Beiträge von O. Meier

    Kernaussage: Die USA hat im Sommer schon 600 Mio Einheiten bestellt, die EU erst im November 300 Mio.

    Beim Planen und Hochfahren der Produktionskapazitäten hat man sich natürlich an den vorliegenden Bestellungen orientiert, darum bekommt Europa jetzt relativ gesehen so wenig.

    Das war doch gepokert. Wenn Biontech noch nicht fertig wäre, hätten die USA jetzt 600 Millionen Dosen von nix. Die Bundesregierung hat die Bestellungen gestreut. Das fand ich damals eine gute Idee. Jetzt ist es halt so, und wir müssen etwas länger warten, als wenn wir anders gezockt hätten.

    Wenn Moderna zugelassen wird, macht es auf einmal "Plopp" und wir haben mehr Impfdosen. Da haben wir doch auch bestellt?

    Und überhaupt. Ich bin froh, dass es einen Impfstoff gibt. Ich bin froh für jede, die geimpft werden konnte. Auch wenn die ganz woanders lebt. Global gesehen ist jede Geimpfte gut.

    Ich bin zuversichtlich, dass wir (also die Einwohnerinnen dieses Staates) trotzdem dieses Jahr durchgeimpft werden. Und wenn nicht, dauert's halt noch ein Bisschen.

    Ich habe auch nichts dagegen, dass die Geimpften schon mal in Kino oder Theater dürfen (am besten, wenn das Personal auch geimpft ist) oder was auch immer. Ich sitze weiter so lange zu Hause. Ich habe mich jetzt lange deutlich zurückgenommen. Das halte ich noch ein Bisschen durch. Und auch wenn es mich stört, dass andere in der Zeit unvernüftig sind, halte ich das jetzt durch.

    Ungeduld führt zur dunklen Seite.

    Und wenn ich geimpft bin, freue ich mich.

    Hasenbaby: Einige deiner Fragen kann man sogar durch regelmäßiges Schauen der öffentlich-rechtlichen Boulevard-Magazine (tagesschau etc.) beantworten

    Ist denn der Impfstoff wirklich lang genug erforscht? Konnte man die eventuell sich daraus ergebenden Langzeitfolgen schon erfassen?

    Die Erforschung des Impfstoffes ist im Rahmen der auch sonst üblichen Zulassungsvoraussetzungen erfolgt. Es wurde zeitlich gestaucht, aber nichts ausgelassen.

    Langzeitwirkungen hat man ganz offentichtlich noch nicht untersucht. Das ist doch eine rhethorische Frage, oder? Wie lange möchten wir warten? 10 Jahre, 20? 50?

    ja, Impfen bedeutet Risiken und Nebenwirkungen. Eigentlich trivial. Wer sich nicht impfen lässt, schließt diese für sich aus. Den Nutzen einer eventuellen Herdenimmunität hat sie aber trotzdem.

    Ich würde mir wünschen, dass die Menschen sich viel öfter um Risiken und Nebenwirkungen Gedanken machen. Z. B. wenn sie zwei Tonnen Blech von 312 PS durch die Innenstädte treiben lassen. Oder wenn sie ein Brot kaufen, in dem unter Glyphosateinsatz angebautes Getreide steckt. Da kann man mal über Langzeitfolgen nachdenken.

    Weißt du wieviel Menschen vom Stuhl oder der Leiter gefallen sind, als die vorgeschriebenen Rauchmelder installiert haben?

    So, neues Jahr, altes Thema. Ich will mal schauen, ob ich nicht vielleicht doch etwas verstanden habe.

    Wenn das iPad selbst als zweiter Faktor gilt ("Besitz"), ist man doch schon durch und braucht nichts anderes. Bei der Einrichtung der ID wird das iPad als "vertrauenswürdiges Gerät" (so nennen die Apples das wohl) eingerichtet. Es dient dann zukünftig als zweiter Faktor für Zugriffe auf die ID. Fertig.

    Nachteil: wenn das Gerät mal kaputt geht, ist die ID verbrannt. Fände ich jetzt nicht so schlimm. Muss die Asdminin für das neue Gerät (wenn es eines gibt) eine neue basteln.

    Dafür hat man aber keinen anderen zweiten Faktor. Jeder weitere Faktor könnte ja wieder zur Lücke werden, wenn er kompromitiert wird.

    Bei dieser ganzen Sichtweise auf das Individuum, die Frage nach der Entscheidung der Einzelnen usw. kommt mir immer mehr der Gedanke, dass manche Leute mit der Vorstellung, in einer Gesellschaft zu leben und allein deshalb vieles nicht unabhängig entscheiden zu können, überhaupt nicht klar kommen.

