Beiträge von Tom123

    Der Pädagoge muss keine Informatiker werden und der Informatiker muss kein Pädagoge werden. Wenn ich in einer Bank arbeite muss auch kein Bankkaufmann Informatiker werden, um die EDV zu warten.

    Die Lehrkräfte sind einfach Kunden. Sie formulieren ihre Wünsche und Ziele. Letztlich kann ich von einer Lehrkraft grundlegende Kenntnisse erwarten. Aber auch nicht mehr. Fachwissen muss hinzugekauft oder entsprechend ausgebildet werden.

    Bei den Beamten darf man auch nicht vergessen, dass später noch die Kosten für Pension und permanent die Kosten für die Beihilfe hinzukommen. Es macht wirtschaftlich überhaupt keinen Sinn eine Lehrkraft solche Aufgaben übernehmen zu lassen.

    Es gibt Firmen, die sich darauf spezialisiert haben. Wir haben bei uns vom Schulträger 2 EDV-Leute, die sich fast ausschließlich um die schulische Hardware kümmern. Selbstverständlich haben diese mehr Ahnung als 95% der Lehrkräfte. Und natürlich braucht es auch einen schulischen Ansprechpartner. Aber der sagt dann vielleicht, wir haben diese oder diese Probleme oder wir hätten gerne dafür eine Lösung. Wenn er kompetent ist, kann er auch ein wenig mehr machen. Ich installieren auch Software etc.. Aber ich fange sicher nicht an, irgendwelche LAN-Kabel zu verlegen oder massenhaft Festplatten zu tauschen.

    Wenn unsere Boards nicht funktionieren kommen ich auch kurz und sehe es mir an. In 80% ist es vielleicht auch ein einfacher Fehler und ich kann es direkt beheben. Und ansonsten wird der Schulträger oder der Hersteller angerufen und jemand kommt, repariert es und wird entsprechend bezahlt.
    Ich bin primär Lehrkraft und nichts anderes.

    Wenn ich mir das Bsp. mit der Schulleiterin, die den Keller auspumpt nehme. Natürlich kann es einen unvorhersehbaren Notfall geben und ich mache Dinge, die ich nicht machen muss. Und es ist vollkommen in Ordnung Beamte dazu zu verpflichten. Aber das kann nicht der Regelfall sein. Und das ist auch juristisches vollkommen klar. Der Dienstherr kann erwarten, dass ich meine rund 1.900 Stunden pro Jahr arbeite. Aber nicht mehr.
    Und ich kann ebenso erwarten, dass ich amtsangemessen eingesetzt werde. Ich bin Lehrkraft und nicht Hausmeister. In Berlin kommt sicherlich noch der Sonderfall hinzu, dass Dienstherr und Schulträger gleich sind. Bei uns würde das Land dem Schulträger deutlich sagen, dass die Lehrkräfte nicht für seine Aufgaben da sind.

    Und jetzt wird es ganz wild: Wenn in Nds. im Winter die Heizung in einer Schule ausfällt, dann fällt tatsächlich der Unterricht einfach aus. Meist gibt es eine Notbetreuung. Aber das war es. Keine Lehrkraft, die dann beginnt Bücher über Heizungen zu studieren um eben die Heizung zu reparieren.

    Wenn der Bezirks-IT-Verantwortliche Geräte besorgt, kosten die 4 Euro Transportpauschale, das ist auch tragbar.

    Nein, sie kosten nicht 4 €. Diese Geräte müssen ins Schulnetzwerk eingepflegt werden, Software muss aufgespielt werden, sie müssen gewartet werden etc.. Eine Lehrerstunde kostet rund 40 € brutto. Die PCs nutzt ihr vielleicht 5 Jahre. Wie viele Stunden wirst Du in dieser Zeit daran arbeiten? 500? Also 2 h pro Woche? Dann sind wir schon bei 20.000€.

