Beiträge von O. Meier

    Da darf ich mir dann auf die Schulter klopfen.

    Da bin ich dabei. Klopfklopf. Klopfklopf.

    Ich benutze Formatvorlagen (sogar im privaten Bereich), und habe auch Kenntnisse in z.B. Foliengestaltung (Powerpoint). Und ich meine hier die ergonomischen Aspekte wie Anzahl und Länge der Stichpunkte, Größe der Schrift, Konsistenz etc. etc.

    Überschriften überstreicht man nicht, weil die Unterlängen abgeschnitten werden.

    Fein.

    Kommst du mal bei uns vorbei und erzählst meinen Kolleginnen, dass das alles gar nicht schwer zu lernen war, aber alles viel einfacher macht?

    Jetz bringe ich dann doch noch ein paar Anekdoten (ich hatte neulich mal welche in einem Thread über Praktikumsberichte).

    1. Eine Kollegin sprach mich bezüglich eines Prüfungsvorschlages an, den sie am gleichen Tag abgeben müsste. Der war soweit fertig. Nur die Zeilennummern wären verrutscht.

    Das konnte ich mir so gar nicht erklären. Ich stellte dann fest, dass die ganze Quelle in eine Tabelle gesteckt war. In einer schmalen Spalte links die Nummern und rechts in einer breiten Spalte der Text. Man hatte dann abgezählt, wie viele Zeilen jeweils rechts in den Absätzen sind, links entsprechend oft die Piratentaste gedrückt. Alle fünf Zeilen hat man dann eine Nummer hingeschrieben.

    Es kam, wie's kommen musste, es waren nicht alle Zeilen gleich hoch, so wie man das noch vom letzten Jahr von der Schreibmaschine kannte. Und so verschob es sich. Meine erste Antwort war, dass man da nichts machen könne, die Gurke wäre vergurkt. Ich habe dann die Leerzeilen in der Nummerierungsspalte, so mit der Schriftgröße angepasst, dass es ungefähr hinkam. Mei, war das erniedrigend. Alternativ habe ich noch vorgeschlagen, zu drucken, die Nummer auszuschneiden und passend aufzukleben.

    b) Auch Prüfung, auch Zeilennummern. Ich hatte Aufsicht in eine FHR-Prüfung. Eine Schülerin fragte nach, ob etwas fehle, denn die Zeilenummern auf Seite 1 gingen bis 42 und auf der nächsten Seite ginge es mit Zeile 50 weiter (oder so ähnlich). Es wurden dabei Leerzeilen mitgezählt, die jemand verwendet hatte, um einen manuellen Seitenumbruch zu simulieren.

    Es waren aber auch Seiten 1 und 2 von 7. Seiten 3 bis 7 waren der Erwartungshorizont. Kann man ja alles in eine Datei packen. Man wusste halt nicht, dass man die Seiten abschnittsweise nummerieren lassen kann.

    Die Verwendung eines E-Mailprogramms hat aber mit Informatik eigentlich gar nichts zu tun. Ebensowenig wie irgendwelche Schreibprogramme oder Tabellenkalkulation. Wenn man die Verwendung von Programmen unterrichten möchte sollte man das Fach "Computerprogramme" oder so nennen, aber nicht Informatik...

    Dazu ein klares Jein. Den systematischen Umgang mit dem Computer und sonstiger Informations- und Medientechnik müssen die jungen Menschen lernen. In welchen Unterricht man das macht, ist zweitrangig. Anknüpfungspunkte gibt es in vielen Bereichen. Die Informatik stzt sich mit der dahinterliegenden Technik auseinander, im Deutschunterricht lernt man, wie man überhaupt etwas schreibt, im Kunstunterricht kann man sich umdie gestalterischen Grundlagen kümmern. Usw.

    Letztendlich bruacht man aber Leute, die die Inhalte selbst durchdringen, damit sie sie unterrichten können. Da sehe ich derzeit dunkelschwarz. Und man braucht die Zeit dafür. Man kan nicht einfach etwas im Deutsch-Unterricht dazu nehmen, ohne etwas anderes zu streichen oder mehr Stunden zu brauchen.

    Matheunterricht, warum nicht auch Tabellenkalkulation?

    Es gibt außer der Möglichkeit damit zu rechnen, noch weitere Aspekte von Tabellen, z. B. deren Gestaltung, um sie ausdrucken zu können. Oder die allseits beliebten Serienbriefe. Ist das noch Mathematik?

    Viel zu lernen gibt es bei einer Textverarbeitung finde ich ehrlich gesagt nicht, das ist eher learning-by-doing

    Nee, bitte nicht mehr. Expertinnen, die sich voll gut mit Word auskennen, hatte ich schon genug. Da werden dann die Überschriften zentriert (gerne auch mit Leerzeichen-Clustern) und unterstrichen und das sieht dann "doch echt gut" aus. Nee, das 'rumgewurschtele ist nicht zielführend. Rumgewurschtele unter Aufsicht einer Deutschlehrerin auch nicht. Mir ist bisher eine (in Worten: 1) Deutschlehrerin begegnet, die vernünftig mit einer Textverarbeitung umgehen kann.

