Beiträge von Tom123

    Du findest es beleidigend, wenn ich von dir als Sachkundelehrer verlange zu wissen, dass Bundesverfassungsgerichtsurteile aus 2020 bindende Wirkung für darauffolgende Gesetze im Jahr 2023 haben? Und dann erklärst du deine Unkenntnis damit, dass es nicht zum Curriculum der Grundschule gehört?

    Sollen die Mods mich dafür sperren, wenn das eine Beleidigung ist.

    Du unterstellst, dass ich es nicht verstehe. Wie Du dem Urteil entnehmen kannst, stellt das BVG es dem Gesetzgeber frei, wie er das Urteil umsetzt. Wie daraus schließen kannst, dass er es genau auf eine bestimmte Art und Weise umsetzt muss, ist dein Geheimnis.
    Ebenso was das mit dem Sachunterricht an der Grundschule zu tun hat. Davon abgesehen hatten wir Sachkunde in den 60er-Jahren...

    Aber ich denke ich folge dem Wunsch des Frosches. Mir ist die Diskussion mit dir zu primitiv. Ich sehe da wenig Sachebene, so dass es für mich wenig Sinn ergibt, mit dir darüber zu diskutieren. Du hast deine Meinung und für mich ist das tatsächlich auch eine mögliche Lösung. Da Du ablehnst, dass auch andere Lösungen möglich sind, macht die Diskussion darüber dann auch wenig Sinn.

    Die NSDAP mit der AFD zu vergleichen ist schon unsachlich genug. Insbesondere, da Hitler schon vorher Aussagen zur Abschaffung des Parlaments gemacht hat. Auch ist der Inhalt seines Buchs Mein Kampf schon Andeutung genug, über das was später kam.

    Deswegen sind solche Vergleiche peinlich und spielen eher die AFD in die Hände.

    Es gibt durchaus Menschen in der AfD, die ähnliches fordern. Abschaffung der freien Presse, Einfluss auf die Gerichte, "Freie" Wahlen (die wir aus ihrer Sicht bisher nicht haben), ...
    Natürlich schreiben Sie es nicht mehr so direkt. Aber in der Tendenz geht es bei einigen in Richtung Abschaffung unseres Staates.

    Du machst es dir einfach, indem du dich erhebst über die ungebildeten Millionen, die aber ganz offensichtlich ziemlich durchschnittliche Menschen sind, sein MÜSSEN bei 20%.

    Sorry, aber das war nicht meine Aussage. Ich wiederhole es noch mal: Durch bessere Bildung, kann der Anteil der AfD-Wähler reduziert werden. Daher müssen wir in der Schule über bessere Bildung nachdenken. Das gilt ganz allgemein, dass mehr Menschen einen höherwertigen Bildungsabschluss erreicht. Aber auch im Speziellen, dass wir über Fakenews, Propaganda, ausländischen Einfluss, etc. diskutieren.

    Das heißt aber nicht, dass jeder AfD-Wähler dumm ist.
    Es heißt ebenfalls nicht, dass jeder Hauptschüler / Realschüler später AfD wählt.
    Es heißt nur, je höher die Bildung desto schlechter für die AfD.

    Lose Blätter und Korrektur ganzer Klausuren mache ich schon immer. Was ein 20-Punkte-System ist weiß ich nicht. Meine Klausuren haben immer 21 Punkte.

    Mit 20 Punkten zählt jeder Punkt 5%. Da kannst Du die Bewertung schnell ausrechnen. Ich verstehe aber auch nicht den Mehrwert von Excel. Ich kann das auch einfach ins Handy schreiben oder Alexa fragen. Da muss ich mir keine Exceltabelle basteln.

    Puh - diese Argumentation klingt super verbittert. Allein ein Kindergartenplatz kostet hier bei uns (größere Stadt, NRW) über 580 Euro im Monat. Weitere Kosten für Hobbies (Schwimmkurs z.B. 80 Euro im Monat), Essen, Kleidung etc. müssen wir hier vermutlich gar nicht vorrechnen. Meiner Meinung nach zieht man mit Kind(ern) immer den Kürzeren. Aufgrund der knappen Plätze hier in Kita und OGS können einige Elternteile gar nicht Vollzeit arbeiten etc. etc. . Wenn man diese Debatte erstmal anfängt...

    Das hat doch nichts mit Verbitterung zu tun. Man muss doch nicht alles hinnehmen? Ich kann sagen, dass mir etwas nicht gefällt ohne gleich neidisch zu sein oder verbittert. Im anderen Thread beschweren sich viele über unbezahlte Mehrarbeit. Sagst Du auch, ihr seid alle verbittet?