    Dazu kommt natürlich noch weitere Hardware Festplatten etc., Verschleiss usw.. Und natürlich wird das Land sie irgendwann mal gekauft haben. Die wird die Person nicht auf der Straße gefunden haben.

    Mit Verlaub: Ihr müsst zwischen ehrenamtlicher Extraarbeit und dienstlichen Aufgaben unterscheiden.

    Es ist toll, wenn jemand seine Freizeit opfert um Schulen zu unterstützen. Aber das kann weder die Lösung für alles sein noch kann man es fordern.

    Wir müssen uns hier auf das konzentrieren, was man fordern kann und was das Land/der Schulträger leisten kann/will/soll.

    Wenn die Köchen krank wird, gibt es schlicht und einfach kein Mittagessen. Ggf. fällt der Ganztag aus, wenn es keine andere Lösung gibt. Genauso wenn zu viele Lehrkräfte fehlen, fällt Unterricht einfach aus. Egal ob es vorgegeben Betreuungszeiten gibt oder nicht.
    Es ist toll, wenn man etwas als Schule kompensieren kann. Aber das hat Grenzen. Für die Essensausgabe braucht man eine entsprechende Bescheinigung vom Gesundheitsamt. Also werden bei uns defintiv keine Lehrkrafte das Essen kochen. Ich stelle mir gerade Susannea vor, die morgen früh auf dem Dach ihrer Schule sitzt und das Dach repariert, wenn heute Nacht der Sturm ein paar Ziegel abreisst.

    Zum eigentlichen Thema:

    Für meine "alte" Schule hatte ich über meine Connections aus einer Firma, die neue Hardware beschaffte, 30 Lenovo-i5-Thinkpads für die Schule erhalten. ... 250 GB gab's für 30 €/Stück. Auf einer Platte Linux-elementary samt Edubuntu-Paket installiert und mit Clonezilla auf die restlichen FPs überspielt. Damit wurden 20 Core2Duo-Thinkpads frei, von denen ich 10 Stück im PC-Raum der neuen Schule zusätzlich installiert habe. ...
    - Mit etwas Hirnschmalz und wenig Geld leisten moderne PC 10 Jahre und länger an der Schule gute Dienste.

    Siehe Anfang des Postings. Es ist toll, was Du da ehrenamtlich bietest. Aber das verlangt weder dein Dienstherr noch kann er es erwarten. DAs sind Connection und viel Arbeitseinsatz und Kompetenz der EDV-Leute. Der Dienstherr ist aber weder bereit das zahlen noch die dafür notwendige Stunden bereitzustellen.
    Sobald der Dienstherr sagt: Bilden sie sich vor und erledigen alle Aufgaben und sie werden entsprechend freigestellt und alles bezahlt, bin ich ganz bei dir. Davon sind wir aber (bis auf Ausnahmen wie Susanneam) meilenweit von entfernt.

    Haben wir auch schon andere Lösungen gefunden, hinstellen und schreien, es muss aber anders, nützt meist nichts. Und bringt einen nicht weiter.

    Muss man auch eine Lösung finden, sonst entfällt nämlich ohne Heizung im Winter der komplette Unterricht und die Betreuung.
    Und nein, da wird in der Regel dann keiner ausgebildet, sondern mit dem gearbeitet was man hat.

    Übrigens hat Berlin soviele Quereinsteiger, dass man viele Berufe vertreten hat ;)
    Kann also auch Vorteile haben.

    Naja, wenn man solche Multitalente hat, ist ja alles klar.

    Wenn wir keine Köchin habe, haben wir halt kein Mittagessen.
    Wenn die Heizung im Winter ausfällt, fällt in Nds. der Unterricht aus.
    Wenn die Elektrik spinnt, rufen wir einen Elektriker.

    Wie gesagt, ich denke nicht, dass eure Schule der Normalfall ist. Ich würde ja gerne mal hospitieren...

