Das wesentliche wure schon gesagt, ich darf noch mal aus meiner Sicht formulieren, welche Dinge man als Lehrer unbedingt klar haben sollte:
1. Noten gibt man für Leistungen in der Vergangenheit, nicht für das, was man in der Zukunft aus der Note machen kann. So verfahren wir (hoffentlich) mit unsern Schülern und so müssen wir auh mit uns verfahren lassen.
2. Beurteilende und Beurteilte haben schon mal unterschiedliche Ansichten, wie eine Leistung zu beurteilen ist. Man kann darüber reden, womöglich wurde tatsächlich ein Aspekt übersehen. Der Burteilende sollte dem Beurteilte die Note begründen können. Und amn Ende entscheidet der Beurteilende.
Und ja, man macht auch Fehler, wenn man Noten gibt. Und der, der sie kriegt, hat den Schlamassel. Doof, aber nicht in Gänze zu vermeiden.
3. Dass man viel Energie irgendwo 'reinpackt, heißt nicht, dass viel 'rauskommt. Beurteilt wird aber das Ergebnis, nicht der Aufwand. Allein schon deshalb, weil er Aufwand gar nicht beurteilt werden kann, oder soll man sich neben den Schreibtsich setzen, wenn der Kollege seinen Unterricht vorbereitet oder die Schüler für eine Arbeit lernen?
4. Für uns sieht es so aus, dass oft keiner mitbekommt, was wir alles (nebenbei) machen. Ja, das enttäuscht. Je eher man sich daran gewöhnt, umso besser. Manche haben da bis zum Schluss dran zu knapsen.
Die gute Nachricht ist, dass es auch nicht auffällt, wenn wir etwas nicht machen.
Unterm Strich hat hier jemand eine wertvolle Erfahrung gemacht. Ein Beurteilender darf sich hier nochmal die Perspektive des Beurteilten ansehen. Da kann man etwas draus machen. Kann aber auch furchtbar schief gehen.
Ansonsten, das Urteil, ein guter Lehrer zu sein, ist ein schönes Lob. Ich bin schon mit "Der macht seine Sachen anständig." zufrieden.