Beiträge von Tom123

    Wenn ich den Gedankengang von Tom123 weitergehe, dann dürfte ich für die Arbeit/Schule bei der Steuer nie etwas absetzen, es sei denn, der Arbeitgeber erlaubt es mir.

    Das siehst Du zu negativ. Grundsätzlich kannst du erstmal alles versuchen abzusetzen. Aber Du hast kein Anspruch darauf, dass der Arbeitgeber dir bescheinigt, dass Du das dienstlich nutzen musst. Das ist dann ein Goodwill des Arbeitgebers. Dazu kommt noch der Aspekt, was das Finanzamt sowieso anerkennt. Am Ende bleibt eine Grauzone, wo ich eventuell eine Bescheinigung der Schule benötige. In diesem Fall bei dem Laptops. Viele Schulleitungen werden ihre Lehrkräfte eher unterstützen. Aber wenn ich halt einen Idioten erwische, habe ich keine Mittel ihn zu zwingen.

    Ich darf an dieser Stelle dezent an die Bestimmungen des Arbeitsschutzgesetzes erinnern.

    Ein Ipad entspricht unter gar keinen, ein Laptop nur unter engen Voraussetzungen den Anforderungen, die an einen Bildschirmarbeitsplatz zu stellen sind. Solange die Schule keine Geräte bereitstellt, die diesen Anforderungen genügen, ist die Anschaffung eines privaten Gerätes unumgänglich, wenn man den Unterricht nicht wie vor 30 Jahren vorbereiten möchte.

    Erstmal würde ich die Frage stellen, ob es ein Bildschirmarbeitsplatz ist. Du arbeitest nur zeitweise am PC. Wahrscheinlich ist es ausreichend, wenn in der Schule ein entsprechendes Gerät zur Verfügung steht. Aber auch das Argument mit dem Unterricht zählt nicht wirklich. Inhaltlich hast du vollkommen recht, aber daraus kannst Du keinen Anspruch darauf ableiten, dass Du dir ein Privatgerät kaufen kannst. Im Gegenteil müsste die Schule oder Schulträger dir entsprechende Geräte zur Verfügung stellen. Und selbst wenn sie es nicht machen, hast Du nicht das Recht ein Privatgerät zu kaufen. Dann kannst Du der Schule sagen Aufgabe XY konnte ich mangels Ausstattung nicht erledigen. In der Regel werden dann die meisten SL sehr froh sein, wenn Du bereit bist ein Privatgerät zu nutzen. Aber wenn nicht, ist es halt so.

    Man muss da zwei Dinge unterscheiden:

    a) Ist es sinnvoll ein Privatgerät zu benutzen?

    b) Kann ich die Schule zwingen ein Privatgerät anzuerkennen?

    Bei a) bin ich sofort deiner Meinung. Ich denke, dass die meisten auch private Geräte nutzen. Bei b) ist es aber aus meiner Sicht tatsächlich so, dass man die Schule nicht zwingen kann. Allerdings ist es natürlich ziemlich blöd von der Schule sich es deswegen mit den Lehrkräften zu verscherzen.

    O. Meier

    Was bliebe ist die Klage gegen das Finanzamt mit zeugenschaftlicher Vernehmung des SL. Das wäre ein Spaß, zu der Verhandlung würde ich den gesamten GEW Ortsvorstand einladen. Anschliessend gibs ne Spontandemo mit Würstchen Grillen vor dem Amtsgericht. :)

    Das wäre relativ uninteressant. Die SL würde aussagen, dass die Schule ein Dienstgerät vorhält und die SL nicht möchte, dass die Lehrkraft ein Privatgerät anschafft. Am Ende hat die SL nur ein Problem, wenn die Lehrkraft aufgrund schlechter EDV-Ausstattung der Schule ihre Arbeit nicht erledigen kann. Aber wieso sollte eine Lehrkraft ein Recht haben privat ein Arbeitsgerät anzuschaffen und zu nutzen?

