Beiträge von O. Meier

    Wenn der TO wirklich Mathe und Physik unterrichten möchte, besteht ja auch noch die Möglichkeit sich Mathe als Zweitfach anerkennen zu lassen und für Physik dann nach der OBAS einen entsprechenden Zertifikatskurs zur Qualifikationserweiterung zu belegen.

    Sein Kernproblem dürfte sein, dass er keinen Querseinstieg an einem Gymnasium machen kann, weil der da mit Maschinenbau nicht hinkommt. Er hat kein Erstfach, da muss er sich um Zweit- und Drittfach keinen Kopp machen.

    Aber du hast dich scheinbar noch nicht viel nicht viel Privatschulen beschäftig. Die Ressourcen sind (zumindest in unserem Kreis) an beiden Schulen vorhanden. Darum schicken die Eltern ihre Kinder weder an die eine noch die andere Schule; da geht es um ganz andere Dinge.

    Worum geht's denn. Butter ebi die Fische. Welchen Zauber kann eine staatliche Schule nicht vollbringen?

    Dein "Kollegiales" teilen

    Wessen? Meines?

    Deinen Bahnvergleich hingt. Kann man so nicht übertragen.

    Es reicht als Beispiel, dass Konkurrenz nicht zwingend die Qualität steigert. Aber lassen wir die Beispele und Vergleiche. Wo ist der Nachweis, dass Konkorrenz im Bildungswesen höhere Qualität hervorbringt? Zunächst würde mir eine Ausführung für die Ausprägung der Komkurrenz in Form samstäglicher oder abendlicher Werbeveranstaltungen reichen.

    Hilfswissenschaft

    Der Begriff ist schon Unsinn. Wissenschaft oder Hilfsdispziplin, beides geht nicht. Wie wenig das 'Rumgerechne, mit dem sich die Ingenieure da 'rumschlagen dann mit Mathematik als Wissenschaft zu tun hat, erspare ich mir zu erläutern.


    informiert aber umfassend über alle für die Schule relevanten mathematischen Inhalte und Fähigkeiten und weit darüber hinaus.

    Bist du sicher, dass dabei auch mathematisches Verständnis vermittelt wird? Das muss man nämlich haben, um es zu unterrichten. Mein Eindruck (von außen) war immer, dass Mathematik von Ingenieuren recht handwerklich behandelt wird.

    Da hätte ich dann noch 'ne Anekdote. Nachdem die anderen Berufkollegs einen samstäglichen Informationstag eingeführt haben, meinten bei uns auch welche, das bräuchten wir jetzt auch. Dass "die anderen" das machte, war dann auch schon der Grund. Und das ganze Komkurrenzgebrabbel und wir könnten den Laden dicht machen, wenn wir nicht usw. blablubb schnappschnupp. Ich habe mich da schön 'rausgehalten, nachdem ich erklärt habe, was ich davon halte.

    Besonders beeindruckend war, dass ein Kollege später berichtete, dass ihm ein Bekannter von einem Gymnasium erklärte, dass die Gymnasien diesen Tag liebten, weil wohl kolportiert würde, da müsse man hin, wenn man sich ab BK am beruflichen Gymnasium anmelden wolle. Die, die den Termin verpasst hätten, würden sich dann brav an einem städtischen Gymnasium anmelden. Werbung? Konkurrenz? Prust! In Knie geschossen.

    a) ... das ist meiner Meinung nach das absurde an Gesamtschulen. Gesamtschulkonzept ist von der Idee her gut, aber nur, wenn es für alle Schüler gilt. Also keine Gymnasien, Realschulen, Hauptschulen mehr geben wurde. Ansonsten ist es meiner Meinung nach unlogisch. Meinier Meinung nach: Entweder oder; aber nicht alles.

    Das ist keine Absurdität der Gesamtschulen, sondern des nebeneinanders zweier Systeme. Aber ansonsten, ja, macht keinen Sinn.

    b) ... selbst wenn Punkt a) "behoben" wird: Es gibt immer Schüler in den "Grenzgebieten". Für die sind beide Schulen gleich weit entfernt. Soll man das wirklich auf den Zentimeter ausfrechnen und vorgeben?

