Ich kann mir ehrlich gesagt auch gut vorstellen, dass die Empfehlungen nicht so umgesetzt werden. Es war ja "nur" Frau Merkel, die die Empfehlungen wichtig fand und letztlich entscheiden das ja die Länder. Zu mindestens bei uns gibt es auch viele Eltern, die gegen Schulöffnungen sind. Ich kann mir gut vorstellen, dass der ein oder andere Ministerpräsident oder Kultusminister da raus der Reihe tanzt. Insbesondere sind ja auch die Vorgaben, die gefordert werden, wie App, flächendeckende Test, Mundschutz in Bus und Bahn nicht erfüllt.
Ich habe mir mal die Liste der Wissenschaftler angesehen. Ist es richtig, dass dort kein einziger Pädagoge oder Schulforscher mitgearbeitet hat? Das würde einiges erklären.
Insbesondere auch die Begründung. Man möchte die Schulen nicht öffnen, damit die Eltern arbeiten gehen können. Oder damit die Kinder keinen seelischen Schaden davon tragen. Nein, man möchte die Schulen öffnen, um soziale Ungleichheiten und damit ungleichen Bildungschancen zu begegnen. Alles schön gut. Aber normal tut man auch nicht wirklich viel dafür. Bei uns gibt es zum Beispiel seit langem keinen richtigen Förderunterricht mehr. Nachmittagsangebot laufen auf Sparflamme. Wir könnten da alle eine lange Liste machen, mit welchen Maßnahmen man für mehr Bildungsgerechtigkeit sorgen kann. Nur es fehlt immer am Geld. Und jetzt kommt man auf einmal auf den Trichter, dass man die Schulen deswegen öffnen muss.