Beiträge von MilaB

    Ich bin in NRW. Was man in Sachsen differenziert, weiß ich nicht.

    Ich wollte in erster Linie meinen Erfahrungwert bzgl der Korrektur teilen.

    Knapp 20 Minuten pro Arbeit in Deutsch.

    P.s. Wenn in Sachsen auch D ab 7 in differenzierten Kursen unterrichtet, spart man sich (sofern man nicht parallel den anderen Kurs auch unterrichtet), zwar Konzeptionsaufwand, die Korrektur bleibt aber ja!

    In Deutsch aber nicht an der Hauptschule. In M und E wird in HS und RS differenziert. Es entstehen aber auch in M und E nicht unbedingt Kurse, wenn zB nicht genug Schüler da sind o.Ä. und dann muss auch innerhalb der Klasse differenziert werden.

    Deutsch wird immer im Klassenverband unterrichtet. Es gibt keine HS oder RS Einstufung in Deutsch.

    Man muss das einfach gut organisieren. ZB halbiert sich ja das Erstellen der Arbeit durch das parallele Unterrichten zweier Kurse. Ich erstelle einmal das Ganze und schreibe in zwei Kursen. Ich versuche jedes Schuljahr mindestens eine Arbeit durch Präsentation oder Portfolio zu ersetzen. Man muss seine Wege finden und Ecken, an denen man sparen kann. Ich arbeite durchschnittlich gute 45 Std/Woche. Das hält sich alles in Grenzen. Vergleichsweise zu anderen Fächern, ist der Aufwand bei Deutsch aber besonders hoch finde ich.

    Ich hab zwei Deutschkurse. Das geht dadurch. Wir haben ein Klassenlehrerprinzip, was bedeutet, dass ich auch viele Stunden Kunst oder Hauswirschaft etc. unterrichte, wo ich keine bis kaum Korrektur und wenig Unterrichtsplanung hab. Ich denke, das ist auch noch ein wichtiger Punkt in dem Thema. Wie viele Deutschkurse oder andere Korrekturfächer wird man unterrichten?

    Humblebee Das hört sich wahrscheinlich an, als würde ich es übertreiben, aber in Deutsch hab ich dann die Regelschüler, LE-Schüler zusammen und differenziere dann erstmal zwei mal. In jeder Klasse sind aber dann immer noch einzelne "Spezialisten", zum Beispiel Kinder aus den VKs (DaZ gerade erst Zugezogen) oder auch ein Schüler mit geistiger Behinderung, für die ich dann die dritte individualisierte Form abliefer.

    In Englisch muss ich diese Schüler nicht differenzieren, weil wir da Kurse haben. Ich hab dann zB nur die Grundkursschüler usw.


    Da sich das wirklich nur auf die Deutscharbeiten beschränkt, reicht meine Energie jetzt noch. Im Unterricht erstelle ich keine Arbeitsblätter (bzw kaum), da differenziere ich eher durch Arbeitsaufräge oder Partnerarbeit oder halt gar nicht. Geht ja auch gar nicht.


    biggie01 Also jetzt vor den Ferien spüre ich den Unterschied schon. Die anderen KuK schaffen die Korrektur unter der Woche am Nachmittag oder Abend und die Deutschlehrer müssen den Kram mit in die Ferien nehmen.

    Benachteiligt fühle ich mich deshalb aber trotzdem nicht. Unser Schule/Schulleitung ist super und es wird immer mal geschaut, dass man was abhängen kann, wenn man echt zu viel hat.

    Ich bin Deutschlehrerin an einer Hauptschule im Brennpunkt. Deutsch ist vglw echt aufwendig zu korrigieren. Also für das Erstellen (drei Differenzierungen) inklusive Bewertungsbogen brauche ich etwa 2-3 Std. Für das Korrigieren etwa 20 Minuten pro Arbeit. Ich korrigiere halt immer zwei Mal: Inhalt und Sprache.


    Vergleich zu Englisch: Erstellen der Arbeiten 30 Min-1Std. Korrigieren: 2-3 Arbeiten pro 20 Minuten.


    Wir müssen eigentlich nicht mehr positiv korrigieren, aber gerade in Deutsch macht die Korrektur an so einer Schulform gar keinen Sinn, wenn ich nicht hinschreibe, wie es richtig heißen müsste. Ich kann nicht nur "Ausdruck" oder "Wiederholung", "Satzbau" oder solche Bemerkungen an den Rand schreiben. Die Schüler brauchen immer sprachliche Vorbilder und Beispiele. Ich schreibe also in rot überall neu formulierte Sätze zwischen die Zeilen, die dann als Hausaufgabe in der Berichtigung übernommen werden müssen.

    Mir graut es immer extrem vor der Deutschkorrektur, aber wenn man merkt, dass Fortschritte gemacht werden, ist das ja dann schon ganz cool.

    Hab jetzt hier noch gut 45 Arbeiten übrig und mir die für Morgen und Mo+Di vorgenommen. Ich hoffe, ich zieh es durch und schieb das nicht bis nach Neujahr auf!

