Beiträge von O. Meier

    Wenn für Abstand und Hygiene in der Schule gesorgt ist, sollte es dann ja kein Problem sein zu arbeiten.

    Und wenn nicht, dann ist es eben ein Problem. Dann remonstrieren. Ich würde da aus falschen Pflichtbewusstsein kein Risiko eingehen. Ich denke da an meinen eigenen Arsch, aber auch an die Gefahr, andere anstecken zu können.

    Das heißt konkret was? Wir müssen am Montag zu Konferenzen/Jahrgangsteamsbesprechunen anrücken. Jetzt doch nicht?

    Was? Wie? Konferenzen? Wozu sollen die gut sein?

    Ey, typisch Lehrer. Erstmal den Kopf auslassen und eine möglichts große Konferenz einberufen. Nee, alle müssen dabei sein, sonst gilt das nicht. Auch zu Friedenszeiten sind kleinere Arbeitsgremien oft sinnvoller, als erstmal alle einzubestellen. Das könnten wir jetzt vielleicht lernen.

    1,50 m Mindestabstand ist der Maßstab. So viele Leute, wie ihr unter der Bedingung in einen Raum bekommt, können an einer Konferenz teilnehmen.

    Vom MInisterium kommt ja viel dummes Zeug. Aber dass es klarstellen muss, dass keine Konferenzen stattfinden, ist schon ein echtes Armutszeugnis für die Kollegen.

    Hausärztin hat diese Woche die Praxis zu ... :(

    Na gut, das Chaos wird nicht noch größer, wenn ich mit ihr erst am Montag sprechen kann ...

    Pragmatischer Vorschlag: Falls du etwas hast (Vorerkrankung etc.), das dir Sorgen machst, schreibst du das deienr SL und erklärst, dass du deshlab nicht zur Verfügung stehst. Falls du angewiesen wirst, doch zu kommen, remonstrieren. Verweis auf Fürsorgepflicht.

    Falls ein Attest verlangt wird, besorgst du eines. Bei bekannten Ärzten dürfte das auch telefonisch gehen. Dass du formal kein Attest gebraucht hättest, kannst du hinterher klären. Dann hast du Reservemunition gegen die SL, falls mal was ist.

    Wie ist es mit noch nicht bearbeiteten Unterrichtsinhalten fürs Abi?

    Echt jetzt? Drei Wochen vor dem regulären Ende sind noch "Inhalte" offen? Falls tatsächlich würde ich da kein Geeier drum machen, sondern einfach Aufgabenteile streichen. So viel Umfang kann das nicht einnehmen. Gesamtpunktzahl anpassen, entsprechend korrigieren.

    Die dumme Marotte in NRW, dass die Aufagen auf keinen Fall eher als einen Tag vor der Prüfung in den Schulen sein dürfen, erleichtert das nicht, geht aber.

    Fr. Gebauer war gestern in der AKS. Auf die Frage der Moderatorin, dass ja diese 3 Tage Vorlauf doch recht knapp sind, meinte sie so: Ja ... aber es war ja klar, dass die Schulen irgendwann ab dem 20.4. wieder starten. Hätte man sich ja vorher Gedanken zu machen können (oder hab ich es irgendwo anders gelesen)?

    Und warum hat sie das nicht? Wie immer, von oben nur Gewäsch, das Bodenpersonal kann zusehen, wie es klarkommt. Und dafür bekommen wir dann eine pauschalierte Danksagung per E-Mail.

    Das ist ja schlimmer als erwartet. Ich fasse mal zusammen: Mittwoch haben sich die Ministerpräsident*innen der Länder mit der Kanzlerin videogetroffen, um ein einheitliches Vorgehen zu vereinbaren. Mittlerweile ist Freitag, die nordrhein-westfälischen Jung-Alphas wollen die ersten sein, haben aber immer noch keinen Plan, wie das gehen soll. Wenn man vorpreschen will, sollte man den Weg kennen. Aber Laschet ist ja schon eins weiter und fordert die Öffnung von Kirchen und Möbelhäusern. Ja, das brauchen wir jetzt dringend.

    Was glaubt ihr, wie viele Schüler denn jetzt in die Schulen kommen, um sich noch auf Abitur vorbereiten zu lassen?

    Der unspezifische Hygieneplan ist ein Frechheit. Das beste aber ist:

    Die Frage einer infektionsschutzrechtlich zulässigen Benutzung von Bussen und Bahnen gehört jedoch nicht zum Zuständigkeitsbereich des Ministeriums für Schule und Bildung.

    Bedaure, nicht mein Tisch. Ansteckungsbeabsichtigende Viren wenden sich bitte an das Verkehrsministerium. Zu einer Planung gehört es wohl auch, da Absprachen zu treffen, Infomationen einzuholen etc.

