Beiträge von Tom123

    Machst du dann auch zu anderen Parteien und ihrem Programm einen Aktionstag? Ich finde den Ansatz, sich in der Schule mit Wahlprogrammen auseinander zu setzen, gut, aber in dem Moment, wo sich sowas einseitig auf eine Partei fokussiert, ist meines Erachtens keine politische Neutralität und kein Gleichbehandlungsgrundatz mehr gewahrt. Dass die AfD das kritisiert, kann man nachvollziehen. Natürlich vertritt die AfD hochfragwürdige Positionen, die findet man in anderen Programmen aber ggf. auch (wenn auch in ander Qualität und anderen Bereichen).

    Es ist sicherlich erstrebenswert sich in Grundsätzen mit den Positionen aller Parteien auseinanderzusetzen. Aus meinem eigenen Unterricht kenne ich das auch so und ich weiß auch von Schulen, die das machen. Ich würde mal davon ausgehen, dass es normal ist.

    Der Unterschied ist aber erstens, dass die AfD Lehrer und Verlage angeht, die sich aus ihrer Sicht kritisch äußern. Ihrem Wahlprogramm kann ich entnehmen, dass sie gar nicht möchte, dass Schule sich kritisch mit Parteien auseinandersetzt. Eine Erziehung durch die Schule zum mündigen Bürger scheint nicht gewollt.

    Zweitens ist die AfD keine normale Partei. Die Tendenz einzelner Personen sie immer wieder als normale Partei darzustellen ist sogar gefährlich. Unser Staat setzt auf die Mündigkeit des einzelnen Bürgers. Gerade nach den Erfahrungen des dritten Reiches. Nur weil eine Partei nicht verboten ist, ist sie nicht in Ordnung. Der Staat setzt darauf, dass sich der Bürger gegen solche Parteien entscheidet. Die AfD (und andere rechtsnationale Parteien) sind ein Phänomen der aktuellen politischen Debatte. Und das kann selbstverständlich auch Thema des Unterrichtes sein. Natürlich stellt man sich in der Grundschule hin und sagt die AfD ist böse. Aber in den höheren Jahrgängen kann man selbstverständlich darüber sprechen. Warum arbeiten andere Parteien nicht mit der AfD zusammen? Was will eigentlich die AfD? Was bedeutet die Einstufung als rechtsextrem? Alleine dazu könnte man eine ganze UE machen. Was ist der Verfassungsschutz? Welche Aufgaben hat er? Warum die AfD als rechtsextrem eingestuft? Was sagt die AfD selber dazu? Warum kann man Parteien nicht einfach verbieten? Aufgabe auf Schule ist auch (noch) auf das Leben und die Wirklichkeit vorzubereiten. Und die AfD ist sicherlich momentan ein wichtiges Phänomen. Selbstverständlich kann man das neutral im Unterricht behandeln.

    Ich würde hierzu gerne erst einmal Toms Position wissen.

    Das können wir gerne machen. Aber beantworte doch erstmal konkret die Frage zur Bildungspolitik. Danach können wir uns gerne einem anderem Aspekt zuwenden. Allerdings gilt auch, dass man nicht darüber diskutieren muss, was eine Partei für gute Aspekte hat, wenn sie bestimmte rechtsradikale Positionen vertritt.

    Man kann Inhalte selbstverständlich ablehnen, aber die Diskussion zu verweigern, empfinde ich als bornierte Haltung, die letztlich auch respektlos gegenüber den Wählern ist. Die Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Positionen, sofern nicht klar gesetzeswidrig, ist nunmal Grundlage und Gebot einer lebendigen Demokratie.

    Und wenn jemand zu mir kommt und sagt die AfD macht doch eine gute Bildungspolitik (wovon ich immer noch nichts gesehen habe), dann würde ich ihn sagen aber die Partei will unseren Staat abschaffen, unterhüllt die Demokratie, ist offen rechtsextrem. Da ist es vollkommen egal, ob sie die beste Bildungspolitik auf diesem Land macht. So nebenbei eine Partei, die verhindern möchte junge Mensch zu einem kritischen Umgang und zu Demokraten zu erziehen, kann keine gute Bildungspolitik machen.

    Ich finde, ein Parteienlabel sollte niemals mit pauschaler Ablehnung zur konstruktiven Auseinandersetzung einher gehen. Solange die Partei nicht verboten ist, gehört sie zum demokratischen Spektrum und wird von Leuten für ihre Positionen gewählt werden. Man kann Inhalte selbstverständlich ablehnen, aber die Diskussion zu verweigern, empfinde ich als bornierte Haltung, die letztlich auch respektlos gegenüber den Wählern ist. Die Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Positionen, sofern nicht klar gesetzeswidrig, ist nunmal Grundlage und Gebot einer lebendigen Demokratie.

