Ich habe Kolleginnen, die korrigieren 6-8 Stunden an einer Klausur herum. Ich meine nicht ein Satz Klausuren, nein eine einzelne Klausur. Die dann mit 5 bewertet wird.
Das ist krank.
Ich habe Kolleginnen, die korrigieren 6-8 Stunden an einer Klausur herum. Ich meine nicht ein Satz Klausuren, nein eine einzelne Klausur. Die dann mit 5 bewertet wird.
Das ist krank.
Es hat in der Situation einfach nicht gepasst. Ich verstehe deine Sichtweise, aber so sind die Prüfungen einfach nicht konzipiert. Das finde ich aber auch in Ordnung so. Das erinnert mich an das berühmte Beispiel, dass der Handwerksazubi auch seine Glanzstücke präsentieren soll, auch wenn er im Alltag anderes produziert.
Was genau ist denn an einem Lehrerjob so gesundheitsschädlich? Ich wiederhole gern mein Mantra: Arbeitszeit tracken, Pareto-Prinzip anwenden, effektives Zeitmanagement anwenden, Prioritäten setzen, konsequent Feierabend machen, wenn Zeit erreicht und/oder Akku leer, Wochenenden frei nehmen
Und und und..
Ich mache mir damit jetzt wieder keine Freunde in diesem Forum, aber ich glaube, dass die Kolleg(vor allem -innen) gefährdeter sind, je jünger die Schüler.
Ich finde es müsste viel mehr verpflichtende Coachings geben, in denen erfahrene Lehrerkollegen Hilfestellungen geben zum schnellen und effektiven Korrigieren, zur schnellen Unterrichtsplanung etc. Ich habe das Gefühl, dass sich da viele maßlos in Kleinigkeiten verlieren.
Bei uns hat ein Chemiereferendar total Ärger bekommen, weil er in einer Besuchsstunde seine ganze Stunde umgeworfen hat, weil da voll motivierte Schüler zu einem ganz anderen Themenbereich Fragen hatten. Der ist spontan in die Sammlung, hat ein paar Chemikalien geholt und das spontan mit den SuS bearbeitet. Kam überhaupt nicht gut an bei unserer Fachleitung. Ich kenne die Geschichte nur von seiner Erzählung (die Umsetzung weiß ich also nicht genau), aber das zeigt doch (wenn es so stimmt und so ablief) genau wie Schule ist.
Ersticken jeglicher tiefergehender Fragestellungen durch das Korsett Schule.
Sorry, das ist jetzt aber auch wiederum Unsinn. Der Referendar wurde dahingehend beurteilt, wie er die Stunde umsetzt, die er geplant hat. Da in die Sammlung zu gehen und anderen Kram spontan machen ist völlig unpassendes Verhalten in der Situation. Das hätte er für eine andere Stunde aufgreifen können (die Schüler natürlich dahingehend loben, dass sie interessante weiterführende Ideen hatten). Da sehe ich auch nicht das "Korsett Schule", ich halte häufiger mal spontane Stunden, aber im ALLTAG. Nicht in einer Prüfungssituation.
Das mag stimmen. Im Endeffekt ist es auch eine intellektuelle Leistung zu erkennen "was eigentlich gemeint ist".
Ich finde es zeigt aber eindeutig die Richtung, in die sich Schule bewegt. Es wird alles "aufgehübscht", sei es durch Kontext (der gar nicht nötig ist für eine innermathematische Aufgabe!) oder durch fancy Methoden. Da wird Ringenpietz mit Anfassen im Unterricht gespielt und lehrerzentrierter Unterricht verpöhnt, alles muss bunt und motivierend sein. Und der Inhalt? Ja, der wird fachlich schwächer und fehlerhafter.
Dem Beitrag stimme ich vollumfänglich zu.
Nein, es geht nur darum, dass ihr es auch übertreibt damit die Aufgabe aufblähen zu wollen, in eine völlig nicht intendierte Richtung. Ja, gut ist sie nicht. Aber auch nicht so ein Problem wie hier dargestellt.