    Ich frage mich bei der Sache, ob ich nicht einfach für mich selbst krank sein darf, ohne dass meine Erkrankung Gegenstand einer Statistik wird

    Was genau ist daran das Problem?

    dass meine Erkrankung das Leben Anderer negativ beeinflusst (Bei der Coronapandemie ist es ja so: Wenn ich dazu beitrage, dass die Inzidenz über 200 steigt, müssen meine Mitmenschen die Folgen tragen.).

    Die Antwort gibst du ja selbst. Wenn es ansteckend ist, ist es nicht mehr deine Sache allein. Wenn du nur für dich selbst krank sein willst, kommt ein Virus nicht in Frage. Du könntest dir aber ein Bein brechen, wenn du magst.

    Stand März kannten viele die Maske nur von Asiaten, die dafür häufig von uns Europäern hierfür kritisch beäugt wurden.

    Ja, das war schon dämlich. Ich möchte ja nun nicht sagen, dass die Asiatinnen immer alles richtig machen, aber die Rücksichtnahme durch Maskentragen finde ich beeindruckend. Woher kommt es eigentlich, dass man (kulturelle) Unterschiede immer so als Kuriosität abtut? "Kuck mal, die Japanerinnen mit den Masken, sieht ja komisch aus in der U-Bahn." Nicht: "Da muss ich doch mal nachsehen, ob es nicht belastbare Zahlen gibt. Wenn's nützt, hole ich mir zur Grippe-Saison auch eine." Oder "Kuck mal, die Engänderinnen, die trinken Bier ohne Kohlensäure, ihh". Nicht "Ich habe im letzten UK-Urlaub vor dem Brexit :- ) mal im Pub ein schönes Bitter mit der dort üblichen Kohlensäure probiert. Nee, das ist lecker. ganz aners als Pils, aber lecker."

    Mich freute es jedenfalls, wenn wir auch hierzulande zukünftig eine Maskenkultur hätten. Ranga Yogeshwar hat sich da auch schon geäußert. Aber der ist intelligent, dem hört keine zu. Vielmehr sagen jetzt schon viele, dass sie sie Maske ganz, ganz weit weg packen, wenn sie sie nicht mehr tragen müssten. Das erinnerte sie dann doch zu sehr an die schlimme Sache da, mit dem Coroan, das da.

    Dabei wäre Erinnern so wichtig, damit wir bei der nächsten Pandemie nicht wieder die gleichen Fehler machen bei der spanischen Grippe oder der Pest.

    Man hat Klarheit gewonnen in vielen Punkten. Man weiß auf wen man sich verlassen kann[*]. Man hat bei einigen Menschen erkannt, dass sie ziemlich dämlich sind.

    Und wir haben Klarheit bezüglich vieler Aspekte des Schulsystems, alles Dinge, die schon vorher so waren, aber jetzt deutlich wurden: Digitalisierung an den Schulen hängt um Jahrzehnte hinterher, keine Besserung in Sicht. Selbstlernen hat gefloppt. Wenn man es braucht, kommt nichts. Die baulichen Voraussetzungen in den Schulen reichen noch nicht mal zum regelmäßigen Lüften. Die Klassen sind zu groß.

    Ja, ein wesentlicher Beitrag der Pandeme ist, dass sie uns Klarheit liefert.

    PS: [*] es sind nur wenige, sehr wenige. Aber da behält man besser den Überblick.

    aber es gibt so viele Erkrankungen, die die Menschheit einfach als "gegeben" hinnimmt - warum machen wir bei Corona so eine große Ausnahme?

    Ich frage mal andersherum. Willst du Corona „einfach als gegeben“ hinnehmen. Und was die „vielen“ anderen Erkrankungen anbetrifft. Welche Maßnahmen sollte man da denn ergreifen? Masken in der Grippe-Saison? Bin ich dabei.

    Ich glaube jeder hat mittlerweile verstanden, dass diese Geräte explizit dich nicht weiterbringen werden. Es gibt wahrscheinlich genügend andere, davon finde ich auch einige bei uns im Kollegium, die sie weiterbringen.

    Ich befürchte halt, dass sie uns auch als Schule oder als ganzes Bildungssystem nicht weit bringen werden. Was "Digitaliserung" anbetrifft, fehlt es an ganz anderen Stellen, insbesondere an der Ausbildung der Kolleginnen.

    Insgesamt passiert hier der gleiche konzeptlose Scheiß wie seit Jahrzehnten. irgendjemand brüllt das Buzzword "Digitalisierung", dann kippt jemand Hardware vor den Schulen ab, und das war's.