    Jetzt ist das Thema zwar mittlerweile in eine andere Richtung gegangen, aber zum Ausgangsthread muss ich als Hauptschullehrerin aber mal sagen, dass ich zwar auch für empathische und liberale Lehrer am Gymnasium bin, das Gymnasium aber halt ein Gymnasium ist und auch als solches Bestand haben sollte, so lange es so heißt.

    Wer fürs Gymnasium geeignet ist, der schafft es und wer nicht, der muss woanders ein Abitur machen oder Umwege gehen etc.

    Ich finde, ein Gymnasium ist keine Gesamtschule. Da sollten die Schüler echt kognitiv bedient werden.

    Ich persönlich hätte damals sonst den Reiz/ die Motivation verloren, wenn wir ständig gesungen oder gemalt hätten. Und ich bin sicher nicht überdurchschnittlich intelligent.


    Obwohl ich mehrmals das klassenbeste Zeugnis dort hatte, bin ich dann nach der Achten auf eigenen dringlichen Wunsch auf die Gesamtschule gewechselt, weil mich das elitäre Gehabe (auf meinem angeblich so liberalen Gymnasium) so sehr angenervt hat :) ich hab da wirklich die Menschlichkeit vermisst und mich dann auf der Gesamtschule wohler gefühlt. Da waren meine Freunde aus der GS und der Nachbarschaft. Das war dann eine schöne aber wilde Zeit... nicht zu vergleichen mit dem "Flair" am Gymnasium... Auf der GS haben sich meine Leistungen dann etwas nach unten angeglichen (Inklusion gelebt 😂👍) Das wäre auf dem Gymnasium evt nicht passiert.


    Jetzt bin ich an der Hauptschule. Da singen und malen wir noch mehr als an der Gesamtschule 😅 wir gehen auch ganz viel Eis essen und gucken YouTube Videos 😆.

    Ich weiß zwar nicht genau, wie das bzgl A13 und A12 geht, aber du deiner Frage: Ich würde auf jeden Fall vorab mal schauen, welche Schulen gerade ausschreiben/oder überhaupt in der Nähe sind und dann dort hinfahren und den Kontakt herstellen.

    Falls Hauptschule was für dich wäre, könntest du da auch Glück haben. Es gibt weniger Bewerber, allerdings wird da auch streng aussortiert und im Zweifel eher keiner "genommen".

    Deine Fächer passen ja tip top zu HS :)


    Allerdings kann man mW nach kaum an HS oder RS als A13er übersiedeln... eher an eine Gesamtschule.

    Es gibt doch regelmässig freie Stellen im Schulamt oder bei einer Bezirksregierung. Wenn du aufgrund von Krankheit die Tätigkeit wechseln musst, wird da doch bestimmt etwas gehen. Du solltest dich an deinen zuständigen Personalrat wenden.

    Alles Gute :)

    Das nicht, aber zur Quarantäne kann man ja gezwungen werden.


    Edit: vom Gesundheitsamt, vom Schulleiter wohl kaum.

    Ja... aber was hat das mit meinem Kommentar zu tun? 😅

    Es ging doch im Ausgangspost darum, dass sich jmd darüber aufregt, dass nur positive und keine negativen Testergebnisse kommuniziert werden.

    So lange die positiven mitgeteilt werden, ist doch alles gut, da muss ja nicht jeder negative auch noch notiert werden von der SL oder sonstigen Kollegen 😅


    Ich finde, wir als Schule sind doch nicht das Gesundheits- oder Ordnungsamt. Irgendwo sind ja auch Grenzen.

    ZB ist bei uns gerade aufgekommen, dass sich einige Schüler nicht an ihre Quarantäne halten. Wir können sie deswegen jetzt nicht vom Besuch des Unterrichts nach Aufhebung der Quarantäne ausschließen. Da muss das Gesundheitsamt bzw. das Ordnungsamt oder ein Richter drauf gucken und ggf Maßnahmen einleiten.

    Ich finde, die Verantwortung für einiges liegt beim Schüler und einer anderen Behörde als der Schule.

    Man macht sich ja auch nur noch mehr Arbeit, wenn man anfängt, Informationen zu verwalten, die eine andere Stelle auch bereits schon verwaltet.

    Klar, würde ich am liebsten haben, dass jetzt einmal die Schule durchgetestet wird, aber das obliegt halt anderen Einrichtungen bzw ohne Kontakt zu einem Infizierten im Ermessen der jeweiligen Person.

    In Kombi ergibt das, dass wir einen zum Arzt schicken, aber da facto nie erfahren, ob er auch dort war,außer er erzählts von sich aus.


    So Planlos wie sich die Länder- und Kommunalebene verhält, gehe ich davon aus, dass das bei Arbeitnehmern tatsächlich genauso ist.

    Es geht andere (SL, Arbeitgeber) ja auch nicht an, ob jmd nun wirklich beim Arzt war oder nicht. Es kann niemand gezwungen werden, einen Coronatest zu machen, sofern es eine zuständige Behörde nicht tut, oder liege ich da falsch?

