Beiträge von Tom123

    Es ist so heiß im Klassenzimmer, dass ich das trotz Durchzug nicht schaffe. Ich bin schweißgebadet und das ist auch bei den jungen Kolleginnen so.

    Ich laufe tatsächlich noch ohne rum. Aber viele Kollegen tragen inzwischen wieder zu mindestens OP. Und heute es mir aufgefallen, dass unsere beiden Ärzte-Kinder beide unabhängig voneinander wieder mit ffp2 rumlaufen. Da hatte ich tatsächlich ein schlechtes Gewissen.

    Vor allem geht es doch darum, dass es Alternativen gibt, die es nicht machen wollen. Dazu noch die Vorstellung, dass man sich ja um die Ausbildung der Quereinsteiger kümmern kann. Und das mit dem Argument, dass man gute Arbeit geleistet hat. Da würde ich mich auch veräppelt vorkommen. Ich glaube nicht, dass sich jemand beschweren würden, wenn man regulär nach zwei/drei Jahren eine Klasse abgibt. Aber wenn jemand kommt und sagt: "Hallo Frau Müller. Sie machen ja immer so gute Arbeit und die anderen Kollegen haben keine Lust auf Klasse 5. Deswegen machen sie das jetzt. Und weil sie sich ja auch sonst so gut engagieren, könnten sie dann gleich die beiden Quereinsteiger einarbeiten."

    Naja, wenn so eine Entscheidung nicht mehr in der Kompetenz einer SL liegt, dann kann man es auch gleich bleiben lassen. Immerhin handelt es sich um eine berufliche Tätigkeit und kein Hobby.

    Es geht aber darum, niemanden für eine freiwillige Mehrarbeit zu "bestrafen". Warum wird die motivierte Kollegin in Klasse 5 eingesetzt während die unmotivierten Kollegen ihre Wünsche bekommen? Warum sollte die motivierte Kollegin dann noch weiter motiviert sein und ggf. noch freiwillige zusätzliche Arbeit in die Ausbildung der Quereinsteiger stecken? Ich würde ja die SL erst einmal fragen, wie sie denn die Mehrarbeit kompensieren möchte, da ich mit meinem regulären Stunden bereits meine Arbeitszeit voll auslaste. Wie du so schön schreibst, ist es ja eine dienstliche Tätigkeit und kein Hobby. Da wird die SL sicherlich nicht erwarten, dass ich freiwillig unbezahlte Mehrarbeit leiste.

    In vielen Grundschulen auch.

    Wir sind von 2 Jahren auf 4 Jahre gewechselt. 2 Jahre sind einfach verdammt kurz. Gerade auch für Kinder mit Förderbedarf. Du musst die Kinder erstmal kennen lernen und bis du soweit bist, ist ein halbes Jahr um. Elterngespräche, Verfahren beginnen, etc. dauern dann wieder 6-12 Monate. Anfang 4 ist bei vielen der Blick aber schon auf die weiterführende Schulen gerichtet. Die fangen auch immer früher mit Werbung und dem Einladen der Schüler an, da eine Zeit lang alle die Schülerzahlen brauchten. Die Zeit, in der man effektiv mit den Kindern arbeiten konnte, wurde immer kürzer. Natürlich kann man durch eine geschickte Übergabe die Problem bekämpfen aber am Ende brauchen gerade die Grundschüler auch Zeit sich wieder auf die Lehrkräfte einzustellen. Wir haben vorher über 10 Jahre nach 2 Jahren gewechselt. Momentan sind wir ohne Wechsel zufriedener.

    Und bzgl. deiner "Dienst nach Vorschrift" - Drohung Vorschlag.Da würde ich als Schulleiter dann auch mit dem Schultern zucken. Ich freue mich über Engagement. Aber ich lasse mich damit nicht erpressen.

    Ich glaube, dass Du hier zwei Sachen unterscheiden musst.

    Einmal Menschen, die einfach nur mit Dienst nach Vorschrift drohen, weil sie ihrem Willen nicht bekommen,

    Auf der anderen Seite jemanden, der tatsächlich ein zusätzliches Engagement zeigt und nun das Gefühl hat, deswegen benachteiligt zu werden.

