Für mich wieder ein Argument dafür, dass Anhänger von Religionen sich vorrangig im privaren Bereich ausleben sollten...
Ich finde dazu passt ganz gut, an einer religiösen Veranstaltung, die derart in die Öffentlichkeit gerückt wird, nicht teilzunehmen.
Ich denke (wie Pepe), dass niemanden ein Zacken aus der Krone fällt,
Aus der Krone vielleicht nicht, aber aus seinem Verständnis für die eigene Religion. Religiöse Toleranz ist halt schnell gefordert, aber um so schwerer gewährt. Immerhin ist die Aufforderung zur Teilnahme an diesem Gottesdienst eben auch die Aufforderung, die Regeln der eigenen Religion zu brechen. Wie tolerant ist das?
Eine Krone trägt er übrigens gar nicht, er ist Rabbiner, nicht König.
Weil es zu den traditionellen Feierlichkeiten zu Ehren des Preisträgers gehört? Und weil der ausgezeichnete Herr damit auch ein deutliches Zeichen in seiner Religionsgemeinschaft setzen könnte?
Ein Zeichen wofür? Dass die Regeln der eigenen Religion nicht so wichtig ist? Dass Jüdinnen gut daran tun, sich an nicht-jüdische Kultur anzupassen? Finde ich zumindest mal schwierig.
Dann hätte der Herr vielleicht den Preis nicht annehmen dürfen, denn zu den "Kulthandlungen" der Preisverleihung gehört die Messe.
In der Tat könnte es sich lohnen, genauer zu schauen, was für ein Preis das sein soll. Warum hört denn zu einem „Europa-Preis“ ein katholischer Gottesdienst? Möchte man ein einiges Europa oder ein katholisches? Oder ist man halt in Aachen und da macht man bei allem 'ne Messe?
..., weil ... Ja warum eigentlich? Achso, hamma schon immer so gemacht. Gerne, aber ich sehe nicht, wie man aus einer solchen provinziellen Scheuklappenweltsicht eine einiges (und womöglich noch modernes) Europa befördern will.