Beiträge von O. Meier

    Dann unterrichtest du aber keine sprachlichen Fächer, oder?

    Mit 2 Fremdsprachen ist es unmöglich, darauf zu verzichten.

    Kann ich nicht beurteilen. Aber es gibt neben den klassischen Office-Programmen noch mehr Möglichkeiten Texte zu Papier zu bringen. Ich möchte da keine Diskussion drüber anfangen, aber ich nutze für fast alles ein Textsatzsystem, dass zwar auf Mathematik optimiert ist, das mir aber auch für alles andere gute Dienste leistet.

    Ich wüsste nicht warum man damit nicht auch Texte für den Femdsprachenunterricht sollte schreiben können. Mehrere Trennmuster für verschiedene Sprachen in einem Text verwenden und dazwischen umschalten zu können, ist vielleicht auch kein Nachteil.

    Ich früge mal nach, worum es ginge. Du willst ja deine Arbeit ordentlich machen und möchtest vorbereitet sein, Unterlagen dabei haben.

    Wenn es wirklich um den Abi-Streich geht, überlegst du dir, wie viel Spaß du den jungen Menschen gönnst. Wenn dir deren Programm nicht gefällt, reagierst du entsprechend humorlos und bist für die nächsten Jahre vor derartigen Dienstverpflichtungen sicher.

    Wenn es aber witzig ist, machste mit und hast deinen Spaß.

    Die Idee, dass die Schulleiterin sich um den Abistreich kümmert, halte ich übrigens für absurd.

    Vielleicht wäre ich zufriedener gewesen, wenn ich alles mit dem AppleOffice machen könnte. Aber da ich Kollegenmaterial, das mit MS Office erstellt wurde, abwandeln wollte, klappte es nicht.

    Auch interessant. Sonst wird man nicht müde überall das MS Office aufzuspielen, weil man damit vermeintlich alle Software-Wünsche erfüllt hätte. Dann arbeiten alle jahrzehntelang damit und bei der flächendeckenden Einführung von Geräten wird es vergessen.

    Arbeitsökonomie und Arbeitsweise.

    Arbeitsökonomisch bedeutet ein gerngerer Wirkungsgrad einen geringeren Output. Ist dann wohl so. Die E-Mail-Nichterreichbarkeit zu Hause ist eher ein Vorteil, weil Ablekungspotenzial wegfällt. Diejneigen, die etwas von mir wollen, müssen dann warten oder sich jemand anderes suchen. Könnte fürs Gesamtsystem ein Nachteil sein.

    Die Notenverwaltung aber ich schon wieder auf Papier umgestellt. Ich bin tatsächlich wieder beim kleinen roten Buch von der Sparkasse.

    Und ansonsten haben ich in den vergangenen 15 Monaten gelernt, enstsoannt zu bleiben und mich nicht über den Regen zu grämen.

    Kann sich die Schulträgerin nicht darauf berufen

    Verstehe ich nicht. Zu welchem Zweck sollte sie das tun?

    dass sie Dir ein - wenn auch nur eingeschränkt taugliches - Gerät bereitstellt?

    Wenn sie das macht, reden wir weiter. Zum privaten Netz hat @Kalle29 schon etwas gesagt. Das iPad hat kein Ethernet, W-LAN gibt’s bei mir nicht. Da sind E-Mails schon mal ’raus.

    Dienstherrin und Schulträgerin stellen uns Scheiß in Tüten. Das haben wir jahrzehntelang durch private Geräte ausgeglichen. Wenn wir das nicht mehr sollen, machen wir das auch nicht mehr.

    Die können sich darauf berufen, dass sie die Digitalisierung gründlich verkackt haben und immer noch keinen Plan haben. Das war’s dann aber auch schon.

    Verarbeitung dieser Daten auf privaten Endgeräten geben - die Verordnung verbietet es schlicht.

    Bedeutet dann z. B. keine dienstlichen E-Mails mehr auf privaten Rechnern. Umso besser. Dann bin ich über E-Mail nur noch in der Schule zu erreichen.

    Auf die mündlichen Abitur-Aufgaben kommen dann keine Namen mehr, sondern nur eine Linie, um diesen von Hand einzufügen.

