Beiträge von MilaB

    Ist das laute und dauernd (teils bewusst) störende Verhalten vor allem in der Sek I corona-bedingt oder mittlerweile der Normalzustand? Ich befürchte Letzteres. Was stimmt denn nur mit unserer Gesellschaft nicht, dass der Unterricht keiner mehr ist

    Dem muss ich wirklich widersprechen.

    Ich mache richtigen Unterricht mit meiner Klasse und es ist eine große Klasse, Hauptschule in Metropole. Das geht schon. Es ist natürlich als Fachlehrer anders als als Klassenlehrer aber man kann schon richtigen Unterricht machen finde ich.

    Seit den Schulschließungen kommen mir viele Schüler eigentlich sogar wissbegieriger vor, als vorher. Denen hat der Unterricht ja auch emotional gefehlt.


    Gegen Stress hab ich allerdings auch kein Heilmittel außer Sport. Momentan komm ich immer sehr müde nach Hause... es ist ja so viel mehr zu verwalten aufgrund der momentanen Situation :(

    ...da

    Aber er spricht kein Englisch, da er nur Deutsch gebärden kann. Und ganze Sätze mit dem Fingeralphabet zu buchstabieren... geht das?

    Ja, das hab ich ja verstanden :)

    Ich versuche nur zu sagen, dass ich die Prüfung im Zweifel halt so gestalten und rechtlich auslegen würde, dass es für den Jungen machbar ist :)

    Wir müssen die Schüler auch oft regelrecht ausquetschen in den mündlichen Prüfungen und es kommen oft nur Zweiwortsätze bei raus. Das würde er mit Sicherheit schaffen zu buchstabieren... so bekloppt das auch wäre ... Aber Hauptsache er macht seine Prüfung.

    MilaB , die Sprache muss gesprochen und Englisch sein, der Knabe kann aber nur deutsche Gebärden, weil es keinen Lehrer gibt, der ihm englische Gebärden beibringt.


    Das ist so absurd

    Ich find's auch komplett absurd und würde mich deswegen in Absprache mit der Fachkonferenz dazu entscheiden, den Begriff "gesprochen" so auszulegen, dass er bei Gehörlosen in Form der Gebärdensprache zu verstehen ist und den Schüler dann ganz normal in der Prüfung bewerten. Für den Hauptschulabschluss liegt ja das Verhältnis sprachliche Leistung/ inhaltliche Leistung etwa bei 1/3. Wenn er also inhaltlich gut abschneidet, und sprachlich zumindest kaum Rechtschreibfehler beim Buchstabieren macht, steht einer bestandenen Prüfung doch eigentlich nichts mehr im Wege. ;)

    Hab nochmal ein wenig in den Beiträgen gelesen und er ist ja komplett gehörlos. Das heißt doch, dass seine Sprache mit den Händen gesprochen wird. Dann ist in Englisch seine gesprochene Sprache die Sprache seiner Hände. Ist doch klar. Das macht doch keinen Sinn sonst. Er spricht halt nicht mit dem Mund, sondern mit seiner Gestik.

    Die Prüfung findet dadurch auch in gesprochenem Englisch statt - und zwar gesprochen durch Hände. Ihr Prüfer müsst ja auch die Hände nutzen.


    Wenn ich dran denke , wer bei mir an der HS manchmal in der mündlichen Prüfung in Englisch sitzt ... Da kommt sicherlich weniger bei rum als mit Hilfe der Gebärdensprache und die Schüler bestehen je nach Fall und mit viel gutem Willen auch noch.

    Es geht um den Hauptschulabschluss und nicht um ein Abitur. Da darf man sehr wohlwollend sein, wenn die Schüler sich bemühen.

    Ich habe jetzt nicht alle Beiträge gelesen...

    Wenn ich es richtig verstehe, geht es um die mündliche Prüfung in Englisch und langfristig um den Hauptschulabschluss.

    Was ist denn die Sprache des Schülers? Spricht er durch seine Stimme oder spricht er durch seine Hände?

    Wenn der Schüler in allen anderen Fächern und auch außerhalb des Unterrichts mit seinen Händen spricht, dann ist das seine gesprochene Sprache und dann würde ich auch so die mündliche Prüfung in Englisch machen.

    Wenn er in den anderen Fächern allerdings mit seiner Stimme spricht, dann ist halt am Ende die eine Note eine 6. Damit wird er den Abschluss trotzdem schaffen. Muss man halt vorher dann nochmal erklären, damit er nicht enttäuscht ist, wenn auf dem Zeugnis nur eine 4 (oder so) steht.

    Ich lass Schüler mit MNS zusammen arbeiten. Sind aber feste Partner, die nicht wechseln. Hab auch mal eine Bushaltestelle eingebaut mit MNS.

    Wir haben organisatorisch bedingt reduzierte Hofpausen.

    Die Schüler müssen sich zwischendurch mal austauschen und bewegen können.

    Mit MNS und innerhalb der eigenen Klasse unter Aufsicht geht's dann denk ich...

