Beiträge von state_of_Trance

    Wir haben einen 69-jährigen Bundeskanzler, der nach Jahren in der Wirtschaft finanziell ausgesorgt hat, aber es trotzdem noch einmal beruflich wissen will - auch mit der entsprechenden Vergütung.

    Nein, der will sich nur nach Jahrzehnten der Merkel-Demütigung nochmal profilieren.

    Weil uns beiden unsere Arbeit Spaß macht und weil wir beide familiär so erzogen worden sind das man arbeitet.

    Ich vermute sie macht auch deshalb mehr Spaß, auch als Beamter, wenn man weiß, dass man ohne spürbare finanzielle Einbußen genauso gut auch aufhören könnte und die Pension auch irrelevant ist.

    Ja - und für eine Quereinsteigerin wie mich mit einem offensichtlich recht hohen Anspruch ans fachliche unterrichten ist es dann echt irgendwann die Frage, wie lange mir das noch Spaß macht. Im Moment ist das noch so - weil ich tatsächlich von den meisten SuS sehr viel Wertschätzung erfahre (irgendwie will das hier keiner lesen, ihr fokussiert euch auf die Klasse, mit der es nicht läuft, warum eigentlich?), aber vielleicht kippt es im Laufe der Jahre, weil viele SuS immer anstrengender, weil respektloser werden.

    Das wirst du jetzt auch wieder als Beleidigung auffassen, aber zwei Sachen:

    Vom fachlichen Anspruch kann man sich im Lehrerberuf verabschieden. Das heißt nicht, dass die Inhalte nicht wichtig sind, aber außer du bist an einem gut behüteten Gymnasium in einem guten LK eingesetzt, wirst du fachlich immer Kröten schlucken müssen. Aber auch diese Schüler verdienen es, dass man ihnen bestmöglichst versucht noch etwas beizubringen.

    Zweitens: Auf Wertschätzung von Schülerseite sollte man mal lieber pfeifen, wenn man die erwartet, kann man nur enttäuscht werden. Es ist sehr schön, sie zu bekommen, aber man darf sie nicht erwarten. Man darf sie auch weder von Schulleitung noch von der übergeordneten Behörde erwarten. Meine Wertschätzung ist, dass ich ordentlich bezahlt werde, der Rest ist ein Bonus.

    Mein Uni-Ich würde sich schämen für manches, was ich heute so unterrichte.

    Ich muss einfach nochmal darauf zurückkommen:

    Ich dachte wirklich im Studium, dass ich in der Schule viel formaler arbeiten werde, damit die Schüler die Mathematik "richtig" lernen. Viel mehr Definitionen, Sätzen und Beweisen arbeiten wie im Studium, viel stärker die Voraussetzungen der Methoden thematisieren und so weiter.

    10 Jahre im Beruf: Solange die Schüler wenigstens irgendwas dazu lernen, bin ich zufrieden.

    Hi, dagegen spricht, dass du z.B. keine Referate machen kannst, keine Projekte, keine Unterrichtsinhalte, die nicht innerhalb einer Sitzung abgeschlossen werden etc. Du kannst eigentlich nur sehr wenig in die Hände der Schüler legen, wenn die dann nicht kommen, ihre Gruppenmitglieder im Regen stehen lassen, etc. Es stört auch ungemein wenn du irgendwas behandelst wofür die letzte Stunde wichtig war, aber da sitzen 12 Leute die letzte Stunde nicht da waren, aber dafür sind 9 Leute nicht da die letzte Stunde da waren.

    Ich mache all diese Formate schon längst nicht mehr. Ist halt so an manchen Schulformen.

    Ihr erachtet bei 70% Fehlzeiten eine Bewertbarkeit noch als gegeben?


    Vielleicht ist das das Problem...

    Dann wäre an meiner Schule der größte Teil der SuS überhaupt nicht mehr bewertbar, wenn 70% schon als problematisch angesehen wird. Moment, es ging um FEHLZEITEN von 30%, also Anwesenheiten von 70%. Nicht Fehlzeiten von 70%. Das wäre selbst bei uns zu krass.