Ich bin hier echt völlig bei Schmidt. Die Aufgabe ist auch nicht bescheuerter als das, was im NRW Abi halbjährlich (WBK hat auch im Herbst Abitur) aufgetischt wird. Kontext ignorieren und rechnen, fertig.
Edit: Kontext ignorieren ist vielleicht das falsche Wort. Aber das Modell infrage stellen ist, außer explizit verlangt, nicht Teil der Aufgabe.
Aha. Worauf beruht diese Erkenntnis?
Von Gesprächen mit Kollegen, Freunden und Familie. Wie fast alles, was in diesem Forum gelistet wird, natürlich eine anekdotische Schätzung.
Welcher Vollzeitjob ist mit Familie entspannt? 🤔
Für 90% der Väter ist der Beruf verglichen zu dem, was zuhause abgeht so entspannt, dass sie länger auf der Arbeit bleiben.
und was macht Oma?.... (Die als Mama sowas von gar nicht "gentle" war und einfach beschloss "Apfelstück oder gar nichts".
Wundert dich das? Mit Enkeln geht man anders um, die muss man für sich gewinnen, damit sie auch gerne zur Oma kommen.
NRW oder Baden-Württemberg?
(Ich kenne allerdings NRW nur um die Jahrtausendwende.)
Nein, habe ich auch nicht behauptet, war auch nicht Thema. Aber kannst du ab nächster Woche erfolgreich euren Chemie-LK inkl. Versuche übernehmen?
Ich übe oft mit den BW Abituraufgaben in Mathe, also so beeindruckend sind die auch nicht. 😏
Chemie gebe ich dir aber natürlich Recht, Physik und Chemie haben durch den experimentelle Charakter eine große Hürde. Mathe traue ich umgekehrt studierten Physiklehrern aber problemlos zu.
Aber das Abiturniveau ist natürlich "total krass" am Gymnasium 🤣🤣🤣🤣🤣
Fachidiot123 Natürlich gibt es das in Deutschland, da habe ich leider selbst genug Beispiel im Kollegium. Das ist Dienst deutlich unter Vorschrift. Aber ich sprach von der Schweiz.
Grundsätzlich stimme ich dir, da das Referendariat bereits die erste große Hürde darstellt. Gibt aber immer wieder so Fälle, die dann letztlich die Probezeit nicht bestehen.
Kennst du denn Fälle, die letztendlich zur Entlassung führten?
Ich nämlich nicht. Schlimmstenfalls wird die Probezeit verlängert und sich dann bewährt.
Das kann ich für NRW aus meiner Erfahrung heraus so nicht bestätigen. Hier gibt es immer wieder Kandidaten, die entweder das Referendariat nicht bestehen, oder auch die OBAS nicht. Auch bei der pädagogischen Einführung gibt es Kandidaten die die Arena verlassen müssen.
Ich rede aber von den unfähigen Beamten auf Probe und die gibt es leider auch.
Vielleicht kommt BW ja auch auf die Idee überhöhte Kinderzuschläge zu zahlen, statt die Besoldung generell anzupassen.
Damit sind wir auch wieder beim Thema.
Bei uns werden alle im 1. Jahr befristet angestellt.
Rein theoretisch kann man sich in Deutschland ja auch "nicht bewähren". In der Praxis kommt das allerdings nicht vor und ist auch gar nicht realistisch vorgesehen.
Gibt's bei euch denn auch das Problem, dass ältere Kollegen machen, was sie wollen? Oder ist da auch noch eine gewisse Handhabe?
Meinst, weil Pluto kein Planet mehr ist?
Ich dachte er meint weil sie den typischen Flair des frühen 2000er Internets ausstrahlt.
Schon klar, aber wird man wegen Gerede entlassen? Mich würde das schon genauer interessieren.
Wir haben 3 der erwähnten Schmalspurbiologen wieder rausgeschmissen und auf Ende Schuljahr geht jemand mit Chemie und Biologie. Weil es fachlich nicht reicht. Ganz echt. Ist auch Leuten mit Französisch und Spanisch schon passiert.
Wie kommt das denn überhaupt raus? Ernste Frage.
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