Beiträge von O. Meier

    Nein, ich rede nicht vom bisherigen System, sondern dem mit der Kernarbeitszeit. Da wird nämlich alles außerhalb einfach zusätzlich erwartet. Zumindest eben an der Schule, wo dies gerade von mir angesprochen wurde.

    Das übliche Rumgedruckse, mit dem man Lehrer bei der Arbeitszeit bescheißen möchte. Wenn man nicht vorhat, feste Arbeitszeiten einzuführen, sollte man solche auch nicht herbeilügen. Wie gesagt, bei betrügerischer Absicht des Dienstherren lohnt es sich nicht, überhaupt über Arbeitszeitmodelle zu diskutieren. Wie sie mich über'n Leisten ziehen, ist doch nicht so wichtig.

    dass man dies immer alles innerhalb der Kernarbeitszeit erledigen kann

    Nain. Behaupte ich nicht. Womöglich nicht für alles Schulen. Notwendige Tätigkeiten bei uns, also Unterricht, Vorbereitung, Klausurkorrekturen, Prüfungen, Notenkonferenzen könnte man durchaus in einem solchen Zeitfenster unterbringen.

    Und wenn es notwendige Tätigkeiten ibt, die man nicht mit (durchschnittlich) 8h/Tag, also 40 h/Woche, erledigen kann, hat man womöglich zu wenig Personal.

    oder der AG dann bereit wäre, diese Zeit auszugleichen. Davon ist nämlich bisher in dem System keine Rede

    Genau das ist der Punkt. Bisher wird sich über die Überstunden einfach hinweggelogen. Würden diese erfasst, würde das schon schwieriger. Wenn der Dienstherr allerdings sowieso erwartet, dass man die Überstunden verschenkt, kann man sich jedes Arbeitszeitmodell sparen. Da stimmen wir überein.

    der Rückschluss, dass ich deshalb eben noch mehr machen soll, damit die anderen auch erfasst werden soll, wird von mir eindeutig nicht unterstützt.

    Dann ziehe doch diesen falschen Schluss nicht. Was musst du denn mehr machen, nur weil eine Uhr mitläuft?

    Überstunden, die ausgeglichen werden, sind mir übrigens lieber als solche, die ich verschenken muss. Vielleicht würden sich die Verantwortlichen dann auch mal überlegen, welche unserer Tätigkeiten denn wirklich notwendig sind, und welcher Mist uns nur von der Arbeit abhält. Dann könnten wir die notwendigen Dinge in kürzerer Zeit sogar besser, nämlich mit höherem Wirkunsgrad erledigen.

    Und das sind alles Dinge, die in der Grundschule durchaus notwendig sind.

    Und wenn das notwendig ist, ist das eben auch Arbeitszeit und muss als solche gerechnet werden. Dass diese Zeiten bisher nicht erfasst werden, ist doch die Sauerei. Derjenige, er die sagt, dass du Muscheln sammeln oder ins Museum gehen sollst, muss eben mithalten, wieviel Zeit das braucht und wieviel von deiner Arbeitszeit dann noch übrig bleibt. Er wird dir auch sagen müssen, ob du das in der Kernzeit machen sollst oder als Überstunden. Und er muss sich auch überlegen, in welcher Form, die Überstunden ausgegliechen werden.

    Diesen ganzen Kopp müssen sich weder unser Dienstherr noch unsere Vorgesetzten machen, weil wir ihnen vermitteln, dass das schon passe, wenn wir ihnen die Überstunden schenken.

    Was fällt „außerhalb des Schulgeländes“ an?

    Da fallen mir Praktikumsbesuche udn Fortbildungen ein. Das liefe dann wohl so. Morgens kommen, acht Uhr, anstempeln, Unterricht, Besprechungen, Telefonate etc. Dann von der Schule losfahren, Uhr läuft weiter, Praktikumsbesuch erledogen, in die Schule fahren, abstempeln, Feierabend.

    Ja, da würden dann Zeiten erfasst, die heutzutage untern Tisch fallen. Es fallen aber nicht mehr Überstunden an, sie werden nur auch wahrgenommen.

    Ganz im Gegenteil, es gibt eben soviel, was man gar nicht in dieser Kernarbeitszeit erledigen könnte, weil die Sachen nun mal außerhalb des Schulgeländes besorgt werden müssen usw. so dass bei dem Modell mit der Arbeitszeit es viel viel mehr Überstunden als bisher schon sind.

    Damit Überstunden ausgeglichen/bezahlt/abgefeiert/whatever werden können, muss man sie erstmal erfassen. Da das in der Regel derzeit nicht geschieht, steht man enstprechend näse da.