    Bei ersterem bin ich deiner Meinung. Letzteres sollte eine gute Schulleitung schon ernst nehmen. Wir hatten mal eine Lehrkraft, die sich beschwerte, dass sie immer die Problemfälle bekomme hat, weil sie das besonders gut hinbekommen hat. Ihre Kritik war durchaus berechtigt. Wir haben nachher einen Kompromiss gefunden und allen waren happy.

    Und das ich für meine gute Arbeit nun für meine gute und engagierte Arbeit bestraft werde, sehe ich irgendwo nicht ein.

    Ich denke, dass das der Punkt ist, wo man ansetzen kann. Außerdem schreibst du, dass du dich sehr engagierst. Hier könnte man der SL nett klar machen, dass die Entscheidung gerade zu sehr viel Frust führt und man eher weniger als mehr leisten wird. Insbesondere, dass Du dich für dein zusätzliches Engagement bestraft fühlst und es dann natürlich einstellen wirst. Mit Dienst nach Vorschrift wirst du auch wenig Raum haben, die beiden Quereinsteiger zu unterstützen. Das ganze natürlich nett verpackt. Vielleicht hast du eine Chance die SL zu überzeugen, wenn Du deutlich genug machst, dass man damit einen unzufriedenen Mitarbeiter nämlich dich erzeugt.

    Wir haben iPads bekommen und bekommen demnächst noch Screens dazu. Das Problem ist doch, dass der finanzielle Rahmen sowieso zu klein gewählt wurde. Ein Laptop mit Touchscreeen wäre sicher auch schön gewesen. Oder Tastaturen für die iPads. Oder die Möglichkeit dort personenbezogene Daten zu verarbeiten ... Aber das Thema hatten wir ja schon ...

    Schmidt hat Recht, in deinem bei Beitrag war kein einziges Argument für irgendwas. Liegt aber wahrscheinlich einfach daran, dass es nichts mehr dazu zu sagen gibt, nach 30.000 Beiträgen.

    Ich versuche es mal in Kurzform:

    1. Auch körperliche Unversehrtheit ist ein Grundrecht. Es geht nicht um die Einschränkung von Grundrechten sondern um die Abwägung.

    2. Das Maßnahmen nicht evaluiert sind, ist nicht richtig. Beispielsweise Maskenpflicht und Impfung wurden in zahlreichen Studien evaluiert.

    3. Beim Vergleich von Ländern muss ich aufpassen, dass ich Ländern mit gleichen Voraussetzungen vergleiche oder diese berücksichtige.

    4. Talkshows sind nicht der Ort um Studien wissenschaftlich zu diskutieren.

    5. Momentan sind durch den Bund alles Maßnahmen gestrichen worden. Wir brauchen aber spätestens für den Herbst die Möglichkeit schnell zu reagieren.

    Ich denke, dass das erstmal reicht.

    Erst müssen diese Maßnahmen evaluiert werden. Das geschieht zur Zeit (hoffentlich unabhängig). Zahlen anderer Länder legen nahe, dass insbesondere Kontaktbeschränkungen, 2G/2G+/3G wenig bis nichts gebracht haben. Jetzt einfach wild Grundrechte einzuschränken ist falsch. Da kann man Herrn Buschmann dankbar sein.

    Grundrechte einschränken. Das ist ja immer so ein tolles Argument. Was steht denn im Grundgesetz? Fangen wir doch mal Paragraf 1 und dann gucken wir uns Paragraf 2. Da finden wir dann so Kleinigkeiten wie das Recht auf körperliche Unversehrtheit. Es geht also allerhöchstens darum verschiedene Grundrechte gegeneinander abzuwiegen. Das hat ja auch das Bundesverfassungsgericht und die anderen Gerichte sehr deutlich machen. Ich verzichte jetzt mal darauf zu fragen, ob eine Maskenpflicht an Schulen wirklich in meine Grundrechte eingreift. Ich darf beispielsweise auch nicht nackt in der Schule laufen und auf dem Schulweg muss ich im Auto einen Sicherheitsgurt nutzen. Gerade letzteres würde ich immens kritisieren. Das schützt ja definitiv nicht die anderen nur mich. Warum zwingt man mich den zu nutzen? Wo sind meine Grundrechte? Das ist auch sehr schade. Es gab eine Zeit da stand ich der FDP nahe. Aber die aktuellen platten Sprüche ohne Substanz sind nicht das, was die Partei früher war. Aber mit einer differenzierten Betrachtungsweise kann man schlechter Wähler bei der AFD fischen ...

