Beiträge von Tom123

    Ich halte nur den Hype darum, insbesondere hinsichtlich der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Folgen, für etwas übertrieben, dann also am ehesten, wenn du dem Ganzen einen Namen geben willst, Verharmloser.

    Hast du dir mal überlegt, was ein unkontrolliertes Ausbreiten des Virus für wirtschaftliche und gesellschaftliche Folgen hätte? Letztlich sind die Länder bisher wirtschaftlich am besten durch die Pandemie gekommen, die es geschafft haben ihre Zahlen niedrig zu halten. Sei es durch Glück, sei es durch Maßnahmen. Das beste, was du für die Wirtschaft machen kannst, sind niedrige Fallzahlen.

    Abstand halten ist das A und O! Ich umarme zur Zeit niemanden, auch nicht aus meiner Familie, und gebe auch niemandem die Hand zur Begrüßung (Ellenbogen muss reichen). Es wäre sicher hilfreich, wenn es noch eine Zeitlang alle so handhaben würden!

    Ich bin mir da immer nicht sicher. Grundsätzlich umarme ich auch keinen. Wenn ich allerdings anschließend mit der Person 2-3 h in einem geschlossenen Raum sitze oder wir mit dem Auto irgendwo hinfahre, denke ich immer, dass das Umarmen zur Begrüßung dann auch keinen Unterschied macht.

    In der Nachbarkreis wird immer dabei geschrieben, woher die Neuinfektionen kommen. Also zu mindestens die Richtung. Z.B. die Infektionen gehen auf eine Familienfeier zurück. Dann kann man es mehr einschätzen.

    Bei uns wird leider kaum etwas geschrieben. In der Nachbarstadt wurde ein kompletter Jahrgang in Quarantäne geschickt. Gerade steigen die Zahlen da täglich. Ob es nun ein Ereignis außerhalb oder innerhalb der Schule ist, kann man nur raten. Da wäre mir mehr Transparenz lieber.

    In Niedersachsen sieht der Erlass vor, dass man in der Grundschule auch im Rechnen den Nachteilsausgleich setzen kann,

    nach Klasse 4 können die SuS dann alles ;) und bedürfen des Ausgleiches anscheinend nicht mehr.

    Tatsächlich braucht es ja seine Zeit, bis es auffällt und bis eine Diagnose erfolgt, die dann außerschulisch zur Therapie führen kann, wenn es in der Nähe ein Angebot gibt. So bleiben oft nur 2 Jahre für die Förderung. Eine Dyskalkulie fängt man im Unterricht nicht einfach auf.

    Bei uns hieß es jetzt auch, dass man nur in einem Fach die Note aussetzen darf. Wenn es mehr Fächer sind, muss ein LE-Gutachten erstellt werden. Außerdem sollten wir Förderphase zeitlich stärker begrenzen. Achja und weniger LE-Gutachten erstellen. Irgendwie alles nicht zu Ende gedacht.

    Das ist doppelt. Habe nicht gesehen, dass schon geantwortet wurde.

    Du kannst einfach nicht behaupten, Covid sei "10 x schlimmer als die Grippe". Das stimmt schon im Bezug auf die Letalität nicht, die wird im Moment auf 0.5 % geschätzt und obendrein gibt es eine sehr grosse Gruppe an Personen, der Covid gar nichts tut.

    Ich war zwar nicht angesprochen aber die 1% sind schon richtig. Die 0,5 % wurden von von Streek bei der Vorstellung seiner Studie mal genannt. Im aktuellen Podcast berichtet Drosten von Studien, die 0,8% für die USA feststellen. Er führt dann aus, dass die Bevölkerung in D älter ist und er daher 1% oder etwas darüber für plausibel hält.

    Außerdem würde ich mir wünschen, dass offener kommuniziert wird - bei uns gab es ja auch schon einige Fälle, ein Kind wurde z. B. auch in der Quarantäne (aufgrund eines positiven Falls in der Klasse) kurz darauf positiv getestet. Hat es sich dort angesteckt? Woanders? Ich finde, man sollte das genau untersuchen.