    Mit dem dreitägigen organisatorischen Vorlauf vom 20. April 2020 bis zum 22. April 2020 und einer sehr klaren Definition der zunächst erwarteten Schülergruppen können wir jedoch immerhin zur Planungssicherheit konstruktiv beitragen, so dass die zuständigen Stellen ausreichende Kapazitäten schaffen können.

    "Sehr klar"? Na dann. Hauptsache man bescheinigt sich selbst, alles gut gemacht zu haben.

    Aktuelle Mitteilung von Frau Gebauer:

    Nicht Neues zu gestern. Keine Klarstellung zum Hygiene-Standard.

    Aber, verstehe ich das richtig. Prüfungsklassen freiwillig an nächsten Donnerstag, 4. Klassen ab 4. Mai. Von allen anderen war noch nicht die Rede. Versteht ihr das auch so, dass die also erst (deutlich?) später wieder dabei sind?

    Die Schulen öffnen am Montag zunächst für die Lehrer?!! Heißt das, wir knubbeln uns dann mit allen Kollegen wieder im engen Lehrerzimmer? Hat da jemand schon was gehört von seiner Schulleitung?

    Nein, noch nicht. Es gibt aber zunächst keinen Grund, sich ins Schulgebäude zu begeben. Was soll ich da? Vorbereitungen mache ich schön zu Hause. Auch, wenn ich Prüfungsklassen hätte.

    Ich kann mir nur vorstellen, dass eine kleine Zahl Kollegen gebraucht wird, um den Zuaber, der Donnerstag starten soll, vorzubereiten. Tische rücken, Desinfektionsmittelspender anschrauben, Schilder aufhängen, Flatterband spannen, Bereiche sperren, Laufwege festlegen, Tape auf Boden kleben. Halt so Sachen, die dafür sorgen, dass man sich ab nächste Woche an die Hygiene-Regeln halten kann, die die KMK in der Folgewoche veröffentlicht. Mit wenigen Leuten lässt sich das auch auf Abstand machen.

    Irgendwer wollte Laschet mal haben,

    Irgendwer, richtig. Dass er in einer Direktwahl eine absolute Mehrheit bekommen hat, muss wohl passiert sein als ich mal keine Nachrichten geguckt habe. Wann war das? So oder so, eine Mehrheit, ein Parteitagsbeschluss, ein Wahlergebnis nach einem bestimmten Wahlverfahren führt alles nicht dazu, dass jemand Ahnung hat oder zu etwas fähig ist.

    Ein richtige Genie scheint Herr Laschet nicht zu sein. Kuckstu Wikipedia: keine abgeschlossene Berufsausbildung, sich beim Noten-Faken erwischen lassen und zumindest versucht, Steuern zu hinterziehen. Was davon qualifiziert dazu, Entscheidungen, von denen das Leben anderer abhängt, treffen zu dürfen?

    Ich möchte jetzt nicht Herrn Laschet bashen, iwo, dunkle Löcher finden sich auch in den weißen Westen anderer Spitzenpolitiker. Ich könnte jetzt auf keinen zeigen und sagen "Der wer ein guter Ministerpräsident."

    Vorteil wäre, dass wir einen Test hätten und in 2 Wochen gucken könnten, wie sich die Zahlen in NRW in Vergleich zu Restdeutschland entwickelt haben.

    in der Tat wäre es sinnig, in zwei, drei Pilotbundesländern unterschiedliche Rückstufen zu probieren, um dann vergleichn zu können, was wie gut funktioniert.

    Irgendwann wird auch Herr Laschet merken, dass er sich momentan keine Freunde macht.

    ich glaube nicht, dass Herr Laschet noch mal etwas merkt. Aber so oder so, ist es vielleicht nicht immer die beste Idee, wichtige Entscheidungen Gewählten zu überlassen. Eine Mehrheit auf einem Landesparteitag ist halt keine Qualifikation.

    Ansonsten noch 'ne Idee:

    In NRW werden die Biologielehrer mit der Produktion von Desinfektionsmitteln für die Schulen beauftragt.

    Mein Tipp für NRW:

    Obwohl er vorher einen erzählt hat, dass eine einheitlichen Regelung wichtig ist, wird der Herr Ministerpräsident heute nachmittag erklären, dass NRW seinen eigenen Weg gehen muss. Freitag nachmittag erfahren wird dann, wie es Montag weiter geht. Irgendwie stufenweise. Ob von "unten nach oben" oder umgekehrt, wird gelost. Auf jeden Fall so, dass beim Abitur und den anderen Prüfungen möglichst wieder Vollbetrieb ist. Zur Not verschiebt man das Abitur nochmal.

