Beiträge von O. Meier

    Ich konnte (musste) schon einige Erfahrung mit Distanzunterricht machen, so dass sich Kolleginnen bei mir Erfahrungen abholen. Mehr als solche kann ich aber nicht beitragen.

    Fazit nach kollegialen Video-Konferenzen: Für die eine oche im Dezember noch etwas auf die Beine zu stellen, fehlen meist die Kapazitäten. Einfach so, Rechner an - wir sind online trauen sich viele nicht zu. Oft ist die Technik nicht zuverlässig genug. Nee, das lohnt nicht. Im Januar müsse man dann sehen, was kommt. Es rechnen zwar alle mit einer längeren Distanzphase, aber das Engagement, sich auf etwas Unbekanntes vorzubereiten, hält sich doch sehr in Grenzen.

    Einige, die hofften, mit den neuen iPads einen Schritt machen zu können, sind jetzt schon enttäuscht. Kann daran liegen, dass sie die Nutzungsmöglichkeiten noch gar nicht überblicken. Aber erstmal klappte nicht, was sie probiert haben. Der für die iPads vorgesehene Fortbildungsnachmittag musste ausfallen. Komisch, im September hätten wir Zeit gehabt, warum legen wir so etwas denn auch in den Dezember?

    Ich muss mir das mit dem OneNote mal genauer angucken. Habe ja demnächst 3 Wochen Zeit

    Echt? Ich nicht. Ich habe noch zwei Wochen Ferien zu absolvieren. Davor und danach habe ich noch jede Menge Korrekturen.

    Und überhaupt sehe ich es nicht ein, dass ich für alles und jedes, was irgendwo in der Schule angeschafft wird, eine Nutzungsmöglichekit finden muss. Wir haben Küchen, 'ne Backstube und Holzbearbeitungswerkzeuge in unserer Schule. Die finden alle in meinem Unterricht nicht statt. Warum muss soll nun auf Krampf jetzt das iPad, das nur gekauft wurde, um es gekauft zu haben, zum Dreh- und Angelpunkt meines Berufleben werden?

    Als für die Backstube ein neuer Ofen geliefert wurde, musste die Bäckermeisterin nicht lange überlegen, was sie nun damit machen könne. Nee, sie hatte vorher gesagt, welche Spezifikationen der Ofen haben müsse, danach wurde etwas bestellt und sie konnte backen. Der Ofen hat übrigens auch einen USB-Anschluss.

    Ich jedenfalls sehe nicht, dass ich ständig ein iPad mit mir herumschleppe, auf dem dann "alles drauf" ist. Ich habe schon keine Lust ständig hinterher zu sein, dass der Akku geladen ist.

    Ich weiß auch gar nicht, ob wir im Lehrerinnenzimmer genug Steckdosen haben, dass alle Kolleginnen ihre iPads laden können. Ich hör' sie schon rufen "Tilde, kann ich dich 'rausziehen, ich muss laden. Ich hab' Akku. Ich muss noch Unterricht."

    Das wird dann das neue Am-Kopierer-vordrängeln-Versuchen. Man müsse ja nur schnell kopieren.

    Sollte ich tatsächlich so ein Gerät in Betrieb nehmen können, wird mir sicher auch die eine oder andere Sache damit einfallen. Aber irgendeinen Druck, jetzt dringend damit arbeiten zu müssen, verspüre ich echt nicht. Die völlig versäumte "Digitalisierung" der Schulen kriegen eh nicht mehr aufgeholt.

    Wie dem auch sei. Es ist wie befürchtet. Das Ministerium hat 'ne tolle Idee und hinter läuft nix. Nicht mein Problem.

    War jetzt auch wieder gejammert, so soll das auch.

    Prinzipiell ist die Aufteilung von Dienstlichem und Privaten natürlich ein Problem. Das dürften aber die Meisten auch mit ihren Privatrechnern haben?

    Nunja, wenn ich meinen Privatrechner dienstlich nutze, weil das Land keine eigenen Geräte hat, ist das ja das eine. Aber ja, man muss schon froh sein, dass man dafür nicht auch noch angekackt wird. Richtig fand ich's nie, es war immer eine Notlösung.

