Beiträge von O. Meier

    Gut finde ich, dass du schon mal kaufen sollst.

    Ich? Ich dachte, also ich hatte vestanden, da stand doch

    Die Geräte könnten von den Schulen aber schon jetzt angeschafft und nachträglich abgerechnet werden.

    Also "die Schulen" kaufen etwas. Aber von welchem Geld? Da müsste dann wohl der Schulträger in Vorleistung gehen. Der hat ja das geld so 'rumliegen und kann das ohne Beachtung der Haushaltsvorschriften dem Land als Kredit gewähren. Aber selbst wenn der Schulträger das könnte und sich darauf einließe, dauert das ganze Ausscheibungs- und Bestellverfahren ja auch etwas. Erfahrungsgemäß Monate.

    Aber was soll man kaufen, wenn man nicht weiß, welches Budget man hat?

    Es ist zwar unklar, wieviel du ausgeben kannst und was dir Wartung kostet,

    Wenn die richtig gemacht wird, meist mehr als die Anschaffung. Ja, da ist noch nichts geplant. Es ist alles noch nicht geklärt. Software, Betriebs- und Wartungskosten, Internetzugänge, Reparaturen, Lagerung, Versicherung. Und das wird auch nicht geklärt werden. Also endet das wie alle Digitalisierungs-Testballons in den vergangenen Jahrzehnten. Zeuch wird angeschafft, Zeuch wird benutzt oder nicht.

    Heißt das jetzt tatsächlich, dass jeder Lehrer bis zum Jahresende ein entsprechendes Gerät hat?

    Nein, das heißt, dass die Schulen bis Jahresende Zeit haben, Konzepte zu schreiben und Anträge zu stellen, Angebote einzuholen, Ausschreibungen auszuschreiben, mit dem Schulträger zu disktutieren und vielleicht noch etwas zu kaufen.

    Ob es überhaupt etwas gibt und ob das wirklich benutzbar ist, hängt dann davon ab, wie pfiffig die Entscheider vor Ort sind. Ich habe keine Lust auf solche Diskussionen an der Schule. Die sollen mir was hinlegen und dann geht das oder nicht. Für Herbst (also den nächsten Fern-Unterricht) wäre ich mit einem Karton Papier, einer Tonerkartusche und 'en großen Packung bunter Feinliner besser bedient[1]. Noch 'ne Pauschale für die Strömung und der Internetz und ich kann weiterarbeiten. Aber das wird's nicht geben. Dienstliches Papier zu Hause bedrucken? Ist das nicht schon Unterschlagung?

    Nee, so wird das nichts. Man kann nicht die "Digitalisierung" jahrzehntelang verschlafen und jetzt auf die Schnelle in der Lage sein, eine solche Anschaffung zu planen.

    [1] Ich habe tatsächlich die eingesendeten Schüler-Aufgaben so korrigiert, dass ich sie ausgedruckt habe, korrigiert und eingescannt. Gegebenfalls mit kommentierendem Text in der E-Mail. Ich habe auch Anmerkungen in PDF-Dateien versucht, aber das ging mir nicht fluffig genug. Mal abgesehen von der Schwierigkeit mathematische Formeln einbinden zu können. 'N Tablettengerät mit brauchbarem Stift könnte da etwas sein, aber ob ich das besser fünde, als auf echtem Papier zu schreiben, weiß ich noch nicht.

    viele Freunde, die nicht Lehrer bzw. im öffentlichen Dienst sind, sind durch Corona in Kurzarbeit bzw. haben ihren Job verloren.

    Und denen geht es besser, wenn du weniger verdienst? Schenk denen doch lieber 'was.

    Da wurde dann die These in den Raum gestellt, dass ein A13er-Lehrer, der bislang 3.300 Euro netto hatten

    Was, so mau ist A13. Ui, dafür machte ich den Tschop nicht.

    auf zum Beispiel 2.100 Euro netto gesetzt werden sollten

    Dafür erst recht nicht. Wer mir nur zwe Drittel zahlen will, bekommt auch nur zwei Drittel der Leistung. Und nicht wie zu Home-Office-Zeiten hundertelf Prozente.

    um eine „faire Verteilung der Lasten nach Corona“ zu erreichen.

    Klingt sozialdemokratisch. Gut ist, wenn es allen gleich schlecht geht. Tja, Gerechtigkeit ist halt nur die Gleichverteilung der Scheiße.

    Bitte nicht vergessen: bei Kurzarbeit arbeitet man nicht.

    Oder anteilig weniger.

    Sparen:

    Nerven, da man nicht mehr im morgendlichen Stau stand.

    Gummiabrieb von Reifen (egal ob PKW, Fahrrad)

    Mir fehlte die tägliche Trainigseinheit auf dem Rade. Also musste cih nachmittags noch mal 'ran. Die Kombination von Ertüchtigung und Transport ist halt schon genial.

