Steht sicher in diesem sagenumwobenen Berliner Frauenplan drin.
Beiträge von state_of_Trance
-
-
Das ist natürlich schwer messbar und hängt natürlich sehr von der konkreten Schule, ach was, von der konkreten Klasse ab.
Ich habe momentan eine Einführungsphase, da ist eine Schülerin drin, die mir echt das Leben unglaublich schwer macht. Jede Doppelstunde dort hat für mich das "Gewicht" eines ganzen Tages in anderen Lerngruppen.
Ich würde behaupten, dass die "üblichen" Physikstunden in der Sek1, gerne 7.8. Stunde auch nicht sonderlich gesundheitsfördernd sind.
Aber ja, man kann es wirklich nur zusammenfassen, dass die Belastungen in diesem Beruf echt höchst individuell und auch nicht immer gleich sind.
-
Ach WillG das wäre viel lustiger gewesen ohne die Klammer.
-
Der Thread hier ist da sicherlich eine Ausnahme.
Ich bin ehrlich gesagt ziemlich verwundert,, wie dieser Thread durch die Decke gegangen ist. Er war eigentlich nur als kleiner Nostalgieflash auf den damaligen Thread "Mikael gesperrt" gedacht. Ich bleibe dabei, dass die Moderation an manchen Stellen einer Zensur nahe kommt, möchte das aber auch gar nicht weiter vertiefen.
Ich bin aber ehrlich gesagt davon ausgegangen, dass der Thread gelöscht wird, deshalb schrieb ich ja auch, dass man mich gerne dafür auch sperren könne.
-
Zitat
Die Abbruchquote im universitären Bachelorstudium fällt in den Geisteswissenschaften sowie in Mathematik und Naturwissenschaften besonders hoch aus: Die Hälfte der Studierenden gab hier vorzeitig auf. Besser schlugen sich die Studierenden in den Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. Hier brachen nur 21 Prozent ab. In Lehramtsstudiengängen brachte sogar nur jede oder jeder Zehnte das Bachelorstudium nicht zu Ende.
Jetzt ist natürlich die Frage, wie man das mit MINT und dem Vergleich zum "Lehramt" beurteilt.
-
Warum ist eigentlich die Dropout-Quote in MINT-Studiengängen so unglaublich viel höher?

-
Ich glaube, das ist teilweise auch sehr abhängig vom Studienorte gewesen.
Natürlich muss jeder Physikstudent Praktika machen, allerdings gab es bei uns keine harten Klausuren.
Ich war bereits im Ba/Ma-System und aufgrund dessen wurden alle Prüfungsleistungen in mündliche Prüfungen umgewandelt statt, dass schlecht ausfallende Klausuren genommen wurden.
Nun war der Vorteil dieser mündlichen Prüfungen, dass sie weniger hart als Klausuren waren, die Vorbereitung aber deutlich aufwendiger war, weil echt jeder Furz gefragt werden konnte. Da musste man mehr Beweise und co wirklich im Kopf haben als es in den meisten Klausuren nötig gewesen wäre.
-
Was zweifelsohne stimmt ist die Tatsache, dass mich mit meinem Germanistik/Anglistik Studium vermutlich niemand mit Begeisterung eingestellt hätte. Dass ist bei MINTlern sicherlich anders. Aber dann frage ich mich, warum die nicht alle in den hoch dotierten Jobs gelandet sind. Und gilt da dann diesses unsägliche Zitat "hätte man vorher wissen können" plötzlich nicht?
Ich habe tatsächlich mit Anfang 20 nicht antizipiert, welche massiven Nachteile der Lehrerberuf mit sich bringt. Diese Unflexibilität, das nicht mögliche Home Office etc. Das ist mir durch die Corona-Zeit erst wirklich aufgefallen. Nochmal würde ich den Weg nicht gehen. Aktuell bin ich aber schulformbedingt trotzdem beruflich zufrieden. An einem Regelgymnasium wäre ich das vermutlich nicht.
Und nochmal: Woher kommt denn diese Gewissheit, dass MINT-Lehrer nach einer ordentlich durchgeführten Faktorisierung mehr unterrichten müssten, wenn sie doch an anderer Stelle so hohen Zeitaufwand haben?
Weil man Sorge hat, dass überlastete Kollegen anderer Fächer so viel Rumjammern, dass gesagt wird "ok, ihr macht weniger". Meistens sind diese Kollegen aber auch unglaublich ineffizient und viele Probleme sind hausgemacht. MINT-Kollegen sind im Schnitt pragmatischer angelegt.
-
Langer Rede kurzer Sinn: Ich halte den akadamischen Schw*nzvergleich im Sinne von "mein Studium war aber so viel schwerer als deins" für völligen Unsinn.
Keine Ahnung, ich kann nur berichten, was ich an der Uni gesehen habe. Meine ersten richtigen Ferien hatte ich als Lehrer. In den Semesterferien waren entweder (aufwendige Praktika) oder es standen Prüfungen an, für die man Wochen und Monate lernen musste. Innerhalb des Semesters musste man ebenfalls wöchentlich die Übungen abgeben. Die Studierenden anderer Fächer waren damit überfordert ab und an mal eine Hausarbeit zu schreiben, wo im Wesentlichen Quellen aneinander gereiht wurden. Aber ich möchte es nicht noch weiter vertiefen.
-
Dieser Spruch gehört aus meiner Sicht neben dem Spruch "Dit hamma schon immer so jemacht!" zu den größten Blockierern von Veränderung und damit auch von Verbesserung.