    Mit einem dienstlichen Gerät sollte ja nicht Mischnutzung nicht mehr nötig sein. Wenn dann aber im Gegenteil das Dienstegrät die Verschmelzung mit einer privaten Telefonnummer erfordert, da ist das schon etwas übertrieben. Die dienstliche Daten auf den Privatrechner habe ich schnell gelöscht. Wie kriege ich aber meinen Telefonnummer wieder aus dem iPad?

    Nee, die sollen sich endlich mal was eigenes kaufen und mich in Ruhe lassen.

    Wie soll ich meinen Lernenden den Umgang mit solchen Geräten vermitteln,

    Es sollte weniger um den Umgang mit den Geräten gehen, sondern um ein Verständis der Arbeitsweise von Informationstechnik, damit man daraus die Bedienung ableitn kann. Dazu müsste man aber zuallererst die Lehrerinnen entsprechend ausbilden. Das passiert aber nicht.


    wenn ich mich vehement selbst dagegen wehre?

    Ich glaube, das machen gar nicht mehr viele. Die meisten Kolleginnen gehen eigentlich sehr offen auf die Elektrik zu. Oft sind sie dann enttäuscht, weil alles nicht so optimal funktioniert, es an allem Möglichen fehlt oder sie einfach nicht wissen, wie dies oder das gehen soll.

    Das war schon immer so. Mit dem Hardwarekauf ist kein Problem gelöst. Im Gegentum, damit fangen die erst an.

    Ja, Datenschutz noch. Da sind wir immer noch viel zu locker. Leider taugt die gesetzliche Grundlage nichts. Die Datenhandles-Granden machen weiter wie bisher, nachdem sie ihre Nutzungsbedingungen umformuliert haben, während sich kleine Gewerbetreibende und Vereine in die Hose scheißen.

    Eine Bekannte ist in der IT-Beratung tätig, Schwerpunkte Sicherheit und Datenschutz. Seit DSGVO kann die sich vor Aufträgen nicht mehr retten. Ich habe sie mal angesprochen, ob sie mir zum Datenschutz an Schulen ein paar Tipps geben könne. Mache sie gerne, allein, ihre Kenntnisse seien da dürftig. Mit Datenschutz im öffentlichen Dienst beschäftige sich halt niemad. Damit könne man halt kein Geld verdienen.

    Hat schon mal jemand mitbekommen, dass eine Landesdatenschutzbeauftragte explizit eine Video-Konferenz-Lösung für OK erklärt hat? Die LDI des Landes NRW hat explizit geschrieben, dass sie das nicht tun würde.

    BBB kenne ich auch nicht.

    Ich habe eine Dokumentenkamera angeschlossen, da kann ich schreiben. Wenn die Bandbreiten knapp werden schalte ich gerne auf Bildschirmfreigabe um, die Fenster scheinen besser übertragen zu werden. Dann tippe ich die Formeln in LaTeXit, damit kann man einzelne Formeln setzen und muss nicht immer ‘ne ganze Seite produzieren.

    Ansonsten tippe ich auch schon mal Sachen vorher und blende PDF-Clips ein.

    PC-Hardware ist seit über einem Jahrzehnt so gut, dass sie nicht regelmäßig getauscht werden muss, wenn es sich um einfache Officetätigkeiten handelt. Das war allerdings in den 90er und 2000ern anders. Da musste regelmäßig gewechselt werden.

    Dann haben wir die absurde Situation, dass damals, als ein Wechsel sinnvoll gewesen wäre, die alten Möhren bis zum letzten Tropfen ausgelutscht wurden. Heutzutage aber die länger haltbaren Kisten, vorzeitig in die Tonne kommen.

    Bei mobilen Geräten ist aus meiner Sicht auch noch nicht der Stand erreicht, wo ein sechs Jahre altes Gerät noch halbwegs taugbar ist.

    Ein Grund mehr, so etwas nicht zu kaufen. Mein letzter iPod hatte relativ schnell den Akku durch. Kann passieren. Als dann aber - nach meinem Empfinden vor der Zeit - keine Systemupdates verfügbar waren und dann bald auch keine Apps mehr installiert werden konnten, habe ich mir auch keinen neuen gekauft. Für ex und hopp ist mir der Kram zu teuer.