    Ich bin sehr dafür, keine personenbezogenen Daten auf privaten Geräten zu verarbeiten. Das war schon immer ein absurdes Konstrukt. Die Datenschutz-Integrität der privaten Geräte konnte nie sicher gestellt werden.

    Dass wir aber Arbeitsgeräte brauchen, wird mal wieder übersehen. Warum muss denn Digitalisierung an Schulen ein Rückschritt sein?

    Wenn es dich stört, ist es ja okay, dass du keins hast. Aber lass doch bitte alle Anderen machen, was sie wollen, ohne sie dafür zu kritisieren.

    Ey macht doch. Ich glaube nur diese ganze Notfallnummer nicht. Natürlich kann man Sprechkästen sinnvoll einsetzen, zu 97% aber werden darüber Belanglosigkeiten ausgetauscht und Zeit verplempert und sich von realen Gesprächen abgelenkt. Das kann man übrigens gerne machen. Auch das gestehe ich jeder zu.

    Ein kleines Bisschen habe ich das Gefühl, hier fühlen sich welche ertappt und reagieren deshalb etwas biestig. Aber das ist nur so ein Gefühl.

    Ich nutze das iPad inzwischen durchgehend als Tafelersatz.

    Hm. Ich brauche keinen Tafelersatz, ich schreibe auf der Tafel. Das mache ich nach wie vor gerne. Meine Schrift ist auf dieser besser als z. B. auf elektronischen Whiteboards. Das habe ich probiert.

    Wir mussten uns den Mund fusselig sabbeln, damit die Projektionsflächen für die Beamer nicht vor sondern neben die Tafeln kommen. So kann man dann beides (auch gleichzeitig) nutzen. In den wenigen Räumen mit elektronischen Whiteboards haben wir mittlerweile auch wieder Kreidetafeln, die auch benutzt werden.

    Schreiben auf dem iPad kann ich mangels Stift nicht probieren. Ich komme mehr und mehr zu der Ansicht, dass uns ohne Stift 'ne Menge Möglichkeiten entgegen. Scho' interessant. Bei der Einführung des iPhones hat St. Jobs sich noch über Stifte lustig gemacht und betont, dass man diese dank Multitouch nun nicht mehr brauche. Aber sie haben wohl ihre Bedeutung.

    Vorteil beim Tablet schreiben, ist, dass man sich nicht mit dem Rücken zur Klasse drehen muss. Das dabei übliche zur Tafel reden ist ja auch nicht höflich. Trotzdem ist mir die Haptik ganz lieb. Wie gesagt, meine Schrift, insbesondere bei Formeln ist da einfach besser. Und mir fällt auch das Skizzieren und Zeichnen mit Kreide leicht.

    Mitschreiben finde ich nach wie vor wichtig. Ich habe den Eindruck, dass man sich doch anders damit auseinandersetzt, als wenn man weiß, dass man das irgendwo laden kann. Ich fordere die jungen Menschen auch auf, sich Notizen zu machen, wenn ich eine Präsentation zeige, zu der es ein Handout gibt. In meiner Lernbiographie waren die eigenen Aufzeichnungen immer wichtig. Elektronische Kopien des Anschriebes können trotzdem eine hilfreiche Redundanz darstellen, insbesondere für Absente zum Nachlernen. Während des Distanzunterricht habe ich viel handschriftlich „Angeschriebenes“ gescannt und veröffentlicht. Das war insbesondere bei Bildempfangsschwierigkeiten hilfreich.

    So hat halt jedes seine Bedeutung. Wenn man nicht darauf beharrt wegen der neuen Medien die alten zu verbannen, hat man einen tollen Mix.

    Was spricht denn dagegen, dass ich mein Handy mithabe? Mich stört es nicht, die Schüler stört es nicht, sonst stört es auch niemanden.....

    Wenn dir „es stört nicht“ reicht. Mich allerdings stört das Mitführen eines solchen Gerätes. Irgendwo muss es hin. Und wenn ich die Kolleginnen beobachte, die gerne mal ihr Handy verlegen und hektisch danach suchen, bin ich froh, dass ich das nicht mehr muss.

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