Es ist halt einfach so, dass diese Vergleiche und das Gegenrechnen immer auf (empfundene) Ungerechtigkeiten herauslaufen wird. Ich persönlich empfinde es als ungerecht, dass ich in Bayern mit meiner Regelbeförderung auf A14 ohne konkrete Aufgabe gleich besoldet werde wie in anderen Bundelsändern Schulleiter von (kleinen) Grundschulen.
Es geht nicht um eine erfundene Ungerechtigkeit. Es geht um die Frage, wie die Besoldung fair gestaltet werden kann. Letztlich hat der Dienstherr aktuell zwei Möglichkeiten. Er kann die Besoldungen allgemein erhöhen und er kann über Zuschläge versuche die Besoldung allgemein niedrig zu halten und nur die Fälle zu verbessern, die ihm juristisch Schwierigkeiten bereiten können. Er könnte Probleme die Kinderzuschläge deutlich kürzen und die Besoldung um 1.000 € anheben. Dann gebe es für das erste Kind nichts und für das zweite maximal einen kleinen Zuschuss. Statt dessen versucht er durch Orts- und Kinderzuschläge Geld zu sparen. Das ist sein Recht. Man muss das aber auch gut finden ohne gleich eine Neiddebatte auszulösen.
Der Dienstherr setzt dort sehr ungeschickte Anreize. Beispielsweise macht es auf einmal Sinn, dass wenn meine Schule im Speckgürtel einer großen Stadt ist, dass ich aus dem Speckgürtel wegziehe in die Innenstadt, weil ich dort mehr verdiene als wenn ich neben der Schule wohne.
Wir haben Probleme Lehrkräfte zu finden, die auf dem Land arbeiten wollen. Als Ausgleich besolden wir die Lehrkräfte in der Stadt deutlich höher. Die aber auch den Vorteil haben, dass sie in der Stadt wohnen.
Das ist sicherlich am eine fiskalische und eine politische Frage. Allerdings nicht gleich eine Neiddebatte.