    Aus dieser Sicht war der Erwerb von iPads wohl nicht so nachhaltig.

    Hier kommt gerade eine Mail mit einem Erlass 'rum, dass alle Schulfahretn bis um 31. März abgesagt sind und neue nicht genehmigt werden dürfen. Das Land übernimmt mal wieder die Storno-Kosten.


    Hätte man sich auch sparen können.

    Das Behalten der Handynummer ist heute eher kein Problem mehr, die dafür fälligen 6,xx € erstattet der neue Anbieter in der Regel.

    Hm, ja. Mag sein. Allerdings hat man als verdongelte iPad-Nutzerin nicht mehr die Wahl, ob man die Nummer wechselt oder mitnimmt. Was passiert denn, wenn sich jemand, wie gewohnt einen neuen Vertrag beim nächsten Telefonkrauter holt, einfach das iPad nicht auf dem Schirm hat und die alte Nummer verdunsten lässt?

    Ich glaube nicht, dass sich die Schulträgerinnen über alle Fälle, die mit den zwei Faktoren auftreten können, Gedanken gemacht hat.

    Ansonsten: Eine SMS kann auch, wie schon schon mal geschrieben, an ein Festnetztelefon gesendet werden. Das kann selbstverständlich das Diensttelefon des Sekretariats sein. Die Frage ist halt nur, wie bequem du es haben möchtest.

    Gar nicht. Dann kann ich mich halt nicht anmelden. Für den Unterricht finde ich es in beiden Fällen nicht nutzbar. Ich wüsste ohnehin nicht wofür. Und für die Vorbereitung brauche ich es schon gar nicht. Das Ding ist eh überflüssig. Da stellt sich die Frage der Bequemlichkeit nicht.

    Hier ist bisher nur von einem Mobiltelefon die Rede. Soll mir von mir aus jemand das Gerät mit irgendeiner Nummer irgendwie eineichten. Wenn ich es dann bis zum Abmelden benutzen kann, mache ich das. Danach lege ich es halt in die Ecke. Wenn es doch darauf angelegt ist, die Arbeit mit dem Gerät nach Möglichkeit zu erschweren, wo ist dann das Problem?

    Meine Motivation, für jede Anmeldung in die Schule zu dackeln, ist eher gering

    Wenn da das Gerät liegt.

    Falls sie dir eine Bluetooth Tastatur dazugeben

    Ich dachte, die kaufe ich selbst. : -)

    aber wie meinst du reagieren Eltern und Schulleitung (!), wenn du auf dienstliche eMails von daheim nicht mehr reagieren kannst, weil du nicht darfst?

    Das kriege ich ja vielleicht gar nicht mit, wenn die Mecker per E-Mail kommt. Wie meinst du denn, dass die Schulleitung reagieren wird? Die müssen sich doch darum kümmern, dass wir die Vorschriften schön befolgen. Also bekomme ich doch Lob.

    Mit den Kolleginnen kläre ich viel per E-Mail. Gerade im Lockdown. Soll mir recht sein, wenn ich das zukünftig nicht mehr mache. Dann legen wir uns wieder Zettel ins Postfach.

    Es ist schon grotesk, wie blind bzw. verblendet Bildungspolitikerinnen sind...

    Ja, na klar. Fähige Leute werden nicht Bildungsministerin, das wird zu teuer.

    Wir sollten uns aber nicht der Illusion hingeben, dass wir uns durch die neuen Geräte verschlechtern. Es fehlt ja nicht auf einmal an geeigneten Geräten. Das Land hat es ja in den Jahrzehnten zuvor versäumt, die Schulen entsprechend auszustatten.

    Wir haben hier übrigens genug Verwaltungsrechner, um Noten einzugeben. Das liegt aber auch daran, dass die damalige Schulleiterin entsprechend hinterher war (und die Kreise als Schulträgerinnen meist ganz gut im Futter stehen).

    Leider wird es wohl nicht möglich sein, ein zur Verfügung gestelltes Dienstgerät abzulehnen, um mit seinen eigenen Geräten weiterzuarbeiten.

