Beiträge von O. Meier

    rtlnord.de/nachrichten/von-reu…spann-volk-in-soltau.html
    Hier kommentieren die beiden (Mutter/Tochter) das selbst...

    Ich habe zwei Minuten durchgehalten. Die Tochter ist ein gutes Beispiel dafür, dass ein Lehrerhaushalt nicht immer effektive Bildungsnähe garantiert. Erscheint mir so, als seien die Damen bei RTL gut aufgehoben.

    Es gibt keinen gesellschaftlichen Problemkomplex

    Dem gesellschaftlichen Problem Handy stelle ich mich schon gar nicht. Die Schlacht ist verloren. Ich kann und werde niemanden davon abhalten, seine Lebenszeit an ein Dreieinhalb-Zoll-Display zu verschwenden. Hauptsache, es wird keine Pflicht.

    Was die hier angesprochene "sinnvolle" Nutzung der Geräte anbetrifft, so hat diese wenig mit den Unterrichtsstörungen furch Handys zu tun. Die Schüler sollen auch mit einem Stück Kreide auf der Tafel schreiben können. Daraus kann man aber nicht ableiten, dass man sie im der Pause mit der Kreide rumwerfen lassen sollte.

    Auch ist mir noch nicht klar, was denn eine sinnvolle Nutzung sein könnte. Keine Vokabeln zu lernen oder seinen Taschenrechner[1] nicht mitbringen zu müssen, überzeugt mich noch nicht so. Das sind soch eher Rückfalloptionen.

    Ich kann das vielleicht nicht so gut beurteiolen, da ich kein Smartphone besitze. Insofern werde ich den Schülern auch wenig dazu erklären können, da fehlt dann doch die Erfahrung. Die Diskussion, ob der Dienstherr nicht für dienstliche Geräte und entsprechende Fortbildungen sorgen müsste, mache ich hier lieber nicht auf.

    Ob die Kollegen, die solche Geräte nutzen, den Schülern erheblich weiter helfen können, darf auch bezweifelt werden. So versiert erscheint mir der Umgang nicht, wenn man mal am Rande die "technischen Fachgespräche" mitbekommt.

    Nunja, die zusätzlich Aufgabe "Digitalisierung" zu unterrichten, bedarf zusätzlicher Ressourcen. Da die nicht in Sicht sind, wird's wohl nichts. Gut, da gibt es noch das punktuelle Engagement einzelner Kollegen. Aber trotz aller Mühe und Liebe ist das ja kein Bildungskonzept.

    [1] Mal ganz abgesehen davon, dass das Meiste, was da so wenig inspiriert eingetippt wird, im Kopf schon gerechnet sein könnte, bevor die Rechner-App überhaupt gestartet ist. Bevor ich den Schülern also erkläre, wie man denn "bei der blöden App Brüche eingibt" oder dergleichen, lasse ich sie doch lieber ein Bisschen Kopfrechnen üben.

    O. Meier, das Thema mit der SL hatten wir schon. Je nach Schule sind Ordnungsmaßnahme durch die SL leider undenkbar.

    Dann habenwir da vielleicht Glück. Ansonsten, wenn mir also die SL zu verstehen gibt, dass sie nicht möchte, dass ordnungsgemäßer Unterricht durchgeführt wird, würde ich mich daran halten. Die betreffenden Störenfriede filtern sich trotzdem über die Noten 'raus.

    Einem meiner Kollegen wurde vom Schüler Prügel angedroht,

    Damit sind wir dann im Bereich der Straftaten. Ich hoffe der Kollege hat entsprechend reagiert.

    Denn selber das Handy ausschalten oder wegnehmen darf sie ja nicht. Das darf nur die Polizei.

    Da haben wir in NRW wohl die genehmere Regelung. "Vorrübergehende Wegnahme von Gegenständen" ist als erzieherischer Eingriff explizit im Schulgesetz aufgeführt. Die wenigen Fälle, die sich mit Berufen auf eine RTL-Sendung und die dort getätigte Aussage eines "Anwalts" weigern wollten, konnte ich mit schlichtem Benennen des Paragraphen recht leicht umstimmen.

