Beiträge von O. Meier

    ist es trotz 3 neuer Vertretungslehrer echt eng und da Teile vertreten werden müssen (Punkte müssen in die Abizulassung eingebracht werden) ist es halt nicht immer möglich.

    Ist auch ein Planungsfehler, aber auf anderer Ebene. Das Land sorgt nicht für genügend Redundanzen. Wenn es nicht reicht, müsste die Schulleitung das nach oben melden. Trauen sie sich meist nicht. Nach unten treten ist dann doch einfacher.

    Wo liegt denn der Planungsfehler, wenn die übrigen Kollegen 1-2 Aufsichten mehr haben, weil einfach weniger Kollegen da sind und mehr Aufsichten gebraucht werden?

    Oder wenn man in der Klausurphase Mehrarbeit macht, weil abgesehen von der Risikogruppe auch immer wieder Leute mit Erkältung oder in Quarantäne zu Hause sind und die Aufsichten in Klausuren abgedeckt werden müssen?

    Das ist noch kein Fehler. Was gemacht werden muss, muss gemacht werden. Der fehler besteht daruin, den Kolleginnen zuzumuten, das "obendaruf" zu machen. Wenn etwas dazukommt, muss etwas anderes wegfallen.

    Das kann gar nicht sein, dass Risikogruppen dann seit einem Jahr gar nicht mehr arbeiten

    Und weil das nicht sein kann, ist das auch nicht so.


    „an der Front“

    Als echter Weltkriegsveteran solltest du wissen, wie wichtig die Heimatfront (neudeutsch: Home-Office, weil da die Offiziere sitzen) ist. Sie versorgt die ritterlich kämpfenden Kameradinnen in der Unbill der Schützinnengräben mit frischer Munition und Wurst für die Stullen.

    Besser wäre die Regel, Risikogruppler bei reduzieren Bezügen für die Coronazeit schlichtweg zu beurlauben - ähnlich wie bei Elternzeit

    Dann allerdings bezhalten wir sie für Nichtstun. Die Lücke, die sie rissen, wäre wohl größer, als die jetztige durch Distanzunterricht.

    Und, achja, möchest du tauschen?

    Bei uns sind die Kolleginnen fast durchgängig sehr verständnisvoll mit den Risikantinnen. Ein wenig Empathie reicht, um zu merken, dass das eine Scheiß-Situation ist. Kameradinnen-Säue gibt es überall, wir haben da auch eine. Aber mit einer kann man leben.

    Ansonsten sind viele ganz froh, dass die Distanzlehrerinnen die Vorhut im Online-Unterricht gemacht haben, Tipps geben können und auch die Schülerinnen schon eingenordet haben. "Ich weiß nicht, wie ich da 'rein komme" hören die deutlich seltener. So hat auch der größte Mist noch sein gutes.

    dass Kollegen aufgrund meines Ausfalls nun noch mehr leisten müssen als eh schon.

    Planungsfehler. Wenn Kolleginnen zusätzliche Aufgaben übernehmen, muss man das auch wieder entlasten. Zur Not muss auch ein Zückerchenkurs mal untern Tisch fallen. Es behauptet niemand, das die Riskantinnen den gleichen Wirkungsgrad liefern, wie die Präsenten. Insofern fehlt es an der einen oder anderen Ecke. Die Idee man könne jede Lücke stopfen, ist ein häufiger Fehler von Schulleiterinnen. Da müssen die umdenken. Und man muss überlegen, was wegfallen kann. So kann man dann aus der Situation das beste machen.

    Ich hoffe, diese Attestregelung fällt sofort weg, wenn die sog. "Gruppe 3" geimpft werden kann.

    Du meinst, dass man dann kein Attest für die Befreiung vom Distanzunterricht mehr braucht? OK, Spaß. Nee, ist für mich klar. Wenn ich gemipft bin, gehe ich wieder in den Schützinnengraben und lass' mir die Granatsplitter um die Ohren hauen, wie sich das für eine Patriotin gehört. oder so ähnlich. Vielleicht mache ich auch einfach wieder Präsenzunterricht, das kann ich ganz gut. Aber erst dann. Dass ich "geimpft werden kann" nützt mir nichts, ich warte, bis ich geimpft worden bin.

    Außerdem halte ich diese Attest-vom-Hausarzt-Regelung für sehr fragwürdig, meiner Meinung nach müsste hier min. deine amtsärztliche Begutachtung her.

    Ja, man kennt ja die Hausärzte, die schreiben eh nur Gefälligkeitsatteste. Danke für das Misstrauen. Dass sich jemand freiwilig in den Distanzunterricht begibt, kann ich mir übrigens nicht vorstellen. Und wer sich mit Fakes vor der Arbeit drücken will, kann das auch ohne Pandemie. Es ist nur eine Variante mehr.

    Die Möglichkeit der amtsärztlichen/arbeitsmedizinischen Untersuchung gibt es übrigens in der derzeiteigen Erlasslage schon. Aber danke für den Vorschlag.