    Das sind die Alternativen? "Konkurrenz" oder "aufrechnen und vorgeben"? Echt? Mehr fällt dir nicht ein.

    c) ... es gibt auch private Schulen, obwohl die z.T. weiter entfernt als die staatlichen Schulen sind, gehen dort auch Schüler hin.

    Wir brauchen keien Privatschulen. Bei sinnvoller Verteilung der Ressourcen kann eine staatliche BIldungssystem den Bedarf vollumfänglich decken.

    d) ... die Punkte a) bis c) haben auch gutes: Konkurenz belebt das Geschäft und steigert die Qualität

    Ja, sieht man an der Bahn-Privatisierung. Wenn es um Qualität ginge, würden der Unterricht, das sonstige Angebot und die Abschlüsse für sich sprechen. Dann bräuchte man keine Werbung.

    direkter Konkurrenz

    Offensichtlich steht hier das staatliche Bildungssystem zu sich selbst in Konkurrenz. Das soll sinnvoll sein?

    massiv Werbung

    Junge Menschen sollten informiert werden, damit sie die für sie passende Ausbildung an einer passenden Einrichtung antreten können. Werbung ist in diesem Zusammenhang absurd. Eine gemeinsame Informationsveranstaltung weiterführender Schulen, bei der junge Menschen entsprechend umfänglich beraten werden, kann ich ja noch verstehen. Aber Werbung und Konkurrenz eben nicht.

    Weniger SuS bedeutet weniger Klassen, bedeutet weniger Lehrerstunden, bedeutet ein kleineres Budget für Frei- und Ergänzungsfächer

    Keine Ahnung, was die letzteren sind. Ich glaube aber nicht, dass es etwas ist, für das ich mir Abende oder Wochenenden um die Ohren schlagen wollte.

    Wer eine solche Werbeveranstaltung durchführen möchte, sucht sich entweder Leute, die bereit sind das ehrenamtlich zu machen, oder sie können erklären, welche andere dienstliche Tätogkeit dafür liegen bleiben kann.


    Könnten sich die Lehrer diese Resourcen nicht kollegial teilen, anstatt darum zu konkurrieren?

    Das wäre ja vernünftig. Nein, das geht nicht.


    Die anwesenden SuS aus höhere Klassen bekommen je einen Kinogutschein.

    Dafür ist Geld da? Alle Achtung.


    PS: Gutschein nicht vergessen, falls die Argumente knapp werden.

    Meine Frage ist aber, ob dann im Monat der Mehrarbeit die Mehrarbeitsstunden vergütet werden und im Monat des Ausgleichs als Minusstunden gerechnet werden.

    Keine Ahnung, ob ich das verstehe. Aber es gibt doch nur entweder Ausgleich oder Vergütung. Weil Ausgleich womöglich schwierig ist, weil man nicht einfach regulären Unterricht für so ein Gebamsel ausfallen lassen kann, ist vergüten (also Geld) eventuell angezeigt.

    Vielleicht habe ich aber auch das Konzept dieses "Ausgleichstages" nicht verstanden. Bleibt dann einen Tag die Schule zu?

    Und was ist mit den potentiell neuen SuS, die sich ihre neue Schule einmal anschauen möchten? Typischerweise gehen diese ja zum Zeitpunkt des TdoT noch auf eine andere Schule...

    Und was ist, wenn jemand gerne die Schule mal nachts sehen möchte oder sonntags zwischen Gottesdienst und Frühschoppen? Dann möchte er das und kriegst trotzdem nicht.

    Bie uns laden die Zubringerschulen ihre Schüler in Busse und fahren sie zum Tag der offenen Tür, der an einem regulären Unterrichtsstag stattfindet. Dann haben die Gäste auch die Chance, an regulärem Unterricht teilzunehmen. Dass ein solcher Tag damit schon sinnvoll und der dafür betriebene Aufwand gerechtfertigt ist, ist damit allerdings nicht gesagt. Wenn jemand aber meint, man solle für so etwas extra am Wochenende antanzen, dann muss der schon etwas bieten, das etwas dichter an ein Argument herankommt, als dass jemand sich etwas "mal anschauen möchte". Leute geht's noch?

