Beiträge von O. Meier

    Jesus ist auf Karfreitag gestorben

    Unwahrscheinlich. Zumindest, wenn man auf die absurde Idee käme, diese Geschichte am Maßstab der Realität zu messen. Die Idee bei der Kreuzigung ist ja gerade, dass sie lange dauert. Es dauert einige Tage, bis man tot ist. Bis dahin ist es Folter.

    Wenn jemand Freitag Abend oder Nachmittag ans Kreuz gehangen wird, dürfte sie wohl kaum schon am gleichen Tag gestorben sein. Auch, ob das bis Sonntag früh passiert ist, darf bezweifelt werden.

    Vielleicht wäre auch Tom Riddle besser gefahren, wenn er statt berühmter Artefakte unauffällige Gegenstände als Horkruxe gewählt hätte. Wo wir gerade dabei sind, wie man Tode auferstehen kann.

    Ich glaube, das Missverständnis besteht in der Annahme, dass Feiern immer ausgelassen (oder toll, bunt, laut, fröhlich) sein müsse.

    Nein, muss nicht. Ruhe an Feiertagen ist ganz angenehm. Und überhaupt leben wir in einer sehr lauten Welt, auch werktags sollte man etwas vorsichtiger mit Geräuschemissionen sein.

    Was nun die, die ruhig und besinnlich feiern möchte, daran stört, dass andere in Clubs oder anderen geeigneten Veranstaltungsräumen tanzen, kann ich nicht nachvollziehen.

    eigentlich müsste Karfreitag für Christen ein Tag der Freude bzw. ein Tag der Zuversicht sein, weil der "göttliche Plan zur Rettung der Menschen" Wirklichkeit wurde.

    Nicht für die Jünger damals. Aber rückblickend schon.

    Der Plan war, dass jemand zu Tode gefoltert wird, jedoch mindestens ins Koma. Ich finde das nur ekelig und das ist auf keine Art ein Anlass zum Feiern. Ich kann auch nicht sehen, dass es den Menschen dadurch irgendwie besser gehen könnte oder sie gar „gerettet“ worden sein könnten.

    Den meisten Leuten dürfte es allerdings sowieso egal sein, worum es dabei gehen soll. Das ist halt ein freier Tag. Da kann man ausschlafen, ein Buch lesen oder tanzen. Geht alles.

    nicht nachvollziehen kann, warum einige so darauf bestehen, dass man sein Privatgerät aus Prinzip NIE nutzt?

    Darfst du schon, halt nur nicht im Dienst.

    Ernst bei Seite: Das Land, die Schulträgerin, whoever (nachfolgend „Betreiberin” genannt) soll sicher stellen, dass ein System funktioniert, und zwar mit Mittel, die die Betreiberin hat oder anschafft. Privatgeräte sollte also nicht Gegenstand der Planung sein. Ob man zusätzlich private Geräte zulässt, sollte man davon abhängig machen, wie groß der Aufwand dafür ist.

    Was den vorliegenden Fall der 2FA anbetrifft, so wollte ich als Betreiberin eine hohe Zuverlässigkeit sicherstellen. Das ist einfacher, wenn man keinen Geräte-Zoo einbindet.

    Was machst du, wenn dir eine Lehrerin mitteilt, dass sie eine wichtige E-Mail der Schulleitung nicht lesen konnte, sie konnte sich nicht anmelden, irgendwas stimmt mit ihrem Privat-Handy nicht?

    Vom genörgel wird's auch nicht besser.

    Ich kann auch aus andern Gründen Nörgeln nicht wirklich empfehlen. Muss man empfindlich dosieren, sonst geht’s auf die Laune.

    Mir ist es ehrlich scheiß egal ob sich der Arbeitsort, den ich verlasse, später verbessert oder nicht.

    Mir ist es sogar egal, ob sich der Arbeitsort, an dem ich bleibe, verbessert. Wie gesagt, manches störte mich wirklich, wie dreckige Toiletten oder keine Fahhradabstellmöglichkeit. Für das meiste gilt, dass ich mit dem arbeite, was da ist, bzw. so, wie es möglich ist. Wegen unzureichender Technik mache ich mir schon lange keinen Stress mehr.

    Sollte es in meinem Bundesland (NRW) soweit kommen,

    Unwahrscheinlich.

    werde ich einfach weitergendern und mal gucken was passiert

    Insubordination? No way. Ich werde schon Formulierungen finden, die alle einschließen und keine Sterne enthalten. Mir gefällt immer noch die Böhmermann’sche Variante. Aber die ist vielleicht nicht „bürgerinnennah“ genug. Mal sehen.

