Beiträge von state_of_Trance

    In der Grundschule hat man auch nur sehr begrenzt Ausweichmöglichkeiten. Da müssen alle zusammen in einer Klasse sitzen. Dies dann aber auf das gesamte Schulsystem zu übertragen ist natürlich quatsch.

    Ich befürchte, dass aber auch da die Orientierung eher nach unten geht. Das ist ja auch der Grund, wieso Gesamtschulsysteme scheitern. Es ziehen nicht starke Schüler die schwächeren mit, sondern ebensolche bremsen die guten aus.

    Man muss sich fragen, ob es das ist, was man möchte, in einem Land, was sowieso wirtschaftlich auf dem absteigenden Ast ist.

    Von Fesseln spüre ich wenig und habe den Eindruck, dass manchmal überhöhte Vorstellungen bezüglich der freien Wechselmöglichkeiten in der Wirtschaft bestehen. Nie Homeoffice?? Im Ernst?? Ich verbringe knapp die Hälfte meiner Arbeitszeit in ebenjenem. Und (nahezu) arbeitsfreie Zeit an knapp 60 Werktagen statt nur 30 Werktagen im Jahr ist durchaus nett, auch wenn diese recht starr - damit aber planbar - liegen. Als Elternteil schulpflichtiger Kinder ist man ohnehin an diese gebunden.

    Du weißt, was ich meine. Man muss täglich zur Schule fahren, auch wenn man noch „Home Office“ macht.

    Und ich und viele andere Leute möchten keine Kinder. Die wären nicht an diese Ferien gebunden. DAS nervt.

    Gerade bei dir, Maylin85, fällt mir wiederholt auf, dass du gar nicht blind für diese Ungerechtigkeiten bist, sondern diese ganz bewusst verteidigst und noch verstärken willst zugunsten der Privilegierten. Das ist einfach nur Abschottung, die du bei deiner eigenen Karrierebiografie ja auch sehr offensiv vor dir her trägst.

    Gerade im Gegensatz zu dir, Idealist, halte ich Maylin85 für eben die Tatsachen anerkennend und interessiert daran, allen Schülern eben die passende Förderung zukommen zu lassen.

    Ich kann mir bildlich vorstellen, wie man als cleverer Schüler bei dir leiden muss, weil ja alle "mitgezogen" werden müssen.

    Den Mehrwert sehe ich darin, dass sichergestellt wird, dass die gleichen Themen in den Parallelklassen unterrichtet werden. Ich weiß, dass der Lehrplan das sowieso vorgibt, aber die Einhaltung des Lehrplans überprüft keiner. (Ich habe auch schon Unterricht von Kollegen gesehen, die nach veralteten Lehrplänen unterrichten. Ich glaube, das kennt jeder). Und wenn ein Kollege erst eine Woche vor der Klausur damit anfängt, Thema X zu unterrichten, weil er erst beim Erstellen der Klausur mit den Kollegen merkt, dass er das vorher vergessen hat, ist das immer noch besser als wenn er nie Thema X unterrichtet hätte. Es sollte nicht als Kritik am Unterricht anderer Kollegen gedacht sein.

    Kümmer dich doch um deinen eigenen Unterricht, dann hast du genug zu tun. Das sind Schuhe, die ich mir nicht anziehe.

    Zum Thema "unnötig": Warum glaubst du, dass es keinen Mehrwert für die Schüler hat? Oder ist der Mehrwert so gering, dass er den (angeblichen) großen Aufwand nicht rechtfertigt?

    Der Mehrwert für die Schüler ist 0,0. Was sollen die mit der Info denn anfangen?

    Der Mehraufwand für die betroffenen Kollegen ist enorm. Unterricht lässt sich in Parallelklassen nicht im Gleichschritt planen, nicht mal, wenn man beide Klassen selbst hat.

    Das klingt so, also ob du auch nichts vom Zentralabitur halten würdest (oder von Zentralen Klassenarbeiten am Ende der 10. Klasse).

    Aus ehrlicher Neugier: Warum nicht? Und warum unsinniger Mehraufwand ohne Erkenntnisgewinn?

    Doch, davon halte ich was, aber doch nicht im normalen Unterrichtsverlauf. Fällt euch nicht auf, wie anstrengend und unnötig das ist?

    Zentrale Prüfung ist etwas völlig anderes als selbst erstellen und immer wieder absprechen. Das ruiniert mir meinen Arbeitsfluss und das würde ich ebenfalls boykottieren.

    Kann mir mal jemand erklären, was das mit diesen "Vergleichsarbeiten" soll? Dann ist eine Klasse hält schwächer, so what? Was ändert das?

    Solche Absprachen und Vergleiche sind nur Extrastress mit 0 Mehrwert. Ich kann den Kollegen verstehen, dass er das einfach ignoriert.

    Nimm dir den Lehrplan und sieh zu, dass du fachlich auf Zack bist. Ich kenne deinen vorherigen Weg nicht, aber ganz oft gibt es irgendwas, was man zuletzt im Abi hatte und selbst da nur so halb und was in Studium und Job niemals aufgetaucht ist.

    Das erleichtert die didaktische Reduktion und die fachliche Sattelfestigkeit ist die Grundlage für einen guten Mint-Unterricht.

    +1.

    Diese unsägliche analytische Geometrie oder manche Aspekte der Stochastik kommen im Studium in der Regel gar nicht oder so gut wie gar nicht vor. Das ist nicht schwer, aber anschauen muss man es sich trotzdem.

    Es wundert mich, dass der Beitrag von Quittengelee hier so wenig Beachtung fand. Ich halte es ebenfalls für höchst alarmierend, so viel positives Feedback zu erwarten. Wenn es kommt, schön. Man sollte seine Zufriedenheit aber nicht davon abhängig machen.

    Na, ein Glück, dass bald in Niedersachsen die schriftlichen Abiturprüfungen in den Grundkursen wegfallen werden! Die mündlichen Prüfungen werden ja nicht zentral gestellt.

    À+

    Ich hatte meine letzte schriftliche Gk-Prüfung 2019 oder so. Wir raten da dringend von ab, seit vielen Jahren.

    Wir sind aber auch ein kleines Weiterbildungskolleg und die allermeisten Schüler verlassen uns mit Fachabitur. Deshalb sind das so geringe zahlen.

    An jeder Schule, an der ich bisher tätig war, ist es so, dass während schriftlichen Prüfungen immer zwei Lehrkräfte Aufsicht führen. Wenn ein Schüler während der Prüfungszeit die Toilette benutzen möchte, geht eine Lehrkraft mit, die andere Lehrkraft bleibt im Prüfungsraum. Ich dachte immer, dass das an den meisten Schulen so praktiziert wird. Zumindest ist es an allen mir bekannten beruflichen Schulen in BW so (und ich kenne viele).

    Sowas habe ich ja noch nie gesehen oder gehört. Zwei Lehrkräfte einplanen für eine popelige Klausur?

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