    Ist das so? Ich stehe ja derzeit vor dem Problem, dass ich das für mich bestellte iPad gar nicht in Betrieb nehmen kann, weil ich zu wenig Mobiltelefone habe. Wie will man mich dazu verpflichten, es zu benutzen?*

    Mal ganz davon abgesehen, dass ich es mir zweimal überlegte, ob ich mit der Verschmelzung der privaten Telefonnummer mit dem dienstlichen Gerät so einverstanden wäre. Und über die Nutzungsvereinbarung haben wir damit noch gar nicht gesprochen. Unsere Schulträgerin hat uns mal noch nicht gesagt, was da drin steht.

    Die Verarbeitung personenbezogener Daten auf Privatgeräten kann uns die Dienstherrin recht einfach untersagen. Ob die Arbeit mit dem, was wir dann benutzen sollen, funktioniert, sehen wir dann. Es ist ja auch schon fast langweilig, jedes Jahr pünktlich die Zeugnisse auszugeben.

    Wie ich schon vorher angemerkt habe, werden sich aber viele Kolleginnen einen Sch*** um solcherlei Anweisungen kümmern und einfach weiter machen wie bisher. Datenschutz nimmt an Schulen doch echt keiner ernst.

    Jemanden zu untersagen, private Geräte zur Unterrichtsvorbereitung zu benutzen, stelle ich mir schon schwieriger vor. Das wird auch niemand versuchen. Aber ansonsten kann ich meine Arbeitsblätter auch von Hand schreiben. Mit Dienststift, versteht sich.

    Nein, das ist alles Quatsch. Das Sofortprogramm war halt so 'ne Idee. Alles was kam, war sogar für nordrhein-westfälische Verhältnisse erschreckend undurchdacht.

    Das eigentliche Problem finde ich, dass man das Geld so sinnvoll hätte ausgeben können. Alles was wir jetzt kriegen, ist irgendwann ein Dreiminüter bei Westpol, dass der Flopp gefloppt hat.

    Soweit. Die Theorie ist klar. In der Anwendung sehe ich noch nicht ganz klar.

    Das gleiche gilt, wenn dein Passwort gehackt wurde - ohne Handy bringt das nichts, aber natürlich musst du dein Kennwort ändern

    Was mir immer noch nicht klar ist. Wo kommt denn nach der Erstanmeldung das Telefon als zweiter Faktor ins Spiel. Wann wird also nochmal eine Kontroll-Kurznachricht an das Mobiltelefon verschickt? Dass jemand nach seinem Handy nifftelt, weil sie ihr iPad benutzen möchte, habe ich noch nicht beobachtet.

    Wann also braucht man das Telefon als zweiten Faktor. Das konnte mir bisher weder die Kollegin, die bei uns die Geräte administriert, noch die "Spezialisten" von Apple, die einem solcherlei Geräte verkaufen möchten, sagen.

    Damit sind Handynummer und AppleID verbunden und eine Einheit.

    Eine solche Einheit aus dienstlichem Gerät und privater Telefonnummer finde ich schon etwas schräg. Aber das muss an mir liegen, sonst fällt da je keinem etwas auf. Man muss ja als Telefonbesitzer sicher stellen, dass man auch zukünftig über diese Nummer verfügt. Interessante explizite Erwartungen, die da unsere Schulträgerin an uns hat.

    Und was passiert denn, wenn jemand tatsächlich sein Handy verliert und seine Nummer sperren muss?

    iPads haben noch eine interessante Besonderheit. Die einmal registriere AppleID auf dem Gerät kann nicht wieder entfernt werden, ohne dass der bisherige Besitzer der AppleID dies explizit freischaltet.

    Da war gerade ein Artikel im c't, der sich mit diesem Problem bei Gebrauchtgeräten beschäftigte. Aufhänger war jemand, der ein geerbtes iPad nicht benutzen kann. Könnte natürlich auch für Schulen eine Bedeutung kriegen, wenn man nicht daran denkt, dass die, die die Schule verlassen, ihr iPad "freigeben" müssen.

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