Beiträge von Tom123

    Hallo in die Runde

    Ich habe eine Frage zum amtsärztlichen Untersuchung. Beim Fragebogen muss man ja alle psychischen Behandlungen angeben. Als Kind (~8-10) war ich in einer Psychiatrie oder sowas ähnlichen (glaube ich - das war immer nach der Schule bis abends!) nachdem mein Vater gestorben ist.

    Muss ich solche weit entfernten Dinge auch angeben? Ich weiß nicht einmal wo das war, ob es dazu noch Unterlagen gibt usw…

    Kann mich das die Verbeamtung kosten? Als Jugendliche war das Jugendamt sehr viel bei uns zu Hause, ich komme halt aus einem eher schwierigen Haushalt. Das beunruhigt mich nun etwas so kurz vorm Ziel

    In der Regel gibt es einen Zeitrahmen oder halt die Dinge, die heute noch relevant sind. Ggf. einfach mal per Mail nachfragen.

    Konkret: Familie mit 5 Kindern, Mann macht nur einen Mini-Job, Frau kümmert sich ausschließlich um die Kinder und am Ende stehen dank Bürgergeld 3850,- € netto auf dem Konto. Da kann doch ein normalsterblicher Angestellter gar nicht gegen das Bürgergeld anarbeiten. Hubertus Heil lügt doch, wenn er alle für bescheuert erklärt, die unter solchen Bedingungen kündigen, um Bürgergeld einzustreichen.

    Habe jetzt keine Lust mir das anzusehen aber hast du alleine mal das Kindergeld mit eingerechnet? Alleine das wären schon 1250 €, die auch der Angestellte bekommt.

    Bei uns ist es verboten mit Krücken zu unterrichten.

    Ich kenne einen Kollegin, die dauerhaft auf Krücken angewiesen ist. Darf die dann auch nicht mehr arbeiten. Also ich mag da durchaus bezweifeln, dass es wenn es überhaupt ein solches Verbot geben sollte, es rechtlich haltbar ist. Wie will man das denn gestalten? Es ist den Mitarbeitern verboten einen Krücke zu benutzen? Menschen, die auf eine Krücke angewiesen sind, dürfen das Schulgelände nicht betreten? Je mehr ich darüber nachdenke desto weniger kann ich mir vorstellen, dass das eine Schulleitung damit rechtlich durchkommt.

    Wenn eine SL wirklich Zweifel daran hätte, dass eine Lehrkraft mit Krücken unterrichten kann, könnte sie den Amtsarzt hinzuziehen. Ggf. kann dieser sie im Einzelfall dienstunfähig schreiben. Aber ein pauschales Verbot? Never.

    Also mal ehrlich. Du musst doch jetzt Möbel haben. Und ansonsten bekommt das für unter 200 €. Quellen wurden ja schon genannt. Steht auch oft etwas unter "zu verschenken" drin.

    Auto ist keineswegs zwingend. Hier in Ostfriesland gibt es auch keinen ÖPNV. Wir hatten auch eine Referendarin ohne Auto. War doof für sie aber irgendwie hat sich immer etwas ergeben. Und letztlich kann das Land auch nicht voraussetzen, dass man ein Auto kauft. Im Zweifel muss das Land sehen, dass es klappt.

    Ich denke, dass das alles klappt. Als Referendar verdienst du gut genug. Die Frage ist halt, ob man das möchte. Wenn Du sagst, dass Du Dir "mehr" vorstellst, ist doch alles gut. Dann machst Du halt eine Vertretungsstelle.

    Langsam und allmählich - Motto: Es gibt keinen Planeten B - ist es der schiere Ressourcenbedarf der EE. Hast du dich denn mal informiert, wie viel Material und Energie in die Produktion eines einzelnen Windrads oder Solarpanels geht?

    Habe ich. Wir haben hier direkt einen großen Windradhersteller und viele Bekannte arbeiten dort. Leider ist das viel Blödsinn im Umlauf. Die Energie, die die Produktion benötigt, holt man relativ schnell wieder rein. Nach 2-3 Jahren ist man spätestens im Plus. Beim Material gibt es inzwischen hohe Recyclingquoten. Aber oft wird bei den Gegner dann mit veralterten Zahlen argumentiert.

    Lehrmaterial und Equipment zahlt in der Regel die Schule. Die Zeiten wo man Schulbücher selber kaufen soll, sollten inzwischen überall vorbei sein. Unterrichtsmaterialien etc. kann man über alle Ausleihen. Ist nicht so schön wie selber kaufen, geht aber im Ref..

