Ich habe in gut hundert Universitäten in den Vereinigten Staaten und Europa zu Studenten über das Problem von Freiheit und Diktatur gesprochen. Viele junge Menschen von heute möchten gerne gegen die Gestapo, gegen die SS, gegen Hitler kämpfen, sie möchten die Juden vor der Ermordung bewahren und den Weltkrieg vermeiden. Das sind heroische Ziele. Aber es gibt dort, wo sie leben, keinen Hitler, keine Gestapo und keine SS. Sie müssen begreifen, daß es das alles auch in den Dreißigerjahren nicht gegeben hat, daß es gewachsen ist, erst langsam und unbemerkbar, dann immer schneller. Bis es zu spät war.
Deshalb muß man von Beginn an kämpfen. „Ihr müßt“, habe ich versucht, ihnen zu sagen, „gegen die kleinen Ungerechtigkeiten zu Felde ziehen – das erfordert manchmal genauso viel Zivilcourage und Mut wie der Kampf gegen das große Unrecht. Wenn einer wegschaut, wie sein Arbeitskollege grundlos verleumdet wird, und sich freut, daß er vielleicht dessen Position erklimmen kann, dann handelt er nicht anders als einer, der damals weggeschaut hat, als man die Juden die Gehsteige aufwischen ließ, und der sich gefreut hat, in ihre leergewordene Wohnung einzuziehen. Ich glaube, daß die Menschen, die damals den großen Widerstand geleistet haben, heute den kleinen Widerstand übten.“
Wenn einer heute nur den großen Widerstand gegen Hitler leisten will, dann habe ich den Verdacht, daß er dem kleinen Widerstand gegen das heutige Unrecht ausweichen möchte.
Beiträge von O. Meier
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Ich. Ich würde auch vorschlagen, wir verwenden überhaupt keine Worte mehr im Zusammenhang mit Schülerinnen. Die verstehen das doch eh nur falsch.
Brrr. Es geht doch darum, dass man einen Begriff nicht einfach ignorieren darf. Entweder weiß mam, was mit dem Wort gemeint ist. Dann verwendet man es entsprechend dem eigenen Verständnis. Oder man weiß es nicht, dann fragt man.
Ich könnte dir wahrscheinlich zig Fachbegriffe aus der Informatik unterjubeln ohne dass du je überhaupt auf den Gedanken kämst, dass da eine fachliche Semantik existiert,
Vielleicht lerne ich ja trotzdem noch etwas dazu.
die zB. das Wort "Typ"
Ja. Und. Was ist das?
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Ich werfe noch mal einen anderen Gedanken ein. Womöglich ist die TE gar keine Lehrerin, sondern ein Elternteil, der sich beschweren möchte, dass der Hinweis auf die ganzen Sätze nur unter der Aufgabenstellung stand und nicht darüber. Ist mir aber auch erst beim wiederholten Lesen in den Kopp gekommen. Ist vielleicht aber auch Quatsch. Dann schon mal „Sorry“.
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Ich empfinde die Diskussion an dieser Stelle nun für nicht weiterbringend. Für mich.
Und tschüss!
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Schön, dass du meinst, dass du das so pauschal beurteilen kannst.
Verwiren wollte dich nicht. Womöglich geht es dir um die Spitzfindigkeit, dass ich gar nicht wissne kann, ob Schokozwerg ihre vielen, vielen gut gebildeten Bekannten nicht doch eingehend auf ihre Gesinnung untersucht hat? Nein, das weiß ich nicht. Ich halte es aber für nicht wahrscheinlich. Vielmehr ist es wohl so, das man zunächst die Annahme macht, dass Menschen keine Antisemitinne sind. Ein gewisser Vorschuss, quasi, den ich auch gerne gebe. Aber die Hand ins Feuer legen würde ich für Gesamtheit meiner Beannkten nicht.
Und gerade wegen des Vorschusses und der Annahme nähme ich eine solche — womöglich unbedachte — Äußerung zum Anlass, da mal nachzuhorchen, wie die eine oder andere so tickt. Den Reflex „Wird schon passen. Und wenn nicht, ist auch gut.“ habe ich mir noch nicht angewöhnt.
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Danke. Ich kennen sehr, sehr viele durchaus gebildete Menschen, die diesen Satz völlig unreflektiert in genau dem Sinne von "Jeder so, wie er gern will/wies ihm passt" verwendet.
Ja, und? Das ist dann okay so für dich? Oder ist das ein Umstand, der stört, den man ändern sollte?
antisemitisch sind die nicht.
