Beiträge von O. Meier

    So, ich habe dann mal einen Blick in die Pressekonferenz der geschätzten Ministerinnen geworfen. Zunächts mal sollte eine Bildungsministerien sich vielleicht mal um einen korrekten Grammtik bemühen, wenn sie öffentlich auftritt.

    Inhaltlich etwas 'Rumgedruckse. Insbesondere bei der Maskenfrage. Wenn die sooo nützlich und sooo akzeptiert waren, warum hat man die Maskenpflicht den zwischenzeitlich ausgesetzt? Weil man auf des Gezeter weniger gehört hat, dass die Masken doof seien.

    Was das Lüften anbetrifft, so war es übrigens auch schon vor Corona so, dass die abgeschlossenen Fenster erhebliche Nachteile in Form von CO_2-Anreicherung und Atemwegsinfektionen durch Aerosole hatten. Als man sich entschlossen hat, die Fenster als Unfallverhütung dicht zu machen, hätte man sich schon längst etwas überlegen müssen, wie man die Luft austauscht. Aber so etwas ist halt teurer als ein paar Schrauben im Fensterrahmen.

    Aber ich werde mir merken, dass Präsenzunterricht das Beste überhaupt ist. Da muss mir keiner mehr mit Selbstlernen und Projekten kommen. Die Mehrheit der SuS will sich am liebsten füttern lassen, um dann festzustellen, dass es ihnen nicht schmeckt. Die Chance, zu zeigen, wie selbstorganisert und selbstlernfähig unsere SuS sind, haben wir gehabt. Pffft.

    Im Wesentlichen schlagen wir uns mit Problemen 'rum, die nicht von der Pandemie verursacht wurden, sondern nur durch diese offenbar werden.

    Wenn z. B. Frau Ministerin betont, dass man das erste Bundesland sei, dass den Lehrer digitales Arbeitsmaterial beschafft, drückt sie damit auch den Stolz aus, hier mindestens zwanzig Jahre eine Investitinsstau-Bugwelle vor sich hergeschoben zu haben, in deren Randsprühregen sich die Lehrer was einfallen lassen durften. Wir haben jahre- und jahrzehntelang unsere private Hardware, Software und Wartungszeit eingesetzt und sollen uns jetzt über ein 500-Euro-Feigenblatt freuen?

    Etwa die Hälfte der Gelder sei wohl beantragt. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass Kommunen noch zucken, weil sie die Folgekosten scheuen. Das ist sowieso kein einleuchtendes Konzept, dass die Kommunen etwas beantragen dürfen. Wenn ich Geräte für alle Lehrer beschaffen möchte, dann kaufe ich Geräte für alle Lehrer.

    Uswusw.

    Wir haben jetzt noch eine Auflistung, dass alle Videokonferenztools nicht gehen neu

    Wie wär's denn eigentlich, wenn Datenschutzbeauftragte oder MInisterien mal sagen würden, was geht? Ich mein, die DSGVO gilt doch bundesweit. Da müsste man doch auch bundesweit einheitlich entscheiden können (es sei denn es kommen in Ländern schärfere Regeln hinzu). Und wenn gar nichts geht, müsste man sich halt kümmern, dass es etwas gibt, das geht. Eigener Server, Verhandlung mit kommerziellen Anbietern. Whatever. Aber statt dessen 300 Seiten Disclaimer, dass man nicht entscheidet, für nichts zuständig ist und die Schulen mal wieder sehen können, wo sie bleiben. Unverbindliche Anmerkungen, was einem so gefallen könnte, kann ich auch von meiner Tante kriegen. Dazu muss sich nicht 16 Bundesländer eigene Behörden halten.

    Sooo muss man sich ja nicht wundern, wenn entweder gar nichts läuft, an einer Schule je zwei Lehrer drei verschiedene Lösungen verwenden oder sie komplett auf den Datenschutz defektieren, weil Sie keine Chance haben, ihn einzuhalten. Es ist doch immer das Gleiche. Es gibt keine Vorgaben und wir dürfen wurschteln. Ergebnis: niedriger Wirkungsgrad.

    Aber auch die Experten, die obiges verfasst haben wohl auch nicht richtig viel Ahnung vonne Technik. Sonst wüssten Sse, dass man den Tabellenkopf auf den Folgeseiten wiederholen kann.

    Da ich selbst nicht Lehrer bin

    ... sind Sie in diesem Forum nicht schreibberechtigt, wenn ich die Regeln richtig verstanden habe.

    Vielleicht sollten Lehrer

    Ja, das haben Sie gut beobachtet. Lehrer sitzen den ganzen Tag 'rum und freuen sich, wenn jemand kommt, der ihnen sagt, wie sie was machen sollen.