    Die sogenannten IT-Fachleute sind aber eben eigentlich die sogenannten IT-Experten, die nur einmal die Woche in der Regel, bei viel Bedarf wie bei uns 2 x die Woche da sind und das sind genau die, die ich genannt habe, die eigentlich gar nicht aus der IT kommen und wenn du solche Leute als "Hilfen" hast, dann kannst du nur als Schule schnell lernen, was du wie selber machen musst, da bleibt dir nichts anderes übrig, denn du kannst nicht bis zur nächsten Woche warten bis deine Tafel wieder nutzbar ist oder ähnliches, da hast du dann ein echtes Problem.

    Und ja, das ist dann gezwungener Maßen "learning bei doing"

    Ja, das mag an deiner Schule super funktionieren. Aber das ist nicht der Normalfall noch kann man das erwarten. Was ist wenn morgen die Mensa-Köchin ausfällt. Machst Du dann einen Kochkurs? Und wenn die Heizung ausfällt wird man eben zum Installateur?
    Es ist toll, wenn eine Schule solche Ressourcen hat. Aber im Normalfall haben die Schulen weder die Leute dafür noch die Ressourcen die Leute auszubilden. Und letztlich kann ich nur etwas erwarten, was ich auch bezahlen kann.

    Die Lehrkräfte in NDS sind beim Land angestellt, dieses gewährt pauschal nach Erlass Freistellungen nach Schulgröße.

    Das Land unterstützt Schulträger, dass diese die Administration der IT-Infrastruktur in den Schulen professionell aufstellen. Dazu kann der Schulträger Personal ausbilden oder einstellen. Dieses Personal ist bei den Kommunen angestellt, die für die Ausstattung der Schulen zuständig sind - also keine Lehrkräfte.

    Wobei man noch unterscheiden muss, dass für die Lehrer-iPads tatsächlich die Schulen zuständig sind. Die Schulträger sind für die Infrastruktur zuständig.

    Warum aber nicht, je Admin-Schulung habe ich einen ganzen Tag bei den Firmen verbracht, da ist dann halt mal durchgängig mein Unterricht nicht von mir gemacht worden, sondern vertreten worden oder entfallen. Und doch an einem kompletten Tag, kann man viel lernen, auch einen kompletten Server zu administrieren und ein Imaging-System usw.

    Es ist toll, dass das bei dir geklappt hat. Das wird aber nicht jeder können. Insbesondere muss man da sicherlich auch einiges an Vorwissen mitbringen. Nach unserer MDM-Fortbildung war ich glaube ich der einzige Administrator, der das System verstanden hat. Und selbst ich bekomme nicht alles hin.

    Wieso die anderen Aufgaben gekürzt?!? Der Stundenpool ist für alle Unterrichtsstunden, inklusive Föderstunden, Teilungsstunden, normaler Unterricht usw. und damit das dann irgendwie hinkommt und man eben auch für Sonderaufgaben die Stunden entnehmen kann, bekommt eben nicht jede Klasse Förderunterricht, sondern es gibt Förderbänder o.ä. Da muss man dann schon etwas hin- und herschieben, muss man aber sowieso, weil man den vollen Stundensatz einer Klasse nur bekommt für 25 Schüler, nun sitzen aber in diverse Klassen keine 25 mehr, in einigen auch welche mehr usw. usw. deshalb muss eh immer gut gerechnet und geschoben werden.
    Sprich, in einer Klasse mit 23 Stunden, die laut Stundentafel 28 Wochenstunden hätten, bekommt man aber nur 26 Lehrerstunden, den Rest muss man sehen, wie man den zusammenschustert.

    Also erstmal haben wir schon lange keine klassischen Förderstunden mehr. Dann dürfen wir auch den regulären Unterricht nicht kürzen um Entlastungsstunden für die Lehrkräfte zu bekommen. Wir bekommen eine feste Zuweisung von i.R. rund 3h pro Schule und damit müssen wir hinkommen.