    Bei einer Erfassung läuft's dann so: wer eine Tätigkeit, inner- oder außerhalb des Schulgeländes anordnet, die über die Kernzeit hinausgeht, muss eben auch einkalkulieren, dass die angefallenen Überstunden wieder weg müssen, d.h. das anderes nicht erledigt wird. Da muss man natürlich mit der Arbeitszeit der Lehrer entsprechende haushalten. Nicht, dass da am Ende der Unterricht ausfällt, weil Überstunden abgebummelt werden müssen.

    Wenn die Verantwortlichen, denen alle sieben Minuten neue Aufgaben für Lehrer einfallen, mal gegenhalten würden, wo die Zeit, in der das alles erledigt werden soll, denn herkommt, sähe vieles ganz anders aus. Und wir könnten den Kram auch ordentlich erledigen.

    Ich komme dann auch in der Ferienzeit von 7.30-16 Uhr in die Schule und wenn ich dann nichts zutun habe, warte ich die Zeit dort ab.

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass es da nichts zu tun gibt.


    ch meine tatsächlich, dass man mit dem Modell, wo man angeblich dann wirklich immer Feierabend hat, dann nicht auf die volle Stundenzahl kommt, weil dies ja nur die Schulzeit betrifft. Und wenn man eben dann doch nicht Feierabend hat, man noch mehr Überstunden als mit anderen Modellen macht.

    Die Impilakation, dass die kumulierte Jahresarbeitszeit von Lehrern bisher also geringer sei, als die vorgeschriebene Arbeitszeit von Beamten, ist den Kollegen gegenüber, die sich den Buckel wund schuften, eine ziemliche Unverschämtheit.

    Der spannende Punkte für mich ist der, dass der Dienstherr sich entscheiden muss, was er will:

    1. Feste Arbeitszeiten mit verpflichtender Kernzeit

    2. Ihr erledigt, was zu erledigen ist, und schaut zu, wie ihr euch das einteilt.

    Bei ersterer Wahlmöglichkeit gibt es kein Problem mit Vertretungen, Konferenzterminen, Elterngesprächen, weil immer genug Leute bzw. gerade die Richtigen da sind. Dafür muss man in Kauf nehmen, dass auch was liegen bleibt, wenn am Kernzeitende der Hammer fällt.

    Mir dünkt, dass er Ausgangspunkt für diesen Thread war, dass manche Schulleiter (womöglich auf Anraten von oben) gerne beides hätten. Da biegt sich das Blech dann in zwei unterschiedliche Richtungen, das macht knack.

    Das würde trotzdem nicht hinhauen, denn das wird es ja in den Ferien eher nicht geben und dann fehlen ein paar Stunden.

    Du meinst also tatsächlich man hätte Schwierigkeiten, die volle Arbeitszeit auszufüllen? Ehrlich? Lehrer sind doch faule Säcke?

    Wäre es so ungewöhnlich, dass Lehrer auch in der unterrichtsfreien Zeit arbeiten? Wenn keine Schüler da sind, ist eh nichts zu tun? Man kann natürlich auch mit Überstunden hantieren, die man entsprechend abfeiert. Ich bin mir einigermaßen sicher, dass bei einer korrekten und vollständigen Erfassung der Arbeitszeiten die meisten Kollegen besser fahren würden, als mit der Selbstausbeutung, die so manche betreiben.

    Wenn jemand nur in den Kernarbeitszeiten anwesend ist, dürfte es mit der Gesamtstundenzahl etwas eng werden. Also wird nicht immer um 16 Uhr schluss sein können.

    Deshalb sind es ja Kernzeiten. Um auf die volle Stundenzahl zu kommen, muss man etwas früher kommen, etwas später gehen oder die Pause durcharbeiten. Mit 8,5 h am Tag kommt man schon auf 42,5 Stunde in der Woche. Da kann man sogar Freitags früher flitzen.

    Das größere Problem dürfte sein, allen Kollegen entsprechende Arbeitsplätze zur Verfügung zu stellen. Da dürfte schon in den meisten Fällen die Architektur dagegen sprechen. Von der Ausstattung fange ich schon gar nicht an.

    Wir haben leider keine Putzkolonne und können daher keine Kopfschüsse erlauben. Wie wäre es, sich viel zu warm anzuziehen und totzuschwitzen? Oder eine kleine Dosis Gift intravenös? Oder von Piraten entführen lassen?

    Das dauert alles recht lange. Der Smiley für obige Situation brauchte schnelle Erlösung von dem Stuss, dem Bänker sich zusammenlügen.

    Danke.

    Die Banken kassieren natürlich ab: 7,90€ Kontoführungsgebühren pro Monat und 0,39€ pro Transfer in dem Beispiel.