    Also bitte liebe FDP. Verteidigt bitte endlich mein Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit.

    Erst müssen diese Maßnahmen evaluiert werden. Das geschieht zur Zeit (hoffentlich unabhängig). Zahlen anderer Länder legen nahe, dass insbesondere Kontaktbeschränkungen, 2G/2G+/3G wenig bis nichts gebracht haben. Jetzt einfach wild Grundrechte einzuschränken ist falsch. Da kann man Herrn Buschmann dankbar sein.

    Naja, die gibt es ja durchaus. Beispielsweise für die Maskenpflicht. Trotzdem werden diese nicht beachtet.

    Das ist unabhängig von Pandemien sinnvoll. Unser Gesundheitsminister entscheidet sich aber lieber dafür, für eine unnötige und unethische Impfpflicht zu werben, auf Twitter Studien verkürzt/falsch darzustellen und in Talk Shows aufzutreten. Als Gesundheitsökonom scheint er die voranschreitende Privatisierung und das damit verbundene Kaputtsparen des Gesundheitssystems gut zu finden.

    Naja, ich bin sicherlich kein Fan von Prof. Dr. Lauterbach, aber wir sind hier in einem Lehrerforum mit Akademikern oder zu mindestens mit überdurchschnittlich gut gebildeten Menschen. Trotzdem werden hier regelmäßig Fake-Studien gepostet oder Studien falsch dargestellt. Eine Talkshow ist sicherlich nicht der Ort, wo man Studien differenziert darlegen kann. Aber wir sind uns doch sicherlich einig, dass er von dem Thema deutlich mehr Ahnung hat als wir beide? Die meiste Kritik kommt von Menschen, die selber keine Expertise haben. Die Kritik von echten Wissenschaftlern ist deutlich geringer. Aber wenn Du es hier kritisierst, frage mich ehrlich, woher Du die nötige Fachkompetenz hast.

    Sieh dir Portugal an und dann kannst du noch mal versuchen zu begründen, warum eine Impfpflicht überhaupt zur Debatte stehen sollte. Zusammenfassung: Portugal hat eine 7-Tage-Inzidenz von 1.700, Deutschland hat 318. Impfquote (aufgerundet; Einmal/Doppelt/Dreifach): Portugal 96%/87%/64%, Deutschland 78%/76%/60%.

    Edit: Österreich hatte eine Impfpflicht und hat damit die Werte 76%/73%/58% erreicht (Inzidenz 200). Das haben wir auch ohne geschafft.

    Es gibt keine Impfung, die sterilisiert, Geimpfte können sich genauso anstecken und sind (je nach Variante) genauso ansteckend, wie Ungeimpfte. Dass eine Mehrheit etwas will, ist keine ausreichende Begründung für einen so gravierenden Eingriff des Staates. Und jetzt komm bitte nicht damit, dass es ja gar keine "Pflicht" sei, weil keiner Zwangsgeimpft wird. Wer seinen Job verliert, wenn er sich nicht impfen lässt, wird de facto dazu gezwungen, sich impfen zu lassen. Und nein, ich bin als selbst gegen Corona Geimpfter sicher kein Impfgegner.

    Du hast gerade eine Evaluation der Maßnahmen gefordert. Es ist doch eindeutig, dass für die Mehrheit der Menschen eine Impfung absolut sinnvoll ist. Man kann natürlich fragen, ab welchem Alter etc..

    Bei diesen Ländervergleichen muss man natürlich aufpassen, dass an nicht Äpfel mit Birnen vergleicht. Um bei Schule zu bleiben. Wenn ich an einem Elite-Gymnasium die Schüler die gleichen Leistungen erbringen wie an einer Brennpunktschule zeigt das sicherlich nicht dass der Unterricht genauso gut war.

    Dass geimpfte genauso ansteckend sind wir ungeimpfte ist mir neu. Mein Stand war, dass dreifach Geimpfte auch bei Omikron weniger ansteckend sind. Vielleicht magst du mal deine Quelle posten.