    Dann kann man auch besser damit umgehen. So ist es aber im Moment so, dass die Unsicherheit eher steigt und die Unterrichtssituation immer belastender wird.

    Genau das kann man unterstreichen. Es sollten alle bestätigten Fälle an Schulen gemeldet werden. Bei uns werden die Eltern teilweise gar nicht informiert, weil man darauf vertraute, dass sich keiner infizierte hatte. Ich finde man sollte das trotzdem öffentlich machen. Das Risiko ist ja auch bei Abstand da oder wenn man die Infektion über das Wochenende feststellt.

    Das ist zumindest für die Schweiz bereits nachgewiesen, einen entsprechenden Artikel habe ich mal verlinkt. Man weiss, dass vor allem kleine Kinder sehr häufig keine Symptome haben (bis zu 90 %) und trotzdem keine weiteren Kinder bzw. Lehrpersonen in der Schule anstecken. Ich weiss nicht, ob es für Deutschland ähnlich systematische Erhebungen gibt.

    Das ist ja echt witzig. Wir haben einen Kindergarten. Dort sind mind. 6 Kinder und 4 Erzieher von 40 Personen insgesamt angesteckt worden. Woher weiß man, dass Kinder keine anderen Kinder anstecken?

    Drosten behauptet, dass das unwahrscheinlich ist. Woher habt ihr die Informationen, dass der Weg nur über die Erwachsenen geht? Wie kann es dann denn erwiesen sein? Müsste nicht zu mindestens ein wissenschaftlicher Konsens herrschen? Ich würde ja vermuten, dass das schlichtweg die Meinung einiger einzelner Wissenschaftler und dir ist.

    Also auch im Risikogebiet (Berlin MItte) sind die Schulen bisher keine Hotspots, sondern nur wenn Nebenschauplätze mit vereinzelten Fällen, die hohen Zahlen kommen woanders her und verbreiten sich scheinbar auch woanders.

    https://www.news4teachers.de/2020/10/erste-…icht-verhaengt/

    Ist auch im anderen Thread verlinkt. In Hamburg gab es auch mehrere Fälle, wo Infektionen in den Schulen stattfanden. Problem ist, dass die Sachen oft nur zum Teil veröffentlicht werden.

    Ich wundere mich ja immer, wie viele Leugner es unter Lehrkräften gibt. Eigentlich denkt man ja, dass das eher Leute ohne Studium sind.

    Bei uns entwickelt sich gerade ein Kindergarten zum Hotspot. In Schulen gab es auch schon mehrere Infektionsketten. Leider kommt immer nur weniger als die Hälfte an die Öffentlichkeit. Schutz der Persönlichkeitsrechte ....

    Wo sind denn unsere User hin, die großartig erklärt haben, dass Schulen keine Hotspots werden und das Aerosole kein Problem sind...

    Keiner käme darauf, so ein riesiges Bohei um Grippe zu veranstalten wie es bei Corona nach Monaten immer noch der Fall ist. Diese ständige Emotionalisierung ist sehr nervig, da wäre schon geholfen, wenn die Gesellschaft einfach damit leben würde, dass es Corona gibt und man es als gegeben hinnimmt, so wie auch bei der Grippe.

    Leider ist Corona nicht die Grippe. Erstmal ist es voraussichtlich ca. 10 mal so tödlich und es gibt wohl eine Reihe von Langzeitschäden. Außerdem verbreitet sich Corona viel stärker und schneller als die Grippe. Und dann kommt das Hauptproblem. Eine unkontrollierte Verbreitung würde mit Sicherheit unsere Gesundheitssystem massiv überlasten und die Todeszahlen alleine dadurch in die Höhe treiben. Wir haben auch Corona schon Probleme im Gesundheitssystem. Wir kriegen Probleme, wenn in kurzer Zeit mehrere Tausend Coronapatienten behandelt werden müssen. Daher bleibt uns nur, die Ausbreitung möglichst zu begrenzen.