    Es geht auch nicht darum, welche Kosten Kinder erzeugen. Das ist doch auch eine Lebensentscheidung, die viel positives bietet. Normale Angestellte erhalten auch nicht mehr Geld, wenn sie Kinder bekommen. Dort ist das Geld für Kinder auch im normalen Gehalt enthalten und sie müssen dann überlegen, ob sie ihr Geld für Kinder oder für etwas anderes Ausgeben. Der eine fährt jedes Jahr auf Kreuzfahrt, der andere hat Kinder.

    Persönlich finde ich Kinderzuschläge auch durchaus ok. Aber sie müssen im Rahmen bleiben. Vielleicht 200 € pro Kind. Aber so wie es NRW gestaltet ist, fehlt da vollkommen die Verhältnismäßigkeit.

    Sollte man als Sachkunde Lehrer nicht ein bißchen besser verstehen wie der deutsche (Rechts-)Staat verfasst ist und welche Konsequenzen sich daraus für das Zusammenspiel von Legislative und Judikative ergeben ?

    Dem habe ich bereits widersprochen. Es geht nicht um subjektive Urteile. Es geht um objektive Legalität.

    Gibt es Gründe, warum Du beleidigend wirst? Und nein, Gewaltenteilung wird in der Grundschule noch nicht unterrichtet.
    Also zum inhaltlichen das BVG hat über die damals aktuelle Besoldung entschieden und dem Gesetzgeber Vorgaben und Vorschläge gemacht, wie eine amtsangemessene Besoldung sichergestellt werden kann. Folgt man deinen eigenen Zitaten sagt BVG explizit, dass es verschiedenen Möglichkeiten gibt eine amtsangemessene Alimentation sicherzustellen. Das mag dir inhaltlich nicht gefallen aber es ist trotzdem Fakt. Und nein, dass BVG hat nicht 2020 über Besoldung im Jahr 2026 entschieden.

    Noch mal ganz deutlich:

    Es geht mir nicht darum, ob die aktuelle Besoldung verfassungskonform ist. Das mag sie sein. Das zu beurteilen, ist dann Aufgabe des BVG.
    Ich sage, dass der Dienstherr sie aktuell ungerecht regelt. Ich wäre für einen anderen Weg, der dann ebenfalls verfassungskonform sein muss. Der Dienstherr könnte einfach das Grundgehalt erhöhen und die Kinderzuschläge senken. Das ist natürlich teurer.

    Nein, Du wirst trotzdem Deine Vorbereitung in einer vorgesehen Zeit erledigen müssen. So funktioniert das in anderen Jobs auch. Man erwartet von Akademikern, dass sie sich organisieren können. Der Dienstherr hat nur das Pech, dass er keine rauswerfen kann, die das eben überhaupt nicht schaffen

    Nein, das ist nicht richtig. Ich war selbst lange Zeit als Angestellter in der "freien Wirtschaft". Der Chef sagt dir, was du schaffen sollst. Wenn Du es nicht schaffst, bleibt es (in der Regel) liegen. Dann spricht man vielleicht kurz, warum es nicht fertig ist. Aber letztlich kann es niemand ändern. Ggf. gibt es ein paar bezahlte Überstunden. Wenn ich permanent meine Aufgaben nicht erledigt bekomme, wird natürlich der Chef irgendwann versuchen mich loszuwerden. Wird aber bei Beamten eher schwierig...

    Dass die Differenz zwischen 24 und 18 nicht so groß ist, ist dir beim Schreiben gar nicht aufgefallen? Und dass du damit alle Realschüler als ungebildet bezeichnest auch nicht?

    Wo habe ich sie denn als ungebildet bezeichnet? Bitte lese meinen Text und unterstelle mir nichts. Ich habe geschrieben: "je niedriger der Bildungsstand desto höher der Anteil der AfD-Wähler". Das ist eine reine Beschreibung.

    Zweitens sind es von 18% auf 24% 1/3 mehr. Also 33% von 18. Der Unterschied zwischen 4 und 2 ist auch nicht viel, aber trotzdem ist eine Verdopplung .... Du kannst auch einfach mal vergleichen, dass nur 10% der Hochschulabsolventen die AfD wählen aber 26% der Menschen mit Hauptschulabschluss. Das hat aber sicherlich nicht nur was mit Bildung sondern auch mit der Lebenssituation zu tun. Aber nichtsdestotrotz höhere Bildung => bessere Lebenssituation => weniger AfD.

    Nein, das sagt das BverfG. Lies das Urteil.

    Dir ist aber durchaus bewusst, dass das Urteil von 2020 ist und die Regelung von 2023? Sie wurden nämlich als Reaktion auf das Urteil von 2020 gemacht. Im Urteil steht doch deutlich, dass der Dienstherr frei ist in der Art und Weise wie er amtsangemessene Besoldung sicherstellt.