    Bei uns zumindest ist das Thema kommende Woche TOP einer GLK,

    Bie dem TOP müsste ich bestimmz ganz dringend ... Da lausche ich doch lieber der Spülung, bevor ich man dazu was anhöre. Um dafür zu soregn, dass mein Unterricht handyfrei ist, brauche ich keinen Beschluss eines solchen Gremiums.

    Sollte da womöglich ein Handyverbot außerhalb des Unterrichts beschlossen werden, würde ich dessen Durchsetzung das gleiche pronostizieren, was bei uns vom Nichtraucherschutz übrig blieb.

    Und gegen das permanente Bedürfnis inhaltsleere bis unsinnige Texte austauschen zu müssen, kommt man eh nicht an.

    Bin gespannt, welche geniale Idee jemanden dazu getrieben hat, das auf die Tagesordnung zu setzen. Bitte um weitere Berichte.

    außerdem gab es Anhaltspunkte für die private Nutzung

    Es ging um die dienstliche Nutzung privater Geräte nzw. Accounts. Offenbar hat sie keinen Zettel dazu bei Ihrem Dienstherren unterschrieben. Ein weiterer Unterschied ist, dass sie keine privaten Geräte hätte nutzen müssen, weil ihr Dienstherr ihr welche zur Verfügung stellt.

    Ja, aber mir persönlich scheint die Konsequenz die man daraus ziehen kann, ähnlich: bloß nie ehrlich sagen/fragen was Sache ist, sondern krankmelden.

    Das war meine Konsequenz aus dem "Arbeitszeiten"-Thread nicht. Vielmehr habe ich dazu geraten, die Angelegenheit verbindlich zu klären bzw. klären zu lassen, statt sich mit dem Blabla eines Schulleiters abspeisen zu lassen.

    Die einzige Parallele ist, dass ich in jedem Fall eine falsche Krankmeldung weder gutheißen noch empfehlen kann.

    PS: Wenn mir diese Spitze noch erlaubt ist, so möchte ich noch anmerken, dass das starke Bedürfnis die Tochter ins Dschungel-Camp zu begleiten, statt sie von der Teilnahme abzuhalten, auch irgendwie nicht gesund vorkommt.

    Man kann sie natürlich in der Schule machen, aber diese Zeitersparnis ist mir die selbstgeschaffene Infrastruktur eindeutig wert.

    Wenn ich die Recherche nicht durchführe (weil es nicht geht), kostet das schon mal gar keine Zeit. Wenn die Recherche zu lange dauert, weil die Infrastruktur das nicht hergibt, muss ich entscheiden, ob es gerechtfertig ist, dafür andere Tätigkeiten nicht auszuführen.

    Ich arbeite dich nicht länger, weil irgendetwas technisch nicht geht. Wenn einzelne Tätigkeiten länger brauchen, kann ich insgesamt nur weniger davon ausführen.

    Ich sehe mich als Lehrer zwischen Angestelltem und Selbständigem.

    Wenn man von falschen Voraussetzungen ausgeht, muss man sich nicht wundern, wenn man zu unsinnigen Folgerungen kommt. Vielleicht bin ich da etwas schlichter gestrickt, aber ich sehe mich als Beamter, weil ich einer bin. Ich sehe mich ja auch nicht als Pferd.

    Wäre man als Lehrer selbstständig, hätte ich diesen Beruf sicherlich nicht ergriffen. Da müsste der Markt schon erhebliche Gewinnaussichten bieten, um das Risiko auszugleichen.

    Ich erfreue mich daran, wenn ich meine Arbeit gut erledige.

    Ich auch. Ich erledige diese so gut, wie es im Rahmen der Möglichkeiten und Gegebenheiten geht. Da bin ich dann zufrieden.

    Wenn ich dazu technische Geräte kaufe, weil sie mir mein Dienstherr nicht zur Verfügung stellt, dann ist das bis zu einem gewissen Grad in Ordnung so.