    Das heißt, deine Schüler haben keinen Musik-, Mathematik- und keinen Sportunterricht? Oder unterrichtest du das auch?

    Es ging darum, dass in der Öffentlichkeit verbreitet wird: Grundschule = 1 Klasse + 1 Lehrer, was definitiv nicht stimmt.

    Nein, bis ich mir darin nicht die Didaktik selbst beigebracht habe, bzw. den Übungsleiter fertig habe nicht... (Ironie off)

    Doch, klar haben die Schüler beim Klassenlehrerprinzip auch andere Lehrer, nur halt reduziert und bei uns führt das dann im Moment glücklicherweise dazu, dass keiner durch 8 verschiedene Klassen tingelt während der Coronasituation - darum ging's mir jetzt eher...

    Ok ich muss dazu sagen dass ich anstatt zwei, drei Fächer studiert habe plus einen Zertifikatskurs vor drei Jahren gemacht habe.

    Aus zwei von meinen drei Studierten Fächern ergibt sich die Didaktik für ein anderes der aufgezählten weitesgehend. Somit laufen 5 Fächer wohl ganz gut. Deutsch macht bei uns dann jeder, der eine andere Sprache unterrichtet, weil in Deutsch bei uns keine E Kurse existieren und alle Kinder Deutsch als Zweitsprache erst lernen.

    Mein erster Durchgang an unserer Schule hat mir auch Schwierigkeiten gemacht und in einem Fach merke ich bei meiner Klasse bis heute Defizite . Aber wenn Fachlehrermangel herrscht plus die Schülerschaft das Klassenlehrerprinzip "braucht" , improvisiert man... und ich denke, dass das Improvisieren in Zeiten von Corona gefragt ist. Momentan macht mir jetzt Bio zu schaffen, aber in Absprache mit der Kollegin der Parallelklasse nutze ich zumindest sinnvolles Material, was mit Selbstkontrolle läuft. Versuche macht die Kollegin dann in kleinen Gruppen. Unsere Schule ist sehr klein, wir reden sehr viel und können Absprachen unkompliziert treffen.

    Das Zeitproblem sehe ich ein. Ich bin meiner SL sehr dankbar, dass sie mir und den KuK Z Kurse ermöglicht und uns generell eher eine Std weniger als mehr einsetzt.

    Das ist keine "lustige Frage", sondern eine Vorstellung über den Unterricht an Grundschulen, die in der Öffentlichkeit kursiert. Kohortenprinzip, Klassenlehrerunterricht, wie auch immer genannt. Dass das an den weiterführenden Schulen so nicht geht, kursiert auch in den Medien.

    Dass es aber an den Grundschulen durch den Fachunterricht teilweise nicht funktioniert und es auch im Nachmittagsbereich vielfach nicht möglich ist, ist öffentlich gar nicht bekannt.

    Das funktioniert schon in der weiterführenden Schule. Wir führen unsere Schüler mit dem System (Klassenlehrerunterricht) bis zum Realschulabschluss (tlw. mit Quali).

    Es bedarf Einarbeitung und (vor allem im ersten Durchgang) leidet der Fachunterricht bzw. eher die Fachdidaktik darunter, aber machbar ist das wirklich (auch von Referendaren werden die Klassen im BdU ja nicht unbedingt direkt gut unterrichtet!)

    Ich unterrichte mittlerweile D, E, EK, Geschichte/Politik, Wirtschaft, Bio und Kunst und es geht. Man muss Zeit investieren und sich fortbilden. In Schulen mit insgesamt höherem fachlichen Anspruch ist das vielleicht nicht ideal, aber auf jeden Fall ist das machbar. Wir haben ja alle ein Referendariat, einen universitären Anschluss und ein Abitur geschafft.

    Man muss sich Methodik und Didaktik anschauen und mit studierten Fachkollegen parallel arbeiten, dann geht das.

    MilaB - dann frag am Montag deinen Schulleiter. Du bist auch in NRW. Ihr habt definitiv ffp2-Masken bekommen. Die hat jeder Schulträger zum Verteilen an seine Schulen gekriegt.


    Zu den Schülern: DA würde ich auch die Eltern in die Pflicht nehmen. Notfalls. Aber unser Schulträger war so nett und hat genug Stoff besorgt. (Also "Stoff zum Schneidern", nicht dass jetzt Gerüchte entstehen. ;) ) Freiwillige Eltern haben Masken genäht, so dass wir unsere 100++ Schüler gut ausstatten konnten. Aber wie gesagt: Eltern haben auch Verantwortung für ihre Kinder und können sich um die Masken kümmern.


    kl. gr. frosch

    Haben wir definitiv nicht bekommen. Wir sind eine kleine Schule. Wir haben zu den Schulöffnungen Ende April Stoffmasken gekauft (vom Schulbudget), die auch zum Verleihen an Schüler gedacht sind.

    Ich kenne in unserer Stadt auch keinen anderen Kollegen, der eine FFP2 Maske bekommen hätte.

