Also wir haben auch weder eine 1:1 Ausstattung noch arbeiten alle Lehrkräfte vernünftig mit den iPads. Bei vielen Fällen ist auch altersabhängig. Wir haben mehrere ganze neue Lehrkräfte frisch vom Seminar. Die setzen sowohl ihre Geräte als auch die Schülergeräte vollkommen selbstverständlich ein und bringen auch neue Einsatzideen ein. Bei den älteren ist oft tendenziell eher schwierig. Viele sehen die Vorteile nicht bzw. verstehen es auch einfach nicht. Wie kann jemand mit den Kindern über die Nutzen und Risiken sprechen, der die Medien selber nicht beherrscht.
Das ist auch für uns ein Problem. Was wir gemacht haben, ist das wir uns relativ viel gemeinsam fortgebildet haben. Wir haben einen gemeinsamen Termin zu den Lehrergeräten gemacht und dann eine Schilf zu unserem Medienbildungskonzept. Jetzt weiß jede Lehrkraft, was an Medienbildung in den einzelnen Fächern und Jahrgängen Pflicht ist. Das forciert natürlich auch den Einsatz der Geräte.
Aber natürlich wird es bei uns auch schwarze Schafe geben, die das ignorieren.
Die Ausgabe und das Einsammeln der iPads wird halt automatisiert wie bei allen anderen Methoden bzw. Medien auch. Vorne steht ein iPad-Schrank auf Rollen. Jedes Kind hat eine eigene Nummer. Wenn die Kinder die Geräte brauchen, kommen sie nach vorne und holen ihre Nummer. Geht genauso schnell wie bei einem Buch oder was auch immer. Zurück legen sie es am Ende der Stunde bevor sie zur Pause gehen. Manche Klassen haben dafür auch einen Dienst.
Mit dem eBook am Board gibt es einige Vorteile. Die Kinder müssen die Bücher nicht mitschleppen. Offiziell sollen die Kinder nicht mehr 10% ihres Körpergewichtes tragen. DAs sind dann 2-4 kg. Unser Mathebuch wiegt fast 500 g. Dann noch ein zweites Buch zu Hause. Dann haben wir schon 1 kg.
Aber vor allem haben wir immer das Problem, dass Kinder entweder ihr Buch stundenlang suchen oder zu Hause "vergessen". Ebenso machen Sie dann ihre Hausaufgaben nicht, weil sie ihr Buch in der Schule "vergessen" haben. Dann kann ich im Buch "rummalen". Gerade wenn die Kinder anfangen mit dem Buch zu arbeiten kann noch mal gut etwas visualieren. Aufgaben an- oder wegstreichen. Später müssen sie dann natürlich selber aufpassen.