Beiträge von Tom123

    Bei Solarzellen sind der realistische Hebel die Produktionskosten. Der Wirkungsgrad liegt aktuell bei ca. 20% bei normalen und aus physikalischen Gründen ist der nur begrenzt steuerbar, realistisch vielleicht gegen 30%. (Spezialzellen erreichen bis 40%, aber für einen überproportionalen Anstieg der Kosten.)

    Also mir fehlt das Hintergrundwissen, um das technisch einzuschätzen. Aber wenn ich es richtig verstehe, gibt es schon Ansätze mit 30%, die aber halt noch nicht für den Massenmarkt verfügbar sind. Wenn wir davon ausgehen, dass wir jetzt im Schnitt vielleicht bei 15% liegen, wäre alleine das eine Verdopplung. Irgendwas habe ich da auch mal mit diesen Tandemzellen gelesen. In der Forschung sind jetzt bei fast 50%. Wenn wir die 50% als Grenze ansehen, wäre zu mindestens noch eine Verdreifachung drin. Dann gab es aktuell Berichte, dass man Solarzellen an Häuserwänden statt auf Dächern befestigt. Das gibt auch noch wenig Möglichkeiten. Wenig erfolgreiche wurde auch schon an der Überdachung von Straßen gearbeitet. Am Ende hätten wir zu mindestens theoretisch noch eine riesige Potential.

    Ich bin kein pauschaler Fan von erneuerbaren Energien, aber ein "anti Erneuerbare aus Prinzip" ist auch keine Lösung.

    Ich finde, dass Du da genau das Problem benennst. Ich habe mein Leben lang nicht grün gewählt. Aber die erneuerbaren Energien haben viele Vorteile. Und jeder in Facebook und co postet erstmal, wie schlimm es doch mit den Windkraftanlagen etc. ist. Aber versuche mal irgendwo ein neues AKW oder gar Endlager hinzusetzen. In meiner Heimatstadt gab es vor 10 Jahren massive Proteste gegen Kohlekraftwerke. Mal davon abgesehen, dass das meiste für die Zukunft wirtschaftlich keinen Sinn ergibt.

    Die Technik bei Wind und Solar ist recht ausgereizt, aber bei Kernkraft kann sich noch einiges tun.

    Ähm, wie kommst du denn darauf? Wir stehen bei den erneuerbaren Energien am Anfang. Es gibt noch ganz viel Potential. Insbesondere bei Solarzellen gibt es ständig neue Durchbrüche und "Superzellen". Das meiste entpuppt sich dann natürlich noch als problematisch. Aber es muss nur irgendjemand mal eine entsprechende Solarzelle bauen. Da forschen auch seriöse Unis etc. dran. Ich bin mir sicher, dass in 10 Jahre Solarzellen für weniger Geld deutlich mehr Strom produzieren. Das gleiche gilt natürlich auch für Speichertechnologie. Oder Elektroautos. Wenn ich gucke, was die Chinesen da auf dem Markt bringen. Hat nicht VW vor einigen Jahren noch behauptet E-Autos kommen nie weiter als 200 km Reichweite. Was wäre wenn wir in 5 Jahren zum gleichen Preis Batterien mit 10facher Ladekapazität bauen können?

    Denke, Großbritannien wird einen geeigneten Weg finden. Es wurde ja ausdrücklich vom Gericht bestätigt, dass eine Auslagerung möglich ist. Nur an Ruanda wird gezweifelt, ob die notwendigen Standards eingehalten werden.

    Habe bislang nicht verstanden, warum Länder wie Griechenland oder Italien Flüchtlinge so mies behandeln dürfen, dass eine Weitereise für Flüchtlinge lebensnotwendig ist.

    Also für mich wirfst Du da einiges durcheinander. Am Ende gibt es zwei Sorten von Ländern: Die einen nehmen gerne Flüchtlinge gegen cash. Denen sind die Rechte der Flüchtlinge egal. Solche Länder verbieten sich daher für Flüchtlinge und nun auch das Gesetz.

    Dann gibt es Länder, wo Flüchtlinge normale Rechte genießen. Die sind aber froh, wenn sie ihre Flüchtlinge los sind und werden kaum gegen etwas cash die englischen dazu nehmen.

    Ich wäre für strikte Grenzsicherung und Qualifizierungscamps in Afrika. Von dort die Möglichkeit der legalen Einreise. Wir brauchen dringend Fachkräfte. Und auch wenn die meisten Flüchtlinge ungebildet sind, müssen wir sie halt ausbilden. Es fehlt bei uns doch an allen Ecken. Und wenn es in Afrika Menschen gibt, die gerne in der Landwirtschaft oder in der Pflege arbeiten würden, sollen sie alle kommen.

    Großbritannien ist gerade an der eigenen Verfassung / den eigenen Grundrechten mit dem Plan gescheitert, alle Flüchtlinge einfach nach Ruanda zu schicken. Das oberste Gericht hält das Vorhaben für rechtswidrig.

