Beiträge von Tom123

    Göttinger Forscher vermuten, dass wir nur 1/6 aller Fälle erfassen. Damit wären natürlich die Sterblichkeitsrate und Spitalisierungsrate auch deutlich niedriger. Also eine gute Nachricht. Quelle: ntv

    +++ 18:18 Göttinger Forscher: Nur jede sechste Infektion erkannt +++

    In Deutschland sind bislang schätzungsweise nur 15,6 Prozent aller Infektionen mit dem Coronavirus nachgewiesen worden. Zu diesem Schluss kommen die Entwicklungsökonomen Christian Bommer und Sebastian Vollmer von der Universität Göttingen. Demnach waren hierzulande möglicherweise schon Ende März mehr als 460.000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Offiziell lag die Zahl der bestätigten Infektionen am 31. März nach ntv-Berechnungen bei gut 67.000.

    Weltweit ist die Diskrepanz demnach noch größer: Die Ökonomen gehen davon aus, dass im Durchschnitt nur etwa 6 Prozent aller Infektionen nachgewiesen werden.

    Die erste Sitzung mit meinen 11-jährigen war auch super chaotisch und durcheinander. Inzwischen haben wir vier oder fünf gemacht und sie haben echt massiv dazu gelernt (reden nicht durcheinander, stellen ihr Mikrofon auf stumm, wenn Mama rein kommt und was will - oder sie parallel eine Sprachnachricht erstellen ;)) - Also in Bezug auf Medienerziehung passieren hier schon ein paar Dinge (beispielsweise auch, wie man mails schreibt und Mail-Anhänge verschickt, wie man Dateien vernünftig benennt...) ;)

    Ist bei mir genauso. Ich mache gerade mit unseren Schülern Online-Vereinstraining. Das erste Mal haben es die großen super gemacht. Die kleinen Chaos. Inzwischen melden sie sich elektronisch, schicken ihre Antwort bei Bedarf als Chat. Das sind echt Sachen, die man auch für die Zukunft nutzen kann. Wir haben auch Theorie mit externen Trainern. Da kann in Zukunft viel Online laufen. Beim Landesverband ist in der Woche nach Ostern unsere dritte Online-Vorstandssitzung. Auch toll.

    Vernünftig wäre eine Ausweitung der Notbetreuung auf alle Eltern, die keine Alternativen haben und beide arbeiten. Gerne mit dem Aspekt einer Härtefallregelung. Aber halt immer mit dem Blick darauf, dass es keine Alternativen gibt. Ich denke dass der Bedarf dann deutlich unter 10% der Kinder ist.

    Für den Rest Homeschooling.

    Parallel langsam die Geschäfte wieder öffnen. Infektionszahlen im Auge behalten und beten, dass möglichst bald wirksame Gegenmittel oder Impfungen zur Verfügung stehen.

    Mal ehrlich, wer glaubt, dass einmalig ein paar Monate Schulausfall für den Lernerfolg drastisch behindert. Dann werden halt Themen verschoben und das eine oder andere Thema fliegt für die Kinder halt raus.

    Mein Vorschlag wäre alle Klassen teilen und man kommt immer jeden 2. Tag. Also die eine Hälfte dann Montags, Mittwochs, Freitags, Dienstags, Donnerstags und dann von vorne. Für die fehlenden Tage könnte man Aufgaben geben. Würde die Situation in der Schule deutlich entspannen. Bringt aber nicht den gewünschten Effekt. Die Angst ist ja nicht, dass die Kinder zu wenig lernen sondern dass die Eltern sie betreuen müssen und nicht arbeiten können oder halt mit der Situation überlastet sind.

    Gestern waren einige Artikel, dass Remdesivir erste positive Effekte zeigt und nun bei schweren Verläufen ohne Alternativen eingesetzt werden darf. Mit Glück haben wir in ein paar Wochen echte Behandlungsmöglichkeiten. Das wird natürlich alles dauern bis es als sicher eingestuft ist und in ausreichender Zahl verfügbar ist. Aber es ist ein erster Lichtblick. Mit effizienteren Behandlungsmethoden ist auch ein Impfstoff weniger wichtig.

    Die Frage ist ja auch eher andersrum. Nicht was hat es in der Vergangenheit gebracht. Sondern welche Lockerungen hätten heutzutage welchen Effekt. Mal als Beispiel. Ich war heute im großen Supermarkt. Die Kassierer waren mehr oder minder vollständig hinter Plexiglas. Kleines Loch, wo die Waren reinfahren und hinten wieder raus kommen. Kartenzahlung außerhalb des Plexiglasses. Fast alle Kassen offen. Nur eine Kasse für Barzahlung. Alle anderen nur Karte. Wie sie es bei der Barkasse machen, habe ich leider nicht gesehen. Aber ich denke, dass die Gefahr für die Kassierer sehr gering war. Gleiches bei den Theken. Absperrung auf dem Boden. Damit vergrößerter Abstand. Man kommt nur mit viel Strecken an seine Ware auf der Theke.