    Wenn man weiß wann und wo, kann man sich auch mal eine Distanzstunde anhören/ gucken. Manche finden nämlich nicht am Rand statt und dann kann man mal zufällig an dem Raum vorbei gehen.

    Der erste Satz klingt nicht nach Zufall. Der Kontrollgedanke dahinter ist wohl auch wieder von Misstrauen getrieben. Ansonsten, ja, wenn man weiß, da sitzt irgendwo eine Kasse über ihren Arbeitsblättern, sollte man da gelegentlich einen Blick werfen. Die Verführung, etwas anderes zu mchen, ist dann doch zu groß.

    Sollte ein Kollegin bei einer Online-Stunde zuschauen reinkucken wollen, erwartete ich, dass sie sich entsprechend zu erkennen gibt und fragt, ob sie 'reinkommen darf. Fieß um die Ecke linsen, gehört sich aber nicht. Ich lade auch gerne Kolleginnen zu Online-Hospitationen ein, wenn sie mal sehen wollen, wie so etwas läuft. Ja, warum denn nicht.

    Steile These, wenn BBB mit Windows, Linux, MacOS gut funktioniert, nur mit IOS nicht.

    Zur Kompatibilität gehören immer zwei Seiten. Die "Schuldfrage" ist wenig produktiv. Es ergeben sich zwei Sichtweisen: Entweder gibt es die Notwendgkeit zum Einsatz eines bestimmten Softwareproduktes, dann muss an die Hardware danach aussuchen. Oder man ist an die Hardware gebunden, dann muss man sich ein Softwareprodukt aussuchen, das läuft.

    Beides erfordert übrigens ein Mindestmaß an Planung. D. h. in NRW sind wir sowieso 'raus.

    Ich muss mich korrigieren, der aktuelle Erlass ist vom 21. Dezember:

    Gemäß aktuellem Erlass, der heute von unserer SL weitergeleitet wurde, wurde die "Regelung zum Personaleinsatz" für Angehörige der Risikogruppe bis zum beginn der Frühjahrsferien verlängert. man benötigt ein neues Attest. Läuft dann wohl auf "gleicher Text, neues Datum" hinaus. Die Arztpraxen haben ja sonst nichts zu tun.

    Kirche

    Was mir wirklich auf den Keks geht, ist das so ein Häckmäck um die "Weihnachtsgottesdienste" gemacht wird. Trotz Wellenbrecher und Lockdowns meldet das RKI einen neuen Höchststand an Todesfällen. Wir haben es echt verrissen.

    Es geht jetzt darum, möglichst viele Kontakte zu vermeiden. Ich schränke mich seit März massiv ein. Ich möchte nicht, dass das völlig nutzlos war, nur weil jetzt wieder Ausnahmen gemacht werden.

    Aber das war nicht die Frage. Das einzig besondere an diesen Tagen für mich, dass die Geschäfte geschlossen bleiben und dass am 24. ab Nachmittag Ruhe einkehrt, die ich nutzen werde, z. B. für einen Spaziergang. Ansonsten sind das einfach Ferientage.

    Ich weiß, dass die Tage auch wieder länger werden, irgendwelche Riten, damit die Sonne wiederkommt, brauche ich nicht.

    Ich besuche niemanden und bekomme auch keinen Besuch.

    Also, zum Coronavirus, ich gehe davon aus, dass, wenn die Risikogruppen geimpft sind, man alle Beschränkungen aufheben wird.

    Ich wartete da lieber mit, bis wir durchgeimpft sind. Bei sinkender Impfbereitschaft dürfte das nicht allzu lange dauern. Womöglich landen wir sogar unter der Herdenimmunitätsgrenze. Dann können uns die Impfgegner ja mal zeigen, wie gut ihr ungeimpftes Immunssystem funktioniert.

    Wir haben ein bestehendes System und eine funktionierende Umgebung, so dass wir die Geräte mit minimalem Aufwand einbinden und administrieren können

    Wir kriegen IPads. Die dürften gemäß Doku auch über Intune administrierbar sein.

    Klingt erstmal so, als ob intune noch weniger kann als jamf, wenn es um ios geht. Würde mich interessieren, wie du/euer Admin damit zurecht kommen wird

    Da ich einer der Admins bin, kannst du mich gerne in ein paar Monaten nochmal fragen

    Für mich stellt sich halt immer noch die Frage, ob der Aufwand, den man dann tatsächlich mit der Administration hat, irgendwie durch Entlastung gedeckt ist. Meiner Erfahrung nach leider immer nur anteilig.

    Zumal ja auch beides geht. Mein Laptop lässt sich auch als Tablet benutzen.

    Ja, beides mobil. Dann hat man immer noch den Kompromiss, den man bei Mobligeräten eingehen muss. Also z. B. ein kleines Display.

