Dann könnten die Klassen stufenweise zurückkehren
Ich halte von dem Stufenweisen nichts. Mit 5 Menschen pro Raum klappt's, dann machen wir zehn. Kleine Läden klappen, dann öffnen wir große. Das ist doch nur randomisierte Extrapolation. Unterm Strich öffnet man so lange, bis es knallt und macht dann wieder alles dicht. Dann von vorne. Erinnert mich an Jenga.
Der erste Versuch der stufenweise Öffnungen wurde jedenfalls gründlich verhagelt. Es wurden mehrere Parameter auf einmal verändert. Schulen, Läden, "Kirchen". Dann kann man nicht abwarten, bis man die Auswirkungen erkennt, sondern schiebt tageweise noch mal dies und mal das nach. G'rad' so, wie die Ministerpräsidenten gefrühstückt haben. Stufenweise hätte geheißen, man macht lockert eine Sache, wartet 14 Tage, lockert dann die nächste. Offenschtlich haben diese Leute noch nie mit einem hydraulisch geregelten Durchlauferhitzer geduscht.
Vielleicht könnte aber eine Lehre aus dem hessischen Urteil sein, dass man sich mal überlegen muss, wie es für alle weitergeht, zunächts auf Dauer geplant. Also überlegen, wie wir die verhandenen Ressourcen (Platz/Räume, Kollegen) auf die zu beschulenden jungen Menschen verteilt, dass alle etwas Präsenzunterricht bekommen und trotzdem der Abstand (als wichtigste Sicherheitsmaßnahme) eingehalten werden kann. Ergänzend weiter Online-Unterricht. Entsprechend für Restaurants, Einzelhandel, Kino, Theater.
Dann haben wir ein Bisschen Normalität und genug Sicherheit anstatt jede Woche ein anderes Risiko.