Die Dienstgeräte sind in Ordnung und laufen und tun was sie sollen.
Wo ist denn definiert, was „sie sollen“? Ich kann mich entsinnen, dass sie angeschafft wurden und anschließend überlegt wurde, was man damit mache.
Dass man mit 500 Euro den Hardwarebedarf für eine Lehrerin befriedigen kann, ist jedenfalls eine Illusion. Mir erklärte damals eine der an der Entscheidung Beteiligten, dass man sich für iPads entschieden habe, weil einen Laptop viele schon hätten, sonst zumindest einen Computer zu Hause. Das iPad solle man also ergänzend zur privaten Hardware verwenden. Als DAS Dienstgerät waren sie nie gedacht.
So oder so hätte es nichts fürs ubiquitous computing gegeben. Mobiltelefone waren im Erlass explizit ausgeschlossen. Also gab es nichts, was man ständig mit sich herumtragen kann. Als dann das elektrische Klassenbuch eingeführt wurde, trug dieser Mangel entsprechend auf. Aber niemand fragte nach anderen Geräten. Man nahm einfach das private Handy.
Was auch immer die Dienstgeräte „sollen“, und vielleicht machen sie das, es gibt immer wieder Situationen, in den andere Geräte das besser können, die passende Software haben, die bessere Netzanbindung oder nötige Peripherie. Die Dienstgeräte sind eben nicht die wasserfesten Sandalen, die man uns vorlügt, sondern nur eine halbherzige Lösung, die insbesondere durch den Unwillen, für Digitalisierung Geld auszugeben, beschränkt sind.
Aber wenn ich privat andere Ansprüche habe
Die dienstlichen Ansprüche sind relevant. Womit bekommt die anstehenden Arbeiten effizient erledigt? Die Antwort auf die Frage ist das, was man kaufen sollte. Dass massenhaft private statt dienstlicher Geräte benutzt werden, zeigt einfach, dass letztere nicht die optimale Lösung sind.
Und es gibt keinen Grund, sich dafür rechtfertigen zu müssen.
Und du bist sicher, dass du das nicht tust?
Mir ist es nicht wichtig, ob du dich rechtfertigst oder ob du meinst, das zu tun zu müssen. Mir ist wichtig, dass man den status quo hinterfragt.
Ich muss mich auch nicht rechtfertigen, warum ich ein blaues und kein gelbes T-Shirt trage.
Schwache Analogie.