    "Wenn zwingende dienstliche Verhältnisse (z.B. Fachlehrermangel) es
    erfordern

    Ich sehe nicht, dass ein solcher Tag "zwingende dienstliche Verhältnisse" darstellt. Ich würde doch zunächst mal klären, inwiefern man überhaupt verpflichtet werden kann, außer der Reihe Unterricht zu halten. Vielleicht sagt man einfach mal "Nein.". Dann muss man sich hinterher nicht um Ausgleichsregelungen kümmern.

    Die eventuelle Rechtsgrundlage müsste übrigens der vorlegen, der meint, diesen Unterricht anzuordnen.

    Ansonsten meine ich, dass Mehrarbeit (solche ist zusätzlicher Unterricht am Samstag) individuell ausgeglichen werden muss, nicht pauschal. Jedem Kollegen muss also die Stundenzahl, die er Samstag zusätzlich hält, irgendwo wieder abgezogen werden (oder sie wird vergütet).

    jetzt würd mich aber dann doch mal die Sicht eines "von oben" interessieren: müssen wir - wenn die Schule Samstag- und Abendschule anbietet - tatsächlich von 7.30 - 20 Uhr und samstags parat stehen, können deshalb keinen einzigen februartermin im Januar schon ausmachen etc.?

    Scheint mir nicht verhältnismäßig und auch nicht zumutbar. Das wäre dann eine Stelle, an der man es mal auf eine rechtliche Auseinadersetzung ankommen lassen könnte.

    Ansonsten fiele mir noch ein, dass sich vielleicht auch mal der Vereinsvorstand in die Sache einschalten könnte. Förderung des Ehrenamts ist ja gerne mal ein politisches Thema. Da kann man dann auch mal auf politischer Ebene 'was einfordern. Zunächst wäre vielleicht einfach ein Schreiben an den Schulleiter angezeigt. Dann sieht man mal weiter. Das ist noch keine Lösung für dieses Jahr, aber mittelfristig kann da ja 'was passieren.

    Überlastungsanzeige, Krankschreibung - weil der Stundenplan mit der Freizeitgestaltung kollidiert?

    Nein, Überlastungsanzeige, weil man überlastet ist, Krankschreibung, weil man krank ist. Ist doch klar. Beides kann übrigens mit einem schlechten Stundenplan und dem faktischen Wegfall eines Privatlebens zusammenhängen. Da darf dann ein Schulleiter gerne mal über nachdenken. Fürsorgepflicht ist hier das Stichwort.


    Aber wenn das nicht passiert, weil es nicht geht,...

    "Geht nicht" ist aber leider zu oft Stundenplaners Synonym für "Kann ich nicht." Sorry, aber so einen Mist wie der, den Plattyplus hier berichtet, basiert nicht auf Zwängen sondern auf angewandter Dummheit. "Geht nicht anders" glaube ich da einfach nicht.

    Alleinerziehender bzw. generell Eltern haben auf solche Sonderwünsche allerdings keinen Anspruch. Wenn die Schule das freiwillig macht, okay.

    Ganz so profan ist das nicht. Der Vereinbarkeit von Familie und Beruf wird da ein durchaus höherer Stelenwert eingeräumt. Im Übrigen geht es meist um harmlose Sachen wie Anfangs- und Endzeiten. Niemand verlangt vom Stundenplaner, dass er wasser den Berg 'rauflaufen lässt.

    Dann kommt am Ende der Stundenplaner: "Sie sind als männlicher Single auf der Prio-Liste ganz hinten, unsere Alleinerziehenden gehen vor, es geht nicht anders, sie müssen genau an diesen Terminen arbeiten."

    So, willst dann mit sofortiger Wirkung das Beamtenverhältnis beenden? Oder doch lieber einen bezahlten Trainingsleiter für den Sportverein auf deine Kosten anheuern?