    Da sind dann auch Sätze gefallen wie "Endlich muss ich mich mal mit der Digitalisierung auseinandersetzen."

    Sollten sie tun. Sie sollten aber eine systematische Ausbildung bekommen, anstatt an iPads 'rumzuwurschteln.

    Generell verstehe ich die Diskussion nicht. Du siehst nur Mehrarbeit,

    Ich wäre ja schön blöd, wenn ich sie nicht sehen würde. Es kommt ständig irgendetwas, das wir auch noch erledigen sollen, hier dies, hier das. Jedes für sich nicht viel, aber zusammen eben doch so viel, dass wir es nicht schaffen. Ich habe es dem Stress erlaubt, mich krank zu machen. Jetzt bin ich schlauer. Und ich wünschte, ich könnte denen, die noch gesund sind, den Tipp geben, es zu bleiben.

    Das ist die zentrale Diskussion überhaupt. Ich hoffe doch, dass du sie verstehen kannst, bevor es zu spät ist.

    aber viele hier sind bereit was Neues auszuprobieren und die Mehrarbeit zu investieren.

    Ich probiere ständig alles mögliche Neue, manchmal auch was Altes. Einiges mit Computer, vieles ohne. Man muss nicht auf jeden Hype aufspringen, um am didaktischen Ball zu bleiben.

    Wie ich meine Lebenszeit investiere, entscheide ich selbst. Soviel ist nicht mehr nach. Wennn jemand möchte, dass ich etwas in der Dienstzeit erledige, muss er auch erklären, was stattdessen wegfallen kann.

    Darf ich an die Geschichte von der alten Frau erinnern, der erst ein paar Steine in ein Glas legt. Dann stellt sie fest, das noch Platz ist und füllt den Zwischenraum mit Kieseln aus. Dann ist immer noch Platz, sie füllt mit Sand auf. Die junge Frau neben ihr hat das ganze Glas mit Sand gefüllt, ihre Steine und Kiesel liegen daneben.

    Die Steine sind die wichtigen Dinge im Leben. Wenn wir die zuerst beachten, haben wir genug Platz für die anderen, kleinen und kleineren Dinge. Wer sein Leben mit Sand füllt, hat nur Sand. Schule ist für mich Sand. Das ist mein Job, den mache ich, dafür krieg ich Geld. Hier bin ich ein kleines Rädchen, das locker mitläuft. Hier kann ich weder die Welt retten noch viel kaputt machen. Ich mach das, was ich muss, ordentlich. Mehr kostet extra.

    Jetzt erzähl mir nicht, dass so etwas nicht in der Wirtschaft oder Forschung gemacht wird.

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein großes Industrieunternehmen alle Mitarbeiterinnen mit mobilen Endgeräten austattet, ohne klar zu haben, wofür. Die haben mittlerweile IT-Abteilungen, die Kram kaufen, mit dem man arbeiten kann, und den auch am Laufen halten. Mehr Vergleich brauche ich nicht. Ich arbeite weder in der "Wirtschaft" noch in der Forschung. Ich muss mit den Nachteilen meines Jobs klarkommen, da muss ich mir nicht noch die Nachteile der anderen herbeiwünschen.

    Da kenn ich auch genügend Klitschen / Arbeitnehmende die bereit sind auch mal ein paar Minuten unbezahlt dranzuhängen, damit sich etwas verbessert.

    Ich arbeite insbesondere nicht in einer Klitsche. Ein Grund ist, dass mir der fließende Übergang von Fremd- zu Selbstausbeutung, auf den du dich berufst, nicht behagt. Siehe oben, ich mache, wofür ich bezahlt werde, und freue mich auf meine Pension. Die Kröten, die ich dabei legal schlucken mus, schlucke ich. Ich züchte aber keinen neuen.

    Und es sind nicht nur ein paar Minuten. Es sind bei jedem Scheiß ein paar Minuten. Die addieren sich, bis uns die Luft ausgeht.

    Das Argument, dass man jetzt ein zusätzliches Gerät schleppen muss, ist allerdings jetzt genug ausgebreitet - das Mathebuch der FHRler wiegt definitiv mehr.

    Deshalb möchte ich ja nicht noch neben dem Buch noch ein Gerät schleppen. Wir sind noch lange nicht soweit, dass wir keine Bücher mehr bräuchten, weil alles elektrisch vorliegt. Um ehrlich zu sein, möchte ich das auch gar nicht. Ich lese und schreibe immer noch am liebsten auf Papier. Mit dem Alter werden die Augen nicht besser. Buch geht immer noch ohne Lesebrille (beihilfefähig) für den Computer brauche ich mittlerweile die Bildschirmbrille (nicht beihilfehäfig).