    Ich sehe da durchaus parallel zur AfD. Im Netz und auf Kundgebungen wettert man gegen Flüchtlinge und stellt tolle Maßnahmen vor, um Stimmen zu holen. Das aber Flüchtlinge Menschen sind und Rechte haben und die meisten Ideen gar nicht umsetzbar sind, wird verschwiegen.

    Populismus pur. Verdammt gefährlich für unsere Gesellschaft.

    ich frage mich, was passiert, wenn einige Familien ihre Kredite auf diese Zuschläge abstimmen (ich habe gerade überprüft, eine Kollegin von mir ist gerade von der "richtigen" Stadt ins Umland gezogen, mit Immobilienkauf und wechselt dadurch von Mietstufe IV auf Mietstufe II. Die 300 Euro hätte sie in einen Kredit stecken können.
    Was passiert, wenn das Ganze bald kassiert wird (was ich hoffe, auf die eine oder die andere Art), nachjustiert wird, und einige das Geld nicht mehr haben, womit sie fest gerechnet haben...

    Bei einer guten Finanzierung sollte man so etwas nur als Sonderzahlung und nicht als feste Rate einrechnen. Ob jeder das so macht?

    Ne nicht von Gott gegeben, aber die vorher gezahlten Bezüge waren ja zu gering. Nachdem ein Gericht dies höchst amtlich entschieden hat wurden die Zuschläge fürs 3. Kind erhöht.

    Danach folgten dann Anpassungen auch für Kind 1 und 2.

    Das Urteil lässt aber viel Spielraum, was man ändern kann. Wenn wir mal bei der GEW schauen:

    Aus Sicht der GEW NRW ist nicht gewährleistet, dass das Gesetz zu einer verfassungsmäßigen Umsetzung der Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts führt. Probleme mit dem Abstandsgebot und der Leistungsbezogenheit behebt der Gesetzgeber nicht. Ledige oder kinderlose Landesbeamt*innen finden im Gesetz auch keine Beachtung. Sie erhalten lediglich die Erhöhung des Grundgehaltes von 2,8 Prozent. Aber auch sie leiden unter steigenden Mietpreisen und Lebenshaltungskosten.

    Ich denke, dass die Landesregierung hier handwerklich sehr ungeschickt das Urteil versucht hat das Urteil (in Teilen) umzusetzen. Dass das nicht wirklich gelungen ist, kann man durchaus kritisieren. Zum scheint auch die GEW diese Meinung zu teilen. Wahrscheinlich haben wir dazu in ein paar Jahren das nächste höchstrichterliche Urteil.

    Vielleicht mal darüber nachdenken, ob einer Vollzeit arbeitet und andere sich beurlauben lässt oder mit einer extrem kleinen Stundenzahl arbeitet. Natürlich mit Abklärung, dass diese Person dann auch nur wenig Zeit in Konferenzen etc. verbringt. Zu mindestens für die kritische Zeit. Wenn die Kids älter werden, wird es irgendwann einfacher. Oder ihr findet in der Zeit irgendwo noch eine ausreichende Betreuungsmöglichkeit. Dann hätte ihr aber erstmal die akuten Problemen gelöst. Zwei berufstätige Eltern sind in Deutschland leider oft noch ein Problem.

    Die anderen bekommen ja auch was.. nur nicht in der Höhe.

    Da ich nun mal verbeamtet bin ist mein Dienstherr nun mal auch für die Kosten meiner Kinder zuständig. Das ist Teil des Deals.

    Nee, denn als Du angefangen hast, waren die Zuschläge noch ganz andere. Dass der Dienstherr dich versorgt, sehen wir also so. Sicherlich kann man auch über Familienzuschläge reden. Aber die Höhe ist keinesfalls von Gott gegeben.

    Dabei wird jedoch eine Scheindebatte geführt. Denn diese hat im Kern nicht die Ortszuschläge zum Thema, sondern die grundsätzliche Unterscheidung in verbeamtete und angestellte Lehrer.

    Nein, ich bin durchaus für Kinderzuschläge. Man kann über Ehepartner und die Höhe diskutieren. Was ich aber nicht verstehe, ist warum es den Ortszuschlag nur gibt, wenn man Kinder hat.

    Vom Grundprinzip her ist diese Diskussion vergleichbar mit dem allseits bekannten BeamtInnenbashing. Ich sage den BasherInnen immer, dass es jedem/jeder freistehe, bzw. freigestanden hätte, ebenfalls Beamte/r zu werden. Ebenso steht/stand es jedem/jeder frei, Kinder in die Welt zu setzen, an einem Ort mit hoher Mietstufe zu leben und dann "fett zu kassieren"... Männer sind sogar biologisch im Vorteil...

    Das ist so aber nicht übertragbar. Es kann jeder frei entscheiden, welchen Beruf er ergreifen möchte. Aber der verbeamtete Lehrer kann im Zweifel nur begrenzt entscheiden, wo er arbeiten möchte. Möchte nicht wissen, was die Schulbehörde sagt, wenn ich nun drei Kinder habe und deswegen nach Köln versetzt werden möchte. Noch schwieriger wird es mit den Kindern. Mal abgesehen davon, dass man erstmal den richtigen Partner mit den gleichen Wünschen braucht, gibt es leider auch genug Menschen, die keine oder nicht mehrere Kinder bekommen können. Übrigens ist auch selbst dann für den verbeamten Lehrer mit 2 Kindern nicht so einfach möglich sich seinen Einsatzort auszusuchen. Es hat also nicht jeder die Möglichkeit frei zu entscheiden.

