Beiträge von O. Meier

    Man muss sich um eine sinnvolle 2FA kümmern.

    Richtig. Und das passiert nicht. Insofern ist die Frage, was man sonst noch verwenden kann, unerheblich. Wenn der Aufwand vertretbar ist, kann man alles mögliche als zweiten Faktor hernehmen.

    Wenn es aber darum geht, überhaupt erstmal ein System ans Laufen zu kriegen, ginge ich von einer einheitlichen Lösung aus. In der Zeit, wo man noch abfragt, was wer vielleicht besser findet, können die Tokens schon geliefert sein.

    Ich halte Tokens in der Benutzung und im Aufwand des Mitführens für die handlichere Lösung. Ich habe Schwierigkeiten, nachzuvollziehen, was denn un am Handy besser sein soll. Dass es im Gegensatz zum Token aber „Luxus“ sei, halte ich für eine Übertreinung. Aber das spielt keine Rolle, so lange man sich überhaupt keine Gedanken um den zweiten Faktor macht. Insofern sind wir hier gewaltig an einer Strohfrau dran.

    Workflow

    Echt jetzt? Workflow? Es geht um eine Anmeldung mit 2FA. Wenn du das mit einem Token nicht hinkriegst, ist das kein Workflow, sondern ein anders geartetes Problem, das wir nicht vertiefen müssen.

    Eine einheitliche Lösung ist nun mal wartungsfreundlicher. Hier braucht’s aber keine Wahlmöglichkeit. Unnötiger Aufwand für einen Fetisch.

    Das ist aber nur eine Strohfrau bezüglich der Frage, dass man sich um einen zweiten Faktor kümmern muss, wenn man so etwas einführt.

    Mag sein, ist trotzdem ein Gerät mehr, dass man dabei haben muss.

    „Gerät“. Wir reden von einem

    Schlüsselanhänger. Und ja, mit zweitem Faktor „Besitz“ ist unpraktischer als ohne.

    Daher: Pflicht zum Token ist ungeschickt,

    Was heißt hier „Pflicht“. Das Land führt ein System ein und das nimmt man dann. Ja, die Dienstherrin macht Vorgaben, wie wir arbeiten. Deine Persönlichkeit wird dadurch nicht eingeschränkt. Du kannst gerne weiterhin Geräte „am Körper“ tragen.

    Ebenso gut, kannst du die Pflicht, einen Schlüssel für die Klassenräume mitzuführen, kritisieren.

    wieder abhängig von den persönlichen

    Zum Durchsetzen persönlicher Befindlichkeiten empfiehlt es sich, mit dem Fuß kräftig aufzustampfen.

    technischen Gegebenheiten

    Es geht ja genau darum, die technischen Gegebenheiten sinnvoll zu gestalten.

    Möglichkeiten/ dem Willen, sein Privatgerät zu nutzen.)

    Privatgeräte haben in einer anständig gewarteten Firmen-IT nichts zu suchen. Wenn wir in der Digitalisierung der Schulen jemals etwas erreichen wollen, dürfen diese in den Überlegungen gar nicht vorkommen. Das ewige „ich will aber” der Verweigerinnen hält auf.

    den "Luxus" genießen, nicht noch den Token nutzen zu müssen.

    Hardware-Token gibt es sogar drahtlos, die muss man im Zweifelsfall noch nicht mal aus der Tasche nehmen. Oder nur irgendwo auflegen.

    Dagegen ist, Handy rauszunehmen, freizuschalten, die App freizuschalten und dann das Einmal-Passwort abzutippen, echter Luxus.

    Vermutlich wirst du aber insofern recht behalten, dass die Stümperinnen von der Schul-„IT“ überteuerten Schrott anschaffen, bei dem alles andere als Luxus erscheinen wird.

    Da hilft wohl nur noch, denen rechtzeitig anzuzeigen, dass sie sich gar nicht kümmern müssen. Die Lehrerinnen werden, wie immer, die anstehenden Probleme mit privaten Ressourcen in der Freizeit lösen.

    So gesehen, hat dann auch das zitierte Ministerium alles richtig gemacht. Und Morse' genießt den Luxus, draußen bleiben zu müssen.

    Es geht mir noch nicht mal darum, was im Einzelfall praktischer ist. Es geht darum, dass endlich mal die Denkverbote für die Entscheiderinnen gelockert werden.

    Wer also 2FA möchte kümmert sich bitte auch um den zweiter Faktor. Und zwar grundlegend. Sie entscheidet sich bitte für ein System, dass nicht nur irgendwie funktioniert, sondern wirklich praktikabel ist. Sie initiiert keinen wartungsunfreundlichen Gerätezoo.

    Ich möchte nichts „empfohlen“ bekommen. Ich möchte einen zweiten Faktor hingelegt bekommen, der dann auch wirklich funktioniert.

