Beiträge von O. Meier

    Was den Datenschutz anbetrifft: kein 'Rumgeeier, keine Experimente, keine Alleingänge. Die Schulleiterin muss entscheiden. In NRW sagt das die Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit explizit in einem Paper, auf das auch das Bildungsministerium verweist. Insbesondere entscheidet die SL über die zu verwendende Software.

    dass man eine anlassbezogene (also für jede einzelne (!) Stunde) Einverständniserklärung braucht für gestreamten Unterricht

    Wenn das der Fall wäre, fände also nichts statt. Ich wüsste gerne mal, wo die Begründung dafür liegt, dass eine Einverständniserklärung nicht auch für ein bestimmtes Fach, einen bestimmten Zeitraum abgegeben werden kann.

    Hier muss ein Besprechungsmikro her. Ich habe eins bei Amazon gekauft, knapp 100€.

    Du meinst, der Schulträger habe eines für dich angeschafft, oder?

    Ich hatte eher den Eindruck, dass es ein Unterricht sein soll, bei dem nur die Lehrperson im Klassenraum ist.

    Für den Fall muss es nicht unbedingt die Tafel sein. Dokumentenkamera, aufhängtes Handy. Und dann Papier und bunte Stifte.

    Ansonsten kann ich mir nicht vorstellen, dass es an einem technischen(?) BK keine Kameras gibt. Vielleicht erstmal ausprobieren, was noch 'rumliegt? Dann ausgehend von den Erfahrungen damit etwas geeigneteres anschaffen?

    Das bedeutet also für mich, dass ich jegliche Quarantäne-Anordnung ungeprüft akzeptieren soll. Und theoretisch die SuS einfach behaupten können, sie seien vom Gesundheitsamt zum Zuhausebleiben aufgefordert worden? Meine SL hat auch keine Lösung parat.

    Dann ist das halt so. Die Schulleiterin sollte sich einmalig beim Gesundheitsamt informieren, ob das Verfahren wirklich so abläuft. Dann lasst ihr die bitte in Ruhe.

    Wenn Schülerinnen sich vorm Unterricht drücken wollen, tun sie das auf die eine oder andere Weise. Womöglich ist da mit Quarantäne eine weitere Möglichkeit hinzugekommen, die etwas einfacher ist, als bei der dafür bekannten Ärztin ein Attest bei der Sprechstundehilfe abzuholen.

    Wir müssen nicht immer alles kontrollieren.

    PS: Wenn dort wieder Ruhe ist, kann man immer noch im Rahmen von Amtshilfe beim Gesundheitsamt nachfragen, wer von den Kandidatinnen denn tatsächlich in Quarantäne war. Falls das welche gemogelt haben, sind's halt unentschuldigte Fehlzeiten mit den entsprechenden Konsequenzen. Ärgert die vielleicht oder auch nicht.

    Kindern zu Masken zu zwingen.

    Sie sind gegebenfalls zum Tragen der Maske verpflichtet. Das ist etwas anderes als Zwang.

    Wenn der deutsche Krankheitsminister trotz Heiligsprechung der Maske sich auch infiziert, scheint der Rotzfänger wohl doch nicht nicht so wirksam zu sein.

    Falls du den Gesundheitsminister meinst, dürfte er sich sowohl der Wirkung der Maske als auch deren Grenzen bewusst sein. Das bedeutet aber nicht, dass er sie immer konsequent trägt. Gab es da nicht mal Aufnahmen aus einem überfüllten Aufzug?

    Er dürfte viel 'rumkommen und zu vielen Menschen Kontakt haben. Trifft das auf kleine Nachlässigkeiten, ist's schnell passiert. Nimmt man dann noch hinzu, dass die Alltagsmasken weniger die Trägerinnen schützen als die anderem, so ergibt sich ein breites Spektrum an Situationen, die zur Infektion geführt haben können.

    Ohne nähere Kenntnis der Umstände, würde ich noch nicht auf die Nutzlosigkeit der Maske schließen wollen. Außerdem ist die Extrapolation vom Stichprobenumfang 1 wohl eher gewagt.

    Nee, ey, lass' dir was besseres einfallen. Mir ist's ganz lieb, wenn du kein Praktikum an einer öffentlichen Schule machst. Und Tipps für dich habe ich leider auch keine.

    mich dann einfach die Woche in Quarantäne begebe, hätte es dann Konsequenzen?