    Es kommt nicht darauf an, dass ich darauf angewiesen bin, genau dieses Gerät dienstlich zu nutzen. Es reicht einfach, dass ich es tue, weil ich mit dem Gerät besser zu Recht komme.

    Blödsinn. Selbstverständlich kann der Arbeitgeber den Arbeitnehmer untersagen ein Privatgerät für dienstliche Zwecke zu nutzen. Es ist auch egal, ob es sich um personenbezogene Daten handelt oder ob du nur ein Arbeitsblatt erstellst. Der Dienstherr kann einfach sagen, dass Du nur das dienstliche Gerät benutzen sollst. Ob das nur sinnvoll ist, ist eine andere Frage. Aber woher nimmst Du die Idee, dass ich als Arbeitnehmer einfach irgendwelche Arbeitsmittel anschaffen darf.

    Dir entstehen durch die ausbleibende Bestätigung finanzielle Nachteile - für die dein Dienstherr in diesem Fall verantwortlich wäre.

    Naja, das setzt erstmal voraus, dass der Dienstherr mich angewiesen hat privat einen Laptop zu kaufen oder es zu mindestens erwartet. Wenn der Dienstherr der Meinung ist, dass ich kein privates Gerät brauche, ist das erstmal sein gutes Recht. Wenn ich dann bestimmte Dinge nicht machen kann, ist es sein Problem. Aber ihn da irgendwie in Regress zu nehmen, wird schwierig.

    Americandream: Du bekommst eigentlich fast alles was du für deine neue Wohnung brauchst kostenlos oder für sehr kleines Geld. Ich muss bei uns nur einmal bei Kleinanzeigen reingucken und finde schon etliches zu verschenken. Mehr als Tisch, Schrank, Bett und Stuhl brauchst du auch an Möbeln nicht. Geschirr gibt es bei Haushaltsauflösungen etc. Für unter 500 € kannst Du dich ohne weiteres so einrichten, dass Du durch das Ref kommst. Das schafft man in jeder Stadt.

    Wie gesagt, bei uns ist das auch so. Allerdings eher nicht im Sinn eines rechtlich sicheren Verbotes, sonden vielmehr ist es unerwünscht, wackelig und auf Krücken da aufzulaufen damit man sich eben selber nicht gefährdet. Ich finde das jetzt auch irgendwie nicht so seltsam wie manch eine hier, sondern eher nachvollziehbar.

    ok, das man sich nicht selber gefährden soll, ist glaube ich auch Konsens bei allen. Aber es gibt auch Situationen, wo man recht sicher auf Krücken unterwegs ist. Oder Menschen, die aufgrund von Einschränkungen einfach auf Krücken angewiesen sind. Am Ende ist es doch eine sehr individuelle Entscheidung, die letztlich der Arzt mit seinen Patienten fallen muss. Wenn der Arzt keine Bedenken hat, wüsste ich nicht warum ein Schulleiter es verbieten sollten.

    Wenn die SL es nicht ausstellen will, setze das Gerät nicht dienstlich ein. Wenn es irgendwas gibt, was Du nicht auf deinem Dienstgerät machen kannst, gehe zur SL und frage, wo Du die Arbeiten jetzt erledigen kannst.

    Hallo in die Runde

    Ich habe eine Frage zum amtsärztlichen Untersuchung. Beim Fragebogen muss man ja alle psychischen Behandlungen angeben. Als Kind (~8-10) war ich in einer Psychiatrie oder sowas ähnlichen (glaube ich - das war immer nach der Schule bis abends!) nachdem mein Vater gestorben ist.

    Muss ich solche weit entfernten Dinge auch angeben? Ich weiß nicht einmal wo das war, ob es dazu noch Unterlagen gibt usw…

    Kann mich das die Verbeamtung kosten? Als Jugendliche war das Jugendamt sehr viel bei uns zu Hause, ich komme halt aus einem eher schwierigen Haushalt. Das beunruhigt mich nun etwas so kurz vorm Ziel

    In der Regel gibt es einen Zeitrahmen oder halt die Dinge, die heute noch relevant sind. Ggf. einfach mal per Mail nachfragen.

