Beiträge von Tom123

    Deine obige Aussage. Ich würde mir definitv keine ungetesteten SuS in den Unterricht setzen. Die Aussage des nds. MK lautete doch immer, dass ohne ein negatives Testergebnis keine Teilnahme am Präsenzunterricht möglich sei.

    Das ist natürlich der Unterschied zwischen Grundschule und Berufsschule. Wir haben ja eine Aufsichtspflicht. Normalerweise sollten aus dem Corona-Programm zusätzliche Mitarbeiter für die Abwicklung eingestellt werden. Wenn Du nun ein Kind ohne Test hast und die Eltern den Test in der Schule verweigern, muss das Kind bei uns beaufsichtigt werden bis es die Eltern abholen. Gleiches gilt übrigens auch, wenn die Eltern dem Test zustimmen. Testen und Ergebnis abwarten dauert ja auch. Da können wir die Kinder nicht unbeaufsichtigt lassen. Wenn es tatsächlich bei Palim keinerlei verfügbares Personal gibt (was ich bezweifle), was würdest du sonst machen als das Kind mit in den Unterricht zu nehmen?

    Die meisten Schulen werden sicherlich Personal für die Durchführung der Test abgestellt haben. Die Grundschulen haben dafür eigentlich auch extra Gelder bekommen.

    Finde ich nicht. Da hätte ich lieber eine Unterschrift der Eltern, dass negativ getestet wurde, als dass die Kinder mir irgendwelche Testkassetten vorzeigen.

    Die Argumentation war tatsächlich, dass es einfacher ist einmal zu unterschreiben als wirklich eine benutzte Testkassette mitzugeben. Auch die Kinder bekommen es dann eher mit. Bei uns sind viele Schule von der Unterschrift auf das Vorzeigen der Testkassette umgestiegen. Wirklich sicher ist natürlich beides nicht.

    Palim, es geht nicht darum, was du oder ich richtig finden. Dein Dienstherr verbietet dir explizit Kinder ohne Erlaubnis der Eltern in der Schule zu testen und weist gleichzeitig darauf hin, dass er das Testen in der Schule rechtlich problematisch findet. Damit ist die Sache eindeutig. Da kannst du nicht sagen, dass du das aber anders siehst. Insbesondere wenn es wiederholt passiert. Was macht ihr denn wenn der Test positiv ist? Irgendwo muss dann ja Personal herkommen.

    Das zusätzliche Personal deckt bei uns den Mangel im Unterricht,

    die schlechte Versorgung ist der Behörde bekannt, sonst könnte man keine einzige Stunde zusätzlich erhalten, da man ja immer darlegen muss, warum die Versorgung nicht ausreicht, bevor mehrere Stellen grünes Licht für Stunden geben.

    Aber das alles hatten wir schon. An deiner Schule scheint es genügend zusätzliches Personal für alle Aufgaben zu geben. An meiner ist es anders.

    Es gab explizit Personal für die Umsetzung der Coronavorgaben. Das kannst du dann nicht als Vertretungspersonal nehmen und dich dann beschweren, dass kein Personal da ist.

    Aber letztlich geht es auch gar nicht darum. Wenn das Land sagt, dass Du die Schüler nicht ohne Erlaubnis testen darfst, dann kannst Du das doch nicht ignorieren nur weil eure Unterrichtsversorgung zu schlecht ist?

    Sehr sinnvoll und grandios fälschungssicherer "Nachweis".

    Sicherlich. Aber immerhin besser als die Unterschrift. Das Problem ist ja die Vorgabe, dass die Kinder zu Hause testen.

    Ich kenne die Regeln.

    ...

    Das mag in Wolkenkuckucksheim mit zusätzlichem Personal von wo auch immer möglich sein, nicht aber in Schulen mit 70%-Versorgung, in der die PM-Stunden nicht für die Vertretung ausreichen können.

    Ich wäre da vorsichtig. Dein Dienstherr verbietet es dir explizit. Außerdem informiert er dich, dass Du keinen Test ohne Erlaubnis der Eltern machen darfst. Wenn Du da mal die falschen Eltern erwischt, könnte das durchaus sehr unangenehm werden. Wenn es da zur Strafanzeige oder Dienstaufsichtsbeschwerde kommt, wird es dir keiner danken, dass Du an die Unterrichtsversorgung denkst. Besser wäre es gegenüber der Landesschulbehörde anzuzeigen, dass dort Personal fehlt und schriftlich um Anweisung zu bitten. Im Zweifel sitzt das Kind halt ohne Test im Unterricht bevor ich meinen Job riskiere.

    Man muss natürlich auch Berücksichtigen, dass das Land explizit für solche Aufgaben zusätzliches Personal bereit gestellt hat. Das geht weder von den Lehrerstunden noch von den PMs runter. Je nachdem wir groß eure Grundschule ist, habt ihr so 10.000 - 25.000 € dafür bekommen zusätzliches Personal für solche Aufgaben einzustellen.