    Genauso würde man ja bei Restaurants oder anderen Läden Maßnahmen ergreifen. Bei Schulen ist das natürlich schwierig. Daher wäre ja letztlich die Frage, was passiert, wenn ich welche Maßnahmne lockere.

    Bei uns sind auch Grundschulen später dran. Versetzungen etc. ist schon alles vorher durch. Aber selbst in den Sommerferien kann sich noch was ändern. Wir wussten auch lange nur, dass wir Stunden abgeordnet bekommen. Aber welche woher war unklar. Liegt natürlich auch daran, dass teilweise bei den Schulen unklar ist, ob sie über die Teilergrenzen kommen. Da kann es auch schnell mal an einer Versetzung liegen oder an der Genehmigung durch die Landesschulbehörde, wenn du nur knapp über den Teiler bist.

    P.S.

    Ich finde es auch vollkommen ok, zu verscuchen das Sabbatjahr zu verschieben. Andererseits verstehe ich auch den AG, wenn er es ablehnt.

    Oder man versucht, die Posts, die man schreibt, mit einer gewissen inhaltlichen Substanz zu füllen, dann kann man ganz automatisch auch nicht 10 pro Stunde schreiben.

    Ich warte noch auf die Quelle zu der Analyse des RKI hinsichtlich der Auswirkungen der Schulschließungen. Du hattest gestern geschrieben, das RKI würde betonen, wie wichtig die Schulschließungen gewesen wären, weil sie Maßgeblich zum Rückgang der Neuinfektionen beigetragen haben.

    Das wirst du dir ja nicht ausgedacht haben.

    Da solltest du dir vielleicht auch mal an die eigene Nase fassen.

    Es ist ja schön, dass du das erwartest. Aber ehrlich gesagt, interessiert mich das relativ wenig. Wenn du anfängst mich zu bezahlen, kannst du gerne Erwartungen äußern. Solange das nicht der Fall ist, kannst du nur nett fragen. Aber ich bin ja nett.

    In einer der letzten Pressekonferenzen des RKI den Rückgang der Zahlen als wahrscheinlichen Effekt der Schulschließungen bezeichnet, da die Kontaktsperre noch später kam. Ich werde aber jetzt nicht danach suchen. Ich denke, dass du mit etwas googeln selber fündig wirst. Ich meine, dass die Pressekonferenzen auch alle noch online abrufbar sind. Für mich ist die Diskussion obsolet. Fast alle Länder haben Schulschließungen. Man kann natürlich überlegen, ob sie aufgrund der negativen Effekte angemessen sind. Susannae hat ja mehr als deutlich gemacht, dass sie sie aufgrund der Belastung der Eltern ablehnt. Aber dass sie generell einen positiven Effekt hat, den wir natürlich genau messen können, ist aus meiner Sicht eine Tatsache, die wir nicht diskutieren müssen.

    Nein, Österreich hat alle Schulen offen, nicht nur die Volksschulen (Grundschulen).

    Bedenke, dass in Österreich die familiären Strukturen noch etwas anders (traditioneller) sind.Die Familien sind zwar kinderreicher als in Deutschland, aber zum einen oft noch die familiäre Großfamilie (wenn auch nicht mehr in einem Haus oder Hof, aber zumindest in der Nähe) und ein Partner (kann auch der Mann sein - habe ich oft) ist zur Kinderversorgung (ggf und Altenbetreuung) nicht oder nur gering berufstätig.

    ....

    In Deutschland würde ich die Zahl der Betreuungsbedürftigen daher etwas höher ansetzen, insbesondere, wenn die Betreuung durch die Großeltern entfallen sollte. Aber es werden bestimmt keine 50%.

    Ich denke, dass das in Deutschland auch sehr unterschiedlich ist. Ich denke gerade in Großstädten mit kleiner Wohnung und beide Eltern arbeiten oft wird der Bedarf höher sein. Bei uns in der Kleinstadt sind fast alle Schulen bei 0. Wir haben eine Schule mit 250 Schülern und 6 Kindern in der Notbetreuung. Das ist gerade die Schule, die in Brennpunkt liegt. Die Polizei hat bei uns eine eigene Notbetreuuung eingerichtet. Das Argument, dass man Infektionsrisiken begrenzen will. Die Eltern sehen sich eh im Dienst und daher wäre das viel sinnvoller. Außerdem wäre die Notbetreuung auch zeitlich unbegrenzt. Aber auch da bisher kein Bedarf. Findet daher auch nicht statt. Auch in z.B. in Bayern auf dem Land kann ich es mir nicht anders vorstellen. Ich denke, dass die Großstädte und vielleicht auch die neuen Bundesländer da anders sind.