    Ein positives Ergebnis wird dem AG/der SL mitgeteilt. Das ist doch das Wichtigste.

    Ist das laute und dauernd (teils bewusst) störende Verhalten vor allem in der Sek I corona-bedingt oder mittlerweile der Normalzustand? Ich befürchte Letzteres. Was stimmt denn nur mit unserer Gesellschaft nicht, dass der Unterricht keiner mehr ist

    Dem muss ich wirklich widersprechen.

    Ich mache richtigen Unterricht mit meiner Klasse und es ist eine große Klasse, Hauptschule in Metropole. Das geht schon. Es ist natürlich als Fachlehrer anders als als Klassenlehrer aber man kann schon richtigen Unterricht machen finde ich.

    Seit den Schulschließungen kommen mir viele Schüler eigentlich sogar wissbegieriger vor, als vorher. Denen hat der Unterricht ja auch emotional gefehlt.


    Gegen Stress hab ich allerdings auch kein Heilmittel außer Sport. Momentan komm ich immer sehr müde nach Hause... es ist ja so viel mehr zu verwalten aufgrund der momentanen Situation :(

    ...da

    Aber er spricht kein Englisch, da er nur Deutsch gebärden kann. Und ganze Sätze mit dem Fingeralphabet zu buchstabieren... geht das?

    Ja, das hab ich ja verstanden :)

    Ich versuche nur zu sagen, dass ich die Prüfung im Zweifel halt so gestalten und rechtlich auslegen würde, dass es für den Jungen machbar ist :)

    Wir müssen die Schüler auch oft regelrecht ausquetschen in den mündlichen Prüfungen und es kommen oft nur Zweiwortsätze bei raus. Das würde er mit Sicherheit schaffen zu buchstabieren... so bekloppt das auch wäre ... Aber Hauptsache er macht seine Prüfung.

    MilaB , die Sprache muss gesprochen und Englisch sein, der Knabe kann aber nur deutsche Gebärden, weil es keinen Lehrer gibt, der ihm englische Gebärden beibringt.


    Das ist so absurd

    Ich find's auch komplett absurd und würde mich deswegen in Absprache mit der Fachkonferenz dazu entscheiden, den Begriff "gesprochen" so auszulegen, dass er bei Gehörlosen in Form der Gebärdensprache zu verstehen ist und den Schüler dann ganz normal in der Prüfung bewerten. Für den Hauptschulabschluss liegt ja das Verhältnis sprachliche Leistung/ inhaltliche Leistung etwa bei 1/3. Wenn er also inhaltlich gut abschneidet, und sprachlich zumindest kaum Rechtschreibfehler beim Buchstabieren macht, steht einer bestandenen Prüfung doch eigentlich nichts mehr im Wege. ;)

    Hab nochmal ein wenig in den Beiträgen gelesen und er ist ja komplett gehörlos. Das heißt doch, dass seine Sprache mit den Händen gesprochen wird. Dann ist in Englisch seine gesprochene Sprache die Sprache seiner Hände. Ist doch klar. Das macht doch keinen Sinn sonst. Er spricht halt nicht mit dem Mund, sondern mit seiner Gestik.

    Die Prüfung findet dadurch auch in gesprochenem Englisch statt - und zwar gesprochen durch Hände. Ihr Prüfer müsst ja auch die Hände nutzen.


    Wenn ich dran denke , wer bei mir an der HS manchmal in der mündlichen Prüfung in Englisch sitzt ... Da kommt sicherlich weniger bei rum als mit Hilfe der Gebärdensprache und die Schüler bestehen je nach Fall und mit viel gutem Willen auch noch.

    Es geht um den Hauptschulabschluss und nicht um ein Abitur. Da darf man sehr wohlwollend sein, wenn die Schüler sich bemühen.

    Ich habe jetzt nicht alle Beiträge gelesen...

    Wenn ich es richtig verstehe, geht es um die mündliche Prüfung in Englisch und langfristig um den Hauptschulabschluss.

    Was ist denn die Sprache des Schülers? Spricht er durch seine Stimme oder spricht er durch seine Hände?

    Wenn der Schüler in allen anderen Fächern und auch außerhalb des Unterrichts mit seinen Händen spricht, dann ist das seine gesprochene Sprache und dann würde ich auch so die mündliche Prüfung in Englisch machen.

    Wenn er in den anderen Fächern allerdings mit seiner Stimme spricht, dann ist halt am Ende die eine Note eine 6. Damit wird er den Abschluss trotzdem schaffen. Muss man halt vorher dann nochmal erklären, damit er nicht enttäuscht ist, wenn auf dem Zeugnis nur eine 4 (oder so) steht.

    Ich lass Schüler mit MNS zusammen arbeiten. Sind aber feste Partner, die nicht wechseln. Hab auch mal eine Bushaltestelle eingebaut mit MNS.

    Wir haben organisatorisch bedingt reduzierte Hofpausen.

    Die Schüler müssen sich zwischendurch mal austauschen und bewegen können.

    Mit MNS und innerhalb der eigenen Klasse unter Aufsicht geht's dann denk ich...

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