    Die Schule musste, als die Tests verpflichtend waren, wenigstens die Unterschrift der Eltern kontrollieren, dass getestet wurde.

    Kinder, die keine Unterschrift vorweisen konnten, haben wir z.T. in der Schule testen lassen, wenn die Eltern nicht erreichbar waren oder eine Verständigung nicht möglich ist. Das sind für mich Ausnahmefälle.

    Wie und ob die Eltern das nachweisen müssen, konnten die Eltern selber entscheiden. Bei uns mussten sie die benutzen Testkassetten mitbringen.

    Für das Nachtesten in der Schule, brauchten wir die Erlaubnis der Eltern. Wir hatten da einen Fall, wo es Ärger gab als das Kind in der Schule positiv getestet wurde. Laut Land muss man das Kind isolieren bis man die Eltern erreicht. Dann können die Eltern einem Test in der Schule zustimmen oder das Kind abholen, zu Hause testen und dann wieder zur Schule bringen.

    Du sagst es doch gerade selber, bei euch wurde nicht in der Schule getestet, bei uns wird ja weiterhin und das von Anfang an direkt in der Schule getestet.

    In Niedersachsen wurde noch nie in der Schule getestet. Auch als es Pflicht war, haben es die Kinder zu Hause gemacht. Jetzt ist es halt freiwillig, vorher war es Pflicht. Bei mir in der Klasse testet noch die Mehrheit.

    Unter Ausnahmefälle würde ich verstehen, dass man nur in besonderen Fällen überhaupt testet.

    In den Schulen in NDS wurde die ganze Zeit nur in Ausnahmefällen getestet, die Tests wurden zu Hause vorgenommen.

    Dennoch ist eine Testpflicht eine andere Umsetzung als freiwilliges Testen.

    Wieso in Ausnahmefällen?

    Bei uns hat jeder, der wollte, Test für zu Hause bekommen. Du bekommst normalerweise 3 Test pro Woche und man testet sich zu Hause. Wenn man einen Kontakt in der Schule hatte, kann man auch mehr Test bekommen. Ob man die Test nimmt und sich testet, ist natürlich freiwillig.

    Ein positiver Test ersetzt aber auch keine AU. Mag sein, dass es bei vielen so gehandhabt wird. Bei mir würde das bedeuten Online-Unterricht von zuhause (in der Unterrichtszeit natürlich). Davon wäre ich nur mit einer AU Bescheinigung befreit. Für meinen Mann galt es ebenso, denn als er wieder fit genug war konnte er Homeoffice machen und musste es dann natürlich auch, da nicht mehr kankgeschrieben.

    Ein positiver Selbsttest plus Symptome können aber zu einer AU durch den Hausarzt führen.

    Aber ich wüsste gerne, ob die Zahlen der Schulen in der Statistik landen, wobei hier die Tests freiwillig sind und sich viele nicht mehr testen.

    Davon würde ich nicht ausgehen. Die Zahlen der Gesundheitsämter gehen ja über das RKI in die offizielle Statistik ein. Ich meine, dass die Schulen nur die Anzahl an die LSchB melden. Bzw. wie die sich jetzt nennen. Ich glaube, dass da noch nicht mal Namen gemeldet werden. Letztlich geht es nur darum zu beurteilen, wie sich das Infektionsgeschehen an den Schule entwickelt.

    Es ging ja zuvor auch und am Studienstandort könnte die Kirche ja auch die Tagung organisieren.

    Trennung gibt es ja keine, weil die Kirche die Vocation dennoch erteilen muss bzw. möchte.

    Ich finde, wenn einen das 2. Examen zur Einstellung befähigt, sollte bis dahin alles abgeleistet sein.

    Sie muss es nicht. Ich kenne Kollegen, die kein Religion mehr unterrichten dürfen, weil sie aus der Kirche ausgetreten sind. Sie könnten aber ohne Problem bei einem Verlag ein Religionsbuch schreiben und veröffentlichen.

    Also nur 3 Jahre … bis sie es wieder ändern.

    Ich hatte auf den Beitrag von chilipaprika reagiert. Man bekommt die Lehrbefähigung nicht über ein Wochenendseminar, sondern muss trotz Studium und Ref hinterher noch zur Tagung. Finde ich unglücklich, es könnte ja auch Teil des Studiums sein.

    Vermutlich kocht da aber auch jedes Land sein eigenes Süppchen.