    Am wichtigsten finde ich allerdings, dass es bei der Impfung nicht um die Verhinderung von Ansteckungen geht sondern darum die Hospitalisierung und am Ende auch die Tote niedrig zu halten.

    Achja, dass mit Mehrheit. Aber warum muss die Mehrheit der Minderheit beugen? Wenn die Mehrheit nicht im Restaurant mit Ungeimpften sitzen möchte, warum muss ich das dann? Das ist ja wieder das mit Grundrechten. Du postulierst die Rechte von Impfgegner vergisst aber, dass auch alle anderen Rechte haben. Ein Beispiel wäre das Rauchverbot in Gaststätten. Auch da darf ich nicht rauchen, weil ich die Rechte anderer einschränke. Warum kann ich nicht erwarten, dass andere Menschen beim Einkaufen eine Maske tragen, damit auch ich sicher einkaufen gehen kann?

    Was genau soll denn gemacht werden? Außer Luftfiltern in Klassenräumen fällt mir da nichts ein. Die wären nett, es wird sie aber nicht (flächendeckend) geben.

    Ansonsten sollte die Evaluation der Maßnahmen abgewartet werden, die hoffentlich unabhängig erfolgt. Dann kann man weitersehen.

    Dank der FDP sind ja momentan gar keine Maßnahmen möglich. Der erste Schritt wäre ja, dass die Länder bestimmte Maßnahmen wieder nutzen dürfen. Maskenpflicht, Kontaktbeschränkungen, (Schul)schließungen etc.. Bis solche Maßnahmen kommen, haben wir wahrscheinlich den Höhepunkt der Welle überschritten.

    Die Impfpflicht hätte viel gebracht, ist aber letztlich an parteipolitischen Geplänkel gescheitert. (Die Mehrheit wollte ja eine Impfpflicht. Nur halt nicht das Modell des anderen.)

    Aber wir können auch viel grundsätzlicher starten:

    => Erhöhung der PCR-Testkapazität

    => Erhöhung der Kapazitäten für Sequenzierung

    => Flächendeckende Frühwarnsysteme wie Abwasseruntersuchungen

    => Digitalisierung / Stärkung des öffentliche Gesundheitssystems (Es ist doch ein Witz, dass wir immer noch Probleme haben, aktuelle Zahlen zu ermitteln)

    => Stärkung von Pflege, Krankenhäusern, ...

    => Aufklärung (Es ist erschreckend, wie viele Fehlinformationen noch im Umlauf sind.

    Und warum können wir nicht alle Klassen mit Luftreinigern ausstatten? Andere Länder schaffen es doch auch? Alleine mit dem Geld des Tankrabattes hätten man das locker machen können. Dazu zusätzlich Waschbecken, Klassenräume, mehr Personal ...

    Daraus:

    Ich glaube, das sehen im Forum einige anders?

    Ich auch. Also ich habe keine Panik vor einer Infektion. Aber ich kann gut darauf verzichten.

    Das Problem ist immer, wenn Zitate aus dem Zusammenhang reißt. Der zweite Teil dazu heißt:

    "Menschen, die sich aufgrund von Alter, Vorerkrankung oder wegen der Einnahme von Immunsuppressiva weiterhin schützen müssten, rät Förster, eine Maske zu tragen und große Ansammlungen zu meiden. Außerdem rät er Risikogruppen jetzt oder spätestens im August zur vierten Impfung."

    Die Anzahl von Menschen mit Risikofaktoren ist ziemlich groß. Dazu noch:

    "Beobachtungen zufolge führt BA.5 laut dem MHH-Immunologen Förster zwar nicht zu schwereren Krankheitsverläufen als die bisher dominierenden Omikron-Subtypen. Aber die Infektionen durch BA.5 spielten sich offenbar wieder tiefer in den Bronchien ab, nicht mehr nur im Nasen- und Rachenbereich. Das sei heikler und müsse beobachtet werden, sagte Förster."

    Auch die WHO und andere Experten weisen darauf hin, dass es noch vieles unklar ist bezüglich BA5. Daraus kann man natürlich lesen, dass alles super ist.