Schön, dass man das so pauschal beurteilen. Man muss übrigens keine gefestigte Antisemitin sein, um (sekundär) antisemitische Floskeln und Äußerungen vom Stapel zu lassen. Und. Man erkennt Anti-Semitinnen nicht daran, dass das auf deren Stirn steht.
Migrationshintergrund habe ich auch.
Das hilft in dieser Diskussion weshalb weiter?
Eine derartige Reaktion ruft zumeist mehr Augenrollen als Verständnis für die eigenen Fehler hervor.
Ja, ist so. Und weil einem das Augenrollen schon zuviel ist, belässt man es dabei. Ja, so kann man es sich einfach machen. Herzlichen Glückwunsch. Ja, damit erweist man „der Sache“ sicher einen Riesendienst und nicht so einen Bärendienst wie ich, der solcherlei Dreck nicht unkommentiert stehen lässt. Verstehe.
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Ob das in der methodischen Fachliteratur als Still- oder wahlweise Einzelarbeit bezeichnet wird, dürfte ihnen aber abgehen.
Aber selbst, wenn ihnen dieser Begriff nicht bekannt ist, können sie ihn doch in der Aufgabenstellung nicht einfach übergehen. Ab einem bestimmten Niveau kann man doch erwarten, dass man eine Begriff recherchiert, im Falle einer Klassenarbeit einfach mal nachfragt.
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Ich kenne in der Tat auch beide Bedeutungen dieser Äußerung und würde in der Tat behaupten, dass ein nicht unerheblicher Teil der bundesdeutschen Bevölkerung die Belastung dieser Äußerung gar nicht kennt.
Nicht kennt. Nicht kennen will. Damit nichts zu tun haben will. Wieviel Ignoranz lassen wir durchgehen?
Ich tue mich aber schwer damit, jede andere Form dieser Wiedergabe als per se antisemitisch zu interpretieren.
Vielleicht lohnt es sich den konkreten Fall noch mal zu betrachten. Ausgangspunkt war sicherlich, die womöglich unbedachte, Verwendung der Buchenwalder Torinschrift durch Lindbergh. Den Hinweis, warum diese als Zitat nicht geht bekam sei. Daraufhin kam die Erklärung, die als Synonym für „Jeder Jeck ist anders.“ aufzufassen. Das Herausreden mit Unwissenheit finde ich schlimm genug. Aber das war hier nicht der Fall. Das war ein kräftiges Nachtreten.
Aus meiner Wahrnehmung heraus erweist Du mit Deiner reflexhaften (Über)Reaktion der eigentlichen Sache - nämlich Antisemitismus und Rassismus entgegenzutreten - nicht unbedingt einen großen Dienst.
Die Alternative, das Dulden, ist mir zu dicht am Mitmachen. Der Reflex bestand im Übrigen Lindbergh über ihre Fehlverwendung aufmerksam zu machen. Darauf hätte sie mit einem — ebenfalls reflexhaftem — „Sorry“ reagieren können. Sie hat sich aber bewusst entschieden, einen draufzusetzen. Darauf fand ich eine Reaktion mehr als notwendig. Diese war kein Reflex, sondern eine bewusste Auseinandersetzung mit eine Äußerung, die ich nicht so stehen lassen wollte.
Mir kommt es eher so vor, als wenn das ganzen Beschwichtigungen mit Unwissenheit Reflexe sind. Im übrigen welche, die sich die Reflektoren selbst anerzogen haben.
Und das sage ich Dir als Geschichtslehrer mit asiatischem Migrationshintergrund und jüdischen Vorfahren in der mütterlichen Linie.
AFAIR ist Bernd Höcke auch Geschichtslehrer. Der hat sicher nochmal eine andere Sichtweise auf die Dinge. Inwiefern die beiden anderen von dir erwähnten Punkte dir bei der Beurteilung helfen, ist mir schleierhaft. Vielleicht magst du aber mal drauf schauen, wieviel rassistische Konnotation da mitschwingt.
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Ich habe nochmal zurückgeblättert. Lindbergh beruft sich bevorzugt auf drei Quellen: RTL, einen User mit türkischem Migrationshintergrund in einem anderem Forum und „Das habe ich so hingeschrieben, ohne darüber nachzudenken.“
Relativ mag RTL da noch als seriös gelten. Ansonsten aber kann man doch die Trollversuche ignorieren.
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Zählt die Schulleitungsrunde, bei uns 1 mal 45min, als Unterrichtsstunde oder besitzt sie keine „Wertigkeit“?
Inwiefern sollte das Unterricht sein?