    Wie gesagt, du hast nur zwei Möglichkeiten. Du wirfst beim Ehrenamt hin oder du drückst deine Trainingszeiten an der Schule durch. Ersteres geht schnell, ist aber auf Dauer unbefriedigend. Der zweite Plan bedarf eine gewissen Engagements, wird aber durch andauernde Zufriedenheit in den Folgejahren belohnt.

    Man muss auch mal sehen, was man der Schule im Gegenzug zu bieten hat. Natürlich kann man seinen Unterricht an blöden Terminen durchziehen. Ein Lehrer, dem auch noch 'was vom Tage übrig bleibt, ist aber vielleicht auch bereit noch mal 'was anderes zu machen. Das könnte sogar ein Schulleier verstehen.

    Was meinst Du denn, wie dieser Einsatzplan "7.30-9.15 Uhr, Pause, 18-21 Uhr" zustande gekommen ist? Ganz einfach, Alleinerziehende können morgens nicht zur 1. Stunde kommen, weil sie selber das Kind ja noch in die Schule/Kindergarten bringen müssen und können natürlich auch abends nicht eingesetzt werden, weil dann die Aufsicht nicht gewährleistet ist. Da kriegst als Single dann genau die Randzeiten bzw. Reste serviert.

    Hatte wir gerade in einem anderen Thread. Dass man auf die Elternschaft der Kollegen Rücksicht nimmt, muss nicht bedeuten, dass alle anderen einen Schrott-Plan haben. Wie gesagt, wenn der Stundenplaner nichts taugt, wird's schwierig. In dem Fall muss man dann direkt mit dem Schulleiter verhandeln. Klär' mit dem, dass du deine Trainingszeiten jetzt festlegst.

    Geht nicht, bis jetzt haben sich die Einsatzzeiten für mich in jedem Jahr und mitunter sogar mit zwei Tagen Vorlauf zum Halbjahreswechsel geändert.

    Wenn's nicht geht, geht's nichts. Dann bist du im Verein 'raus. Damit wäre der Thread dann wohl im Wesentlichen durch.

    Und was nachmittägliche/abendliche Training anbetrifft, hast du nur zwei Möglichkeiten: Du knickst ein und sagst deinem Verein, dass du 'raus bist. Oder zu machst Köpfe mit Nägeln, entscheidest, wann du ehrenamtlich dabei bist, teilst das deinem Stundenplaner mit und peng. Geh doch einfach davon aus, dass du wieder in der Fachschule für Linksabbiegen in engen Kurven eingesetzt wirst, die wieder dienstags und donnerstags Abendunterricht hat, du also montags und mittwochs zum Training kannst. So, als Beispiel.

    In den letzten Jahren ist dabei rausgekommen:


    Morgens 7.30-9.15 Uhr, Pause, abends 18-21 Uhr. Da hast dann am Morgen auch was, entspricht also dem Wunsch, ganz toll.

    Abends bis 21 Uhr und dann am nächsten Morgen wieder um 7.30 Uhr antreten. Die 11 Stunden gesetzliche Ruhezeit gelten ja für verbeamtete Lehrer nicht. *Das hatten wir hier ja schon.*

    Oh, ah, wenn der Stundenplaner grundsätzlich unfähig ist, wird's natürlich problematisch.

    Grundsätzlich meine ich, dass Kollegen, die samstags unterrichten, einen anderen unterrichtsfreien Tag bekomen sollten. Und damit ein sinnvolles Wochenende dabie herauskommt, kann das eigentlich nur der Montag sein.

    Und ansonsten meine ich, dass Samstagsunterricht eher unüblich ist, man muss also nicht in vorauseilendem Gehorsam damit rechnen. Wenn es also noch keinen Plan für den jeweiligen Zeitraum gibt, gibt es auch keinen Grund anzunehmen, dass man samstags unterrichten muss. Wenn dann der neue Plan kommt, und da Samstagsunterricht vorgesehen ist, teilt man den belegten Termin mit und es wird eine Vertretungs- oder Verschiebungsregelung gefunden.

    Würde ich jetzt eher entspannt sehen.

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