Beiträge von state_of_Trance

    Kurz: in Zeiten von Fachkräftemangel sind in einem privatwirtschaftlich organisierten Markt nunmal die Arbeitnehmer am Zug. Ich glaube auch nicht, dass sich dieser Mangel alsbald ändern wird.

    Im Lehrerberuf hat man aber die Möglichkeit sich seinen Tagesablauf selbst auszugestalten, also ganz "hilflos" ist man nicht. Lehrwerke nutzen statt stundenlanger Planungen sind schonmal eine Stellschraube.

    Und: Seit wann wird einem der Arsch hinterhergetragen? Warum ist neuerdings so eine Erwartungshaltung da? Müssen wir die nachfolgenden Generationen wirklich an die Hand nehmen, obwohl Ihnen alle Infos offen zur Verfügung stehen?

    Wir sind nicht unschuldig :(

    In der Schule ist es so, die Unis passen sich an, jetzt sollen die Seminare sich auch anpassen. Arsch pudern bis zur Pensionierung (inklusive Erklärung der Berechnung in einfacher Sprache).

    Und in welchem Privatunternehmen bekommt man für Kinder erhebliche Zuschläge zum Gehalt?

    Das führt mich eben zum Gedanken, dass das Lehramt/Beamtentum für engagierte Singles, die vllt eben auch externen messbaren Benefit nach ner Zeit sehen wollen, wenig interessant erscheint.

    Da gebe ich dir wiederum Recht. Man kann sich durch die Ferien aber auch als Single ganz gut selbst verwirklichen in dem Job.

    Leistung "lohnt" sich nicht wie in anderen betrieben und man wird nicht angeworben etc. Das liegt aber am öffentlichen Dienst generell, das ist eine Entscheidung für Kontinuität. Deine Beträge gehen alle in die gleiche Richtung: Unzufriedenheit mit dem Beamtentum, inklusive der Privilegien und Pflichten.

    Ich wollte damit wirklich niemandem vor den Kopf stoßen, ich dachte das mit der homöopathischen Behandlung ernsthaft, so klang "Kinderwunschbehandlung" für mich. Ich lasse den Beitrag aber stehen, dann kann man sich wenigstens noch darüber amüsieren (oder empören, wenn man ihn erstmalig liest).

    Da du ja grade deine Beförderung bekommen hast, hoffe ich grade für die Kolleginnen, die unfreiwillig kinderlos sind, dass du niemals in die Position kommst, ihnen die Behandlungen während der U-Zeit verbieten zu können, oder deine dazu Haltung nochmal überdenkst.

    Wenn du die Beiträge über die Beförderung gesehen hast, hast du vermutlich auch gesehen, dass ich geschrieben habe, dass ich mich bezüglich der Kinderwunschbehandlung geirrt habe. Aber falls die Situation eintreten würde dies entscheiden zu müssen, hätte ich mich auch darüber vorher informiert ;)

    Ich wollte mich hier schon länger mal etwas ausführlicher äußern, jetzt habe ich mal die Zeit dazu:

    Das Weiterbildungskolleg ist eine Schulform mit ganz besonderen Vor- und Nachteilen. Die Realität ist, dass die Schülerzahlen sinken und WBKs geschlossen werden, insbesondere im Rheinland und im Ruhrgebiet, wo es für ein räumlich begrenztes Einzugsgebiet noch zu "viele" Schulen gibt. Normalerweise lächele ich auch über Dinge wie Weihnachtsbasare und was die Regelschulen nicht alles veranstalten. Es gibt aber einen entscheidenden Unterschied: Die Regelschulen haben nur in begrenztem Maße mit sinkenden Schülerzahlen zu tun, alleine aufgrund der räumlichen Zuteilung, während an den WBKs die Schülerzahlen im freien Fall sind. Daher ist es gerade gut, wenn Kollegen Aufgaben übernehmen, die das Profil der Schule stärken und öffentlichkeitswirksam sind.

    Ja, am WBK hat man eine Schülerschaft, die sicherlich schwierig sein kann und deren psychische Vorgeschichte uns häufig vor große Herausforderungen stellt. Einige Studierende sind sehr fordernd und dreist, fehlen häufig, wenig leistungsbereit usw. Aber im Großen und Ganzen sind das Einzelfälle. Ich persönlich empfinde am WBK eine sehr große Wertschätzung meiner täglichen Arbeit, sicherlich nicht jeden Tag, aber die Resonanz derer, die Abschlüsse erreichen ist in der Regel die erste positive Schulerfahrung ihres Lebens. Ich kenne aber auch Kollegen, die an der angeblich mangelnden Wertschätzung der Studierenden zerbrechen. Es ist eine Typfrage.

    Und jetzt nochmal dazu, ob es sich lohnt, sich anzustrengen: Ja, das tut es. Ich habe mich in den mittlerweile fast 6 Jahren an der Schule in fast sämtlichen möglichen Bereichen eingebracht, mich um Belange der Fachschaft gekümmert und wirklich verschiedenste Aufgaben übernommen. Meinen Unterricht plane ich aber in der Regel nicht mehr sehr detailliert, das gebe ich zu. Da habe ich meinen Fundus, mit dem ich in der Regel gut klar komme, den ich dann nur gelegentlich auf die Lerngruppe anpasse. Ich finde klassichen Matheunterricht nicht verwerflich und erhalte ein positives Feedback. Ich hatte ein bisschen Glück gehabt, dass ich der erste "jüngere" Kollege seit vielen Jahren war. Ich mache seit Jahren eine planerische Aufgabe, die mir als Mathematiker auch sehr liegt und habe kürzlich für diese Aufgabe A14 erhalten. Ich habe aber auch seit Bewerbung artikuliert, dass ich Beförderungsambitionen habe. Ich übernehme übrigens keine Aufgaben, die ich persönlich sinnlos finde.

    Tldr: Lohnt sich (wenn man sich nicht selbst ausbeutet).

    Bis jemand soweit ist, sich dieser Prozedur zu unterziehen, muss in Vorfeld viel passiert sein. Von den physischen und psychischen Folgen einer solchen Behandlung ganz zu schweigen.
    Eine Freundin von mir hat das ihrerzeit gemacht. Das ist beileibe kein Wellness-Trip.

    Woher kommt diese Härte in Deiner Äußerung?

    OK, ich habe gerade mal nachgeschaut. Ich habe mir da etwas anderes vorgestellt. Ich dachte das wäre eine eher homöopathische Behandlung, damit man "leichter schwanger wird".

Werbung