    Konkret: Familie mit 5 Kindern, Mann macht nur einen Mini-Job, Frau kümmert sich ausschließlich um die Kinder und am Ende stehen dank Bürgergeld 3850,- € netto auf dem Konto. Da kann doch ein normalsterblicher Angestellter gar nicht gegen das Bürgergeld anarbeiten. Hubertus Heil lügt doch, wenn er alle für bescheuert erklärt, die unter solchen Bedingungen kündigen, um Bürgergeld einzustreichen.

    Habe jetzt keine Lust mir das anzusehen aber hast du alleine mal das Kindergeld mit eingerechnet? Alleine das wären schon 1250 €, die auch der Angestellte bekommt.

    Bei uns ist es verboten mit Krücken zu unterrichten.

    Ich kenne einen Kollegin, die dauerhaft auf Krücken angewiesen ist. Darf die dann auch nicht mehr arbeiten. Also ich mag da durchaus bezweifeln, dass es wenn es überhaupt ein solches Verbot geben sollte, es rechtlich haltbar ist. Wie will man das denn gestalten? Es ist den Mitarbeitern verboten einen Krücke zu benutzen? Menschen, die auf eine Krücke angewiesen sind, dürfen das Schulgelände nicht betreten? Je mehr ich darüber nachdenke desto weniger kann ich mir vorstellen, dass das eine Schulleitung damit rechtlich durchkommt.

    Wenn eine SL wirklich Zweifel daran hätte, dass eine Lehrkraft mit Krücken unterrichten kann, könnte sie den Amtsarzt hinzuziehen. Ggf. kann dieser sie im Einzelfall dienstunfähig schreiben. Aber ein pauschales Verbot? Never.

    Also mal ehrlich. Du musst doch jetzt Möbel haben. Und ansonsten bekommt das für unter 200 €. Quellen wurden ja schon genannt. Steht auch oft etwas unter "zu verschenken" drin.

    Auto ist keineswegs zwingend. Hier in Ostfriesland gibt es auch keinen ÖPNV. Wir hatten auch eine Referendarin ohne Auto. War doof für sie aber irgendwie hat sich immer etwas ergeben. Und letztlich kann das Land auch nicht voraussetzen, dass man ein Auto kauft. Im Zweifel muss das Land sehen, dass es klappt.

    Ich denke, dass das alles klappt. Als Referendar verdienst du gut genug. Die Frage ist halt, ob man das möchte. Wenn Du sagst, dass Du Dir "mehr" vorstellst, ist doch alles gut. Dann machst Du halt eine Vertretungsstelle.

    Langsam und allmählich - Motto: Es gibt keinen Planeten B - ist es der schiere Ressourcenbedarf der EE. Hast du dich denn mal informiert, wie viel Material und Energie in die Produktion eines einzelnen Windrads oder Solarpanels geht?

    Habe ich. Wir haben hier direkt einen großen Windradhersteller und viele Bekannte arbeiten dort. Leider ist das viel Blödsinn im Umlauf. Die Energie, die die Produktion benötigt, holt man relativ schnell wieder rein. Nach 2-3 Jahren ist man spätestens im Plus. Beim Material gibt es inzwischen hohe Recyclingquoten. Aber oft wird bei den Gegner dann mit veralterten Zahlen argumentiert.

    Lehrmaterial und Equipment zahlt in der Regel die Schule. Die Zeiten wo man Schulbücher selber kaufen soll, sollten inzwischen überall vorbei sein. Unterrichtsmaterialien etc. kann man über alle Ausleihen. Ist nicht so schön wie selber kaufen, geht aber im Ref..

    Mit dem Geld, dass Du im Ref bekommst, müssen andere ganz regulär auskommen. Wenn ich das HH-Beispiel nehme. Das ist doch super. 550 € für miete 50 € für Nahverkehr. Auto brauche ich nicht. Da komme ich doch super mit dem Geld aus.