    Das wäre bei allem anderen auch angebracht. Was nützt mir denn die Entscheidung zwischen Tablet und Computer, wenn beides die richtige Lösung wäre?

    Das wird alles nicht passieren, so lange die, die die Entscheidungen treffen, dafür zu dumm sind.

    trauen sich aber nix zu sagen

    Sollten sie aber. An einer Schule muss man sich um sich selbst kümmern, sonst geht man unter.

    PS: Bei uns sind mal wieder Mathematik-Lehrerinnen knapp. Auch krankheitsbedingt. Einige machen mehr Stunden, um etwas abzufangen. Ich wurde diesmal schon gar nicht gefragt, ob ich dazu bereit bin. Mittlerweile ist klar, dass ich das nicht kann. Wir mussten also umschichten, d. h. Lücken in anderen Bereichen reißen.

    Der Arzt den ich meine entscheidet gar nicht. Der fragt lediglich „Wie viel Wochen?“. Hab ich selbst bei dem erlebt.

    Der Rest ist akzidentelle Verallgemeinerung. Das sagt nichts über die übrigen Patientinnen und deren Gesundheitszustand. Insbesondere nicht im Einzelfall.

    Wenn du meinst, dass diese Ärztin nicht standesgemäß handelt, wende dich an die zuständige Kammer. Lass’ das nicht an den Patientinnen aus.

    nutze die nichtgenutze Zeit zB Spring- und Vertretungsstunden, Konferenzen, Arbeitsphasen von SuS etc. für die Unterrichtsplanung und andere dienstliche und private Angelegenheiten. Klar

    Mache ich auch, aber ohne einen Laptop mitzuschleppen. Manchmal gehe ich aber auch einfach spazieren.

    Ja, Menschen arbeiten unterschiedlich.

    Morse' Das „System“ soll doch landesweit eingeführt werden? Dann wäre das ganze wohl ein Thema für die Personalräte auf Landesebene. Hast du denen mal deine Erkenntnisse zukommen lassen? Gewerkschaft?

    Für mich interessehalber: Was ist das für ein Ding, bei dem ihr euch da anmelden sollt? Was kann das? Bzw. was könnt ihr nicht, wenn ihr euch nicht anmelden könnt?

    fürs Arbeiten: Also Unterrichtsvorbereitung, Klausurerstellen, Citrix etc. Webuntis funktioniert vermutlich, aber mir gehts darum, dass ich kein zusätzliches Gerät rumschleppen möchte.

    Wie wär’s andersherum? Der Laptop bleibt zu Hause und du machst mit dem iPad, was damit geht? Was nicht geht, geht nicht.

    Und noch anders: Das Herumschleppen von Geräten kann doch nur eine Ausnahme sein. Ich brauche in der Schule weder einen Laptop noch ein iPad. Für’n Unterricht schon gar nicht.

    Vielleicht sollte man von den Möglichkeiten her denken und aus denen das beste machen, statt sich unter Druck zu setzen, dass msn dies und das und jenes dringend bräuchte.

    Ich will einfach genrell nicht so viel vertreten

    Das ist eine gute Idee. Kümmere dich um dich selbst. Kläre das doch mit der Schulleiterin und den Vertretungsplanerinnen. Das sind deine Ansprechpartnerinnen. Die kranken Kolleginnen sind das nicht.

    Du kannst sicherlich genau angeben, ab wann die Vertretungen zu deiner Überlastung führen. Genug Erfahrung hast du sicher. Wenn niemand bei euch die Grenze kennt, kann sie auch niemand beachten.

    Was ist denn das für eine Authentifizierung, die zwingend ein Handy voraussetzt? Derartiges App laufen doch auch auf anderen Geräten.

    Formal korrekt

    Finde ich nicht. Die Nutzung eines privaten Gerätes ist maximal eine Notlösung. Sie als „naheliegend“ zu deklarieren, ist das Eingestehen eines groben Fehlers. Den muss man beheben, nicht nur aussprechen.

    Hier ist doch offensichtlich, dass man bei der Planung schon von der Nutzung der Privatgeräte ausgegangen ist. Über diese kann das Land aber nicht rechtmäßig verfügen. Das ist so formal nicht korrekt.

    Denn was sonst sollten die Mitarbeitenden auch tun

    Das, was das Ministerium schrieb. Sich an die Schulträgerin wenden. Am besten über die Schulleiterin. Dann wartet man ab. Bis dahin kann man, was auch immer, eben nicht nutzen. So etwas kann auch entspannend sein.

    Wie ich schon an anderer Stelle schrieb: Wer eine 2FA einführt, kümmert sich bitte auch um den zweiten Faktor. „Macht was ihr wollt“ ist eine Frechheit.

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