    Letztlich ist es ja auch egal, wie es bei Susannae ausseht. Sie wollte ja keine Tipps sondern nur ihren Tagesablauf darstellen. Und ob sie nun den halben Tag im Forum bringt oder ob der Mann oder die Kinder zu wenig helfen, ist letztlich ja ihre Sache.

    Ich finde es einfach nur wichtig, dass es aus verschiedenen Gründen nicht der typische Tag einer Familien im HO ist. Es gibt genug Schulen, die sinnvolle Aufgaben oder wo Aufgaben wie hier in Nds freiwillig sind. Es gibt Familie, die einfach anders organisiert sind. Wo der Vater vielleicht seine Arbeitszeiten flexible gestalten können. Wo die älteren mehr mithelfen oder mehr Lust auf ihre kleine Geschwister haben. Die vielleicht räumlich anders organisiert sind oder die einfach andere Familienkonzepte haben. Nur weil es bei einer Familie nicht klappt, heißt das nicht das es überall nicht klappt. Wir bisher ausschließlich positive Rückmeldungen aus den Familien. Wir haben im Jahrgang keine einzige Beschwerde bisher.

    Der Verkauf von Tablets ist auch massiv gestiegen. Gerade ipads sind seit Quarantäne-Maßnahmen sehr gefragt. Ich kann mir aber schon vorstellen, dass das nur temporär ist. Viele Menschen bangen um ihren Job oder sind schon auf Kurzarbeit etc. Die werden schon auf ihre Ausgaben achten. Bei uns sind die beiden größter Arbeitgeber dicht. Kein Nachschub, keine Absatzmöglichkeiten. Einer davon ist VW. Das sind schon ein paar Tausend Leute, die jetzt nicht wissen, wie es weitergeht. Da sind viele auch nur mit Zeitverträgen. Wenn die Produktion einbricht, gibt es einfach keine neuen Verträge. Gastronomie und vor allem hier an der Küste der Tourismus sehen auch sehr schlecht aus. Wer mag sagen, wann Hotels wieder öffnen dürfen. Dazu ist gesamte Osterferienzeit weg. Also zu mindestens bei uns, werden viele auf das Geld achten (müssen).

    Trotz sinkender Anstiegszahlen der Infizierten stehen wir angeblich erst am Anfang der Corona-Pandemie, so hieß es vorhin im Radio.

    Wenn dies so stimmt, öffnet bestimmt keine Schule in den nächsten Wochen.

    Wenn wir eine sofortige Durchseuchung hätten, würde innerhalb kürzester Zeit das Gesundheitssystem kollabieren. Irgendwo hier war mal das angebliche Strategiepapier des Innenministeriums verlinkt. Deswegen kann eine Durchseuchung nicht kurz- oder mittelfristig erreicht werden. Das Rki hat eine Hospitalisierung von 14 % errechnet. Bei 2/3 von 84 Mio Deutschen müssten sich ca. 50 Mio anstecken. Das wären über 5 Mio Patienten. Davon mind. 1 Mio für die Intensivpflege. Mal davon abgesehen, dass weder Schutzausrüstung noch Medikamente dafür haben, hätten wir schnell italienische Verhältnisse. Wir werden also die Ausbreitung solange niedrig halten müssen, bis wir entweder einen Impfstoff haben oder ein hochwirksames Medikament. Wir werden also mindestens für einen Jahr die Neuinfektionen beobachten müssen, um zu reagieren wenn sie außer Kontrolle geraten. Wenn wir Glück haben, schaffen wir es mit "normalen" Distanz halten, mit einer möglichen Handy-App und mit der Absage von Großveranstaltungen, das Verbreitung soweit einzugrenzen, dass wir relativ weitgehend normal Leben können.

    Österreich hat die Grundchulen und Kitas offen! Es kann jeder zur Notbetreuung, da muss man die Schulen nicht weiter öffnen!

    Dänemark hat die Grundschulen und Kitas so wie wir geschlossen, also muss man erst die öffnen, damit die Leute arbeiten können.

    Da muss ich jetzt doch noch mal antworten. Das stimmt einfach nicht. Österreich (Genaugenommen Herr Kurz) bittet die Eltern ihre Kinder zu Hause zu betreuen. Es gibt eine Notbetreuung. Sollten zu viele Kinder diese in Anspruch nehmen, hat Herr Kurz angekündigt, die Betreuung auf systemrelevante Berufe zu beschränken.