    Mobilität hat ihren Preis. Meine Anmerkung ging dahin, dass ich nicht sehe, dass man diesen in der Schule zahlen müsste. Ich bin ja nicht irgendwie im Außendienst, bei Kunden unterwegs oder sitze den ganzen Tag im Zug. Ich sitze hier an meinem kleinen Schreibtisch, tippe meine Arbeitsblätter und halte von hier aus meine Online-Stunden. Worum sollte ich meinen Rechner durch die Gegend tragen wollen?

    Dann schilder mal konkret (!) und nicht allgemein, was genau du dir wünscht.

    Es geht doch nicht darum, was man sich wünscht, sondern was man zum Arbeten braucht. Da gibt es Anforderungen, die golbal im ganzen Land gelten dürften. Und andere, die von der Schulform, der Region, dem Fach abhängen dürften. Als allererstes hilte ich es für wichtig, die zukünftigen Nutzerinnen zumindest soweit auszubilden, dass sie wissen, was es gibt. Dann können Sie nämlich besser beurteilen, was sie brauchen und zusammen mit der Abteilung, die den technischen Sachverstand besitzt, einen Rahmen dessen, was benötigt wird, abstecken können.

    Was mich individuell anbetrifft, könnte ich eine Zusage brauchen, dass ich, falls mein etwas ältlicher privater Rechner mal die Grätsche macht, etwas statt dessen bekomme, auf das ich mit wenig Aufwand mein Backup einspielen und weiter arbeiten kann. Ein mobiles Spielzeug, dass man in den Unterricht schleppen soll, hingegen brauche ich so dringend wie ein drittes Nasenloch.

    Generell möchte ich in Abrede stellen, dass die Versteifung auf Mobilgeräte sinnvoll ist.

    Generell kommt man nicht weit, wenn irgend jemand einem ein System bereitstellt, dass nicht an die individuellen Bedürfnisse angepasst ist.

    Ja, genau.

    Sorry, aber was erwartest du denn? Entweder wird hier rumgejammert, dass zentral verwaltet wird, da wird genölt, dass nicht alle eigenen Programme aufgespielt werden können ODER es wird gejammert, dass nicht zentral verwaltet wird und alles selbst gemacht werden muss.

    Nein, gejammert und genölt wird immer noch nicht. Es ist schon bezeichennd, dass jegliche Kritik an den Unzulänglichkeiten der Arbeitsmittel immer so abgetan wird.

    Zu einer "Infratsruktur" (nennen wir es von mir aus so), gehört eben am Anfang mal Geräte und Software, mit denen man die Arbeiten auch erledigen kann. dazu gehört auch der Betribe und die Wartung des "Systems". Und ja, da muss ich auch einen Schulträgerin mal nach den inhaltlichen Anforderungen des Schulbetriebs richten. Und wenn sie das nicht will, dann läuft halt nix.

    Diese ganze "Geht nicht, haben wir nicht, wieso, Sie haben doch Office." ist einfach nicht adäquat.

    Habe ich schon mal das Beispiel mit dem Ofen gebracht? So einer gehört nunmal in einen Backstube. Also wird einer gekauft. Und zwar ein Bäckerofen und keine Mikrowelle mit Grill. Und er wird angeschlossen und mit elektrischer Energie versorgt und die zahlt die Schulträgerin. Und wenn etwas kaputt ist, kommt eine Technikerin und streichelt den, dann geht's ihm besser.

    Niemand käme auf die Idee statt dessen ein Bügeleisen, eine Gewürzmühle, einen Radlader oder einen Bausatz für einen Ofen zu bestellen. Und er wird in die Backstube geliefert und nicht in eine öffentliche Toilette an einem außer Betrieb genommenen Schienenhaltepunkt im Nachbarkreis.

    Bei bei Computern ist es immer okay zu sagen "Weiß ich jetzt auch nicht, müsst ihr mal kucken. Sonst wär' nämlich schlecht."

    Wir haben ein bestehendes System und eine funktionierende Umgebung, so dass wir die Geräte mit minimalem Aufwand einbinden und administrieren können und zwar so, wie wie wir es brauchen, und nicht, wie unser Schulträger das möchte.

    Da liegt der Hase im Pfeffer. Die Schulträgerin gräbt hier die Erdbeeren um, dann muss sie nie wieder Gartenarbeit machen. Die richtige Logik wäre doch, dass die Schulträgerin etwas bereitstellt, mit dem man arbeiten kann -- und zwar in allen Aspekten.

    Da muss man selbst aktiv werden. Diese Anspruchshaltung finde ich verwirrend, ja.

    Für den einen ist es Anspruchshaltung, für die anderen hat es etwas mit einem Konzept zu tun. Die "Digitalisierung" ist eine politische Vorgabe. Wenn man das haben will, recht es immer noch nicht, Geräte vor der Schule abzukippen. Konzept wäre es, rechtzeitig flächendeckende und umfassende Fortbildungen zu organisieren. Die Fortbildungen, die da angeboten werden, scheinen mir beides nicht zu erfüllen.

    Was das Land macht, ist uns eine Kiste hinzuschmeißen, und uns zu sagen, dass wie zusehen sollen, wie wir damit klar kommen.

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