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Ich kann mich entsinnen, dass wir im ersten Lockdown vor Lebensmittelläden anstehen mussten, weil da schon zu viele drin waren. Warum man die jetzt vollpappen darf bis Anschlag, will mir nicht einleuchten.
Für die anderen Läden wäre man mit einer einheitlichen Regelung (Personen pro Fläche) besser gefahren. Eigentlich dürfte man auch als Teil der Exikutive mitbekommen haben, dass Verwaltungsgerichte sich gerne an Formalitäten abarbeiten.
Für mich ist das Urteil eher ein Grund, diese Läden noch weniger aufzusuchen. Wenn man weiß, dass da voll sein kann, bliebt man doch weg. Ich bestelle schön online.
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@Kalle29: Quelle?
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Der impliziten Unterstellung, ich wäre antisemitisch eingestellt, möchte ich übrigens ausdrücklich widersprechen.
Der expliziten Fehlinterpretation kleiner gruener froschs möchte ich übrigens ausdrücklich widersprechen. Meine Kritik bezog sich deutlich auf die Duldung antisemitischer Äußerungen. Warum das jemand macht, welche Einstellung dem zu Grunde liegt, kann ich doch gar nicht beurteilen.
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Geht es ernsthaft noch um "Jedem das Seine"?
Es geht um die dergestalte Relativierung, diesen Spruch auf dem Haupttor des Vernichtungslagers Buchenwald als Synonym für „Jeder Jeck ist anders“ zu titulieren.
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Außerdem steht in dem Thread sehr wohl eine gute Klarstellung von CDL , wie du weist.
Trotzdem kann man in diesem Forum anitsemitischen Dreck veröffentlichen. Wenn das in dein Gewissen passt, danke ich für die Ehrlichkeit. An meiner Einschätzung ändert sich nichts.
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Mal abgesehen davon, dass du im genannten Thread Recht hattest (Zustimmung kannst du bei deinen noch bestehenden Postings durchaus erkennen):
Ja, klar. Die meisten hier, sind keine bösen Menschen. Um so schlimmer ist es, dass man die Rassistinnen und Antisemitinnen in diesem Forum immer wieder gewähren lässt.
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Zitat
Man kann sich ncht 'rausreden, immer nur 'rein.
Ich habe natürlich mit einem „Ja, aber“ gerechnet. Ich habe ir auch überlegt, ob ich darauf antworten solle. Eigentlich unterstreicht kleiner gruener frosch mit seiner „Aussage“ meine Kritik. Die Begründung offenbart dorch deutlich verschobe Maßstäbe.
Deine Beiträge wurden entfernt, weil du es mal wieder nicht geschafft hast, auf den Hinweis einen Moderators zu hören. Aber es sollte eigentlich nach meinem Hinweis klar gewesen sein, dass ihr das Thema woanders austragen sollt. Aber nicht da im Thread. Die allermeisten User halten sich auch sowas ---- nur du brauchst da immer mal wieder eine Extra-Einladung.
Klingt ein Bisschen, als wäre es etwas persönliches. Wenn du meinst, arbeite dich daran ab, jede setzt ihre Prioritäten.
Die Andeutungen, dass es aber nur so ginge, kann man sich getrost sparen. Es gibt immer eine andere Möglichkeit. Gelegentlich werden Threadteile verschoben. So aber, und das war deine Entscheidung, beliebn die menschenverachtenden Äußerungen Lindberghs stehen, die Klarstellung dazu aber nicht. Das war deinen Entscheidung. Das ist wiederlich.
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Meines Erachtens muss darüber auch nicht mehr auf jeder Arbeit separat belehrt werden.
Ich denke auch, dass aus dem Unterricht hervorgeht, wie solche Fragen zu beantworten sind. Wie schon erwähnt, können „Erklärungen“ oder „Begründungen“ nicht in Stichworten erfolgen.
Zwei Nachfragen hätte ich. Von welchem Fach reden wir hier? Und. Gibt es einen konkreten Anlass für deine Frage?
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Die Anfrage in dem Thread drehte sich nicht um Bereitschaften sondern um eine Stundenplanänderung. Dass die TE einen Weisung hatte, sich immer und überall bereit zu halten, damit solche Änderungen auch kurzfristig möglich sind, konnte ich deren Angaben bisher nicht entnehmen.
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Der Schulleitung gegenüber sicher nicht, nein. Den Klassen gegenüber aber schon. (Abschlussklassen)
Ja, ist doff. Aber es ist ja nicht dein Fehler. Manchmal muss man sich auch um sich elbst kümmern. Proceed with fingers crossed.
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