    Firelilly: Wenn du krank, wirst du wohl kaum ins Ausland fahren und deine Eltern versorgen dürfen. Dann hat die Schule das Recht, dass du alles tust, damit wieder gesund wirst. Therapie, Arztbesuche, Ruhe, ...

    Das Ganze erinnert mich an den Fall der Lehrerin aus Lüneburg, die zum Dschungelcamp geflogen ist. Klar hier sind die Gründe vernünftiger aber der Grundsatz ist ja ähnlich. Letztlich ist deine Schulleitung, dir ja schon mal entgegenkommen. Du hättest die Zeit nutzen müssen, um die Versorgung deiner Eltern sicher zu stellen. Jetzt bleibt nur noch die unbezahlte Freistellung. Das ist ja auch gar nicht so schlecht. Man verdient ja als Lehrkraft nicht schlecht. Da kann man auch durchaus mal ein Jahr ohne Einkommen kompensieren. Notfalls jetzt einen Kredit aufnehmen und dann später wieder abbezahlen.

    Der 30-Jährige ist wegen einer Coronainfektion auf der ITS und seine Mutter auch? Oder sind deine Bekannten (Mutter?) aufgrumd anderer Erkrankungen auf der ITS und du willst diese keinesfalls infizieren?

    Naja, vor Corona war er noch gesund. Also ist er wohl wegen Coronainfektion auf der Intensivstation.

    Und außerdem möchte ich nicht ggf. meine Angehörige infizieren, die zur Risikogruppe gehören.

    Gehört ihr alle zur Risikogruppe oder warum tut ihr das? Ich kenne niemanden, der permanent im Unterricht Maske trägt (geschweige denn FFP2).

    Ich habe im Freundeskreis jemanden mit leichten Symptomen, 30jähriger Sohn auf der Intensivstation, Mutter (54) auch auf der Intensivstation. Das ist schon ein gutes Argument.

    Ansonsten Angehörige im Pflegeheim, die regelmäßig besucht werden wollen.

    Aber alleine der Selbstschutz ist es mir wert. Ich meine wir müssen jetzt vielleicht 6 Monate damit leben. Danach geht es wieder normal weiter.

    Wir haben auch versetzte Pausen.

    Fenster sind alle auf. Ich hoffe, dass wir das noch lange durchziehen können.

    Tür ist offen. Stört aber wegen der versetzten Pause. Naja, meine Klasse ist selber gerne laut. Die sind Kummer gewöhnt.

    Im Unterricht habe ich Abstand. Rund 2 m. Wenn die Kinder kommen trage ich MSN oder FFP 2. Bei den kleinsten und im Sport nur ffp2. Lehrerzimmer und Büros sind kritisch. Versuche ich zu meiden.

    Momentan sind die Zahlen bei uns noch relativ niedrig. Pendeln irgendwo zwischen 10 und 25. Wenn die Zahlen hoch gehen, werden die Regeln konsequenter umgesetzt.

    Ich hatte in dem Alter ausschliesslich Kontakt zu anderen Studenten und Schüler wären bei uns niemals auf irgendwelchen Partys gewesen. Ich halte das schon für eine ziemlich isolierte Gruppe. Zumal man in Deutschland üblicherweise daheim auszieht wenn man studieren geht, was in der Schweiz z. B. viel seltener der Fall ist.

    Ich bin ja erstaunt, wie sehr du aus der Schweiz beurteilen kannst, was in Niedersachsen los ist. Gerade in Wilhelmshaven wohnen viele Leute noch zu Hause, zumal auch die Uni Oldenburg relativ gut erreichbar ist.

    Das Problem ist doch letztlich, dass du durch den Wegfall von Abstand und Maskenpflicht in den Schulen ein erhöhtes Infektionsrisiko hast. Solange die Zahlen unten sind, kann man das Risiko vertreten. Wenn die Zahlen steigen, möchte man das Risiko nicht mehr eingehen. Eigentlich eine gute Sache.

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