    Desinfektionsmittel sind im angespannten Haushalt nicht abzubilden. Und Maskenpflicht gibt es nicht, weil a. eh keiner eine hat und b. die meisten (nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten) eh nicht wissen, wie man sie aufsetzt.

    sondern nur "festinstallierte Rechner", so dass es den im Home Office arbeitenden Mitarbeiter*innen gar nicht möglich ist, von daheim aus mit betrieblichen Geräten zu arbeiten.

    Kurze Frage noch: wieviele Laptops konnte denn bei Euch die Stadt in den Schulen einsammeln zur Nutzung für die Mitarbeiter*innen im Home Office?

    Das dürfte hier wie da ähnlich sein. Auf Home-Office dürften die wenigsten Betriebe eingerichtet gewesen sein. Wer nicht vorher schon mobile Geräte gebraucht hat, hat auch keine vorgehalten.

    Bei uns haben einige Kollegen dienstliche Laptops. Die dienen aber dazu via VPN ins Verwaltungsnetz zu gelangen. Die hätten mir aber auch einen Desktop-Rechner zu Hause hinstellen können. Die Idee, das Gerät ständig in die Schuel und zurück zu schleppn, finde ich absurd. Ich musste dann etwas diskutieren, um die Docking-Station und einen halbwegs brauchenbaren Monitor mit dazu zu kriegen.

    Unterrichtsvorbereitung machen wir damit nicht, solen wir nicht. Ginge auch nicht, da ist gar keine passende Software drauf. Dann gibt es noch ein paar wenige Laptops. Ansonsten stehen bei uns auch ünerall Desktop-Rechner 'rum. Die Zeiten, dass man Beamer und laptop in den Klassenraum schleppte sind vorbei. Die Laptops, die es noch gibt, sind an den Anmeldeserver des didaktischen Netzes gebunden und damit, soweit ich das überblicke, außerhalb der Schule nutzlos.

    Ich schweife etwas ab. In vielen Unternehmen war Home-Office bisher kein Thema, dann haben die halt auch keine Geräte dafür. In den Schulen haben wir ja schon länger Home-Office, aber der Dienstherr hat sich nie um die Ausstattung gekümmert, tut er während der Krise nicht und wird er danach auch nicht tun. Er wird nur wieder jede Menge Digitalisierungswatte durch den Saal blasen.

    Dann würde ich sagen: schöne verlängerte Ferien, bei voller Besoldung.

    Die Unverschämtheiten reichen dann langsam. Die ständigen Unterstellungen, jemand käme seinen Verpflichtungen nicht nach, erfülle seinen Dienst nicht oder dergleichen, weil er es nicht so macht, wie jemand anderes es möchte, stören die Diskussion erheblich. Womöglich ist das der Zweck.

    Warum kann man nicht, sachlich, ohne Vorwürfe, darüber sprechen, welche Möglichkeiten der Betreuung der Schüler (und manchmal auch Eltern) geeignet sind. Wie man es machen kann, was effizient ist. Das sind interessante Fragen. Nicht, ob man mal wieder einen Deserteur erkannt hat, der die eigene Fahne verachtet.

    und bis Ende der Ferien soll sich jeder eingearbeitet haben.

    Prickelnde Idee. Vor den Ferien fand ich's reichlich stressig, was danach kommt, wissen wir nicht, könnte aber auch stressig werden. Vielleicht entspannt man sich dann in den Ferien mal, sammelt Energie, um danach wieder voll einsatzbereit zu sein.

    Wobei ich mich allerdings frage, wie viel man sich da einarbeiten muss. Wenn das Hochladen von Material auf diese Plattform mehr als 2 Minuten Erklärung benötigt, ist da etwas faul.


    Für die, die es nicht wissen: Rechner kann man gerade sogar .... kaufen. Yeah, das geht.

    Die Schulträger und Dienstherren scheinen bezüglich dieser Erkenntnis etwas Nachholbedarf zu haben.

    Man kann natürlich auch in der Krisenzeit mit der Grundsatzdiskussion beginnen, dass man auf eigene Kosten keinen PC kauft.

    Nein, die muss man nicht beginnen. Zum Glück gibt es die schon länger. Allerdings unbemerkt von den Verantwortlichen. Die Diskussion gibt es schon so lange, dass ich mit ihr schon durch bin. Ergebnis: ich entscheide, wann und was ich mir kaufe. Wenn mein alter Computerfür die Schule nicht mehr gut genug ist, kann die Schule auf die kostenlose Nutzung dieses Gerätes verzichten.

    Während Leute ohne Beamtensalär gerade auf die Auszahlung eines Notgroschens warten, ihren Job verloren haben oder einer Arbeit im HO nur träumen können.

    Und? Inwiefen ist denen geholfen, wenn ich einen neuen Computer kaufe? Wenn man sich mit diesen Menschen solidarisieren möchte, kann man das auf vielerlei Art tun. Aber hat man das vor? Oder sind sie hier nur einen Tränendrüsendrücker?

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