    1. In einem Urteil von 2020 geht es nicht um die Besoldung von 2023.

    2. Es geht nicht darum, ob die Besoldung von 2023? verfassungsgemäß ist. Es geht darum, ob sie sinnvoll ist oder ob andere Möglichkeiten sinnvoller wären.

    Wie bereits mehrfach geschrieben, hat NRW das preiswerteste Modell gewählt. Es wären aber unzählige andere Varianten denkbar, wie eine amtsangemessene Besoldung gewährleistet werden könnte.

    Du findest die aktuelle Variante toll. Das ist deine Meinung. Andere sehen das anders. Fest steht auf jeden Fall, dass es genügend Alternativen gibt, die aber politisch nicht gewollt sind (weil sie teurer sind). Es ist eine reine politische Frage, wie ich das Urteil umsetze.

    Also bitte das Urteil nicht nur lesen, sondern auch verstehen.

    Wer ist "wir"? Sprich bitte für dich. Ich halte es für naiv zu glauben, dass 20% der Wählenden einfach nur zu doof und ungebildet seien nur man selbst wäre ja schlau genug, das Richtige zu wählen.

    Naja, wir können es mal mit Fakten versuchen. Erstmal habe ich nicht geschrieben "Alle" sondern "in der Regel". Es gibt in der AfD sicherlich einige Strippenzieher, die mit voller Absicht agieren und es gibt sicherlich genug Menschen, die einfach rechtsextrem sind.
    Aber wenn wir uns die Wählerschaft der AfD ansehen, dann sehen wir direkt dass die AfD insbesondere von Menschen gewählt wird, die eigentlich unter einem Wahlsieg der AfD leiden würden. Also die vom Programm der AfD negativ betroffen sind.
    Zweitens sehen wir je niedriger der Bildungsstand desto höher der Anteil der AfD-Wähler. 26% aller Menschen mit Hauptschulabschluss haben in Baden-Württemberg die AfD gewählt, 24 % aller Realschüler aber nur 18% aller Abiturienten. Unter den Menschen mit Hochschulabschluss sind es nur noch 10%. Ergo bessere Bildung = weniger AfD. Das kann natürlich auch damit zusammenhängen, dass der Lebensstandard höher ist. Aber das ist letztlich auch egal. Wichtig ist doch nur, dass eine höhere Bildung zu weniger Stimmen für die AfD führt.

    Spannend ist die Frage, in weit das Afd-Problem eine Bildungsproblem ist. Sind wir mal ehrlich, wer AfD wählt ist in der Regel nicht in der Lage zu verstehen, was die da fordern und warum das nicht geht. Die AfD holt ihre Wähler mit Populismus und falschen Versprechungen. Müssen wir da nicht Schülern die Mittel geben Populismus zu erkennen und Aussagen kritisch zu hinterfragen. Das wird natürlich auch jetzt schon in der Schule gemacht. Aber anscheinend schaffen wir es nicht gut genug. Ich würde vorschlagen Facebook oder so zu nehmen und zufällig 10 Aussagen zur aktuellen Politik auslosen und dann einem Faktencheck unterziehen und zu diskutieren, ob sie umsetzbar sind. Und das dann jeden Montag.

    Das verstehe ich, aber wie kommt man denn im Vorfeld auf eine Deputatszahl, wenn sowas wie Kontingente für die Unterrichtsvorbereitung keine Rolle spielen? Nach irgendwelchen Maßstäben muss man doch ermitteln, ob für eine Vollzeitstelle 15, 20 oder 25 Unterrichtsstunden erteilt werden müssen, oder?

    Die Deputatszahlen sind die alte Regelung. Jetzt ist die Frage, wie (und ob) der Dienstherr die neuen Regelungen umsetzt. Spannendes Beispiel: Gymshark bereitet den Unterricht immer sehr gewissenhaft und ausführlich vor. Dadurch schafft man nur 14 Stunden pro Woche. Muss ich dann die anderen nicht mehr geben?

    Da hast du aber nur 25% genommen. 14 Schulstunden Vorbereitung sind ja 14x45 Minuten= 630 Minuten, also 10,5 Stunden Vorbereitung und Nachbereitung sprich jeden Tag eben 2 Stunden Vor- und Nachbereitung.

    Peinlich. Da hast du natürlich Recht. Da habe ich zweimal halbiert .... Bei 2 h pro Tag wären bei mir aber auch Klausuren dabei...

    Der Vergleich den du anstellst ist völlig unlogisch und zeigt, dass du die ganze Besoldungsthematik immer noch nicht durchdringst.

    Du behauptest das der Familenzuschlag sich 1 zu 1 in der Grundbesoldung spiegelt.