    Ich habe mal ein wenig gegoogelt. Anscheinend scheint es in den meisten Berliner Schulen auch Probleme mit dem Lehrermangel und fehlenden IT-Fachleuten zu geben. Entsprechend hat deine Schule Glück, dass Du das so gut machst. Aber es scheint auch in Berlin nicht der Normalfall zu sein.

    Die bilden sich selber so aus oder fort,

    Naja, bei uns sind wir schon mit dem normalen Stundeneinsatz + Fortbildung + Sonderaufgaben über dem Limit ... Das ist ja auch keine Sache, wo ich mal eben eine Fortbildung mache.

    genau aus dem Grund und weil eben die Mitarbeiter von der Stadt einfach auch nicht besser ausgebildet sind (wie gesagt, bei uns waren es z.T. ABM-Leute, Psychologie-Studenten usw. die sich sicherlich auch das einfach nur selber angeeignet hatten und warum sollen die dann mehr Ahnung haben?)

    Ich bin immer wieder verwundert über Berlin. Bei uns gibt es in Einzelfällen auch mal "Hilfskräfte" aber sowohl bei uns auch in den anderen Landkreisen gibt es immer eine richtige EDV mit Fachleuten. Ich würde mich auch durchaus als kompetent bezeichnen. Ich baue seit meiner Kindheit meine Rechner selbst zusammen und habe durchaus schon mal den einen oder anderen Schulrechner zerlegt und Teile ausgetauscht. Ich kann programmieren und betreue mehrere Homepages. Aber trotzdem habe ich auch meine Grenzen. Es hat ja einen Grund, warum man das lernt bzw. sogar studiert. Ich kann nicht mit ein paar Fortbildungen auf einmal eine gelernte Kraft ersetzen.

    Das ist sehr wohl möglich sich so fortzubilden auch dort, muss man aber einfordern, ich habe inzwischen eben Admin-Zertifikate für beide Systeme, die es in Berlin gibt z.B. und doch, das müssen bei uns Lehrkröfte leisten, weil das Verlassen auf Externe zu lange dauert und zu unzuverlässig ist. Darauf verlassen wir uns nie wieder, da bin ich sicher. Daher fordern wir auch immer noch, dass wir auch in den Schulen die MEGs selber administrieren dürfen oder die Schüler-Ipads, weil sie sonst oft monatelang unbrauchbar irgendwo rumliegen.

    Die Schüler iPads administrieren wir sogar. Aber auch da braucht man selbst als Profi schon Hilfe. Ich kann mich gut an ein Gespräch mit unserem zuständigen Medienberater der Landesschulbehörde. Er hat mir dreimal gesagt, dass ich so machen soll wie ich es bereits gemacht hatte. Als er dann zur Schule gekommen ist, weil ich es nicht hinbekommen habe, war sein Kommentar nur "Eigentlich muss das laufen.". Immerhin der Schulträger hat es auch nicht hinbekommen und am Ende hat es eine Fachfirma gemacht.

    Das wurde bei uns getan und gesagt, dass das eben nicht reicht und auf 5 aufgestockt und so wird es wohl auch bleiben, damit muss eben der restliche Stundenpool anders verteilt werden.

    Ok, und die anderen Aufgaben habt ihr gekürzt? Oder die Leute arbeiten jetzt einfach effizienter? Oder machen die jetzt mehr unbezahlte Mehrarbeit?


    Ich denke, dass Du zu sehr deine persönliche Situation siehst. Es ist toll, wenn Du dich fortbildest und dich da so einbringst. Anscheinend hast Du auch ein großes Talent für diesen Bereich. Jede Schule ist froh über solche Mitarbeiter. Besonders gut ist es natürlich, wenn Du deine investierte Arbeit und deine Fortbildungen auch die Entlastungen ersetzt bekommst.

