Ich habe gesagt, dass die Anzahl derer, die sich einer Glaubensgemeinschaft zugehörig fühlen, nicht mehr Recht oder Anspruch auf Bedeutung oder Wahrheit oder mehr Platz in der Schule haben. Du machst es von der Anzahl abhängig und eben nicht vom Umstand, dass Religion per se eine Bedeutung für viele Menschen hat.
Nicht mehr Recht auf Wahrheit. Aber die Bedeutung einer Glaubensgemeinschaft sollte doch durchaus von ihrer Größe abhängen? Ich denke, dass das Christentum mehr Einfluss auf unser Leben hat als beispielsweise der Buddismus. Und wenn ich jetzt auf das Echsenmenschen-Beispiel zurückkomme. Nur weil ich an Echsenmenschen glaube wird dieser Glaube (erstmal) keine Bedeutung für den Rest der Gesellschaft haben. Da spielt dann doch die Anzahl der Gläubigen eine Rolle. Gleiches auch weltweit. Es gibt sicherlich mehrere Religionen, die weltweit bedeutend sind. Aber nicht jede Religionsgemeinschaft. Das bedeutet aber nicht, dass sie einen höheren Wahrheitsanspruch oder die bessere Religion sein.
Gleiches gilt sicherlich auch für die Schule. Ich kann nicht jede Religion in der Schule unterrichten. Auch im Ethik oder Werte und Normen-Unterricht wird man sich sicherlich in der Regel auf die 5 Weltreligionen beschränken. Am Ende wird es sicherlich darauf ankommen, wie relevant eine Religion ist und wie viele Gläubige ich habe. An Schulen mit hohen Anteil islamischer Kinder beginnt man in Niedersachsen mit eigenem Islamunterricht. Auf dem Dorf mit 1-2 Moslems in der Schule macht das sicherlich keinen Sinn.