    Meine Geräte sind aber deutlich leichter, als Bücher

    Ich nehme mal ein Buch mit in de Klassenraum. Kein Problem.

    oder Zettelwirtschaft

    Was wiegt denn so ein Klassensatz Arbeitsblätter?

    Auch Bücher, Notizbuch, Arbeitsblätter, Notenlisten trage ich nicht ständig bei mir. Ich habe noch nicht mal immer ’ne Brille auf oder die Armbanduhr um.

    Ich habe nirgends unzureichende Technik

    Ich auch nur in der Schule.

    Ich glaube du solltest mal die Schule oder das Bundesland wechseln.

    Glaube ich kaum. Es gibt einiges, was mich an der Schule stört. Und das Bundesland begeistert mich auch nicht immer. Ich bleibe trotzdem. Wegen so etwas nachrangigem wie schlecht gewarteter Technik, wechsele ich doch nicht die Schule. Wenn die Toiletten nicht ordentlich gereinigt würden, okay, dann müsste man sich etwas überlegen. Aber weil die Computer fürs Gesäß sind? Pfft.

    Und überhaupt. Wenn ich die Schule wechselte, bliebe ja an der alten alles unverändert. Was bringt das?

    Erstmal danke fürs Update, Morse' . Dass die neuere Antwort etwas anders ausfällt, zeigt, dass die entweder keine Ahnung haben, wovon sie reden. Oder. Es kommt Bewegung in die Sache.

    Also erstmal abwarten.

    „Schauen Sie doch mal in den App Store.“ ist genau so ein unverschämtes Schulterzucken wie „Fragen Sie Ihre freundliche Schulträgerin.“ Irgendwie macht das keinen Sinn, das alle irgendetwas auf den Dienstgeräten installieren.

    Ich machte mal nix, bis was verbindliches käme. Dann benutzt man das System im

    Rahmen dessen, was möglich ist.

    Ob das Zeuch überhaupt mal Funktionen haben, die den Schulen etwas bringen, ist ja auch noch nicht klar.

    Aktuell sehe ich aber eher, dass das „nicht Gendern“ inoffiziell verboten wird.

    Ja, die Behauptung hört man immer wieder.

    Reich mal einen Unterrichtsentwurf im Seminar ein und schreibe „Schüler“

    Wenn man eine Klasse mit nur männlichen Schülerinnen hätte, wäre das wohl zutreffend. Warum sonst sollte man so formulieren?

    Schülerinnen und Schüler

    Das wäre dann nicht gegendert im Sinne der Einbeziehung aller Geschlechter, sondern nur eine (binär)-geschlechterneutrale Formulierung, in Übereinstimmung mit den Vorschriften, wie sie z. B. gerade in Hessen erlassen wurden.

    Donnerwetter vom Fach- oder Hauptseminarleiter

    Klingt unprofessionell.

    Danach sprechen wir dann noch einmal darüber, welche Version heute de facto verboten ist.

    Eine (inoffizielle) Pflicht zur Verwendung der in Bayern oder Hessen oder whereever verbotenen Varianten sehe ich nicht. Die kommen in deinem Beispiel gar nicht vor.

    Kann es sein, dass du da sprachliche Regelungen mit Eintragungen in behördliche Register verwechselst?

    Das kann sein. Wobei ich einen Zusammenhang sehe. Es ergibt doch wenig Sinn, den Geschlechtseintrag „divers“ zu vermerken, die Person dann aber männlich oder weiblich anzusprechen.

    Ich würde den Kurs gerne irgendwann machen, aber zu den Bedingungen ist es absolut unrealistisch für mich.

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich die Bedingungen ändern. Die werden von leuten emtwirfen, die selbst kein Interesse daran haben, dass du diese Fortbildung machst. Die haben kein Problem mit zu wenig Informatik-Lehrerinnen oder anderen Realitäten an den Schulen. Die verwalten nur.

    Mach's nicht und hoffe darauf, dass irgendwann doch auffällt, dass es einen Mangel gibt.

    Personalrat

    Das müsste der Personalrat auf Landesebene sein, damit die Information auch da hinkommt, wo die Entscheidungen getroffen werden.

    beide Geschlechter berücksichtigt

    … und non-binäre ignoriert. Laut Urteil des Bundesverfasssungsgerichts müssen wir auch diese sprachlich beachten.

    Es geht also gerade nicht um ein "zurück zum generischen Maskulinum

    Darauf wird es aber in vielen Fällen hinauslaufen. Konsequenterweise hätte man auch das auf die Liste der unverzeihlichen Flüche setzen müssen. Hat man aber nicht.

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