    Schülermessen an Schulen veranstalten und ihren Beruf mal positiv vorstellen

    Auf die Idee ist noch keiner gekommen. Aber woran sollte denn mein Interesse bestehen, den Lehrerberuf zu bewerben? Die zukünftigen Schüler bzw. deren Eltern sollten ein Interesse daran haben, dass es zukünftig genug Lehrer gibt.

    PS: Nochmal der hessiche Schulfahrtenerlass:

    "Auf die kostenfreie Unterbringung hessischer Lehrkräfte in Jugendherbergen des DJH-Landesverbandes Hessen e. V. [...] wird verwiesen. "

    Da wüsste ich dann doch, wo ich hinführe, so ich fahren müsste. Im Bus nimmt man dann den vorgeschriebenen Freiplatz in Anspruch und die Reisekostenabrechnung beschränkt sich dann auf das Zählen der Tage und das Abrechnen der noch verbleibenden Pauschale. Alles easypeasy.

    Geht mal davon aus, dass euer Dienstherr sich etwas bei den Regelungen gedacht hat. Und wenn er kein Geld für etwas ausgeben möchte, dann ist das auch nicht wichtig. Dann käme ich ja nicht auf die Idee, so etwas zu planen.

    Nur mal so aus dem hessischen Reisekostengesetz:

    §4, Absatz (1): "Dienstreisende haben Anspruch auf Erstattung der dienstlich veranlassten notwendigen Reisekosten. Art und Umfang bestimmt ausschließlich dieses Gesetz."

    §8, Absatz (1): "Für notwendige Übernachtungen erhalten Dienstreisende ein pauschales Übernachtungsgeld von 20 Euro pro Nacht. Höhere Übernachtungskosten werden erstattet, wenn sie unvermeidbar sind."

    Im entsprechenden Erlass sind dann aber nur Pauschalen genannt. Mehr wird auch nicht erstattet. Daher ist das eher eine Halbwahrheit.

    Mag sein. Ist mir aber wumpe. Ich tue meinen Dienst ja nicht in Hessen. Ihr habt da zwei Möglichkeiten, ihr kümmert euch, wie von Valerianus beschrieben, oder ihr zahlt drauf.

    Nunja, von den digitalen "End"geräten aus dem Sofortprogramm haben wir bei uns noch nichts gesehen. Das letzte war die Meldung bei der LK zu Schuljahresbeginn, dass es ein Treffen mit den Schulleitungen und dem Schulträger gab. Jener war noch am Überlegen dranne, ob es denn un Tabletts oder Laptops würden. Die Tendenz ginge aber zu Laptops. Danach haben wir nichts mehr gehört.

    Da passt es ja, dass das Sofortprogramm bis Mitte nächsten Jahres verlängert wurde. So geht "sofort" in NRW.

    Könnte also sein, dass wir einen Winter-Lockdown dann wohl analog bestreiten. Insbesondere doof, für die SuS, die eben keinen Computer zu Hause haben.

    ... nachdem das jahrzehntelang nicht so war bis sich eine Kollegin (an der man sich durchaus ein Beispiel nehmen kann(*)) durchgeklagt hat.

    Die Regelung (Anspruch auf Erstattung der Kosten) war schon vorher die gleiche. Die Kollegin hat sich dagegen gewandt, dass die formularmäßige Erklärung auf den Verzicht der Reisekosten, die immer auf dem Antrag stand, gültig sei.

    Ich habe diesen Passus auch damals schon durchgestrichen. Der SL hat's genehmigt und ich bekam mein Geld zurück. Zinsen für das Darlehen hat mir der Dienstherr übrigens nicht gezahlt.

    Als der SL mir erklärte, dass ich zukünftig nicht mehr die Kosten in voller Höhe erstattet bekommen werde, sondern nur anteilig, damit es für alle reiche, bin ich nicht mehr gefahren. Das passte mir ganz gut, weil noch andere Gründe dagegen sprachen.

    Für NRW ist O. Meier durch §10 Absatz 1 ADO widerlegt, Klassenfahrten sind dienstliche Aufgaben und es gibt keine einzige (!) dem widersprechende gerichtliche Entscheidung (sondern jede Menge die diesen Passus stützen). Für S-H dürfte es eine ähnliche Formulierung geben.

    Bisher dürfte sich aber auch noch kein Gericht mit der Frage von Klassenfahrten unter Pandemie-Bedingungen beschäftigt haben. Insofern ließe ich es da auf eine Entscheidung ankommen, wenn es darunter keine Lösung gibt. Im Übrigen auch unter Hinnahme des Kostenrisikos.

    Auf der anderen Seite, finde ich es wichtig, den SL, der eine solche Fahrt anordnet, nicht aus der Verantwortung zu lassen. Da muss man gegebenenfalls parallel fahren und, während man eine Fahrt plant, der man schon widersprochen hat, alles über den Tisch des SL laufen lassen.

