Was macht jetzt mehr Sinn:
Religionsunterricht für die 86,4% Schüler anzubieten die einer Religionsgemeinschaft angehören oder gar keinen für die 13,6% ohne Konfession anzubieten. Das sieht mir ehrlich gesagt ein bisschen zu sehr nach Diktatur der Minderheit aus...
Hm. Unterrichtsfächer sollten vielleicht danach festgelegt werden, was sie inhaltlich zu bieten haben, nicht nach Bekenntnisproporz. Und außerdem, nach den Zahlen die du vorliegst gibt es an den nordrhein-westfälischen Gymansien keine Mehrheitsreligion. Auch nicht an anderen Schulen, auch nicht in anderen Bundesländern, nicht bundesweit und nicht weltweit.
Es gibt immer mehr Nicht-Katholiken als Katholiken, mehr Nicht-Evangelen als Evangelen etc. Durch den Kunstgriff, dass man alles Glaubenden, wie widersprüchlich ihre Annahmen untereinander sein mögen, zusammenfasst, sind es dann mehr als die Konfessionslosen. Nö, überzeugt mich nicht.
Und was wäre an einer Diktatur der Minderhet denn schlimmer als an einer der Mehrheit?
Was die Ernsthaftigkeit der konfessionslosen Eltern angeht: In NRW haben 13,6% der Schüler an Gymnasien keine Konfession. An katholischen Ersatzschulen bei uns im Bistum (mehrheitlich Gymnasien, aber nicht nur) haben 14,2% der Schüler keine Konfession. Wenn es um Schulqualität geht, wird der Atheist gläubig
Wohl kaum, dann wäre der konfessioneller Anteil an den katholischen Schulen. Die Nicht-Konfessionellen schicken wohl eher ihre Kinder auf diese Schulen und bleiben bei ihrer Glaubenslosigkeit. Warum diese Eltern es für eine gute Idee halten, ihre Kinder immer noch katholischen Einrichtungen anzuvertrauen, mag ich indes nicht nachzuvollziehen.
Und warum der religiöse Bezug den Betreibern dieser Schulen so unwichtig ist, dass sie Hinz und Kunz und Atheisten bei sich aufnehmen, klären die wohl auch besser mit sich selbst.