    Nein, Du hast behauptet, dass der Kinderzuschlag eigentlich erst bei 3 Kindern spannend wird, weil die ersten beiden Kinder im wesentlichen durch die Grundbesoldung abgedeckt sind. Ich habe dir noch deutlich machen wollen, dass 1200 € mehr jeden Monat für die meisten von uns viel Geld sind. Wenn ich in Köln oder in Düsseldorf ist das halt nicht im wesentlich die Grundbesoldung.
    Das ist es inzwischen ein wenig mehr ist, ist glaube ich für die Diskussion nicht wirklich relevant.

    Auch wenn es dir nicht gefällt. Der Dienstherr in NRW hat die für ihn preiswerteste Lösung gesucht, indem er die Grundbesoldung nicht angehoben hat aber dafür in bestimmten Konstellationen absurd hohe Familienzuschläge zahlt. Das ist fiskalpolitisch sicherlich die preiswerteste Lösung. Es kann aber zu Unzufriedenheit führen, wenn man das Gefühl hat, dass nicht das Amt sondern der Wohnort und die Anzahl der Kinder entscheidend sind. Außerdem setzt der Dienstherr dort die falschen Anreize.
    Darüber kann man natürlich auch anderer Meinung sein. Man kann auch sagen, dass es nicht attraktiv sein sollte, Schulleiter oder ähnliches zu werden, sondern das es viel wichtiger ist viele Kinder zu bekommen und eine möglichst teure Stadt zu ziehen. Das Absurde in NRW ist doch auch, dass nicht mal der Dienstort sondern der Wohnort zählt. Wenn ich also pendle und in die große Stadt ziehe, unterstützt der Dienstherr das sogar noch finanziell.

    Im Ref hieß es damals 50% für Vor- und Nachbereitung. Da wäre ich bei 28 Schulstunden bei 14 Schulstunden Vorbereitung. Also 14 mal 22,5 min = 315 min. Umgerechnet 1h pro Tag. Finde ich ohne Korrekturen für eine gute Vorbereitung angemessen. Das bedeutet aber auch, dass man zügig arbeitet und Stunden mit hohen Vorbereitungsaufwand dadurch kompensiert, dass man auch mal einfach im Buch weiterarbeitet oder eine Stunde ohne Vorbereitungsaufwand hat.

    Das stimmt 2 Kinder kosten keine 2400€. Deshalb gibt es auch keine Stadt in NRW in der es für 2 Kinder 2400€ Zuschlag gibt. An der Stelle gibt es 2 Möglichkeiten.

    Nee, es gibt 1200 € Zuschlag. Du sagst aber, dass die Kinder wesentlich aus dem Grundgehalt bezahlt werden. Also hast 1200 € Zuschlag plus der wesentliche Teil, der nach deiner Aussage aus dem Grundgehalt kommt. Wenn der wesentliche Teil aus dem Grundgehalt kommt, müssten die beiden Kinder folglich deutlich über 2400 € kosten. Denn wenn zwei Kinder hypothetisch 2400 € kosten würden, wären wir erst bei 50% aus dem Zuschlag und 50% aus dem Grundgehalt.

    Die 1200 € stehen übrigens hier:

    https://rp-online.de/wirtschaft/kin…n_aid-116939745

    Wahrscheinlich ist es inzwischen auch mehr...

    Ständig. Wenn ich den oberen Dienstherrn meine. Nennt sich Lehrplan, der bei (gefühlt ständigen) Änderungen dazu führt, dass ich mich in neue Themen einarbeiten muss. ...

    Vergleiche das mal mit der freien Wirtschaft. Letztlich gibt der Dienstherr den groben Plan für ein Jahr vor. Die Feinplanung, die Zeiteinteilung, Ausflüge, Methoden, was auch immer das entscheidest Du alles. Es gibt auch Systeme da bekommst du die Planung aus dem Lehrwerk oder so für jede Stunde 1:1 vorgegeben und machst dann nur den Unterricht.

    Wenn ich schreibe, dass es Zuschläge für das 1./2. Kind gibt, weil das 1./2. Kind zum wesentlichen aus der Grundbesoldung unterhalten sind. entspricht das genau dem, was das BVerfG urteilt. Ich schreibe nicht ausschließlich.

    Bei 1200 € Zuschlag würde ich nicht wesentlich schreiben. Ich kann mir nicht vorstellen, dass zwei Kinder deutlich mehr als 1200 € + 1200 € = 2400 € im Monat kosten. Und da wären wir erst bei 50:50 und nicht bei der Hälfte. Aber das liegt sicherlich auch an den Einzelfall. Hier ist auch das Beispiel mit teuerstem Wohnort.

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