    Ich würde auf der Ebene ansetzen und den Schulleiter (Vertreter des Schulträgers in der Schule) schriftlich fragen, ob das Gesundheits- und Kostenrisiko mit dem Schulträger abgeklärt ist. Das wird es ziemlich sicher nicht sein und die Stadt wird kaum Bock haben auf Kosten für stornierte Fahrten sitzen zu bleiben. Problem gelöst, keine Klassenfahrten.

    Gute Idee. Das klingt mir nach einem vernünftigen ersten Schritt. Wenn der SL trotzdem stur ist, kann man immer noch das etwas größere Besteck auspacken.

    Belege?

    Offensichtlich. Oder findest du es wirklich erwachsen, jemanden, der nach sachlicher Anwägung von Aufwand, Risiko und Nutzen eine sachliche Entscheidung trifft, als "Spielverderber" anzusehen? Eine Klassenfahrt unter Pandemie-Bedingungen ist alles andere als ein Spiel.

    Die einen wollen fahren, die anderen halten das nicht für geboten. Welches Spiel wird denn hier verdorben?

    Es muss immer [...] mit seinen Entscheidungen

    Ja, man tut gut daran, seine Entscheidungen so zu treffen, dass man deren Folgen absehen kann und diese verantworten kann. Und?

    dem Verhalten der anderen, der im real life Anwesenden, leben.

    Nein, man muss nicht alles ertragen und aushalten. Dass nicht alle Menschen mit allen Entscheidungen einverstanden sind, mag ja sein. Das ist dann so. Aber man darf auf eine sachliche Entscheidung eine sachliche Reaktion erwarten. Aus der Schule kenne ich leider reichlich Situationen, in denen wahlweise SuS, Eltern, KuK und SL die Grenzen der Sachlichkeit verlassen haben. Da darf man dann auch mal "Nö, so nicht." zu Protokoll geben.

    Ich bin weder doof noch ein Spielverderber, wenn ich unter Pandemie-Bedingungen keine Klassenfahrt plane. Wer Argumente hat, dass diese doch stattfinden sollen, kann die ja vorbringen.

    Anschaffung tiefwinterlicher Kleidung für das Vorhaben etc. nicht.

    Das weißt du woher? Hast du einen entsprechenden Antrag gestellt?

    Und, darf ich sonst mal nachfragen? Fahrt im Januar mit schon fixem Ziel? Ist da schon 'was gebucht? Von wem?

    Danke für das Heraussuchen! Die Frage ist, ob dies den Passus überschreibt, dass Klassenfahrten in SH Dienstpflicht sind. Was hat denn hier mehr Gewicht?

    Das können im Zweifelsfall Gerichte prüfen. Du kannst dich auf den Passus berufen. Mach' das. Wenn der SL trotzdem an seiner Weisung festhält, remonstrieren, widersprechen, klagen.

    Mal ganz abgesehen davon, dass in Zeiten der Pandemie die Pandemie-Sonderregeln die Oberhand haben müssen, wenn sie überhaupt Sinn haben sollen. Aus dieser teleologischen Sichtweise meine ich, ja, dieser spezielle Passus überschreibt die generelle Regelung, dass Klassenfahrten Dienstpflicht sind.

    Aber, wie gesagt, den Kopp musst du dir nicht machen. Berufe dich auf den Passus. Fertig!

    Klassenfahrten sind eine Dienstpflicht, dein Schulleiter kann sie also anweisen.

    Nochmal, Leute: Wir leben in einem Rechtsstaat, auch wenn manche Kollegen und Schulleiter das nicht wahr haben wollen und sich im empfunden Despotismus wohl fühlen.

    Man muss nicht alles machen, was der SL will. Auch der muss innerhalb seines Ermessenspielraumes entscheiden. Das heißt hier konkret, dass er den erhöhten Aufwand und das erhöhte Infektionsrisiko gegen den vermeintlichen Nutzen der Fahrt abwägen muss. Eine simple Weisung, man müsse fahren, zeigt aber eine solche Abwägung nicht. Der Ermessensspielraum wäre überschritten. Die Weisung müsste dann schon die Bedingungen und Regeln enthalten, unter denen zu fahren ist.

    Aber selbst dann kann man noch remonstrieren. Wenn die eigenen Rechte oder die der Schüler betroffen sind, sollte man das tun.

    Sollte dann tatsächlich die Schulaufsicht die Weisung des Schulleiters stützen, würde ich mich sowieso an die Regeln halten. Das fängt in NRW damit an, dass eine Fahrt dem von der Schulkonferenz beschlossenen Fahrtenkonzept der Schule entsprechen muss. Ein Fahrtenkonzept aus Vor-Pandemie-Zeiten halte ich nicht für adäquat. Auch da sehe ich einen Anlass zum remonstrieren.