    Außerdem wird die Notbetreuung in Österreich kaum benötigt und kaum angenommen. Laut Herrn Faßmann nimmt zur Zeit nur 1% der Kinder, die Notbetreuung in Anspruch. Das widerspricht natürlich alles was du an Bedarf hier propagiert. Herr Faßmann ist übrigens der Bildungsminister. Aber natürlich kennst du ganz viele Leute in Österreich und weißt es besser. Und ja, Herr Faßmann geht auf Dauer von einem steigenden Bedarf aus. Aber bei 1% kann auch noch viel steigen. Die 1% sind übrigens auch bei uns im Landkreis ganz realistisch. (Die Schulen melden die Nutzung der Betreuung)

    Lieber Susannae,

    ich antworte dir noch einmal, dann reicht es aber für mich auch erstmal:

    A) Ich glaube dir ja, dass du ganze viele Leute in ganz Deutschland kennst. Ich glaube dir aber nicht, dass du alles weiß, welche Familien in Deutschland was braucht. Die Experten, die sich ihr Leben lang mit solchen Fragestellungen beschäftigen, sind sie nicht sicher. Aber du weißt es genau. Die Virologen untersuchen, welche Übertragungswege in Schulen entstehen. Brauchen Sie nicht. Du weißt schon, dass es nur Panikmache ist. Viele kleine Händler und Gastronomen wollen möglichst bald ihre Läden öffnen. Vollkommen falsch. Erst müssen die Schulen geöffnet werden, damit sie Zeit haben sich auf die Öffnung ihrer Läden vorzubereiten. Die wissen einfach alle nicht, was für sie wichtig ist. Aber du weißt, dass die Menschen in Deutschland vor allem die Schulen wieder offen haben wollen.

    B) Du schreibst, dass du seit 14 Tagen Überstunden abfeierst und frei hast. Dann solltest du auch drei Kinder betreuen können. Warum du nebenbei arbeitest verstehe ich nicht. Wer den ganzen Tag Videokonferenzen hat oder im Homeschooling unterrichten muss, ist was ganz anderes aber. Aber wer weder Homeschooling noch Notbetreuung hat, sondern sogar offiziell frei hat, sollte auch mit drei eigenen Kinder klar kommen. Es mag sein, dass du Recht hast und die Schulen deiner Kinder da viel Mist bauen. Das können wir nicht beurteilen. Aber das ist nicht der Regelfall in Deutschland. Es gibt viele Schulen, die das sehr gut hinbekommen und wo die Schüler selbstständig ihre Aufgaben erarbeiten. Aber wenn man deine Beiträge liest, dann scheint das ein spezifisches Problem an der Schule deiner Kinder zu sein. So wie du es darstellt, halten die sich ja auch nicht an die Vorgaben. Aber das ist ein persönliches Problem, viele andere Eltern haben das Problem sind. Andere werden es natürlich haben. Aber nur weil du es hast, werden es nicht alle anderen haben.

    C) Laut Statistischen Bundesamt haben die Schulen durchschnittlich 254 Kinder (2016/2017). Und ich versichere dir, bei uns sind Schulen (auch nur die Grundschulen) deutlich größer als die Kindergärten. Ich habe mal nachgezählt. Wir tatsächlich über reine Kindergärten bzw. Kindergärten mit Krippen. Dazu noch Tagesmütter, reine Krippen, Spielkreise und Kinder, die von ihren Eltern betreut werden. Darauf kommen aber nur rund 10 Grundschulen. Und wenn du mal etwas googelst, wirst das in vielen Städten so finden. Dazu kommen noch die Sek I Schulen. Da haben wir ganze 4. Mit mehreren tausend Schülern.

    D) Ich rede nicht von der Öffnung oder Schließung der Kindergärten. Das habe ich mehrfach geschrieben. Wenn ich etwas schreibe beziehe ich mich auf die Schulen. Noch mal: Ich halte es für sinnvoller erst die Geschäfte zu öffnen bevor man die Schulen öffnet. Du würdest es andersrum machen. Ich kann als Lehrer nicht beurteilen, ob es sinnvoll ist die Kindergärten zu öffnen oder nicht. Du kannst es. Aber deswegen habe ich weder geschrieben, dass man sie öffnen soll, noch dass man sie nicht öffnen soll.

    Das ist doch unerheblich. Eine Infektion verbreitet sich in einer Kita auch viel besser.

    Das mag sein. Ich schreibe nun auch zum dritten Mal, dass ich nie etwas zu der Öffnung oder Schließung von Kindergärten gesagt habe. Wie ich bereits mehrfach gesagt habe, kenne ich mich da zu wenig aus, um das Beurteilen. Ich habe nur gesagt, dass man Kindergärten und Schulen nicht direkt miteinander vergleichen kann und dass das zwei verschiedenen Fragen sind. Du sagst ja auch nicht, wenn Restaurants öffnet muss man auch Kinos öffnen, da beides zur Freizeitgestaltung beiträgt. Überlassen wir doch die Frage nach den Kindergärten, denjenigen die sich damit besser auskennen als der normale Lehrer.

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