    Ehrlich, woher sollen hier das jemand verbindlich wissen? So ausgelotet kann die Rechtslage doch gar nicht sein. Allerdings halte ich es schon für problematisch, sich bewusst in die Notwendigkeit der Quarantäne zu begeben.

    Ich sehe nichts, was dagegen spricht, sich vorher mit der Schulleiterin und den übrigen Entscheidungsträgerinnen zu verständigen. Das ist's jedenfalls, was ich machte.

    In der entsprechenenden Tabelle steht dann: Arbeitsverhältnis bis zu einem Jahr: 1 Monat zum Monatsende.

    Wenn ich also jetzt kündige, wäre ich dann Anfang Dezember raus?

    So verstehe ich das. Aber IANAL.

    Prüfe bitte, wo die Kündigung hin muss. An die Schulleiterin? An die Schulaufsicht? Per Post? Auf dem Dienstweg? Postlaufzeit beachten wegen der Frist. Vielleicht wäre in Einschreiben angebracht.?

    @Mehren: Ja, so wird's sein. Das Gesundheitsamt kümmert sich. Die haben ja sonst nichts zu tun.

    Ich spräche vorher mit der Schulleiterin und machte einen Vorschlag, wie man trotz Quarantäne das Praxissemester sauber durchführen kann. Distanzhospitation klingt komisch, könnte aber auch ein Modell sein. Die Tage nacharbeiten, vorarbeiten. Zu Hause ein schulrelevantes Projekt bearbeiten. Datenschutz bei Video-Konferenzen könnte ein Thema sein.

    Immerhin kommt da ja nichts von hinten um die Ecke, sondern du planst etwas. Dann plane auch vollständig. Sorge dafür, dass du dabei allen anderen möglichst wenig Arbeit machst. Davon haben alle genug. Auch zu Friedenszeiten, aber jetzt erst recht.

    Generell bin ich immer gut damit gefahren, wenn ich mit eigenen Vorschlägen und Ideen aufgeschlagen bin. Auch wenn dann etwas anderes gemacht wurde, war ich dann nicht derjenige, der sagte "ich hätte da gerne ein Problem, die Folgen sind aber nicht mein Problem".

    Mit ein Bisschen Glück, hakt die SL einfach ab, was du vorschlägst, und hat damit keine Arbeit. Es gibt aber auch Bedenkenträgerinnen unter den Schulleiterinnen, die immer ein "aaaaber" brauchen. Klär' aber auf inwiefern Seminar/ZfsL oder Universität da noch etwas mitzukamellen haben.

    Wie ist das eigentlich bei Krankheit im Praxissemester? Wie wird die verrechnet? In Quarantäne bist du ja nicht ganz 'raus, sondern bist nur räumlich gebunden.

    Und ansonsten ist ja fast überall Risikogebiet. Pass' einfach auf dich auf (und damit auch auf deine Mitmenschen).

    Wie kommst du auf diese merkwürdige Aussage?

    Die persönlichen Angriffe dienen der Eskalation. Bekanntes Muster zum Sprengen von Diskussionen.

    Ich finde folgende Formulierung schon reichlich deutlich:

    Ich mag es ja immer, wenn ich Leuten vorhalten kann, dass sie nicht mehr auf dem Boden des Grundgesetzes stehen,

    Ich sehe nicht, dass es hierbei darum geht, die Diskussion in der Sache weiter zu bringen.

    Auch für das ungeborene Kind gilt die Menschenwürde

    Die Menschenwürde gilt für Menschen. Klingt trivial. Die strittige Frage dürfte sein, ab wann das werdende Wesen denn als Mensch gilt.

    Unabhängig davon, ob

    [...]

    - es bei einer Vergewaltigung entstanden ist,

    [...]

    Ja, schön, dass du diese Rechtfertigung für eine Vergewaltigung so offen benennst. Die Würde des Opfers kann hingegen vernachlässigt werden.

    Und ansonsten. Wenn man der betroffenen Frau überlässt zu entscheiden, ob eine anderer Mehrzeller in ihrem Körper parasitär heranwachsen darf, sind derartige Begleitumstände tatsächlich nachrangig.

    Weil die Sprache ein System hat mit zufälligen Artikeln.

    Zufällig? Inwiefern ist es dann ein System? Vielleicht versteh ich aber auch nur den Satzbau nicht.