    Wenn man sich die Zahlen ansieht, besteht durchaus die Gefahr einer Sommerwelle. Das ist zwar nicht klar, aber wir sollten zu mindestens damit rechnen. BA5 scheint wohl keine Weiterentwicklung von BA2 zu sein, sondern direkt von der ursprünglichen Omikronvariante abzustammen. Das könnte bedeutet, dass der Immunschutz durch eine Infektion mit BA2 nicht ausreichend ist, um eine neue Welle zu verhindern. Zu mindestens steigt der Anteil von Ba5 an den Neuinfektionen. Was daraus wird, wird die Zukunft zeigen. Aber steigende Zahlen müssen nicht nur am leichtsinnigeren Verhalten der Menschen liegen, sondern kann auch an der neuen Variante liegen.

    Was ich viel schlimmer finde, dass wieder einmal nichts für den Herbst gemacht wird. Außer dem Credo, dass die Schulen offen bleiben, wird nichts gemacht.

    Ich nicht. Vielleicht projizierst du aus den Erfahrungen in deinem Umfeld auf einzelne Forenteilnehmer?

    Ich hatte bereits mehrfach erwähnt, dass meine Aussagen sich nicht auf einzelne Forumsteilnehmer bezieht.

    Und trotzdem sieht man kaum noch jemanden mit Maske im Laden.

    Wir haben aber auch inzwischen eine andere Situation. In der Zeit nach dem Ende der Maskenpflicht, sind die Zahlen ja noch mal deutlich gesunken. Bei uns ist es noch 1/5 und Anfangs haben die meisten noch Maske getragen.

    Aber kann es einen guten Zeitpunkt für das Ende der Maskenpflicht geben? Mich beschleicht das Gefühl, dass es immer kritische Stimmen geben wird. Corona wird wohl nicht so schnell aus unseren Leben verschwinden, daher ist die Überlegung berechtigt, wie wir uns langfristig mit dieser Tatsache arrangieren wollen. ... Die Frage ist: Wann ist es okay, auf diesen Schutz zu verzichten? Selbst wenn ein Zeitpunkt günstig erscheint - es können immer neue Mutationen um die Ecke kommen. Und da kommen selbst Wissenschaftler/innen mit ihren Prognosen an ihre Grenzen.

    Auch mit Krebs, Aids, etc. müssen wir uns langfristig arrangieren. Die Frage ist nur wie. Aber mir geht es auch nicht um die Entscheidung an sich. Mir geht es darum, dass der Zeitpunkt nicht nachvollziehbar ist. Man wollte kurz vorher die Pflicht noch nicht kippen. Und dann kippt man sie auf dem Höhepunkt der Welle. Das hätte auch schief gehen können. Dazu direkt vor den Osterferien. Einmal noch alle Kinder ohne Maske in die Schule bevor man in den Urlaub fährt. Da werden die meisten Maskengegner auch verstehen, dass es viel sinnvoller wäre, dass nach den Ferien zu machen. Aber es hatte natürlich machtpolitische Gründe. Bei der FDP liegt es sicherlich auch daran, dass man traditionell eng mit Gastronomie und Touristik verbunden ist.

    Aber letztlich geht es mir ja um die Aussage, dass viele Entscheidungen nicht aus einer Risikoabwägung geschehen sondern aus ganz anderen Gründen. Viele Festival-Besucher werden sicherlich keine Risikoabwägung gemacht haben, sondern andere Gründe gehabt haben. Ich glaube kaum, dass nur 10.000 Menschen da gewesen wären, wenn wir gerade auf dem Höhepunkt der Delta-Welle wären. Es hätten sich genug Menschen gefunden, die das ignoriert hätten....

    Menschen nehmen aus unterschiedlichen Gründen an Massenveranstaltungen teil. Selbst wenn da Corona-Leugner dabei sind, werden es garantiert nicht alle sein. Warum also sämtliche Teilnehmer/innen unter einen Hut packen und als "Dumme" betiteln..?

    Ich verstehe das wirklich nicht. :gruebel:

    Da hast du natürlich Recht. Ich denke, dass man die Aussage von Susaennne auch im Kontext sehen muss. Letztlich ist für mich die Aussage, dass allgemein an vielen Stellen nicht auf Basis der Fakten sondern auf Basis einer eigenen Weltanschauung agiert wird. Bestes Beispiel: Ende der Maskenpflicht. Der gewählte Zeitpunkt war weder wissenschaftlich zu begründen noch entsprach die Vorgabe dem Wunsch der Mehrheit.

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