    Also erstmal ist das als deine Meinung natürlich vollkommen ok.

    Aber du darfst hier zwei Sachen nicht durcheinander bringen. Ich bin total dafür, dass man sich mit dem Parteiprogramm der AfD auseinandersetzt. Man sollte einen Aktionstag in den Schulen machen, das Parteiprogramm der AfD lesen und sich fragen, was das eigentlich bedeutet. Gefahr ist natürlich, dass man dann Drohungen der AfD bekommt. Sie möchte das nämlich nicht.

    Aber wenn eine Partei bestimmte Forderungen hat, dann kann man nicht mehr über den Rest des Parteiprogrammes sprechen als ob es eine normale Partei ist. Das wäre so als wenn ich sagen würde: Die NSDAP will zwar die Juden vergasen aber das mit den Autobahnen ist doch eine tolle Sache. Lass uns mal gucken, was noch ok ist. Ich will nicht gucken, was an bestimmten rechtsextremen Parteien gut ist. Dann müsste ich auch überlegen, welche Forderungen von Breivik in Ordnung sind.

    Natürlich dürfen personenbezogene Daten auch auf Dienstgeräten gespeichert werden, auch in Niedersachsen, für die Speicherung auf privaten Geräten benötigt man eine zusätzliche Genehmigung.

    Auf den Lehrerendgeräten, die wir aus dem Programm der Bundesregierung erhalten haben, dürfen sie nicht gespeichert werden. Auf anderen Dienstgeräten natürlich schon. Das Thema hatten wir auch schon und du warst schon damals anderer Meinung. Vielleicht wird es in eurer Region auch anders gehandhabt. Unsere Medienberatung hat es für Weser-Ems aber auch so bestätigt. Ist aber auch egal, da es auf iPads so oder so verboten ist. Ergo verarbeite ich sie auf einen Windowsrechner, den der Schulträger unter Verweis auf die Bestimmungen zu den Leihgeräten angeschafft hat. Ich bin auf der sicheren Seite. Der Schulträger zahlt doppelt. Alle sind glücklich. Trotzdem würde ich gerne mein iPad was ich wunschgemäß nur für Unterrichtsvorbereitung und Durchführung nutze in der iCloud sichern. Darf ich aber nicht.

    Der Artikel verfolgt die klare Intention, die AfD als eine Partei mit völlig untragbaren Positionen darzustellen (die sie ja auch zweifellos haben!), mit denen sich jede inhaltliche Auseinandersetzung von vornherein erübrigt. Wenn man zu diesem Zweck Punkte unter den Tisch fallen lässt, die der eigenen ideologischen Ausrichtung entgegen stehen, aber durchaus auch Zustimmung in Bevölkerungsteilen außerhalb des AfD-Klientels finden, dann ist das ziemlich unseriös und tendentiös.

    Ok, du würdest also auch sinnvoll finden sich mit den inhaltlichen Aspekten des Wahlprogramm der NSDAP auseinanderzusetzen und zu überlegen, welche Punkte sinnvoll sind und übernommen werden sollten?

    Ich persönlich halte es für mehr als kritisch. Ich habe allerdings auch noch keinen inhaltlichen Punkten gefunden, wo ich irgendwas konkretes habe, dass die AfD fordert. Ok, vielleicht Einschränkungen des Zugangs zu Gymnasien nach bestimmten Kriterien. Aber da hört es auch schon oft. So ein Punkt wie kein Islamunterricht ist für mich in diesem Zusammenhang nicht diskutierbar.

    Dann verstehst du diesen einen Satz im Parteiprogramm eher im Sinne von "Wir wollen, dass Deutsch zukünftig Wissenschaftssprache wird.", weil sie es aktuell nicht ist, korrekt?

    Also ich habe etwas darunter verstanden. Aber ich hatten den Eindruck, dass du meine Verständnis nicht teilst und den Satz anders wahrnimmst. Deswegen hatte ich dich gebeten mir zu erklären, was die AfD darunter versteht und was anders gemacht werden soll oder gemacht werden soll. Aber irgendwie reden wir aneinander vorbei.

    Universitäten sind Institute, wo Forschung und Lehre stattfindet.

    Forschung/Lehre = Bildungspolitik = Ländersache.

    Die Länder sind Träger der Universitäten. Aber es geht hier nicht um Bildungspolitik im Sinne von Schulpolitik. Es geht um Forschung und Lehre allgemein. Was möchtest Du nun damit sagen, dass Forschung international aber Bildungspolitik Ländersache ist. Um es kurz zu machen? Es interessierte niemanden in der Forschung, ob die AfD Deutsch als Wissenschaftsprache möchte oder nicht. Forschung wird immer primär in Englisch stattfinden. Sicherlich gibt es irgendwelche Schulstudien auf Deutsch. Aber mind. 2/3 der Forschung findet in englisch statt. Da ist es Schwachsinn Deutsch als Wissenschaftssprache zu fordern...

