Beiträge von O. Meier

    Aber ich verstehe grundsätzlich schon, dass kirchliche Institutionen auch auf eine kirchliche Hochzeit pochen. Das fällt ja nunmal in deren "Kernaufgabenbereich" und wenn eine Ehe nach Auffassung der Kirche vor Gott geschlossen werden muss, um von ihnen vollwertig anerkannt werden zu können, das ist das eben so.

    Aber "Schule" gehört nicht zu deren Kernaufgabenbereich. Das ist ein Bereich, in dem sie sich breit machen, um ihre Ideen anderen aufzudrücken. Warum man so etwas tut, verstehe ich nicht. Aber ich halte es nicht für richtig.

    In diesem Thread wurde mehrfach angeregt, man solle sich nicht an solche Schule begeben, wenn man meint dort nicht hinzupassen. Das bedeutet durchaus Einschränkungen bei der Berufsausübung, die es in einem rein staatlichen Bildungswesen nicht gebe. Ich gebe das zu bedenken.

    Auf der anderen Seite, kann man umgekehrt einer Religionsgemeinschaft zumuten, keine Schule zu betreiben, wenn man es nicht aushält, dass da dann Menschen arbeiten, die sich frei entfalten und über ihr Leben selbst bestimmen möchten.

    Die Schule hat eine bestimmte Zielgruppe und diese Gruppe hat halt spezifische Moralvorstellungen.

    Die Zielgruppe für eine Schule sollten doch Menschen sein, die etwas lernen wollen.

    Ich sehe Schule als staatliche Aufgabe. der Staat sollte die Schulen betreiben, um sicher zu stellen, dass die dort vermittelten Inhalte mit unserem Rechtssystem vereinbar sind und auf wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhen. Irgendwelchen Gruppen zu ermöglichen ein paralleles Bildungssystem zu betreiben, in dem dann davon abweichende Thesen vertreten werden, ist schon absurd für einen demokratsichen Rechtsstaat.

    Innerhalb eines staatlichen Bildungswesen hat jeder dei Möglichkeit, nach seinen "Moral"vorstellungen zu leben, so lange diese im Einklang mit dem Rechtssystem stehen. Wer nur verheiratet mit seinem Partner zusammenleben möchte, soll das tun. Wo ist das Problem. Jungen Menschen in der Schule zu vermitteln, dass man nur so leben könne, ist aber etwas anderes. Wo ist dafür die Rechtfertigung?

    Und noch ganz etwas anderes ist es, von anderen zu verlangen, ihr Leben nach diesen Vorstellungen zu gestalten. Und das ist's, worum es bei diesen Moral genannten Ideen ghet. Man möchte anderen Vorschriften für ihr Leben machen. Und dafür gibt es keine Rechtfertigung aus einem Arbeitsverhältnis.

    Es gibt durchaus "Tendenzbetriebe", Parteien und Zeitungen fallen mir als erstes ein, bei denen die Meinung Teil des Geschäfts ist. Daraus lässt sich die Verpflichtung der Mitarbeiter innerhalb des spezifischen Meinungsspektrums tätig zu sein ableiten. Aber wie ist das, wenn ein Verlag einen Autohandel betreibt, um Gewinne zu reinvestieren? Müssen dann die Autoverkäufer auch dessen Meinung vertreten, oder machen die ganz etwas anderes?

    Innerhalb der Religionsgemeinschaften können solche Thesen gerne verbindlich sein, in einer Schule hat so etwas nichts verloren.

    Kann man als Konsequenz dieses Threads also ziehen, dass, je später man mit dem Referendariat beginnen möchte, es umso schwerer wird, dies überhaupt zu tun? Etwa aufgrund etwaiger finanzieller Probleme?

    Hm, man bekommt ja mit höherem Alter nicht weniger Vergütung. Es ist halt nur so, dass man sich schon an mehr gewöhnt hat. Wer sich im höheren Alter entscheidet, noch mal eine Ausbildung zu machen, wird wohl damit klar kommen müssen, dass er noch mal wie ein Lehrling verdient. Wenn man finanzielle Verpflichtungen hat (z.B. ein Kredit für eine Immobilie), wird's vielleicht eng. Ob man sich den bisherigen Lebensstandard temporär abgewöhnen möchte, ist eine Frage der Haltung.

    Evtl. droht mir nach meinem Wiedereinstieg die Sammlungsleitung Chemie

    Droht? Klingt ein wenig danach, dass das nicht deine bevorzugte Aufgabe wäre. Die SL möchte, dass du das machst? Weiß sie um deine Haltung dazu? Vielleicht möchte sie gar nicht, dass es halbherzig erledigt wird.

    Ich kriege das nur am Rande mit, aber die ganze Gefahrstoffnummer ist wohl ziemlich kompliziert geworden. Hast du die entsprechende Qualifikation? Reicht Chemie-Fakultas oder braucht's dazu qualifizierte Fortbildung. Falls dir das 'was fehlt, solltest du das entsprechend gegenüber der SL anzeigen. Falls du dann trotzdem mit der Aufgabe betraut wirst, remonstrieren.

    Ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich meine unser Gefahrstoffbeauftragter kriegt mehr als eine Stunde, eine ganze aber mindestens. Dabei ist die Sammlung aber nur ein Teil, er muss auch Kollegen belehren, die im Werkraum mit hochgefährlichen Stoffen wie Holzstaub hantieren.