    Ja bitte, dann hab ich endlich meine These schwarz auf weiß, dass bei den allerallermeisten Lehrerinnen, der Partner den "richtigen Job" hat. ;)

    Die massive Teilzeit kann dann der Mann zahlen.

    Die Diskussionen zur Wertigkeit der Lehrämter, die ich hier seit 20 Jahren immer wieder verfolgen konnte, zeigt ja, dass bei der erstmaligen Festlegung der Besoldung und der Zugangsvoraussetzungen zum Schuldienst das Sek-I-Studium als weniger komplex bzw. die Lehramtsausbildung Sek I und Primarstufe als "weniger anspruchsvoll" erachtet wurden und teilweise immer noch werden.

    Na, weil es genau so ist? Wer Mathe Gymnasium nicht packt, wechselt auf Realschule. Das war vor 15 Jahren bei mir so, das war vor 30 Jahren schon bei Kollegen so und wird heute noch genauso sein.

    state_of_Trance : Warum darf ich für unentschuldigte Fehlzeiten nicht die Note "ungenügend" geben? Das wurde uns im Seminar genau so beigebracht und wird auch von vielen KuK hier praktiziert.

    Vielleicht verwechsle ich es mit entschuldigten Fehlstunden, bei uns wird das so klar nicht differenziert.

    Man kann auf jeden Fall keine Note geben auf Stunden, die nicht gewesen sind. Man kann aber argumentieren, dass natürlich diese Inhalte nicht gezeigt werden konnten und dann in Folgestunden Grundkenntnisse aus diesen Stunden gefehlt haben.

    Naja mein Gerät ist per HDMI und zusätzlich USB-B (Touch wie auch immer man das nennt, also die Rückkopplung) angeschlossen. Ich stehe also an meinem Screen, schreibe an der Tafel und trotzdem in OneNote.

    Oldschool Tafel wäre mir zu klein, da bin ich nur am wischen.

    Ja gut, dann würde ich das auch so machen. Wir haben reguläre Tafeln plus Beamer mit Airplay in jedem Raum. Da ist eher die Projektionsfläche klein. Deshalb nutze ich die Tafel inklusive Seitentafeln auch noch recht häufig, weil diese Sachen dann immer noch sichtbar bleiben können.

    Ha! Die spannende Frage ist doch vor allem, wie sich die Karnickelprämie in NRW verbunden mit dem Wohnort auswirkt!

    scnr

    Ab Kind 3 steigt das ja überproportional an und ich wohne ohne Zuschlag in Mietstufe 6. Der, in der sich Kinder am meisten lohnen.

    Eigentlich wollte ich dazu nicht wieder was sagen, aber du triggerst mich jetzt. ;)

    Wo muss ich hin? ;)

    Na gut, mir würde die Stift-Eingabe fehlen, ich schreibe ja auch alles in OneNote. Aber wir haben nur iPads - richtig, damit kann man außer Mails abrufen nichts sinnvolles machen am technischen Berufskolleg.

    Damit kann man auch an allgemeinbildenden Schulen nicht viel mehr machen. :D

    Ich bin verwundert, dass ihr alle alles ins Onenote schreibt. Ich nutze Onenote für meine Unterrichtsplanung, aber im Unterricht schreibe ich auch gerne nochmal was oldschool an die Tafel. Das ist größer als die Beamerprojektion und ich habe das Gefühl, mich mehr bewegt zu haben. Manchmal laufe ich mit dem Tablet allerdings im Raum rum und schreibe dann vorne weiter, das ist wiederum ganz praktisch. Ich möchte mich aber nicht auf eines festlegen und ich gebe den Schülern auch nicht das Gefühl, dass man fehlen kann und trotzdem Zugriff auf alle Unterlagen hat. Da können die sich selbst drum kümmern.

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