    Die Programme sind für eine bestimmte, optimale Arbeitsweise entworfen (oder wenige Alternativen). Die sollte man benennen und den jungen Menschen zeigen. Natürlich können die schülerinnen da auch entdeckend und probierend 'rangehen. Dann muss ihnen aber jemand sagen, ob das richtig ist, was sie zu entdecken gegalubt haben. Oder ob das ziemlicher Quatsch ist und sie nur einen andere Methode gefunden haben, mit dem Mikroskop Nägel einzuschlagen. Ob diejenige, die das tut, nun mit Deutsch, Kunst, Informatik oder Medientechnik im Stundenplan stht, ist nachrangig.

    Ansonsten finde ich bei handwerklichen Tätigkeiten, die klassische Handwerksdidaktik immer noch angemessen: vormachen, nachmachen, üben.

    In den Informatikunterricht dagegen gehört das was hinter der Anwendung passiert. Wie kommt meine E-Mail von mir zu einer anderen Person? Wie rechnet ein Computer? Wie werden die Zeichen gespeichert und was passiert bei einer anderen Schriftart?

    Unbedingt. Und insbesondere, die Erkenntnis, dass da etwas nachvollziehbares passiert und eben keine Zauberei.

    ormulierung des Textes einer E-Mail gehört in den Deutsch-Unterricht, das Tippen am Rechner und die Benutzung der Software etc. gehört in den Informatikunterricht.

    Schon interresant, dass man überhaupt erklären muss, wie so ein Programm zu bedienen ist, da uns die Industrie seit mittlerweile Jahrzehnten erklärt, wie einfach die Geräte doch zu bedienen sind. Click, boom, fertig.

    Das Versprechen haben sie halt bisher nur in Teilen eingelöst.

    Auf der andere Seite das die jungen Menschen, die so überhaupt kein Interesse daran haben, irgendwie mit dem Computer in Kontakt zu kommen, weil Handy.

    Ich erlebe in Datenverarbeitungskursen immer wieder einen regelrechte Aversion gegen Erklärungen, wie man z. B. systematisch ein Textverarbeitungsprogramm bedient. In Mathematik kenne ich es auch, dass Schülerinnen nach alternativen Lösungswegen fragen, erklären, dass das halbgare Gewurschtel der Nachhilfelehrerin viel einfacher sei und ähnliches. Auch wenn mir dann an der einen oder anderen Stelle Unverständnis oder gar Enttäuschung für meine Antwort begegnet, so sit das doch ein ganz anderer Stil, als er mir gelengtlich in der Datenverarbeitung entgegenschlägt.

    Da wird dann "Ich mach' das halt anders." oder "Ich will nicht wissen wie man das Sch*** Computer macht." teilweise oder pampig entgegengeschleudert. Da sind junge Menschen, die der festen Überzeugung sind, dass man den Umgang mit dem Computer nicht lernen muss. Entweder, weil sie nicht einsehen, überhaupt einen Computer zu benutzen, oder weil sie meinen, das nötige Computer-Wissen sei angeboren.

    Die Idee, dass der da vorne Ahnung haben könnte, ist in Informatik oder Datenverarbeitung deutlich seltener anzutreffen als z. B. in Mathematik.

    Diese Tendenz nimmt in meiner Beobachtung zu.

    Den jungen Menschen wird auf der einen Seite vermittelt, dass die Geräte alles können und alles ganz einfach ist. Man muss ja nur noch "Jarvis, schreib' meinen Praktikumsbericht" sagen. Auf der anderen Seite erleben sie die Informationstechnik auf einem so hohen Abstraktionslevel, dass sie keine Chance haben irgendetwas davon mitzukriegen, wie das alles überhaupt funktioniert.

    Für manche war schon die Erkenntnis erschreckend, dass sich jemand hinsetzen muss, um dieProgramme zu schreine, und dass es nicht reicht, die Idee zu haben und die dann irgendwie ins Handy diffundiert.

    Ja, ging's darum in dem Thread? Ein Bisschen.

    Zum einen finde ich es unfair, mit der Auflösung der Widersprüche Kolleginnen fachfremd zu beauftragen. Ich kenne kein Fach, das ich guten Gewissens fachfremd unteriichten lassen könnte. Aber aus der Situation, dass wir der gesellschaftlichen Entwicklung im Bereich IT und Medien in den Schulen um Jahrzenhte hinterhinken, ist fachfremder Informatik-Unterricht nun wirklich nicht angesagt. Aber wo will man denn die Informatik-Lehrerinnen hernehmen, wenn niemand Informatik auf Lehramt studiert? Da habe ich auch keine Idee.

    Damit möchte ich nichts gegen fachfremde Informatik-Lehrerinnen gesagt haben, im Gegentum richte sich meine Kritik gegen die, die den Kolleginnen das aufbürden, ohne sie entsprechend zu begleiten, unterstützen und auszubilden. Da sind mir schon Äußerungen von Schul- und Abteilunsgleiterinnen der Form "Computer kann halt jede, dann kann das auch jede unterrichten." begegenet.