    Also kann man das einfach machen, weil man fadenscheinige technische Ausreden hat? Ja klar sind ja nicht wichtige Daten oder auch "ich habe nichts zu verbergen".

    Ihr habt den Datenschutz komplett durchgespielt.

    Datenschutz ist in vielen Bereichen sinnvoll. Allerdings sind die einzigen Apps auf meinem Dienstgerät irgendwelche Lernapps. Dazu kommt mein Goodnotes Tafelbild. Maximal könnte irgendwo der Name eines Schüler im Tafelbild auftauchen. Noten und Schülernamen oder gar Fotos etc. werden wie vorgeschrieben auf einen Windowsgerät gespeichert, da in Niedersachsen diese nicht auf Dienstgeräte dürfen. Jetzt die große Frage: Warum darf ich für das Gerät die icloud nicht nutzen? Weil auch mein IP-Adresse schützenwert ist? Das war das Argument unseres Landesbeauftragten.

    Forschung ist international, aber Bildungspolitik passiert auf Landesebene, weswegen bildungspolitische Ziele aller Parteien immer in diesem Zusammenhang (aber natürlich immer mit dem Bewusstsein, dass Bildung über Landesgrenzen hinauswirkt) zu betrachten sind.

    Hä? Was hat das mit Deutsch als Wissenschaftssprache zu tun? Sie reden doch eindeutig an der Stelle von Universitäten.

    Ich will keine Daten von mir in iCloud haben, besonders nicht von der Schule erzwungen. Genau für sowas ist der Datenschutz ja da. Aber jeder hat den Datenleak von iCloud scheinbar nicht mehr auf dem Schirm.

    Das ist auch grundsätzlich kein Problem. Das Problem ist, dass man wenn man es will, es auch nicht darf/kann. Ich habe viele Daten, wo ich überhaupt kein Problem damit hätte, wenn sie in der iCloud sind. Aus meiner Sicht ist der Datenschutz in vielen Bereichen zu streng. Einerseits werden Daten geschützt, die aus meiner Sicht eher unproblematisch sind, andererseits kann man auch mit Zustimmung bestimmte Dienste nicht verwenden.

    Bei aller Liebe, es geht auch ohne diese von dir gewählte Wortwahl!

    Tom im Kommentar über deinem gelingt das auch.

    Mal ganz ehrlich, was willst Du denn sonst sagen? Deutsch als Wissenschaftssprache. Deutsch war vor 20 Jahren nicht die Wissenschaftssprache, sie ist es nicht heute und sie wird es in 20 Jahren nicht sein. Selbst wenn die Bundesregierung es wollte, würde es das Ausland kaum interessiert. Das ist doch alles nur übliche nationale Blödsinn...

    Einfaches Beispiel: Gehe mal auf das Vorlesungsverzeichnis einer Universität deiner Wahl und suche dir im Lehramtsreiter eine Einführungsveranstaltung heraus! Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass die Veranstaltung auf Deutsch gehalten und bei den Literaturhinweisen auf mindestens ein deutsches Lehrbuch verwiesen wird. Wenn du sicher gehen willst, was genau gemeint ist, fragst du beim AfD-Politiker deines Vertrauens nach, was genau mit "erhalten bleiben" gemeint ist, aber ich verstehe die Aussage so, dass diese eine Veranstaltung weiterhin auf Deutsch gehalten und (auch?) auf deutschsprachige Forschungsliteratur verwiesen werden soll. Würdest du dir in deiner globalisierten Welt eine Fortsetzung oder eine Abkehr von dieser Praxis wünschen?

    Mein Studium ist schon ein paar Jahre aber damals war die Frage nicht, ob Literatur deutsch oder englisch war sondern die Qualität der Literatur. Das finde ich ehrlicherweise das deutlich bessere Kriterium. Es ist schön, wenn es Literatur in deutscher Sprache gibt. Das ist für die meisten von uns einfacher zu bearbeiten. Aber manchen Quellen gibt es halt nur auf Englisch und manchmal macht es einfach Sinn das Original zu zitieren. Ich hatte ein relativ seltenes Examensthema. Da gab es halt keine deutsche Literatur. Muss man dann in Zukunft ein deutsches Thema wählen?