    Liegt dann wohl am Schulträger?!

    Ich will ja eure "Anti-Begeisterung" nicht unterbrechen - aber was denkt ihr denn, wie es laufen sollte.

    Man kann aus den Schulen keine hermetisch abgesicherten Bio-Schutz-Zonen machen. Das würde nicht gehen. Das hat auch niemand vor.

    Mich stört es, dass man schon wieder mit seinem eigenem Zeug, aus der eigenen Tasche bezahlt, arbeiten muss. Diesmal meine ich nicht die elektronischen Endgeräte, sondern die Masken.

    Ich kenne keinen einzigen Arbeitgeber, der bei Maskenpflicht keine Masken verteilt. Das kotzt mich momentan extrem an (entschuldigt meine Ausdrucksweise). Und auch, dass die Kinder mit ihren dreckigen und abgerissenen Masken da sitzen müssen, nur weil es die Eltern nicht besser auf die Reihe kriegen.

    Das sehe ich ebenfalls als Armutszeugnis...

    Sagen wir das mal so: Ich weiß mitlerweile, dass das Mind und die Familie nichts zu befürchten hat. Hier wird, wie einige vermuten nichts von uns als Schule "verschwiegen" oder "unter den Tisch gekehrt".

    Und ja, die Info hab ich jetzt ganz offiziell.

    Übrigens ist eine Beschulung ohne Aufenthaltstitel rechtlich nicht nur möglich, sondern Pflicht. Zumindest hier in meinem Bundesland.

    Genau das wollte ich vorhin auch schon geschrieben haben.

    Es ist egal , ob ein Kind einen Aufenthaltstitel hat oder nicht. Beschult und medizinisch versorgt wird es trotzdem...

    Ja, manchmal werden tatsächlich in diesen Büros da draußen Konzepte entwickelt ;)

    Ich verstehe deinen Zynismus, aber ich glaube, dass man sich das von außen schnell zu leicht macht, indem man sagt, dass in den Hochschulen nie was Vernünftiges auf die Beine kommt. Es gibt oft viele Ideen, die in einem so kleinem Rahmen umgesetzt werden, dass man das außen gar nicht unbedingt mitbekommt. Und da stecken tatsächlich sogar manchmal Konzepte hinter :)

    Die kölner Sommerschule, bei der ich damals mitgemacht habe, kannten viele Kölner zum Beispiel gar nicht.

    Ich kenne diese Sommerschulen schon aus meiner Zeit als Studentin. Wir haben in Köln damals zwei Blöcke a 14 Tage DaZ-Unterricht für VKs (Vorbereitungsklassen) angeboten. Als Studenten mussten wir dafür ein Seminar in der Uni im Rahmen des DaZ-Studiums und einen Blocktag als Vorbereitung besuchen, an dem wir eine Reihenplanung und Unterrichtsinhalte erarbeiten und präsentieren mussten.

    Anschließend haben wir in den 14 Tagen so viele Stunden in der Sommerschule unterrichtet, dass wir anschließend ein Zertifikat als Sprachförderkraft von der Uni bekamen und damit dann an Hauptschulen im Umkreis in den VKs kleine Fördergruppen unterstützt haben. Das hab ich danach ungefähr ein halbes Jahr gemacht. Für ein bisschen Geld. Die Erfahrung war allerdings wichtiger für mich.

    Man müsste sich mal an den Unis umhören, was für Konzepte dort für und während der Coronamaßnahmen entwickelt wurden. kann mir vorstelle, dass da ganz gute Sachen auf dem Weg sind.

    Die Angebote waren für Schüler und Studenten echt ganz gut. Angemeldet wurden die Schüler über ihre Schulen.

    Also das sind ja zwei unterschiedliche Sachen: der eine Topf, sind die sog. Entlastungsstunden, die innerhalb der Schule jedes SJ individuell nach einem (in der LK verabschiedeten)

    ?) Festlegung verteilt werden und das andere sind feste Std, die die Schule erhält und die sich aus den Standortbedingungen an der Schule ergeben, zB die StuBo-Stunden. Der Lehrerrat kann jeder Zeit Einsicht in beide Stundensysteme von der SL fordern.

    Nur zur Info: An drei weiterführenden Schulen in Geilenkirchen sind drei Schüler positiv auf das Coronavirus getestet worden.

    Ich bin kein Freund von Verschwörungstheorien. Seltsam ist es aber schon, dass das seit heute Morgen bislang nur eine kleine lokale Meldung in den Printmedien ist. Noch vor kurzer Zeit wäre die Welle kurzfristig sehr hoch geschwappt. Aber jetzt, wo wir uns alle ganz schnell locker machen sollen...


    Der positive Fall in einer Kölner Realschule letzte Woche ging in der Presse auch unter

    Ja klar... wir dürfen doch nichts mehr erzählen. Haben doch alle die Mail letzte Woche vom Ministerium bekommen. :daumenrunter:

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