    (Kleine Anekdote zu Berufskollegs mit hauswirtschaftlich-sozialpädagogischem Schwerpunkt. In NRW kann man zwar "Wirtschaftsinformatik" für Wirtschafts-Kollegs studieren und "technische Informatik" für Technik-BKs. Aber für die anderen gibt es da nichts. Wir können also gar keine studierten Informatik-Lehrerinnen zu uns an die Schule bekommen. Außer ein paar veirrten und versprengten. So sind und waren, die Kolleginnen mit Informatik-Fakultas bei uns sämtlich Quereinsteigerinnen.)

    Zum anderen hielte ich es in der beschriebenen Situation für einen möglichen weg, auch die User-Sichtweise vom Verständnis der dahinterliegenden Technik aufzubauen. Wurde ja hier auch schon vorgeschlagen. Computer sind Artefakte. Man sollte sie auch als solche verstehen und benutzen. Mit naturwissenschaftlichen Methoden kommt man ihnen nur bedingt bei. Aber läuft's ja meistens. Man probiert 'rum, die empirischen Brocjen reichen für eine These, die man dann zu überprüfen vergisst, sondern lieber der Nachbarin brühwarm präsentiert.

    So, ich hoffe damit darf ich in diesen Thread einsteigen. Zur Objektorientierung sag' ich auch noch was, vermutlich.

    weil dieses Fest eben emotional so aufgeladen ist.

    Ja, und wenn wir uns weiter von den Emotionen leiten lassen, werden Menschen sterben. Trauer ist ja auch 'ne Emotion, da schließt sich dann der Kreis. Dann kann man auch wieder darüber diskutieren, wie viele Leute bei der Beerdigung dabei sein dürfen. Ist ja auch ein Familienfest. Viel Spaß dabei.

    Ich verstehe nach wie vor nicht, warum man Heilig Abend die Familienzusammenkunft abhalten muss.

    Meinen Opa (über 90) besuche ich erst Mitte der Ferien/nach Neujahr und nicht wie sonst am 2. Weihnachtstag.

    Ich habe gestern mit meiner Mutter telefoniert. Wir haben uns verständigt, uns wieder zu treffen, wenn alle Beteiligten geimpft sein werden.

    Ich habe auch sofort gedacht "Schüler anzeigen".

    Bzw. einen Strafantrag stellen.


    Allerdings, das muss ich ehrlich sagen, habe ich eine Schulleitung, die das Anzeigen von Schüler*innen in solchen Situationen unterstüzt.

    Das ist schön. Aber es geht auch ohne. Man hat manchmal den Eindruck, Leute glaubten, man dürfe seine Rechte nur mit Zustimmung der Schulleitung wahrnehmen. Das ist aber nicht so.

    Man hat mir, trotz gegenteiliger Versprechen im Bewerbungsgespräch, direkt eine Klassenleitung übertragen. Es wurden aus zwei Klassen die schwächsten und auffälligsten Kinder in eine neu gegründete Klasse gesteckt, deren Leitung ich spontan übernehmen sollte, mitten im Schuljahr wohl gemerkt.

    Schlechter Stil. Beides kommt leider häufig vor. Versprechen kann ein Schulleitung eigentlich nichts, sie braucht die Flexibilität bei der Einsatzplanung. Dass den Neuen, der Driss aufs Auge gedrückt wird, erlebe ich auch häufig. Ich halte das für keien gute Idee. Der Wirkungsgrad sinkt dadurch.


    In meiner zweiten Woche dort verfolgte mich einer meiner Schüler, bezeichnete mich als Hure, drohte mir mit dem Tod und wollte mich anschließend schlagen. Das konnte ich nur verhindern, indem ich mich in einem Klassenraum eingeschlossen habe. Meine SL riet mir von einer Klassenkonferenz ab.

    Aha. Vielleicht ist eine Klassenkonferenz auch nicht das richtige. Gewaltandrohungen sind eher ein Fall für den Staatsanwalt.

    In den ersten Wochen hatte ich keine Schlüssel. Der Hausmeister gab mir einfach keine, obwohl ich bereits unterrichten musste. Ein Whiteboard, das er abhängen sollte, weil ich sonst den OHP nicht nutzen konnte, nahm er einfach nicht ab.

    Mit unwilligen Hausmeisterinnen zu diskutieren, nützt nichts. Wnn du den Polylux nicht nutzen kannst, nimmst du etwas anderes. Einfach mal was diktieren.

    Und ansonsten, schütze dich selbst und sie zu, dass du da weg kommst.

    Die Maßnahmen wirken natürlich auch gegen andere Viren...

    Eben. Insofern mutet es schon komisch an, wenn man hört, dass woanders, die Erkältungsfälle zugenommen hätten. Das passt mit einer Einhaltung der Corona-Regeln nicht überein.

    Außerdem haben sich wohl dieses Jahr mehr Leute gegen Grippe impfen lassen als in den Vorjahren.

    Bei uns waren wohl schon einige Kollegen in Karantäne. Genau weiß man's nicht., auf dem Vertretungsplan steht ja nur "nicht da".

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