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine Schule in kommunaler Trägerschaft von einer z.B. Sparkasse in kommunaler Trägerschaft nicht auch ein besseres Angebot bekommen kann. Und ansonsten sind das eben Kosten die anfallen. Wenn die sonst keiner bezahlen will, werden die auf die Eltern bzw. Schüler umgelegt.


    Dazu kommen bei einem Schulgirokonto, dass Eltern, die für eine Klassenfahrt auf dem Konto ansparen, in den Verdacht der Geldwäsche geraten.

    Ja, ist klar. <Ich suche nach dem Smiley, der sich vor Frust in den Kopf schießt, kann den aber nicht finden. Könnte da ein Admin mal nach schauen?>

    keine Schulkonten. Da bleibt nur Privatkonto oder nicht fahren.

    Ich entscheide mich spontan für nicht fahren. Mein Privatkonto könnte ich, falls ich das wollte, schon deshlab nicht nehmen, weil es eben ein Gehaltskonto ist, dessen Bedingungen keine dienstlichen Überweisungen erlauben.


    Das Privatkonto darf man dafür eben nicht nehmen. Das wurde uns am Anfang dieses Schuljahrs noch einmal ausdrücklich mitgeteilt, weil das viel zu einfach wäre und man uns das Leben weiter schwer machen muss ... - das war natürlich nicht die offizielle Bergründung, aber es ist einfach deppert.

    Also ich bin es leid, immer wieder strukturelle Defizite mit privaten Ressourcen auszugleichen. Ich habe keine Lust, mehrere Tausend Euri auf einem Konto 'rumliegen zu haben, auf das sie nicht gehören.

    Wer es einfach haben will, nimmt das Geld in bar und quittiert den Empfang.

    Noch schlimmer. Wer will den ein paar tausend Euri in bar 'rumliegen haben? Wer trägt das Risiko bei Verlusten? Und wie kommt das Geld zum Reiseveranstalter, wenn nicht am Ende doch über das Privatkonto?

    Geld in bar einsammeln? Am Gesäß.

    Sorry, da stimmt was nicht. Wenn doch Klassenfahrten ach so wichtig sind, pädagogisch wertvoll und blablabla, sie teilweise sogar in den Schulgesetzen verankert sind, zumindest aber in Erlassen, wenn sie in den Schulkonzepten stehen, warum fehlt es denn an den Möglichkeiten, diese überhaupt nur zu organisieren oder abzuwickeln?

    Da will uns doch jemand hinten 'rumheben.

    Echt schade, dass das Vertrauen in unsere Fähigkeit, so eine Fahrt ordentlich zu planen und durchzuführen, bei immer mehr Beteiligten offenbar nicht vorhanden ist.

    Noch ein Grund nicht zu fahren. Es ist wie immer: wenn man etwas nicht macht, muss man sich darüber kurz das Gemecker anhören. Wenn man es macht, hat man die ganze Arbeit und darf sich als Belohnung noch anmeckern lassen.

    Nee, kein Bock.

    Sie bekommen wohl einen Zettel und die Dienstanweisung, diesen auszufüllen: Deputat, Abminderung, Wünsche usw. und dort steht dieser Satz drauf und das muss unten unterschrieben werden.

    Also, wenn das so einfach ist, ist der SL ja schön blöd, wenn der sich nicht noch ganz andere Sachen von den Lemmingen unterschreiben lässt, z.B. dass sie einen Teil ihrer Bezüge an ihm abtreten und seinen Wagen waschen müssen.

    Aber mittlerweile erkläre ich geduldig alles auch ein x-tes Mal,

    In Bildungsgängen, deren Mathematikinhalte ohnhin nicht über die SekI hinauskommen, ist wiederholen ja quasi der Plan. Auf dem Weg zum Abitur oder zur FHR kann man aber zwei oder drei Jahre mit dem Wiederholen der Grundrechenarten verbringen. Da haben dann einfach die, denen die Grundlagen fehlen, das Nachsehen.

    das Schimpfen nutzt ja auch nichts.

    Diese Dichotomie kann ich allerdings nicht nachvollziehen.

    Daher wird am wahrscheinlichsten ein Schule/ Berufskolleg in Sozial- Gesundheitswesen sein.

    Vielleicht kann man aus dem Publizitikzeug irgendetwas medienrelevantens machen. Dann käme ein BK mit einer Gestaltungsabteilung in Frage. Kann aber auch kompletter Blödsinn sein.

    Es könnte sich lohnen, mit Schulen Kontakt aufzunehmen. Auch ein Nicht-Mangelfach kann lokal knapp sein. Wenn eine Schule interesse an dir hat, können die bzgl. Anerkennung vielleicht was drehen.

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