    Nomen agentis

    Musste ich erst mal nachschlagen. Habe dabei bei Wikipedia folgendes gefunden:

    " Nomina Agentis sind in Sprachen mit Genusunterscheidung häufig generische Maskulina, können jedoch in einigen Sprachen zu Feminina moviert werden."

    Danke für den Hinweis. Ich mein, wir machen das ja, aber jetzt ich auch wie die Fachbegriife hierfür sind. Also, moviert soll's werden, 's Wörtle.

    Partizip präsens drückt Gleichzeitigkeit aus und sollte daher auch nicht für eine allgemeine Tätigkeit genutzt werden.

    Ich befürchte, dass ist eine der grammatikalischen Feinheiten, die mittlerweile verloren gegangen sind. Insbesondere in entsprechenden Kontexten wird Gleichzeitigkeit nicht wahrgenommen. Da kann man aber aus der Not eine Tugend machen. Wörter wie "Lehrende" sind einfach handlicher als "Lehrerinnen und Lehrer". Also, finde ich.

    Aber es ist ja nicht verboten, die letztere Form zu verwenden, bzw. eines der abgekürzten Äquivalente mit Binnen-I oder Gender-Sternchen.

    qchn: Fehlen bei deiner Aufzählung nicht noch die Diversen? Wir wollen doch nicht auf die Idee kommen, dass du sexistisch wärst ;) .

    Hat mir neulich eine einen Witz erzählt:

    Stehen eine Omnivorin und eine Vegetariarin am Imbiss. Beißt die Omnivorin in ihre Cürry-Wurst, zeigt auf der Vegetariarin Pommes und meint: "Das ist doch im Leben nicht vegan, da ist doch Milchzucker im Ketchup. Nee, nee, so wird das nix."

    Da hat sie Recht, da machste nix.

    Weil Sprache wie Mathematik funktioniert...

    Nein.

    Menschen und Menschen sind faul.

    Ach, das soll's jetzt sein? Eben wurde noch der Kampf, die Karriere und die 80-Stunden-Woche beschworen als als Rechtfertigung für Verdienstunterschiede beweihräuchert, aber um das Gendersternchen auf der Tastatur zu suchen, ist Mann schlicht zu faul? Echt? Das soll ein Argument werden?

    Warum spart man sich dann nicht das Gesäusel um die Grammatik? Und sagt einfach "Kein' Bock!". Und warum ist man für mehrzeilige Fußnoten, die erklären, dass in der männlichen Form selbstverständlich auch Personen anderen Geschleechts eingebunden seien und man niemanden diskrimineren wolle, nicht zu faul? Das ist doch bitte mehr Aufwand als ein paar Zeichen mehr zu tippen.

    O.Meier hat mal wieder mein Posting nicht verstanden,

    Ja, daran wird's liegen. Missverständnisse entstehen ja bekanntermaßen immer nur auf einer Seite. Und die geniale Autorin weiß sogar, was in den Köpfen der Leserinnen vorgeht.

    vielleicht sollte ich die Ignorierfunktion nicht nur anschalten, wenn ich ihn über religiöse Themen schreiben sehe...

    Gute Idee. Und eine um Längen bessere als die von den "religiösen Themen" bekannte Methode hier einzuführen, den Thread durch Stiecheleien zur Person zu eskalieren, bis dicht gemacht wird. Um es mal mit Valerianus' Worten zu sagen

    kenn ich schon

    hth

    danach sind Kinder und Jugendliche auch massiv strukturell benachteiligt, die verdienen durchschnittlich 98% weniger als Erwachsene

    Für die gleiche Arbeit? Naja, auf den Strohmann isteh keiner eingestiegen.

    1.) Fast alle germanischen Sprachen haben im Plural überhaupt kein Genus, wenn ich mich richtig entsinne.

    die Herren, der Herren, den Herren

    die Damen, der Damen, den Damen

    Ach so, das ist "die Lehrer" gar nicht männlich und "die Lehrerinnen" gar nicht weiblich? Also, vom genus-freien Plural habe ich noch nie gehört.

    2.) Die ursprüngliche Trennung in den germanischen Sprachen ist meines Wissens nach "alles" vs "explizit weiblich" gewesen. Sieht man ganz schön an man (Person) und woman (weibliche Person), der Grund warum man das generische Maskulinum nutzt dürfte also auf der Hand liegen, weil es schlicht das "alles" Genus ist.