Ich weiß nicht, wovor sich vor allem die MINT-Kollegen so fürchten. Wenn die zeitliche Belastung durch Experimente und Wartung etc. so gut messbar ist, kann die ja bei der Faktorisierung berücksichtigt werden, so wie ich es ja oben anrege. Es geht ja hier nicht nur um Entlastung für Korrekturfachlehrer.
Der Frust, dass man ein anspruchsvolles Studium durchgemacht hat, um mit dem selben Gehalt abgespeist zu werden. Und dann soll man auch noch mehr unterrichten? Falls das kommt, braucht sich nun wirklich keiner mehr zu wundern, dass niemand Mathe, Physik, Chemie, Informatik unterrichten möchte.
Und ja, das hier wird jetzt
DownvotesVerwirrend-Reaktionen regnen. Bring it on. -
Da wird man ja überproportional für die Sek1 bestraft. Was das an Nerven kostet ist da ja gar nicht "faktorisiert".
-
...es sei denn, die guten Noten werden verschenkt.
Da fällt mir leider auch mehr als ein Kollege ein... Die Bewertung ist nicht nachvollziehbar, aber so gut, dass es auch egal ist.
-
Beispiel Englisch:
Der Prozess des Text Findens beschränkt sich nicht auf eine kurze Google-Suche. Jeder Text muss gelesen und auf seine Klausurtauglichkeit hin begutachtet werden (lassen sich daraus die in Englisch die klassischen drei Aufgaben erstellen?) Oft müssen Texte dann noch sprachlich annotiert oder gekürzt werden. In NRW kommt seit einiger Zeit dazu, dass es nicht nur einen einzigen Text gibt sondern entweder einen zusätzlichen Sprachmittlungsteil oder einen Hörverstehensteil. Während der Sprachmittlungstext noch verhältnismäßig schnell gefunden ist, gestaltet sich die Suche nach passenden Hörtexten mitunter sehr aufwändig, hören, überlegen, ob das Ganze sprachlich und inhaltlich passt, dann müssen die Tracks noch geschnitten werden. Es müssen mindestens zwei sein. Dann müssen noch die Fragen zu den Hörtexten erstellt werden - wahlweise mit Multiple Choice oder mit freien Antworten.
Bei Englisch gebe ich dir, was die Aufgabenformate betrifft recht.
Aber von Deutschkollegen habe ich schon sehr oft gehört, dass sie die Analyse noch nie selbst geschrieben haben. Vielleicht sind die besonders faul, mag sein.
-
Wir hatten nur Rosenmontag.
Wir hatten die ganze Woche frei.

-
Zum Thema Naturwissenschaften wurde schon mehr gesagt, deshalb noch eine Anmerkung zum Fach Mathematik:
Die Korrektur ist in der Regel schneller erledigt als in sprachlichen Fächern, das mag stimmen. Sie ist aber auch längst nicht so schnell gemacht, wie manche Kollegen anderer Fächer meinen würden. Die Aufgaben können nicht mit der Schablone nach richtig oder falsch korrigiert werden, wie sich das manch einer vorstellt. Das ist ausschließlich bei Aufgaben mit dem Operator "angeben" der Fall und die sind seltener. Sehr häufig müssen aus konfusen Lösungsversuchen die richtigen Ansätze erkannt und entsprechend bewertet werden. Mittelmäßige Klausuren können in dem Fach wirklich auch Zeit fressen.
Ich gebe auch zu bedenken, dass die Konzeption guter Mathematikklausur meiner Meinung nach durchaus auch aufwendig ist. Man kann nicht einfach Aufgaben übernehmen, man muss sie alle durch rechnen, sonst übersieht man Fallen. Und man muss (sollte) sie selbst durchrechnen, damit man eine gute Zeitplanung machen kann. Da haben es meiner Meinung nach Sprachkollegen oft einfacher, die quasi fertig sind, sobald sie einen passenden Text gefunden haben. -
ihr stimmt über bewegliche Ferientage ab? Uns werden die einfach mitgeteilt. Die Tage sind an allen Schulen der Region gleich. Wüsste auch gar nicht, wo ich meine Kinder hätte unterbringen sollen, wenn wir an 4 verschiedenen Terminen freigehalten hätten. Habe mich jetzt mitgezählt.
Da muss jemand aus BW was zu sagen, wie da die Regelung ist. Bei uns ist das etwas, worüber die Lehrerkonferenz (und dann formal auch noch die Schulkonferenz) abstimmen. Hier in meiner Region ist der Rosenmontag festgelegt und die restlichen 2 oder 3 Tage (je nach Jahr), darüber stimmen wir ab, ja. Und das ist tatsächlich nicht immer gleich.
-
Ergänzung: Die über bewegliche Ferientage und/oder Entlastungsstunden abstimmen soll?
Ich habe schon Tauben gesehen, die sich zivilisierter um Brotkrumen gestritten haben.
-
Da könntest du etwas heißem auf der Spur sein.
-
Alles persönlich nehmen und Grabenkämpfe führen kommt doch mit der Berufsbeschreibung.
-
Das klingt alles schön und gut, so mit erwachsen und so.
Es ist aber auch bekannt, welcher Berufsstand hier naturgemäß schreibt. Da stell ich mal folgende Frage: Schonmal bei einer Lehrerkonferenz dabei gewesen?
Werbung