    Absätze von Schuhen, da man morgens nicht mehr zu Schule fahren / laufen muss und im Schulgebäude durch die Flure laufen musste.

    Ich klebe mit morgens immer Zeitungspapier unter ie Schuhe, das laufe ich dann tagsüber ab, die Sohlen sind noch wie neu.

    Dem möchte ich aber entgegenhalten, dass ich sonst morgens / mittags / früher Nachmittag auf Kosten der Schule (bzw. der entsprechenden Stadt) aufs Klo gehen konnte & das Klopapier auf Kosten der Schule nutze).

    Ja, das könnte die Argumentation des Ministeriums zu Friedenszeiten sein. Alles, aber auch alles aus unseren privaten Ressourcen wie nix in Anspruch nehmen, aber wehe einer der Schmarotzer braucht zwei Blätter Klopapier für einen Schiss, dann ist was los.

    Also, sollte man uns tatsächlich die Bezüge kürze wollen, werden sie erstens verstehen, warum sie immer so viel Angst vor "Dienst nach Vorschrift"[1] hatten und zweitens würde ich den Rechtsweg beschreiten.

    [1] Was ich gar nicht verstehen kann. "Dienst nach Vorschrift" müsste doch der Gold-Standard sein: Alle machen, was sie sollen, und zwar so, wie es vorgesehen ist.

    Dafür. Tests finde ich sinnvoll. Eine Besonderheit von Corona ist ja, dass es viele symptomfreie Infizierte gibt. Wenn einen die Grippe am Wickel hat, ist man quasi eh in Quarantäne. Dann schafft man's nicht auf die Straße. Selbst wenn man nicht alle erwischt, so ist jeder der gefunden wird und dann quaratänisiert ein Spreader weniger.

    Dass man flächendeckend alle zu Schuljahresbeginn testet, halte ich für schwierig, angesichts der Organisationstalentes von Frau Gebauer für ausgeschlossen. Trotzdem, einfach mal anfangen.

    Seit vielen Jahren macht mir das überhaupt keine Probleme: Klassenkasse per Beschluss auf der (ersten) Pflegschaftssitzung absegnen, dann Bargeld schon am Elternabend oder in den kommenden Tagen abgeben lassen. Die Eltern erhalten von mir eine Bescheinigung, wichtig vor allem, wenn die Kinder das Geld mitbringen.

    Sach' ich ja. So lange alle Eltern mitspielen, ist das kein Problem.

    Und wie gesagt, die Aufgaben eines Grundschullehrers sind scheinbar eben andere als du für deine hältst.

    Ja, mag sein. Ist mir auch wurscht. Ausflüge kann ich sogar noch nachvollziehen. Aber, ich habe noch mal nachgelesen, du schriebst "Geburtstagsgeschenke". Verstehe ich nicht, muss ich auch nicht.

    Ja, wir haben es als Grundstock eingesammelt und der Klassenlehrer legt die Ausflüge z.B. fest, es wird nur vorher beschlossen, Klassenausflüge werden aus der Klassenkasse gezahlt, damit ist man safe.

    Solange alle Eltern das mitmachen, ist alles easy.

    Wie machst du es dann?

    Gar nicht. Das ist 'ne Schule keine Einkaufsgenossenschaft. Damals haben wir das Buch, das die Schülerinnen selbst kaufen mussten (Eigenanteil), über den Förderverein bestellt. Dem Förderverein kam dann der Sammelbestellrabatt zu Gute. Ich habe das Geld, wie gesagt, bar eingesammelt. Ich hatte gar keine bessere Idee. Ich habe dann dem zuständigen Mann vom FöVe die abgezählten Einnahmen geben wollen. Aber ein, das ginge nicht, er nehmen kein Bargeld. Ich müsse das schon auf mein Konto einzahlen und überweisen. Bei meiner damaligen Bankverbindung ging das sogar noch ohne Zusatzkosten.

    Das habe ich genau einmal mitgemacht.

    Sonst habe ich nichts, wo Geld einzusammeln wäre. Gäbe es etwas, zu dem mich jemand verpflichten will, müsste er natürlich für ein Dienstkonto sorgen. Aber das wollte bisher niemand.

    dann nimmt das Kin z.B. das Geld nur in großen Scheinen usw

    Ja, ich habe seinerseits verlangt, dass sie passend zahlen. Macht nur die Hälfte, aber dann hat mach Wechselgeld. Aber aufwändig ist und kostet 4 Wochen lang einige Minuten von jeder Stunde. Nee, keine Lust mehr.

    daher lieber einmal eine feste summe einsammeln und davon zehren und das ganze am besten kontaktlos und über ein Konto eben.

    Das heißt, du sammelst erstmal Geld ein, aber nicht zweckgebunden. D. h. die Eltern zahlen erstmal ein? Wie wird denn dann entschieden, was mit dem Geld gemacht wird?