    Kombi aus Miete in einigermaßen vernünftiger Gegend, Auto und Hundekindergarten. Aber auch ohne den letzten Posten wäre es extrem knapp geworden. Meine Rücklagen sind größtenteils für Umzug und angemessene Klamotten (konservative Ersatzschule) draufgegangen, außerdem hab ich im Ref wahnsinnig viel Geld für Unterrichtsmaterial ausgegeben.

    Ok, das verstehe ich alles. Aber wäre für mich jetzt nicht ein muss, wenn es darum geht, das Ref zu machen oder aufzuschieben. Wohnt man halt schlecht aber preiswert. Auto hatte ich noch aus dem Studium a la Schrottkarre. Kleidung kann man seine bisherige weiternehmen. Wenn Die wollen, dass ich tolle Sachen trage, sollen sie mich besser bezahlen. Unterrichtsmaterialien kann man kostenlos ausleihen bzw. die Schule zahlt.

    Ich kann die Ausgaben alle verstehen und wenn man sich das leisten kann, ist das toll. Aber wenn ich kein Geld habe, würde ich mich eher einschränken bevor ich auf das Ref. verzichte bzw. es verschiebe. Ich meine nach den 18 Monaten bekomme ich A12/A13. Dann kann ich mir alles kaufen, was ich will.

    Also Du musst natürlich deine eigene Situation ansehen. Gerade wenn du noch einen Kredit hast, ist es natürlich etwas anderes.

    Versicherungen reduziert man auf das unbedingt benötigte. Wohnen kann man viel sparen. 1-Zimmer-Wohnung, WG-Zimmer, ... Aber wie gesagt, dass es alles wieder total individuell. Möbel solltest du jetzt auch schon haben. Ansonsten gibt es auch möblierte Zimmer. Second-Hand bekommt man Möbel auch für einen Appel und Ei. Essen kann man auch sehr preiswert.

    Meine Eltern hatten auch kein Geld. Ich habe mein ganze Studium nur 1/3-Bafög plus Kindergel bekommen. Rest erarbeitet und preiswert gelebt. Im Ref. bin ich eigentlich auch gut ohne Zuschüsse und Rückgriff auf das Ersparte durchgekommen. Ok, wenn ich bei meinen Eltern war, habe ich mich durchgefuttert.

    Man darf nicht vergessen, dass es Menschen gibt, die regulär kaum mehr verdienen. Callcenter, Amazon, ... Wir haben den Vorteil, dass es nur eine begrenzte Zeit so ist.

    Wie gesagt, es mag sein, dass es in deinem Fall so ist und du ohne Rücklagen nicht klar kommst. Aber ich denke nicht, dass es der Normalfall ist. Und wenn es brennt, kann man sich immer noch etwas dazu verdienen. Aber das muss natürlich jeder selber wissen. Wenn der Weg über eine Vertretungsstelle für dich sinnvoller ist, machen ihn doch erstmal. Es weiß auch keiner von uns, welche "Pflichtausgaben" du hast.

    Wenn man in der Großstadt ist, ist die Miete zwar höher aber ich brauche kein Auto. Was war denn bei euch so teuer, dass ihr nicht ohne elternlichen Zuschuss ausgekommen seid? Ich meine, dass man nicht fürstlich bezahlt wird, ist vollkommen klar. Aber um 18 Monate möglichst preiswert über die Runde kommen zu können, sollte es doch reichen?

    Man kann im Ref auch nur ein Zimmer mieten oder eine WG machen. Ggf. kann man auch über einen Kredit nachdenken, da man danach gut verdienen wird. In meinem Jahrgang haben die meisten ihr Ref aus ihrer Besoldung bestritten. Notfalls kann man auch nebenbei noch etwas dazu verdienen. Kleiner Job in den Sommerferien. Muss man natürlich auf die Genehmigung achten. Im Grundsatz geht es doch darum, noch einmal 18 Monate hinzubekommen. Bei mir war der "Verdienst" im Studium auch nicht wirklich größer.

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