    Mit dem Geld, dass Du im Ref bekommst, müssen andere ganz regulär auskommen. Wenn ich das HH-Beispiel nehme. Das ist doch super. 550 € für miete 50 € für Nahverkehr. Auto brauche ich nicht. Da komme ich doch super mit dem Geld aus.

    Kombi aus Miete in einigermaßen vernünftiger Gegend, Auto und Hundekindergarten. Aber auch ohne den letzten Posten wäre es extrem knapp geworden. Meine Rücklagen sind größtenteils für Umzug und angemessene Klamotten (konservative Ersatzschule) draufgegangen, außerdem hab ich im Ref wahnsinnig viel Geld für Unterrichtsmaterial ausgegeben.

    Ok, das verstehe ich alles. Aber wäre für mich jetzt nicht ein muss, wenn es darum geht, das Ref zu machen oder aufzuschieben. Wohnt man halt schlecht aber preiswert. Auto hatte ich noch aus dem Studium a la Schrottkarre. Kleidung kann man seine bisherige weiternehmen. Wenn Die wollen, dass ich tolle Sachen trage, sollen sie mich besser bezahlen. Unterrichtsmaterialien kann man kostenlos ausleihen bzw. die Schule zahlt.

    Ich kann die Ausgaben alle verstehen und wenn man sich das leisten kann, ist das toll. Aber wenn ich kein Geld habe, würde ich mich eher einschränken bevor ich auf das Ref. verzichte bzw. es verschiebe. Ich meine nach den 18 Monaten bekomme ich A12/A13. Dann kann ich mir alles kaufen, was ich will.

    Also Du musst natürlich deine eigene Situation ansehen. Gerade wenn du noch einen Kredit hast, ist es natürlich etwas anderes.

    Versicherungen reduziert man auf das unbedingt benötigte. Wohnen kann man viel sparen. 1-Zimmer-Wohnung, WG-Zimmer, ... Aber wie gesagt, dass es alles wieder total individuell. Möbel solltest du jetzt auch schon haben. Ansonsten gibt es auch möblierte Zimmer. Second-Hand bekommt man Möbel auch für einen Appel und Ei. Essen kann man auch sehr preiswert.

    Meine Eltern hatten auch kein Geld. Ich habe mein ganze Studium nur 1/3-Bafög plus Kindergel bekommen. Rest erarbeitet und preiswert gelebt. Im Ref. bin ich eigentlich auch gut ohne Zuschüsse und Rückgriff auf das Ersparte durchgekommen. Ok, wenn ich bei meinen Eltern war, habe ich mich durchgefuttert.

    Man darf nicht vergessen, dass es Menschen gibt, die regulär kaum mehr verdienen. Callcenter, Amazon, ... Wir haben den Vorteil, dass es nur eine begrenzte Zeit so ist.

    Wie gesagt, es mag sein, dass es in deinem Fall so ist und du ohne Rücklagen nicht klar kommst. Aber ich denke nicht, dass es der Normalfall ist. Und wenn es brennt, kann man sich immer noch etwas dazu verdienen. Aber das muss natürlich jeder selber wissen. Wenn der Weg über eine Vertretungsstelle für dich sinnvoller ist, machen ihn doch erstmal. Es weiß auch keiner von uns, welche "Pflichtausgaben" du hast.

    Wenn man in der Großstadt ist, ist die Miete zwar höher aber ich brauche kein Auto. Was war denn bei euch so teuer, dass ihr nicht ohne elternlichen Zuschuss ausgekommen seid? Ich meine, dass man nicht fürstlich bezahlt wird, ist vollkommen klar. Aber um 18 Monate möglichst preiswert über die Runde kommen zu können, sollte es doch reichen?

    Man kann im Ref auch nur ein Zimmer mieten oder eine WG machen. Ggf. kann man auch über einen Kredit nachdenken, da man danach gut verdienen wird. In meinem Jahrgang haben die meisten ihr Ref aus ihrer Besoldung bestritten. Notfalls kann man auch nebenbei noch etwas dazu verdienen. Kleiner Job in den Sommerferien. Muss man natürlich auf die Genehmigung achten. Im Grundsatz geht es doch darum, noch einmal 18 Monate hinzubekommen. Bei mir war der "Verdienst" im Studium auch nicht wirklich größer.

    Mich ärgert mittlerweile das viele Kollegen einfach krank zur Arbeit kommen statt sich auszukurieren und dadurch entweder andere anstecken oder ihre Genesung hinauszögern.