    Als ich studiert habe, galten beispielsweise Auslandssemester als Vorteil. Heute ist es schon fast Standard. Ich kenne auch im persönlichen Umfeld außerhalb von Lehrkräften und Anwälten kaum Akademiker, die ohne gute Englischkenntnisse in ihrem Beruf auskommen. Die Wirtschaft ist doch schon lange globalisiert. Entsprechend ist es sicherlich auch sinnvoll, wenn man sich im Studium damit auseinandersetzt. Wir haben im Sportverband regelmäßig ausländische Referenten. Die großen Namen unserer Sportart halt. Wenn die etwas machen, ist es in der Regel die begehrter als irgendwelche deutsche Veranstaltungen. Da zählt der Name und das Thema und nicht die Sprache. Ich höre doch lieber einen renommierten Experten, der auf englisch referiert als einen deutschen Niemand, nur weil er auf deutsch referiert. Gerade die Coronakrise zeigte doch wieder die globale Welt. Hätten die deutschen Forscher abwarten sollen bis man die Studien etc. auf Deutsch übersetzt? Man muss nicht zwingend Vorlesungen auf englisch machen. Aber es ergibt für mich keinen Sinn das zu fordern. Soll man doch das machen, was sinnvoll ist. Bekommt man eine tolle ausländische Referentin, hält die ihre Vorlesung auf Englisch. Gibt es ein tolles Fachbuch auf Deutsch, empfiehlt man das Deutsche.

    Witzigerweise läuft gerade Fußball. Beim Interview von Harry Kane wird das Englisch gar nicht mehr übersetzt. Vielleicht sollte Bayern ihn verkaufen und lieber einen deutschen Spieler verpflichten.

    Du hattest weiter oben geschrieben, dass man die zentralen Forderungen der Parteien schon kennen sollte. Dann hast du meine Aussage kritisiert. Da bin ich davon ausgegangen, dass du es verstanden hast. Sonst ist es schon irgendwie blöd mich zu kritisieren. Wie gesagt es wäre schön zu erfahren, was die AfD damit meint und was es bringen soll? Ist ja schon doof, wenn ich so eine zentrale Forderung formuliere und sie für Leute für mich keinen Sinn ergeben und andere Leute wie Du gar nicht wissen, was damit gemeint ist?

    Du hast doch selbst zitiert, dass da "landesweit" und nicht "bundesweit" steht, wo siehst du da ein Problem mit dem Grundgesetz?

    Da es auf der Homepage der AfD Deutschland ist, bezeichnet die AfD wahrscheinlich Deutschland als Land. Ansonsten wäre das Wort landesweit auch unnötig oder gibt es tatsächlich ein Bundesland, wo die Zugangsvoraussetzungen zum Gymnasium sich von Kommunen zu Kommunen unterscheiden?

    Es werden im Jahr 2023 Vorlesungen, Seminare und Reden auf Deutsch gehalten und Forschungsarbeiten, bishin zu Doktorarbeiten und Journalbeiträgen, auf Deutsch geschrieben - das ist erst einmal kein Wunschdenken der AfD, sondern tägliche Praxis in Bildungs- und Forschungsinstitutionen. Dass darüber hinaus auch Forschung und Lehre in anderen Sprachen stattfindet, dürfte bekannt sein. Ich lese aus diesem einen Satz nicht heraus, dass die AfD ausschließlich Kommunikation auf Deutsch fordert; hier wäre ggf. eine Präzision dieses Satzes seitens der Partei nötig.

    Ok, also eine zentrale Forderung der AfD in dieser Sache ist, dass alles so bleibt wie es ist, weil sie nicht möchtet, dass Vorlesungen auf Englisch gehalten werden oder Wissenschaftler auf Englisch oder anderen Sprachen Aufsätze veröffentlichen? Habe ich das richtig verstanden? Oder was fordert die AfD? Ist es nicht auch kontraproduktiv, wenn man von globalisierten Welt ausgeht?

    Direkt in Satz 2 und 3 zum Beispiel.

    Der von dir zitierte Teil ist natürlich komplett schwachsinnig, darüber brauchen wir nicht reden.

    Also das hier:

    Die Bildungsstandards in allen Schulformen müssen sich an dem jeweils höchsten Niveau in Deutschland ausrichten. Zugangsvoraussetzung für das Gymnasium dürfen allein landesweit verbindliche Leistungskriterien sein.

    Aber das ist doch kein Programm. Mir fehlt da, was sie ändern wollen und vor allem wie sie es machen wollen. Der erste Satz könnte so bei jeder Partei stehen. Der zweite Satz scheitert erstmal am Grundgesetzt und der Hoheit der Bundesländer. Unabhängig vom inhaltlichen wird das schwierig durchzusetzen.

    Aber losgelöst davon. Du schriebst etwas davon, dass die AfD auf ein leistungsorientierten Schulsystem setzt. Das machst Du an den Sätzen fest? Was will die AfD besser als die anderen Parteien machen? Ich meine, die machen alle genug Mist. Aber ich finde bei der AfD keine echten Ansätze.

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