    Finde ich nicht. Wenn die Geräte für die Arbeit notwendig sind, sehe ich zur dienstlichen Anschaffung keine Alternative. Können die Geräte die Effizienz der Arbeit erhöhen, so muss der Dienstherr entscheiden, ob er diese Effizienzsteigerung in Anspruch nehmen möchte oder nicht.

    aber auch ein Mehr an Eigenständigkeit

    Wozu brauche ich das?

    das macht eine Schule hier in der Gegend so: Jeder Lehrer muss sich auf eigene Kosten ein Ipad kaufen

    Da wäre ich ja mal gespannt, wie man diese "Verpflichtung" durchsetzen will. Komische Vorstellungen haben manche Leute.

    Also die zwei Rechner, die es bei uns im Lehrerzimmer gibt, brauchen mindestens 10 Minuten bis man überhaupt einen Browser öffnen kann, der dann langsam ist und die Hälfte der Seiten gesperrt sind. Da bin ich auf meinem Laptop bereits fertig.

    Also eigentlich eine harmlose unaufwendige Tätigkeit, die mit einigermaßen zeitgemäßer Ausstattung problemlos zu bewältigen wäre, oder?

    Wir haben auch nicht so viele Rechner, die noch dazu lahm sind.

    Also keine ausreichende Ausstattung für eine simple Internetrecherche? Dann wäre meine Entscheidung klar. Da wäre meine Entscheidung klar. Wenn es keine Recherche-Möglichkeit gibt, recherchiere ich nicht.

    Solche Sachen wären doch prima in Springstunden zu erledigen. Wenn mein Dienstherr nicht möchte, dass ich das tue, mache ich es auch nicht. Da bin ich brav.

    Außerdem kann ich zu Hause meinen Unterricht besser vorbereiten.

    Kann ich verstehen. Ist auch OK. Ich sehe aber trotzdem keinen Grund, zu Hause eine Infrastruktur zu unterhalten, die die nicht vorhandene dienstliche ersetzen soll. Warum soll ich denn zu Hause etwas tun können, das in der Schule nicht geht?

    Was gebt ihr von euch preis

    Meine dienstliche E-Mail-Adresse.

    wie lernt ihr die Schüler kennen?

    Durch die Interaktion im Unterricht.

    Habt ihr Ideen für Kennenlernspiele? Die Schülerinnen und Schüler kennen sich untereinander bereits.

    Dann brauchen sie kein Kennenlernspiel. Damit sie dich kennen, solltest du deinen Namen nennen.


    Welche Regeln setzt ihr außerdem zu Beginn fest?

    Ich nenne die Leistungsbewertungskriterien und die Klausurtermine. Es gibt Regeln zum Tafelputz (vorm Unterricht), Lüften (entweder in der Pause wurde gelüftet oder ich lüfte im Unterricht), zur Müllentsorgung (immer unverzüglich), Einrichtung der Arbeitsplätze, Essen und Trinkem, Toilettengänge. Eigentlich alles Selbstverständlichkeiten usw., die meiner Erfahrung nach aber für viele junge Menschen gar nicht so selbstverständlich sind. Mittlerweile habe ich eine Liste von Dingen, bei denen mir aufgefallen ist, dass man sie tatsächlich erklären. Beim Durchgehen dieser muss ich dann aber immer innerlich mit dem Kopf schütteln, wenn ich merke, was ich da alles erklären muss.

    Ich brauche das Internet v.a. um z.B. nach aktuellen Daten zu recherchieren. Wenn ich z.B. mit meinen SuS den Treibhauseffekt bespreche und thematisieren möchte, dass die Emission von Treibhausgasen (wieder) steigt, brauche ich halt aktuelle Daten / Quellen.

    Wie aufwendig ist denn eine solche Recherche? Und, gibt es an eurer Schule keine Möglichkeit diese durchzuführen? Muss man dafür also einen privaten Rechner/Laptop verwenden?

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