    Aber das wird nicht die Realität sein. Viele kleine Schulen haben schlicht niemanden mit einem Bezug zur EDV. Und kaum eine Schule kann es sich leisten jemanden so fortzubilden. Wenn man das fordert, dann muss man es auch bezahlen. Also keine unbezahlte Lehrarbeit sondern Ausgleich. Und das wird auch sicherlich in Berlin an meisten Schulen nicht vorhanden sein.

    Daher ist sie natürlich für mich verwirrend, warum du denkst, dass die Stadt bessere Leute als die Schulen selber hat und vor allem geeignetere, denn mit den Vorgängen und Notwendigkeiten in Schule kennen die sich mal so gar nicht aus, anders als das Personal der Schule. Merken wir immer wieder, was der IT-Experte meint, was man doch mal anders machen kann, weil das doch nicht so schlimm ist und welche größeren Auswirkungen das dann im Unterricht hat.

    Sei das z.B. nur ein Link der nicht mehr auf dem Desktop liegt, weil die Schüler den doch wohl im Ordner finden werden oder die aktuelle Änderung des Passwortes der Schüler (nur Großschreibung und ein Sonderzeichen mehr, aber damit war in vielen Klassen mindestens eine Stunde gelaufen, weil nichts ging) usw.

    Ok, ich dachte, dass Du dich auf die zeitliche Belastung beziehst. Ich verstehe dich so, dass in Berlin die Lehrkräfte so ausgebildet werden, dass sie die EDV pflegen können? Oder bezieht Du dich auf dich persönlich?

    Es ist natürlich toll, wenn Berlin dort seine Lehrkräfte gut ausbildet. Bei uns ist es tatsächlich andersrum. Die Leute bei der Stadt haben Informatik studiert oder eine passende Ausbildung gemacht. Dazu machen Sie das den ganzen Tag. Im Studium oder Ref hast Du eigentlich keinerlei Ausbildung in Richtung EDV oder gar Systemadministrator. Natürlich haben einzelne Schulen Mitarbeitet, die sich aus privaten Interesse damit beschäftigen. Aber an vielen Schulen ist das halt nicht der Fall. Es mag sicherlich möglich sein, dass sich jemand entsprechend einarbeitet aber dafür fehlen die finanziellen Mittel oder die zeitliche Freistellung. Für unsere iPads hatten wir einmal eine Fortbildung zum MDM. Aber jemand der davon keine Ahnung ist damit natürlich sofort überfordert. Dazu ist es natürlich auch schwierig sich auf ein entsprechendes Niveau selbst fortzubilden. Ich habe selbst eigentlich schon viel Wissen, kommen aber an einigen Stellen auch nicht weiter. Wir haben durchaus auch 1-2 Jahr der Fall, dass auch der Schulträger nicht weiterkommt und wir externe Unterstützung braucht. Das können Lehrkräfte bei uns nicht leisten.

    Lehrkräfte im Haus zu haben, die entsprechend ausgebildet sind und solche Probleme lösen können, wäre natürlich ein Traum.

    Übrigens bekomme ich dafür aktuell 5 Ermäßigungsstunden, aber das reicht natürlich bei weitem nicht, weil ja da auch noch Cloud, Itslearning usw mit dran hängt, aber wir haben inzwischen 16 Stunden die Woche in der Schulzeit (Ferien und Feiertage sind natürlich ausgenommen, auch wenn man da viel besser arbeiten könnte) einen IT-Experten, der von extern unterstützt. Aber das hängt auch sehr davon ab, was die können, ob es wirklich Unterstützung ist, wir hatten da schon einiges von Psychologie-Studenten über ABM-Leute usw.

    Aber das unterstützt doch meine Aussage? Warum findest Du sie verwirrend? Grundschulen bekommen bei uns übrigens 2-3 insgesamt. Für alle Sonderaufgaben. Die werden dann unter allen Kollegen "verteilt", die mehr machen. Vielleicht bekommt man dann 1h für die EDV.

    gibt halt noch keinen informatikunterricht, aber ne menge schlaue leute.