    Stimmt. Die Kids kosten Dich ja 0€. Und für das Geld bekommst Du vielleicht den Flur eine 2-Zimmer-Wohnung in Düsseldorf. Und Du hast die 95.000€ ja nicht sofort auf der Tasche, sondern müsstest die Bude finanzieren. Bei den aktuellen Zinsen wünsche ich dabei viel Spaß.

    Das Problem ist nicht, dass Kinder nichts kosten. Aber normale Angestellte bekommen exakt 0 extra für ihre Kinder. Da ist die Frage, ob diese Summe angemessen sind.

    Da hast Du vollkommen Recht Susannae. Bei uns gibt es an den meisten größeren Schulen, Lehrkräfte mit Long-Covid-Problematiken. In der Summe bestimmt eine zweistellige Zahl an Lehrkräften im Stadtgebiet. Die fehlen halt auch einfach. Mal abgesehen vom persönlichen Schicksal.

    Ich denke, dass das alles richtig ist. Es gibt relativ viele Erkrankungen. Die meisten sind weniger glimpflich als eine Erkältung aber nicht so schlimm, dass man ins Krankenhaus kommt. Was aber auch noch gibt, sind Leute, die so schwer erkranken, dass sie ins KKH müssen oder sogar Langzeitfolgen haben. Wenn wir überlegen, wie viele Infektionen wir pro Jahren haben, ist es dann schon eine Menge. Selbst wenn es nur 0,1% betrifft, ist das hochgerechnet auf die Anzahl der Infektionen und vielleicht sogar über ein Jahre gerechnet viel. Da kommt noch einiges auch auf unser Gesundheitssystem zu.

    Tom: kannst du ja nachmachen. Dann kriegst du auch einen 1000er mehr.

    Ich bekomme übrigens weniger als 500 mehr. Brutto.

    Die Frage ist doch auf welcher Ebener wir diskutieren. Wenn wir von unserer persönlichen Situation ausgehen, würde ich sagen: Herzlichen Glückwunsch. Freu dich darüber. Du bist wahrscheinlich eine nette Kollegin. Sei es dir gegönnt. Es gibt so viele Ungerechtigkeiten. Da muss man sich nicht aufregen. Alleine dass engagierte Lehrkräfte keinen Bonus bekommen können sondern genauso oder noch schlechter gestellt werden wie die Kollegen, die um 13:00 Uhr die Beine hochlegen. Aber ich bin zufrieden und damit ist es gut.

    Wenn wir aber personalpolitisch und schulpolitisch diskutieren, dann würde ich schon fragen: a) Warum bekommen Single keinen Ortszuschlag? b) Ist der Familienzuschlag bei euch noch angemessen oder ist er vielleicht auch schulpolitisch gar nicht sinnvoll?

    Du brauchst als Single weniger Wohnfläche. Wäre ich Single, würde mir eine 1 Zimmer Wohnung reichen. 2 Zimmer sind nett, aber nicht notwendig. "Jaaa aber ich will ja gar nicht auf so kleinem Raum leben." Tja ich will auch nicht in so großem Raum leben, aber mit 4 Personen "muss" das halt sein.

    Was heißt brauchen? Von einem normalen Lehrergehalt lässt sich sicherlich auch ein Leben mit Kindern finanzieren. Hier geht es aber darum, die Mehrkosten, die durch Kinder entstehen aufzufangen. Diese Mehrkosten entstehen aber auch für einen Single. Ob ich halt irgendwo auf dem Dorf oder in Düsseldorf wohne, macht schon einen großen Unterschied. Wenn wir also über das Alimentationsprinzip sprechen, müsste es auch an der Stelle ausgeglichen werden.

    Wie gesagt: Ich finde das jetzt nicht exorbitant hoch, 900 € brutto für 2 Kinder zu bekommen. Davon sind übrigens nur 749 für die Kinder. Die restlichen 150 sind für meinen Ehemann ;) Das bekommen also auch Kinderlose. Also ernsthaft mal: 750 € findest du so exorbitant hoch?

    Habe ich zwar nicht geschrieben, aber ja ich finde das zu hoch. Also erstmal kann man die 150 € für den Ehemann komplett streichen. Zu mindestens wenn er ein eigenes Einkommen hat. Dann hast du vorher geschrieben, dass es mehr als doppelte von dem ist, dass es vorher gab. Es sind hier auch andere Zahlen im Umlauf. Ich kann natürlich nicht beurteilen was richtig ist. Aber mal im Ernst: Fast einen Tausender mehr Gehalt nur weil du geheiratet hast und 2 Kinder hast. Ist das angemessen? Plus Kindergeld natürlich...

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