    Nochmal, bei uns werden die nicht unbedingt von Lehrern geführt, sondern teilweise von Eltern

    Halte ich rechtlich auch für wackelig. Können die Eltern gerne machen, nur wll ich als Lehrer da nichts von wissen.

    die Lehrer haben dann selber entschieden, dass sie das lieber selber machen, weil sie nicht ständig ihrem Geld hinterher laufen wollten.

    Auch so'n Punkt. Ich überlegte mir dann eher, wofür ich als Lehrer zuständig bin. Für das meiste, was du auflistest, nämlich nicht. Es kommt wohl, wie es kommen muss. Dann kümmert man sich um etwas und am Ende hat man die Rennerei und 'ne Haufen Arbeit. Nee, ich investiere dann lieber in die Unterrichtsvorbereitung. Ich habe die Erfahrung gmacht, dass die allzu gerne hinten über kippt, bei allem anderen, was wir so machen.

    Das würde ich einfach direkt einsammeln, das sind ja keine großen Beträge.

    Bargeld einsammlen mache ich auch nicht mehr. Habe ich mal gemacht bei Bücherbestellungen. Dann hast nachher 'en Tüte mit 600 Euro in der Tasche, auch blöd.

    Nein, es ist kein verdecktes, sondern ein offenes, es steht direkt beim Kontoinhaber dabei -Treuhandkonto- und somit handelt es sich um ein Konto, was nicht pfändbar ist.

    Mag sein, dass das sogar funktioniert. In einigen Artikel im Netz fand ich jedoch den Hinweis auf mögliche Vorwürfe der Untreue. Das wird wohl darin begründet, dass der Treuhänder aka Lehrer alleinigen und vollen Zugriff auf das Konto hat. Wie relevant das in der Praxis ist, kann ich nicht beurteilen. Ich weiß auch nicht, wie ich haftungsmäßig als Treuhänder so dastehe. Deshalb möchte ich schon gar kein Treuhänder sein.

    Letztendlich ist das doch auch nur ein Hilfskonstrukt, damit auf keinen Fall der Schulträger dafür Sorge tragen muss, dienstliche Konten für dienstliche Zwecke zu unterhalten. Allein deshalb eröffnete ich kein solches Konto. Ich bin da einfach nicht für zuständig.

    BuT ist Bildung und Teilhabe und natürlich will man Kinder, die eben Sozialhilfe usw. bekommen genauso bei Ausflügen dabei haben.

    Sorry, da fällt mir echt nichts zu ein zu der Frage.

    Entschuldige bitte, dass mir die Abkürzung "But" nicht geläufig war. Sie waer noch nicht mal als Abkürzung zu erkennen.

    Und wozu man eine KLassenkasse braucht? Um Geburtstagsgeschenke, Arbeitsmaterialien, Klassenzimmerausstattungen, Bastelmaterilien

    Äh, was? Um derlei habe ich mich noch nie gekümmert, geschweige denn finanzielle Clearing-Stelle dafür gespielt.

    und eben auch Ausflüge z.B. zu finanzieren. DAmit man nicht jedes Mal die Eltern einzeln zur Kasse bitten muss und 3 Cent je Kind einsammeln muss.

    Also, wenn man das aus dienstlichen Gründen wirklich braucht, dann muss haltemal ein entsprechendes dienstliches Konto her.

    Bei uns sind das Treuhandkonten

    Kann mir mal jemand etwas über die Rechtsstellung dieser Treuhandkonten erklären? Sind die pfändungssicher? Wer haftet? Wer ist denn da der Kontoinhaber? Das hätte ich mindestens geprüft, bevor ich ein solches eröffne und verwende.

    Ich werden den verdacht nicht los, dass das auch nur Privatkonten sind, die man halt Treuhandkonten nennt. Der Bank ist es unterm Strich egal, wenn die ein Problem hat, packt sie den an die Nase, der unterschrieben hat. Und das geht schneller, als man "Treuhandkonto" sagen kann. Dem Schulträger/Schulleiter/der Schulaufsicht ist es unterm Strich egal, wenn einer von denen ein Problem hat, packt er den an die Nase, der unterschrieben hat. Und das geht schneller, als man "Treuhandkonto" sagen kann.

    Also, kann mir jemand von denen die "erfolgreich" solche Konten betreiben, etwas zu deren Rechtsstellung sagen?

    Meiner Co und mir stellt sich nun die Frage, wie wir am besten ein Klassenkonto,

    Wofür?

    u.a. für Fahrten,

    Sind Fahrten geplant? Hierzu wurde schon etwas gesagt. Entweder, so meine ich, es gibt für so etwas ein dienstliches Konto oder gar keines. Wofür bräuchte man sonst noch ein Klassenkonto?

    Es sträubt sich alles in mir, ein privates Konto zu eröffnen, aber von der Schule gibt es auch kein "Unterkonto" für die Klassen.

    Da hast du die richtige Intuition. Wenn es von der Schule keines gibt, brauchst du vielleicht gar keines.

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