    So. Und die Trennung in "Mensch" und "Frau" offenbart keine gesellschaftliche Asymmetrie? Die hat eine laaange Tradition und spiegelt sich entsprechend deutlich in der Sprache wieder.

    Also alles nur "Ham wir schon immer so gemacht. Nein, das gibt's nicht in rot. Wenn das nicht im Regal ist, haben wir das nicht. Auf der Terasse nur Kännchen?" Oder doch lieber Einfluss nehmen n den Stellen, an denen einem die gesellschaftlichen Verhältnisse nicht passen und das auch in einem bewussten Sprachgebrauch dokumentieren?


    3.) Natürlich kann man das jetzt ignorieren und sich benachteiligt fühlen, aber was möchtest du an deiner Schule gern sein? Der beste Lehrer oder die beste Lehrerin?

    Weder noch. Derlei Superlative bringen uns nicht weiter. Unsere Lernende haben Anspruch darauf, dass wir alle gute Lehrende sind. Wer derunter die beste ist, ist doch nicht wichtig.

    Das war nur ein Versuch einer Erläuterung, wieso unsere Sprache nun einmal so ist wie sie ist

    Sprache ist nicht einfach so. Das sit schon sehr naiv. Sie hat sich entwickelt und spiegelt damit auch eine gesellschaftliche Entwicklung wieder. Die sprachliche Asymmetrie in Richtung des Maskulinen dokumentiert eine gesellschaftliche Asymmetrie, die uns schon sehr lange begleitet.

    Sprache wird auch von denen geprägt, die sie benutzen. Insofern geht es auch umgekehrt, man kann also mit der Sprache Einfluss auf die gesellschaftlichen Verhältnisse nehmen. Und das könnte es sein, dass die Ablehnung einer geschlechtsneutralen Sprache mnchmal so deutlich ausfallen lässt. Die Grammatik ist dann eben nur vorgeschoben.

    und dass da kein diskriminierendes Gedankengut hintersteckt.

    Eben doch. Ob es sich dabei tatsächlich um Gedankengut handelt, sei mal dahingestellt. Aber es sind eben sprachliche Konventionen, die eine gesellschaftliche Asymmetrie dokumentieren. Das kann man so erstmal analysieren und dann sieht man weiter.

    Oder man beharrt darauf, dass alles so bleibt oder wieder zurückgerudert wird. Man muss man sich aber auch die alten Ideen vorhalten lassen.

    hab noch nie gehört, dass jemand von Nationalsozialisten und Nationalsozialistinnen schreiben wollte oder von Coronaleugnern und Coronaleugnerinnen.

    http://www.politik-lexikon.at/nationalsozialismus/ (letzter Absatz)

    https://www.jetzt.de/politik/wie-ka…ikerinnen-reden

    Mit Binnen-I. Schön, oder?

    Aber vielleicht schaut man gar nicht so sehr auf andere, sondern reflektiert erst mal die eigene Sprache. Wenn es dir wichtig ist, dass zu diesen Gruppen Menschen beiderlei (besser: aller) Geschlechter gehören, solltest du auch so so formulieren. Und? Wie machste das zukünftig?

    Ich habe auch einen Aufsatz für den Schreibtisch. Für ein eigenständiges Stehpult fehlt mir der Platz bzw. ich müsste kräftig umräumen.

    Weiterer Vorteil, ich kann das auch auf den Boden stellen und in der Hocke arbeiten. Dann hat man noch mal eine ganz andere Position.

    Es gibt da einige Angebote zum Kaufen. Ich habe mir aus übrigem OSB eines zurecht gesägt und gefräst. Derzeit ohne Höhenverstellung, aber die ließe sich durch weitere Nuten erreichen.

    Die ...

    Gendersternchendebatte

    ... ist ja eigentlich die Binnen-I-Debatte aus den Achtzigern. Als das Sternchen aufkam, dachte ich "Nee, nicht schon wieder." Ich meinte, das sei durch. Wir hätten genug sprachliche Mittel, um sprachliche Diskriminierung zu vermeiden. Und genug Einsicht habe ich auch unterstellt.

    Oh, wie ich mich geirrt habe. Oh, wie wenig sich seit dem doch in Köpfen geändert hat - obwohl soviel neue Köpfe dazugekomen sind. Interessant zu sehen, wie sich so etwas durchsozialisiert. Und traurig.

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