Schulen sie anbieten sollen.

    Quelle?

    Daher macht die Schule ein Konzept.

    Bei dem sie bitte die geltende Rechtslage beachtet. Aber wie ich solche Gremien kenne, beschließen die auch gerne, dass Wasser den Berg 'rauf läuft und meckern anschließend über die Schwerkraft.

    Jetzt will Lehrkraft Nummer 8 aber nicht fahren. Wenn jetzt -nur als Beispiel- die Schule in Klasse 2 und 4 eine Fahrt mit Übernachtung macht, hat man alle 2 Jahre ein Problem.

    Man kann nicht beschließen, dass man alle zwei Jahre fährt, wenn nicht sicher gestellt ist, dass man dafür auch das nötige Personal hat. Da die Fahrten für die Kolleginnen freiwillig sind, kann man nicht über sie verfügen wie über Leibeigene. Ein mögliches Konzept wäre, dass alle zwei Jahre gefahren werden darf.

    Aber jetzt kommt vor allem noch das Land hinzu. Das Land sagt nämlich: Klassenfahrten sind ganz wichtig.

    Quelle?

    Und man unterstützt es, dass die Lehrer auf Klassenfahrt fahren.

    Wie?

    Und man hat auch gerade erst die Rahmenbedingungen noch mehr verbessert.

    Wie?

    Und das Lehrer nicht fahren wollen, kann man gar nicht verstehen.

    Dann versteht „man“ es halt nicht. Ändert nichts an der Rechtslage.

    Und spätestens hier fängt mein Problem an.

    IIch sehe nur Probleme, die sich Schulen (bzw. deren Gremien) vorsätzlich selbst schaffen.

    Aber. Welcher Kollegin wäre denn geholfen, wenn das Fahren zur Pflicht würde?

    "Die Schulkonferenz hat gestern beschlossen, daß deine Klasse für eine Woche nach Hamburg fährt und du als Klassenlehrer hast entsprechend mitzufahren und den Kram zu organisieren."

    Entspricht so übrigens auch nicht den Vorschriften. Die Schulkonferenz beschließt ein Konzept. Über das Fahrtziel entscheidet die Klassenpflegschaft auf Vorschlag der Klassenlehrerin.

    Nein, ich habe gesagt, dass wenn das Land möchte, dass wir auf Klassenfahrt fahren

    Das möchte das Land offensichtlich nicht. Sonst wäre es ja eine Pflicht. In der derzeitigen Regelung räumt das Land die Möglichkeit zu fahren ein.

    weil du ein Problem bekommst, wenn Leute nicht fahren wollen.

    Das Problem entsteht dadurch, dass andere diesen Wunsch nicht respektieren und statt dessen Unwillige zur Mitfahrt nötigen.

    Anstatt denen, die nicht fahren wollen oder können, mit einer Pflicht vors Knie zu treten, solltest du lieber deine Kolleginnen unterstützen, die von ihrem Recht nicht fahren zu wollen Gebrauch machen.

    Lies das ganze (nicht allzu lange) oben verlinkte Dokument, das ist die Begründung in Kurzform.

    Alternativ hättest du die relevanten Stellen zitieren können.

    Im genannten Text werden zwei Aspekte erwähnt:

    1. Haben wir schon immer so gemacht.
    2. Jemand hat es willkürlich festgelegt. Seither haben wir es so gemacht.

    Eine inhaltliche Begründung im eigentlichen Sinne findet man dort nicht.

    Wenn das Projekt (= themengebundene Klassenfahrt) wegfällt,

    Einer Klassenfahrt, auch einer themengebundenen, kann ich nur wenig Projektcharakter ansehen. Aber OK.

    Nö, da bin ich lieber bei Tagesausflügen und ähnlichem dabei. Da bin ich dann abends zu Hause und kann im eigenen Bett pennen. Wie das ganze Klassenfahrtsthema wohl Geschmackssache.

    Allerdings scheint mir die Logik des geringeren Übels auch nur bedingt eine legitime Motivation zu sein.

    PS: Aber wenn doch Projektwoche ist, lässt man doch am einfachsten die Schülerinnen ein Projekt vorbereiten, das sie dann durchführen.

    Am Ende ist wieder die Person mitgefahren, die es halt dann notgedrungen immer macht.

    Ich bitte um Entschuldigung, mir war nicht bekannt, dass „freiwillig“ ein Synonym „notgedrungen“ ist. Ich dachte es bedeutet „freiwillig“.

    Statt einer freiwilligen Regelung eine Pflicht einzuführen, weil einzelne zu doof zum „Nein“-Sagen sind, ist doch absurd.

    Man sagt, dass man fahren soll und nur mit Freiwilligen. Und das geht halt nicht.

    Doch, das geht total gut. Es fahren die, die wollen. Die anderen nicht. Und alle sind zufrieden. Im übrigen muss man bei dieser Lösung nicht begründen, warum man nicht fährt. So haben die Missgönnerinnen, dann nicht das Problem, sich ausdenken zu müssen, welchen Grund nicht zu fahren man statt dessen haben sollte.

    Ich verstehe dein Problem nicht. Die in Niedersachsen geltende Regelung ist aus Lehrerinnen-Sicht die beste. Was wären denn die Alternativen? Keine fährt? Oder alle müssen (potenziell) fahren. So oder so. Für einen Teil der Lehrerinnen verschlechtert sich etwas.

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