    Das Gewicht ist übrigens nicht der Punkt. Es geht um den Umstand an sich. Die Bücher liegen im Regal. Schnapp, bin ich unterwegs. Kann ich da das iPad auch einfach hinlegen oder sollte ich nicht zumindest über Nacht besser wegschließen? Wo fängt denn da die Fahrlässigkeit an? Dazu habe ich bisher übrigens auch noch nichts gehört. Abschließbare Fächer haben wir jedenfalls nicht.

    Vielleicht sehe ich da ja Gespenster. Aber all so 'was hätte ich gerne vorher geklärt, als nachher doof dazustehen. Es gibt genug Wichtigtuerinnen und Labertaschen, die nix gebacken kriegen. Aber wenn sie jemanden anscheißen können, stehen sie ganz vorne in der Reihe.

    n den wenigsten Schulen der Regelfall ist. Bei uns steht sowas nicht rum - und ehrlich gesagt bin ich froh drüber.

    Good Point. Die Schulen sind ganz unterschiedlich ausgestattet. Da gibt es einiges anzuschaffen. Könnte mal systematisch gemacht werden.

    Die Wartung von den Dingern möchte ich nicht zusätzlich übernehmen, außerdem finde ich (ganz subjektiv), dass so ein Tower mit altem ranzigem Bildschirm immer so den Charme der frühen 2000er verstreut (den Eindruck hatte ich zumindest immer, wenn ich an einigen anderen Schulen das gesehen habe). Ich persönlich kann mich mit dieser Konstellation echt nicht anfreunden.

    Was Ästhetik und Heimeligkeit von Klassenräumen anberifft, gibt es einiges zu tun. Computer könnten ganz gut in Schränken verschwinden (oder wir legen da die iPads 'rein). Größeren Tafeln bräuchte ich oft. Und für die jungen Menschen Sitzmöbel, in die die Überweisung zu Orthopäden nicht schon eingebaut ist. Lüften war ja ein Thema.

    Was die Wartung anbetrifft: das sollte unabhängig davon, was wir haben, von Fachpersonal gemacht werden. Die Klitschenlogik, dass das das Nachbarsmädel macht für 'ne Schokolade und Kreissäge benutzen dürfen, hat sich überlebt.

    ass sie sich mal was vernünftiges für zuhause suchen, statt wie der Affe auf dem Schleifstein auf den kleinen Geräten rum zu tippen

    Ja, das wär's. Als Folgerung aus der Anschaffung der dienstlichen Endgeräte, investieren die Kolleginnen erstmal in private Hardware um ihre Arbeit zu machen. Klasse. Besser häte ich den Unfug, der hier abgeht, nicht zusammenfassen können. Fünf Danke-Pokale hierfür. You name it, man, you name it.

    Zusätzlich sind jetzt auch noch iPads zu administrieren. Das ist harte Scheiße, weil das Land dafür ja nix zusätzliches an Entlastungsstunden fallen lässt. Wie wir das vernünftig regeln, wissen wir auch noch nicht so ganz.

    Siehe oben. Dass ihr euch überlegen müsst, wie es laufen soll, ist schon der konzeptionelle Fehler. Und bevor da nicht geklärt ist, wie das zukünftig professionell laufen soll, sollten wir erstmal gar nichts kaufen. Aber leider sind der Kern der Digitalisierung immer noch Fire-and-forget-Anschaffungen.

    Aber wenn man kaQn4p glauben darf, geht's ja nur um Minuten. Schön, wenn so wäre. Ich habe aber schon zu oft die Pferde direkt vor die Apotheke kotzen sehen.

    WLAN funktioniert einwandfrei.

    Meine Erfahrungen sind andere, aber sei‘s drum. Es ist such nicht die höchste Priorität bei der Druckerauswahl, aber auch ein Aspekt.

    Zur Konstellation, da hängt es wohl ein wenig von ab, der meistbenutzte Rechner, der Router und der Drucker stehen im Arbeitszimmer. Da war die Leitung schnell hintern Schrank geworfen.

    Die Wände aufstemmen oder Leitung quer durch die Bude flanschen, lohnt dich wohl nicht.

    Sollte ich (hoffentlich nicht so bald) einen neuen Drucker brauchen, achtete ich u. a. darauf, dass er auch Ethernet hat. Just in case. USB ist verzichtbar, wenn man es nicht für Wartungszwecke braucht.

    Ich bin mir aber auch ziemlich sicher, dass ich bei Laser, schwarz/weiß bleiben werde. Andere Ansprüche, andere Entscheidungen. Aber ein Gedanke, den ich im Rahmen von Kauftipps nicht verschwiegen haben wollte.

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