    Falls du mit der angewiesenne Zeit nicht hinkommst, solltest du eine Überlastungsanzeige stellen. Aus Sicherheisgründen, kann im Gefahrstoffbereich schlecht etwas liegen bleiben. Dann käme aber der Unterricht zu kurz, da ist dein Dienstherr vielleicht gar nicht mit einverstanden.

    Eine erlassene Unterrichtsstunde ist übrigens nicht gleich einer wöchentlichen Zeitstunde, da zum Unterricht auch Vor- und Nachbereitung gehört. Bei 41 Stunden wöchentlicher Arbeitszeit und 25,5 Wochenstunden Unterricht hilft Dreisatz abzuschätzen, wie vielen wöchentlichen Minuten die Entlastung entspricht. Wenn man da grob drüber ist, sollte man sich melden.

    Das Ergebnis war, dass ich angefeindet wurde, weil ich die Kollegen damit dazu dränge, das auch zu tun.

    Der Vorwurf ist auch nicht ganz von der Hand zu weisen. Auch wenn das nicht deine Absicht ist und die niemanden drängst, so verdirbst du doch etwas die Preise. Das soll nun nicht heißen, dass man deshalb jetzt gar nicht mehr machen soll. Man muss halt nur im Hinterkopf haben, dass Schüler, Eltern, Kollegen vergleichen.

    Auf der anderen Seite muss ich jeder auch ein wenig selbst schützen. Wenn mir Schüler erzählen, dass Kollege x aus der Parallelklasse oder die ehemalige Lehrerin auf der yz-Schule, etwas so und so gemacht hätten, habe ich keinm Problem zu erklären, dass und warum bei mir der Hase anders läuft.

    Leider kann ich meinen ursprünglichen Beitrag nicht ändern. Ich hatte nicht mitbekomen, dasses um ein Computerspiel als Unterricht ging. Das finde ich schon auch etwas komisch. Da kann ich Bedenken nachvolllziehen. Der Schulleiter sollte aber seine Kritik sachlich vorbringen. Ob er dir dergestaltes verbeiten kann, weiß ich nicht.

    Versuch herauszufinden, ob es ihm um die Sache geht oder ob er nach Anlässen sucht, um dir vor's Gepäck zu defäktieren.

    Wenn nur die Hälfte von dem stimmt, was du schreibst: Vergiss es. Gib alles dran. Mach zukünftig, was du machen musst und such' dir 'nen Hobby, in dem du dich engagieren kannst. Das man keinen Dank bekommt, ist ja schon Standard, aber ich würde mich nicht für gute Ideen anmeckern lassen.

    Eine Bewertung, ob deine Sichtweise zutrifft, erlaube ich mir nicht. Aber es ist das, was du wahrnimmst. Wenn du das zum Maßstab macht, fährst du mit innerer Emigration besser. Schließt übrigens die vorgeschlagene Versetzung nicht aus.

    Ach, o.meier...

    Ich nehme zur Kenntnis, dass dir die Antwort schwer zu fallen scheint. Ansonsten möchte ich mich der Analyse des Meerschweins anschließen, die nicht nurauf den zitierten Passus zutrifft sondern auf das gesamte Ansinnen des Threads. Insofern möchte ich noch die übrigen Forenteilnehmer dafür um Entschuldigung bitten, dass ich mich an der Trollfütterung beteiligt habe.

    Um Missverständnisse zu vermeiden: Der Schulleiter hatte mich gefragt, ob ich bereit wäre einzuspringen, es war keine Anweisung.

    Schon klar. Trotzdem finde ich die Frage schon mindestens frech, wenn sich sogar unhöflich. Ich glaube ich hätte den SL ohne zu antworten stehen lassen, wenn er mich so etwas gefragt hätte.


    und fand die überraschende Reise skurril-witzig.

    Damit ist dann ja pädagogisch aller erreicht.

    Bei Punkt 1 wird nicht viel passieren weil der Kollege sich auch vor Restriktionen der SL fürchtet.

    Bei Punkt 2 ist die Kollegin auch nicht auf Gegenwind aus wie es ausschaut. Könnte ja das Leben schwerer machen

    Nunja. Ob's damit unterm Strich leichter bleibt, wird die Zeit zeigen. Aber wer keine Hilfe möchte, an dem muss man sich auch nicht abarbeiten.

    Aber wie man so etwas in einen Schulalltag integrieren kann, ist mir unklar.

    Mir ist unklar, warum man das machen sollte. Was soll das im Alltag?

    Die Schüler bringen ihre PIs mit, stecken die Kabel für Monitor, Maus und Keyboard aus den Rechnern, die im Rechnerraum stehen, raus, in ihren Pi rein oder wie? Von Netzteilen und Kabeln ganz zu schweigen.

    Z. B. Oder man arbeitet mit Umschaltern, benutzt freie Anschlüsse an den Monitoren etc. Tastaturen liegen vielleicht noch wo 'rum. Kabel braucht's eigentlich nicht, Leitungen dürften reichen.

    Wir sind eine Schule mit extremer Raumknappheit, ich würde es sicherlich nicht durchbekommen, einen Raum einzurichten, wo man außer Informatik + Technik nichts machen kann (das wäre beim PI, denke ich, so).

    Man braucht keinen eigene Raum. Wenn irgendwo Monitore stehen, braucht man nur 'ne Kiste oder 'nen kleinen Schrank. Wie gesagt, bei uns wollte das keiner, also habe ich es bleiben lassen. Wenn's bei auch nicht gewünscht wird, lässt du's auch. So what?

    Informatik + Technik

    Was soll das bedeuten?

Werbung