    Dann habt ihr Glück. Aber ich glaube kaum, dass es an der Mehrheit der Grundschulen jemanden gibt, der sich mit Linux auskennt und einen Netzwerkadministrator geben kann. Natürlich kann sich jeder da rein arbeiten. Wie in jedes andere Thema. Linux lernen, Netzwerkgrundlagen lernen, Computer vorbereiten, vernetzen, ... Wie lange dauert das? 500h? Man könnte mich ein Schulhalbjahr rausnehmen und ich kümmere mich darum.

    Die Leute, die unsere städtische EDV machen haben größtenteils ein Informatikstudium oder ähnliches. Das werden die ja sicherlich aus Spaß gemacht haben.

    Kleine Anmerkung: Die Stiftfunktion haben schon seit Jahren auch die Basis iPads und sogar die Mini iPads.

    Das war dann vielleicht unklar ausgedrückt: Für die Nutzung des Stiftes finde ich die größeren Modelle deutlich sinnvoller. Dazu haben wir noch den Stift mit Lightning-Anschluss, den man zum Laden ins iPad stecken muss. Da hätte ich lieber die kabellose Variante. Da denke ich immer: Auf der einen Seite zahlt jeden Monat ein dickes Gehalt auf der anderen Seite fehlt jeder sinnvolle Komfort am Arbeitsplatz.

    Nun - werft mir Rechthaberei vor. Sei's drum. Ist eben so ;)
    Schon vor Jahren hatte ich vor der Anschaffung von iPads genau aus diesen Gründen gewarnt.

    Das es Folgekosten gibt, die keiner bezahlen möchte, war doch klar.

    Mein Vorschlag seit ehedem:
    Linuxmuster als Serverlösung. Stationäre PC aus dem Refurbished-Bereich (entweder mit Win11 oder LinuxMint/Ubuntu) Kein MSOffice, sondern LibreOffice. Kabelvernetzung mit WLAN-Accesspoints in den Klasenräumen, falls Laptops verwendet werden. Nutzt die (begrenzten) Finanzen für sinnvollere Schulausstattung. Oder büßt eure Entscheidung.

    Löst das Problem nur in Teilen. Das mag preiswerter sein, dafür braucht man mehr Fachwissen bzw. es passt für viele Lehrkräfte nicht so. Aber trotzdem muss man weiterhin Geld investieren. Das Problem bei uns:

    A) Das Land hat die iPads einmal angeschafft und seitdem exakt 0,00 € für weitere Geräte, Reparaturen, Ersatzbeschaffungen angesetzt. Ob ich nun 0,00 € für ein kaputtes iPad oder 0,00 € für ein Laptop habe, macht keinen Unterschied.

    B) Es fehlt an kompetenten Personal. Der Schulträger fühlt sich / ist für vieles nicht zuständig. "Das WLAN läuft, es muss an den Tablets liegen." Kaum eine (Grund)schule hat kompetentes Personal, das bereit ist die Wartung zu übernehmen.

    Man bräuchte also ein festes jährliches Budget und eine Lösung, wie man an fachlich kompetentes Personal kommt. Geld für ein Wartungsvertrag, Übernahme durch die Schulträger, Einstellen von Personal durch das Land. Was auch immer.

    Allerdings muss ich auch sagen, dass ich generell die iPads sinnvoll finde. Ich hätte zwar teurere Geräte (iPad pro wegen dem Stift und dem größeren Bildschirm) angeschafft aber im Grundsatz nutzen die Kollegen die Geräte sinnvoll im Unterricht.

    Wir müssen gesamtgesellschaftlich wieder dahin, dass Schulen, als Experten im Bereich "Bildung", wieder mehr Rechte erhalten und Eltern viel stärker in die Pflicht genommen werden als dies aktuell der Fall ist. Entsprechende Forderungen kommen inzwischen sogar schon von der Bundesbildungsministerin Prien.