    Zwischen krank zur Arbeit kommen, andere anstecken, Genesung hinauszögern und auf Krücken zu kommen, ist aber schon ein großer Unterschied. Es gibt sicher Fälle, wo es aus gesundheitlichen Gründen oder wegen schlechten Rahmenbedingungen nicht geht. Aber ich habe es schon mehrfach erlebt, dass Kollegen mit Krücken kamen. Wir haben auch Schüler, die mit Krücken kommen. Solange da aus medizinischer Sicht nichts gegen spricht, finde ich Krücken nicht das große Problem.

    China hat genauso wie Deutschland aktuell mit einem Überhang an Akademikern zu kämpfen. Ich nehme an, dass für jemanden, der in China akademisch ausgebildet wurde und vorrangig eine Stelle in diesem Bereich sucht, eine Stelle als Koch in Deutschland weniger als Alternative infrage kommt.

    Ich war bisher immer davon ausgegangen, dass uns Akademiker fehlen. Man lernt hier immer was neues ...

    Einerseits: China hat doch auch Mangel an Arbeitskräften. Steht es uns wirklich zu, China diese Person, die womöglich an anderer Stelle in China dringend gebraucht wird, wegzunehmen?

    Woher nimmst Du eigentlich immer deine Informationen? Meines Wissens hat China seit längerem ein Problem mit hoher Jugendarbeitslosigkeit und zu wenig Jobs. Seit Sommer veröffentlichen sie die Zahlen gar nicht mehr richtig. Infos bspw. hier:

    https://www.nzz.ch/international/…-so-hoch-second

    Das ist das was ich mit AfD-Niveau meine. Es werden einfach irgendwelche Thesen aufgestellt. Hauptsache sie hören sich gut an. Ob das stimmt? Egal.

    Wenn es egal ist, dann brauchen wir auch keine Rechtsgrundlage mehr, sondern können gleich ein Schild aufhängen "Bitte alle eintreten!". Das kannst du alles fordern, solltest dann aber auch ehrlich sein, das so zu formulieren: Es soll keine Grenzen mehr geben. Das Individuum entscheidet, wann es wohin migriert. Der Staat hat Kapazitäten in unbegrenztem Umfang zur Befriedigung der Grundbedürfnisse (Nahrung, Schlafmöglichkeit, medizinische Versorgung, Sicherheits- und rechtliche Grundversorgung) zur Verfügung zu stellen. Abschiebung finden nicht mehr statt.

    Du redest über ganz andere Sachen. Natürlich soll nicht jeder herkommen und natürlich macht es bei der Frage, wer bleiben darf am Ende einen Unterschied warum er gekommen ist.

    Aber hier geht es um das Urteil aus GB. Und da ist es erstmal vollkommen egal, warum ein Flüchtling gekommen ist. Du musst jedem das Recht einräumen einen Asylantrag zu stellen. Dann musst dieser bearbeitet und entschieden werden und ggf. hat der Flüchtling noch die Möglichkeit zur Klage etc.. Zu mindestens dann, wenn sie in GB angekommen sind. Und ich vermute, dass es auch in Deutschland nicht anders sein wird.

    Das ist sicherlich in gewissen Maße auch ein Problem. Aber Lösungen a la AfD "wir schieben alle ab" bringen da auch nichts. Am Ende gelten auch für Flüchtlinge Grundrechte. Für einige scheint das ein Problem zu sein aber auch Flüchtlinge sind Menschen. Und Menschen haben in Deutschland Rechte.

    Ich habe über die Technologie, nicht über die Ausbreitung geschrieben.

    Auch technisch ist noch einiges machbar. Sicherlich nicht weniger als nach 70 Jahre Kernkraft. Das fängt schon bei der Produktion und Montage an. Erhöhung des Wirkungsgrads. Montage an Wänden statt Dächern. Das Frauenhofer-Institut forscht an einem E-Auto mit Solardach. Dann alleine der Aspekte intelligente Stromnetze und Speichertechnologie. Da ist noch so viel drin.

    Tom, du verwechselst wieder Flucht und (Wirtschafts-)Migration. Ich finde es auch den angesprochenen Personengruppen gegenüber nicht fair, sie rein auf ihre Arbeitskraft zu reduzieren.

    Es ist vollkommen egal, warum sie herkommen. Am Ende haben Sie bei uns Rechte und werden sich gegen eine Abschiebung wehren. Niemand wird sagen: Ich bin ein Wirtschaftsflüchtling und gehe gerne wieder zurück."

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