Vorsorgeuntersuchungen und Kontrolltermine sind nie medizinisch notwendig.
Das ist schlicht falsch. Selbstverständlich sind auch Vorsorgeuntersuchungen und Kontrolltermine medizinisch notwendig. Es gibt beispielsweise auch Kontrolltermine nach einer Krebserkrankung, die relativ genau eingehalten werden müssen. Da kann man nicht ein Jahr warten.
Grundsätzlich finden Vorsorgeuntersuchungen aber in der Freizeit statt, weil sie planbar und nicht akut sind. In dem von dir dargestellten Fall, ist das aber nicht möglich. Der Arzt hat nach deiner Aussagen in Ferien nicht geöffnet und deinen Stundenplan kennst du noch nicht, wenn du den Termin machen muss. Daher ist es dir anscheinend nicht möglich einen Termin außerhalb der Arbeitszeit zu vereinbaren. Wenn nun dein Stundenplan mit dem Termin kollidiert, gibt es zwei Möglichkeiten: a) Der Arzt sagt, dass es medizinisch kein Problem ist einen späteren Termin zu nehmen. Dann hast du wahrscheinlich Pech. b) Der Arzt sagt, dass es zeitlich nun notwendig ist. Dann hast du ein Anrecht auf Freistellung.
Wieso sollten das weniger sein als in anderen Fächern? Bei uns wurden die Unterrichtsbesuche je Fach durchgeführt, wir hatten damals 3 je Fach (aber ja auch nur ein Jahr, heute sind es deutlich mehr) und da haben die Sportler genauso drei Besuche gehabt, wie die, die Mathe als Fach hatten.
In den anderen Fächern, muss aber niemand eine Turnhalle reservieren. Noch mal für dich in kurz: Es wird kaum einer beim Erstellen des Stundenplans darauf Rücksicht nehmen, wann die Anwärter den nächsten Besuch planen. Es gibt viel zu viele andere wichtigere Aspekte. Und Du kannst die Verantwortung auch nicht nur an die Seminarleitungen schieben. Auch die können nicht jedem Anwärter den Wunschtermin geben. Es ist letztlich eine Absprache. Das mag an deiner Schule anders sein. Ich bin mir aber sicher, dass es an der Mehrheit der Schulen so läuft.
Ja, Termine vereinbaren und du hast behauptet, ich müsste mir wohl weniger Zeit freihalten als jemand, der anders arbeitet bzw. nur einen Teil meiner Arbeitszeit und das ist einfach, wie die Rechnung deutlich zeigt, mal wieder falsch!
Wöchentlich ist doch gar nicht wirklich zulässig. Und auch da gibt es Fristen und wie gesagt, dass ist nur ein Bruchteil der arbeitenden Bevölkerung, der Großteil hat wohl relativ feste Arbeitszeiten und damit die Probleme nicht, die ein Lehrer oder jemand im Schichtdienst
Mein Gefühl sagt mir, dass das gerade einiges durcheinander läuft. Noch mal klar: Auch andere Leute müssen sich bestimmte Zeiten freihalten. Ich weiß nicht, warum wöchentlich nicht zulässig ist. Im Netz findet man die Aussage, dass Arbeitsgerichte in der Regel mindestens 4 Tage vorgeben. Ich kenne auch Menschen, die ihren Plan eine Woche im voraus bekommen. Ich lerne aber gerne dazu, wenn Du eine Rechtsquelle hast.
Wenn Du mit einer halben Stelle in der freien Wirtschaft arbeitest, hättest Du eine Arbeitszeit von rund 20 Stunden. Dazu kommen noch die Pausen. Nach deiner Rechnung musst Du dir fast 22 h freihalten, bist Du deinen Stundenplan bekommst. Das finde ich eine sehr gute Lösung für dich. Laut dem statistischen Bundesamt haben rund 51% der Deutschen flexible Arbeitszeiten. Bei den Akademikern sind es ein 2/3. Dabei ist natürlich die Frage, ob nur der Arbeitsnehmer flexibel reagieren darf oder ob auch der Arbeitgeber Vorgaben macht. Ich kann mir vorstellen, dass in der Regel wie bei der Lehrkraft ist, dass der Arbeitgeber bestimmte Termine vorgibt und der AN die restliche Zeit frei einteilt.