    Innerhalb der 3 Jahre musst du meines Wissen einen Qualifikationkurs machen. Zu mindestens haben wir eine Lehrkraft, die 2020 noch die Vokation fachfremd bekommen hat. (Ggf. für die drei Jahre)

    Die Vokation mit ins Studium einzubauen scheitert daran, dass das Studium staatlich und die Vokation kirchlich ist. Du kannst ohne Probleme als Atheist, Moslem oder was auch immer evangelische Religion an einer staatlichen Hochschule studieren und deinen Abschluss machen. Du kannst aber ohne Mitgliedschaft in der Kirche keine Vokation erhalten. Du verlierst sogar die Vokation wenn du dich entschließt, aus der Kirche auszutreten. Daher die klare Trennung zwischen Studium und Vokation.

    Auch die Tatsache, dass ich mich an mehreren Schulen zu Beginn eines Vorstellungsgesprächs fast schon dafür rechtfertigen musste, dass ich noch keine feste Stelle habe, empfand ich als nicht besonders förderlich für den Austausch.

    Ich finde das durchaus eine legitime Frage. Man kann dann auch antworten, dass man die und die Kriterien an eine Schule stellt. Oder halt das man örtlich gebunden ist oder so etwas. Aber wenn ein guter Bewerber kommt, der noch keine Stelle hat, liegt die Frage doch auf der Hand.

    Sollen sie machen. Dann beschäftigt man sich damit auch noch und hat noch weniger Zeit für die Unterrichtsvorbereitung. So what? Ja, das nervt, ja das hält von der eigentlichen Arbeit ab. Aber nein, da geht doch nichts „nach hinten los“.

    Letztendlich bleibt man als Fachfremde immer fachfremd. Das kommt mal mehr, mal weniger zum Tragen. Die Schulleiterin weiß das hoffentlich, wenn sie die Einsatzplanung macht. Aber da habe ich doch kein Problem mit. Wenn die gleiche Schulleiterin einer dann im Falle des Gemeckeres noch in den Rücken fällt, verschenkt man halt die Noten. Dann sinkt das Niveau dann noch etwas.

    Hauptsache, man macht sich keinen Stress, das ist auf Dauer ungesund.

    Mein Problem damit wäre, dass mir der Job ja eigentlich Spaß macht und ich gerne unterrichtet. Wenn das natürlich nur in Arbeitsvermeidung und Stress mit Schulleitung und Eltern ausartet, hilft es mir wenig, wenn ich zwar meine wöchentliche Arbeitszeit hinbekomme mir meine Arbeit aber keinen Spaß mehr macht.

    Eine gute SL schafft den Spagat zwischen Interessen der Lehrkräfte und Interesse der Schule. Wenn die Lehrkraft dauerhaft das Gefühl hat, dass ihre Interesse nicht berücksichtig werden, ist das sicherlich für beide Seiten nicht gut. Unabhängig davon, ob man sich Stress macht.

    Hier noch mal der Text von der Homepage der evangelischen Kirchen:

    Für Lehrkräfte mit abgeschlossener staatlicher Ausbildung zum Lehramt besteht die Möglichkeit, bis zu drei Jahre das Fach Evangelische Religion fachfremd zu unterrichten. In der Oberstufe ist dies jedoch ausgeschlossen.

    Lehrkräfte, die über die drei Jahre hinaus das Fach unterrichten möchten, können an einer Weiterbildungsmaßnahme des NLQ in Zusammenarbeit mit dem rpi Loccum teilnehmen. Informationen erteilt Ihnen gerne Linda Riechers, Referentin für Vokation und Religionsunterricht.

    Auch für fachfremdes Unterrichten ist eine befristete Unterrichtsbestätigung zu beantragen. Hier finden Sie den entsprechenden Online-Antrag.

    Die Vocationskurse muss man in NDS noch nach Studium im Fach und bestandenem Ref belegen, um die Vocatio zu bekommen.

    Meines Wissens liegt das daran, dass vor der Einführung kirchliche Vertreter:innen in den Prüfungen an der Uni sitzen konnten,

    jetzt nimmt die Kirche über die Kurse Einfluss.

    Ist definitiv für die evangelische Kirche falsch. Ich habe vor rund 10 Jahren meine Vocatio mit abgeschlossenen Studium gemacht. Parallel lief ein Kurs mit Lehrkräften, die fachfremd unterrichten. Die hatten ein paar Tage mehr als wir aber hatten am Ende auch ihre Vocation. Wir haben auch eine Lehrkraft, die vor 2 Jahren eine Vocation ohne Fachstudium bekommen hat.

    Erstens unterrichte ich keine Kinder, zweitens ist keiner gezwungen irgendwelche Tests zu machen.

    Vielleicht ist es auch eine Straftat Schülerinnen und Schüler zu gängeln Maske zu tragen.

    Zweites sicherlich nicht.

    Im ersten Fall wird es kritisch, wenn jemand den Verdacht hat sich infiziert zu haben und du die Person aufforderst keinen Test machen. Da macht das Alter auch keinen Unterschied. Du handelst da ja auch nicht als Privatperson sondern als Lehrkraft.

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