Beiträge von state_of_Trance

    Wer regt sich denn auf? O. Meier hat auf eine bestimmte Lesart der Formulierung hingewiesen, ich bin an einem Austausch an Sprache interessiert. Zum Teil wird das ins Lächerliche gezogen, hier wird mit Winnetou "gedroht" etc.

    Mir fällt es schwer, das Ernst zu nehmen.

    Man hätte auch den marokkanischen oder den indischen Basar nehmen können, aber sprachlich ist der "türkische" Basar nunmal stellvertretend für einen Ort, an dem gefeilscht wird. Das findet auch teilweise auf dem deutschen Flohmarkt statt. Darum geht es aber nicht.

    Darin Rassismus zu erkennen, das schaffen nur Lehrkräfte.

    Was für Gewürze und Jeanshosen begeistert kann aber für das !Aushandeln" von Noten der vollkommen falsche Weg sein. Insoweit finde ich dieses Beispiel passt und sehe da in keinster Weise ein Aburteilen einer Kultur. Da meine türkischen Freunde das genauso sehen bin ich doch einigermaßen beruhigt.

    Das ist ein typisches Phänomen im europäischen (und auch im nordamerikanischen Raum). Nicht Betroffene empören sich künstlich stellvertretend über etwas, worin die tatsächlich Betroffenen kein Problem sehen.

    Den Spruch mit dem türkischen Basar hat ein Kollege, selbst Türke, auch schon so gebracht.

    Unsere Studierenden machen auch immer mal wieder noch eine Afterparty, die sind auch ganz nett. Das Fest, welches bei uns direkt nach dem Tag der offenen Tür veranstaltet wird ist immer von vielen Ehemaligen besucht. Da freue ich mich immer drauf ein paar alte Gesichter zu sehen, ein paar Bier zu trinken und spannende Geschichten zu hören. Auch wie nostalgisch sich an die Zeit zurückerinnert wird ist natürlich auch eine nette Bauchpinselei :D Eine nette Bestätigung, dass man doch keine so furchtbar schlechte job gemacht hat.

    So etwas findet bei uns jetzt am Donnerstag statt, nennt sich "Sommerfest", wir haben aber mittlerweile auch ein "Winterfest" eingerichtet. Da kommen auch immer Ehemalige.

    Antimon für meine Schulform muss ich auch wirklich widersprechen, dass der Abschluss "nichts besonderes" ist. Doch, für meine Studierenden schon. Die haben fast alle die Regelschule aus diversen Gründen verlassen und viele schlechte Schulerfahrungen gemacht, teilweise jahrelang Vollzeit gearbeitet und sofort zur Schule gehetzt. Ich habe genug Schüler, deren Tagesablauf ich kein zwei Wochen durchhalten würde.

    Wenn selbst state_of_Trance schon findet, man müsse auf Abschlussfeiern gehen hat mich das ja fast schon überzeugt, dass ich an der Stelle wohl etwas zu misanthrop bin.

    Jetzt muss ich wirklich lachen, dass du mich da als Maßstab heranziehst. Bei uns ist es wirklich ein Unding zur Abifeier nicht hinzugehen. Das ist so die eine große Sache. Wir haben so wenige Extratermine, keine tausend Schulfeste etc., zur Abifeier geht man einfach. Und wie gesagt, sie machen auch immer Spaß. An einem riesigen Gymnasium läuft das sowieso alles anders ab.

    Ich erzähl euch jetzt mal was "schockierendes", wo ihr ja alle denkt, mir wäre sowieso immer alles scheiß egal und ich arbeite ja ohnehin nicht.
    Ich war bisher auf jeder Abifeier der Semester, die ich zum Abitur noch hatte. Da am WBK zwei mal im Jahr Abitur stattfindet, und ich zu 95% auch in den entsprechenden Semestern eingesetzt bin, waren das mindestens schon 8 Feiern.


    Diese finden an einem Freitag oder Samstag Abend statt, man muss wissen, das sind in der Regel vielleicht 10-15 Personen. Lehrkräfte zahlen selbst, das sind auch mal hohe zweistellige Beträge.

    Ich persönlich finde ich in unserem kleinen System absolut peinlich, sich dort nicht blicken zu lassen, sehe es aber auch nicht als Last an. Für mich ist es eine Zeit, in der man sich nett unterhält und einen schönen Abend verbringt. Letztes Wochenende war die erste Feier, die ich aufgrund eines privaten Termins sausen lassen musste. Es wurde am See gegrillt, hat sich nett angehört, was die Kollegen erzählt haben und ich wäre gerne hingegangen.

    Deine Zahlen für Angestellte finden sich so in keinem Rechner wieder. Außerdem bleibt es beim Angestellten bei der Stufe 6, während der Beamte noch bis Stufe 12 aufsteigt, wo der Unterschied nochmal größer ist.

    Ich weiß nicht, wo das mit der Unsitte der Noten"besprechung" herkommt. Besonders vor den Zeugnissen. Nötig ist das auch nicht, warum bekommen die das Zeugnis überhaupt noch, wenn man die Noten sowieso schon alle kennt.

    Und ja, der Begriff Besprechung stört mich sehr. Das ist kein türkischer Basar. Das ist eine Mitteilung. Wenn mich Schüler fragen, wann die "Note besprochen" wird korrigiere ich das sprachlich. Besprochen wird da gar nix.

    Das Referendariat hat bei und mittlerweile eine Dauer von 18 Monaten. Dementsprechend dauert es etwas bis zum nächsten "Schweinezyklus". D.h. die werden irgendwann vor den Sommerferien fertig, fangen aber vielfach erst nach den Sommerferien mit ihrem ersten Vertrag an. Es sei denn, Du ergatterst noch eine Interimslösung als Vertretungslehrer.

    Es werden doch nach wie vor auch häufig feste Stellen genau am 1.5. oder 1.11. ausgeschrieben, um eben “frische“ Referendare direkt abzufangen.

    Ich habe meine Stelle zumindest am 1.5. begonnen und das war genau die richtige Entscheidung.

    Ich hasse den Sommer, kann das aber schon nachvollziehen. Bei uns ist es drinnen wärmer als draußen, draußen geht noch ein Lüftchen und die Luft ist insgesamt angenehmer.

    Bei euch ist es JETZT schon drinnen wärmer als draußen? Wie ist das nach den paar Tagen Hitze möglich? Ich wohne im vierten Stock, teilweise unterm Dach und das ist hier nicht der Fall.

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