    Weiter plant man eben so, dass von den Hygieneauflagen alles passt. Das lässt man sich vom SL absegnen und legt es dann der Klassenpflegschaft zum Beschluss vor. Dann mal sehen, wer von den Eltern und Schülern überhaupt fahren möchte.

    Achja, eine Fahrt darf nur genehmigt werden, wenn die Finanzierung gesichert ist. D. h. der SL muss sicher stellen, dass genug Geld für die Fahrtkosten der Lehrer da ist. Ich hätte im Übrigen kein Geld über, um da in Vorleistung zu gehen. Und ich hätte auch keine Lust, auf irgendeiner Anzahlung sitzen zu bleiben. Wenn der SL möchte, dass gefahren wird, muss er sich kümmern.

    Ich bin mir nicht ganz sicher, wie die Regelung im Detail aussieht, aber mittlerweile muss es in NRW Konten beim Schulträger für die Zahlungsabwicklung der Fahrt geben. Das wäre natürlich auch zu prüfen.

    Äh, nee. Zurzeit ist einfach alles komplizierter und stressiger. Da weiß ich nicht, wie man auf die Idee kommen kann, sich den Stress der Planung einer Klassenfahrt unter Pandemiebedingungen anzutun. Leute, schont eure Kräfte. Ihr wisst ja gar nicht, wie's noch kommt.

    Für mich wirken Klassenfahrten derzeit eher wie Versuche, Normalität zu spielen. Nö, da rate ich ab.

    Für die Klassengemeinschaft wäre eine Fahrt natürlich wertvoll,

    Wird gerne behauptet. Belege?

    ich will jetzt nicht propagieren, aus der Not eine Tugend zu machen, aber ich könnte mir denken, dass das gemeinsame Bewältigen der Situation durchaus der Klassengemeinschaft zuträglich ist.

    Kollegen von mir wollen fahren (Stand von vor den Herbstferien), deswegen fühle ich mich etwas unter Druck gesetz

    Den Druck kann man doch aushalten. Bzw. feststellen, dass er mit einem selbst nicht zu tun hat. Kollegen machen alles Mögliche, das ich nicht mache. Das halte ich auch aus.

    könnte mir vorstellen, dass sich manche Eltern ärgern, wenn ausgerechnet ihre Kinder nicht fahren dürfen

    Jo, was man sich so alles vorstellen kann. Ich kann mir vorstellen, dass drei Pfund Knochen 'ne gute Brühe geben. So what?

    Ich kann mir übrgens auch vorstellen, dass es Eltern gibt, die gar nicht begeistert sind, dass nun gerade ihre Kinder fahren sollen. Es meckert eh immer jemand. Wir sollten uns abgewöhnen, den Kopf immer zu denen zu drehen, die am lautesten schreien. Wir sollten mal ein wenig auf die Argumente achten, die da kommen (falls welche kommen). Und so ein richtig gutes fällt mir nicht dagegen ein, derzeit nicht die Muße zu haben, sich den Stress und Aufwand einer Planung anzutun, für eine Fahrt, die vielleicht gar nicht stattfindet, oder unter unbekannten Bedingungen mit womöglich erhöhtem Risiko. Das kann man Eltern und Kollegen so mitteilen und dann ist auch gut.

    'Ne Fahrt zu planen, weil es vielleicht ein oder zwei Eltern git, die das irgendwie besser fänden, ist doch Käse.

    IST man der Spielverderber, wenn man nicht fahren will.

    Bin ich gern, wenn sonst der Spaß ein Loch hat. Manche Sachen sind einfach kein Spiel mehr, insofern ist man auch kein Spielverderber, wenn man nicht mitmacht. So etwas ist eine sehr infantile Einschätzung.

    meier: was für ein Scheitern? Ich bin nicht gescheitert.

    Gescheiterter Schüler... :

    Lern lesen. Ich schrieb, dass es nich klar ist, aus welcher Role du hier 'rumpöbelst. Und dann solltest du mal schauen, mit wem du dich unterhältst. Forenteilnehmer "meier" war an diesem Thread nicht beteiligt.

    Gescheiterter Schüler... : Hast du Angst vor Rache? Haha

    Was für Schüler?

    Das kommt dir in den Sinn? Mir nicht.

    Kann man das Ausländerfeindlich interpretieren?

    Kann man nur, wenn man auf Fehlinterpretationen steht. Der Nexus, dass schlechte Grammatik Ausländern vorbehalten sei, ist deinem Geist entsprungen. Projiziere deine Vorurteile doch bitte nicht auf andere.

    Wäre es zuviel verlangt, wenn man ein Moderator einen Blick auf die Schreibberechtigung dieses Trolls wirft? Die Wahrscheinlichkeit, dass es sich um einen Lehrer handelt, ist dann doch gering.

    Danke.

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