    Das hört sich alles total toll an und würde ich auch sofort unterschreiben, es scheitert aber an der Realität. Die meisten Eltern, die das wollen und können, fördern ihre Kinder vorbildlich. Wir kriegen immer bei uns Kinder, die viel mehr können als früher. Aber eine große bzw. immer größer werdende Anzahl von Kindern kommt mit großen Defiziten. Da können wir uns drüber streiten, ob diese Eltern es nicht können oder nur nicht wollen. Aber im Endeffekt können wir sie nicht zwingen. Deswegen brauchen wir mehr vorschulische Bildung mit einer verpflichtenden Vorschule etc..

    Zudem: Wirkt sich das nicht positiv, wenn man im Ref trotz Arthrose oder anderweitigen chronischen Krankheiten, nie fehlt? Oder hat das einen eher weniger bedeutenden Stellenwert?

    Eigentlich nicht. Es geht eigentlich nur um eine Prognose. Laienhaft ausgedrückt: Besteht bei der Person eine überdurchschnittliche Wahrscheinlichkeit, dass Du früher arbeitsunfähig wirst. Wie hoch die Wahrscheinlichkeit sein darf, ist dann die große Frage.

    Dass die Lehrkraft eine Fürsorgepflicht hat und sich in besonderem Maße verantwortlich fühlt und auch ein Mindestmaß an Verantwortung trägt. Diese erlischt nicht mit Vollendung des 18. Lebensjahres im Kontext der geplanten Klassenfahrt. Und weil das so ist, entscheidet m.E. auch die Lehrkraft über die Bedingungen.

    Es geht mir ums statuierte Exempel. Man trägt so viel Verantwortung für seine SuS, Kolleginnen wurden verurteilt, als Kinder in ihrer Obhut gestorben sind. Weiß der Himmel, was passiert, wenn ein volljähriger Jugendlicher auf einer Schulfahrt verstirbt. Zum Schutze aller Kolleginnen und Kollegen, die sich regelmäßig diese Reisen antun müssen, plädiere ich dafür, dass sie das ausschließlich zu ihren Bedingungen tun dürfen.

    Was es für den Stress auf der Fahrt bedeutet, wenn einige Extrawürste gebraten kriegen, hat WillG bereits beschrieben.

    WillG hat aber auch das andere Extrem beschrieben. Der richtige Weg liegt irgendwo dazwischen.

    Die Fürsorgepflicht ist doch juristisch bei volljährigen relativ klar. Ordnungsgemäße Durchführung der Fahrt ist das Stichwort. Du musst nicht den Babysitter für Volljährige spielen sondern die Fahrt angemessen organisieren und durchführen.

    Letztlich machen wir es doch auch bei anderen jüngeren Schülern so, dass wir ihre Freiheiten vom Alter abhängig machen. Einem Grundschüler würden wir Dinge verbieten, die ein 7. Klässler darf. Genau darf halt ein 18jähriger mehr als ein 17jähriger.

    Wer hier was durcheinanderschmeißt, ist nicht so klar. Die Szene am Flughafen: privat oder schulischer Teil?

    Du meinst, es ist total einfach, wer 18 ist, kann tun und lassen was er will und die Lehrkraft hat keine Verantwortung. Das streiten Leute, die regelmäßig mit Grund- und Leistungskursen wegfahren aber ab. Klarer wird es hier wohl nicht werden.

    Die Aufsichtspflicht bei volljährigen Schüler bezieht sich regelmäßig nur auf die ordnungsgemäße Durchführung der Fahrt. Also ist die Situation am Flughafen schulisch. Allerdings heißt es nicht, dass nun die ganze Klasse nicht fliegen kann, weil Schüler X seinen Ausweis verloren hat.

    Oben wurde doch ein Beispiel genannt. Wie reagierst Du, wenn der volljährige Schüler X nicht einreisen kann? Und wenn Du dann die Fahrt für alle absagen willst, wer zahlt das?

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